miss.electric
Mitglied
Hi ihr Lieben.
Aus ganz aktuellem Anlass (vor ca. 5 Minuten geschehen), habe ich beschlossen, hier Rat und Trost zu suchen. Folgendes Problem kurz zusammengefasst: Meine Mutter akzeptiert mich nicht als eigenständiges, verantwortungsvolles und erwachsenes Individuum. Ich habe das Gefühl, sie denkt von mir, dass ich abnormal oder sonst was wäre und es verletzt mich so sehr. Leider ist das nicht der einzige Konflikt, den ich mit meiner Mutter habe, aber das ist eine andere Geschichte und ehrlich gesagt ist mir ihre Akzeptanz und Unterstützung am wichtigsten..
Kurz zu mir: Ich bin 21 Jahre alt und wohne leider noch Zuhause, da ich eine schulische Ausbildung mache, in der ich nichts verdiene. Aber gut, das ist in knapp einem Jahr dann auch endlich geschafft.
Okay, aber jetzt mal zu meinem Anliegen: Meine Mutter gibt mir permanent das Gefühl, wertlos und schäbig zu sein aufgrund meiner Interessen, Vorlieben, Hobbys und Gedankengänge. In ihrer Gegenwart komme ich mir unnormal und schlecht vor. Dabei bin und war ich immer ein guter Mensch. Ich habe in meinem ganzen Leben niemals geklaut, niemals geraucht, niemals Drogen konsumiert, hatte nie Stress mit anderen, habe immer selbständig gelernt und gute Noten nach Hause gebracht und jetzt erlerne ich einen sozialen Beruf. Doch trotz all diesen Dingen spüre ich täglich diese Abwertung.
Mal kurz zu meinen erwähnten Interessen/Vorlieben/Hobbies: Ich stehe unglaublich auf alles, was man jetzt ganz aktuell unter den Begriff "Halloween" stecken könnte (btw: Mein absolut liebster Tag/liebstes Fest im Jahr - ich LIEBE Halloween): Hexen, Geister, Zombies, Fledermäuse, Skelette, usw. Dann habe ich eine besondere Vorliebe und großes Interesse für Bodymodifications wie eben Piercings und Tattoos. Wie man sich also vorstellen kann, bin ich keineswegs das typische Mädchen - das war ich noch nie. Und meine Mutter fand das schon immer scheiße. Ansich ist das ja kein Ding. Ich würde niemals jemanden etwas aufzwingen oder zwingen, etwas zu mögen. Aber wenn man von der eigenen Mutter als "ekelhaft" beschrieben wird und grundsätzlich alles postive an einem ausgeblendet wird und man nur auf seine Interessen reduziert wird, ist das mehr als verletzend.
Egal, was ich tue, sage, ihr zeige - egal, wie "harmlos" oder neutral oder sonst was es auch ist: Es wird mit höchstem Misstrauen betrachtet und es werden sämtliche negativen Aspekte aufgezählt ("..das ist krank/gefährlich/abartig/furchtbar/etc./etc.") ...bestes und auch absolut lächerlichstes Beispiel: Ich hätte schrecklich gerne von den aktuellen Überraschungsei-Figuren den kleinen Frankenstein oder Dracula - ich find die so niedlich. Meine Mutter hat das mitbekommen und gleich losgegiftet: "Das ist ja abnormal!" Soviel dazu..
Sie behauptet dann auch des öfteren, dass ich ja früher nie so gewesen wäre, und ich seit kurzer Zeit ja total abdrehen würde und und und. Unterstellt mir dann, dass ja die Leute aus meinem Umfeld bestimmt was damit zu tun haben und all diese Sachen. Dabei habe ich mich niemals irgendwie......abnormal verhalten oder so. Ich bin ein freundlicher, halbwegs glücklicher Mensch der sich eigentlich ganz normal verhält. Wie ein Mensch, der z.B. ein Fan von.....Pferden ist. Nur eben in meinem Fall müsste man die Pferde durch Fledermäuse ersetzen.
Auch wenn ich meiner Mutter keinen Anlass dazu gebe, den Fokus auf etwas Verhasstes zu lenken, gibt sie mir das Gefühl, etwas wertloses zu sein - kleines Beispiel:
Ich habe mich mit meiner Mutter über eine Bekannte von ihr unterhalten, die ein sehr weltoffener, fröhlicher und toleranter Mensch ist. Ich sagte zu meiner Mutter, dass ich mit dieser Person sicherlich interessante Gespräche wechseln könnte und mir das auch großen Spaß bringen würde. Sie fragte mit großem Misstrauen: "Was meinst du damit?" Ich erklärte ihr daraufhin meine Ansichten vom Leben, der Welt und dass ich es schade finde, das so wenige Menschen richtig weltoffen und tolerant wären. Dass viele nur das große Glück anerkennen und viele kleine Glücksmomente ausblenden, obwohl diese viel wichtiger sind. Ich selbst versuche immer, so zu leben, um einfach das Beste aus meinem Leben zu holen - und auf diese Ansicht bin ich persönlich sehr stolz.
Naja. Der Satz, den meine Mutter dann gesagt hat, war mit Sicherheit das schlimmste, was ich jemals von ihr gehört habe: "Wer hat dir denn DEN Floh ins Ohr gesetzt?!" Lest diesen Satz bitte mit einem abwertenden Unterton. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Ich mein....sollte eine Mutter, die ihr Kind als Individuum akzeptiert und unterstützt daraufhin nicht sagen, dass sie stolz darauf ist, dass ihr Kind so eine Ansicht vom Leben hat (ohen gleich daran zu denken, dass ihr Kind NICHT selbständig denken und eine eigene Meinung bilden kann)? Verstehe ich da was falsch? Ist das utopisch?
Ich meide mittlerweile fast jeglichen Kontakt zu meiner Mutter, weil es mich einfach jedes mal aufs neue total verletzt und mich total fassungs- und hoffnungslos zurücklässt. Es macht mich wirklich fertig. Und jetzt - da ja Halloween vor der Tür steht - gibts noch viel, viel mehr, wo mich meine Mutter beobachten kann und auf meine Abartigkeit hinweisen kann (Obwohl ich mich garnicht so verhalte...also ein Aussenstehender, der mich nicht kennt und nur sieht, würde NIEMALS darauf kommen, dass ich so ein Horrorfan bin - aber meine Mutter sieht wirklich nur diesen Punkt).
Sämtliche Versuche, mit ihr darüber zu sprechen scheitern kläglich. Mit meiner Mutter kann man nicht sprechen - es ist hoffnungslos. Wenn ich ihr sage, wie ich mich fühle, wenn sie solche Dinge sagt, macht sie einen auf beleidigte Leberwurst, sagt "Dann sag ich eben GARNICHTS mehr!!!" und bestraft mich mit Ignorieren oder ähnlichem.
Ich wünsche mir doch einfach nur, dass meine Mutter mich so akzeptiert, wie ich bin und meine postiven Seiten sieht. Sie soll ja kein Fan von meinen Interessen werden. Aber sie soll doch bitte aufhören, das als Abartigkeit abzutun und begreifen, dass wir im 21. Jahrhundert leben und das nichts teuflisches ist, oder Anzeichen einer Sektenangehörigkeit ist oder was weiß ich...
Ich bin mit meinen Kräften und Nerven echt am Ende. Jeden Tag komme ich erschöpft nach Hause und dabei fühl ich mich Zuhause kein Stück mehr wohl und an Entspannung ist dann leider auch nicht mehr zu denken.
Entschuldigt, dass das jetzt doch so lange geworden ist und vielleicht ein wenig.....unnötig und lächerlich erscheint aber ich glaube, es ist schwer zu verstehen, wie nahe mir das geht. Ich hoffe, es gibt ein paar Menschen, die mir Verständnis schenken können.
Liebe Grüße
Aus ganz aktuellem Anlass (vor ca. 5 Minuten geschehen), habe ich beschlossen, hier Rat und Trost zu suchen. Folgendes Problem kurz zusammengefasst: Meine Mutter akzeptiert mich nicht als eigenständiges, verantwortungsvolles und erwachsenes Individuum. Ich habe das Gefühl, sie denkt von mir, dass ich abnormal oder sonst was wäre und es verletzt mich so sehr. Leider ist das nicht der einzige Konflikt, den ich mit meiner Mutter habe, aber das ist eine andere Geschichte und ehrlich gesagt ist mir ihre Akzeptanz und Unterstützung am wichtigsten..
Kurz zu mir: Ich bin 21 Jahre alt und wohne leider noch Zuhause, da ich eine schulische Ausbildung mache, in der ich nichts verdiene. Aber gut, das ist in knapp einem Jahr dann auch endlich geschafft.
Okay, aber jetzt mal zu meinem Anliegen: Meine Mutter gibt mir permanent das Gefühl, wertlos und schäbig zu sein aufgrund meiner Interessen, Vorlieben, Hobbys und Gedankengänge. In ihrer Gegenwart komme ich mir unnormal und schlecht vor. Dabei bin und war ich immer ein guter Mensch. Ich habe in meinem ganzen Leben niemals geklaut, niemals geraucht, niemals Drogen konsumiert, hatte nie Stress mit anderen, habe immer selbständig gelernt und gute Noten nach Hause gebracht und jetzt erlerne ich einen sozialen Beruf. Doch trotz all diesen Dingen spüre ich täglich diese Abwertung.
Mal kurz zu meinen erwähnten Interessen/Vorlieben/Hobbies: Ich stehe unglaublich auf alles, was man jetzt ganz aktuell unter den Begriff "Halloween" stecken könnte (btw: Mein absolut liebster Tag/liebstes Fest im Jahr - ich LIEBE Halloween): Hexen, Geister, Zombies, Fledermäuse, Skelette, usw. Dann habe ich eine besondere Vorliebe und großes Interesse für Bodymodifications wie eben Piercings und Tattoos. Wie man sich also vorstellen kann, bin ich keineswegs das typische Mädchen - das war ich noch nie. Und meine Mutter fand das schon immer scheiße. Ansich ist das ja kein Ding. Ich würde niemals jemanden etwas aufzwingen oder zwingen, etwas zu mögen. Aber wenn man von der eigenen Mutter als "ekelhaft" beschrieben wird und grundsätzlich alles postive an einem ausgeblendet wird und man nur auf seine Interessen reduziert wird, ist das mehr als verletzend.
Egal, was ich tue, sage, ihr zeige - egal, wie "harmlos" oder neutral oder sonst was es auch ist: Es wird mit höchstem Misstrauen betrachtet und es werden sämtliche negativen Aspekte aufgezählt ("..das ist krank/gefährlich/abartig/furchtbar/etc./etc.") ...bestes und auch absolut lächerlichstes Beispiel: Ich hätte schrecklich gerne von den aktuellen Überraschungsei-Figuren den kleinen Frankenstein oder Dracula - ich find die so niedlich. Meine Mutter hat das mitbekommen und gleich losgegiftet: "Das ist ja abnormal!" Soviel dazu..
Sie behauptet dann auch des öfteren, dass ich ja früher nie so gewesen wäre, und ich seit kurzer Zeit ja total abdrehen würde und und und. Unterstellt mir dann, dass ja die Leute aus meinem Umfeld bestimmt was damit zu tun haben und all diese Sachen. Dabei habe ich mich niemals irgendwie......abnormal verhalten oder so. Ich bin ein freundlicher, halbwegs glücklicher Mensch der sich eigentlich ganz normal verhält. Wie ein Mensch, der z.B. ein Fan von.....Pferden ist. Nur eben in meinem Fall müsste man die Pferde durch Fledermäuse ersetzen.
Auch wenn ich meiner Mutter keinen Anlass dazu gebe, den Fokus auf etwas Verhasstes zu lenken, gibt sie mir das Gefühl, etwas wertloses zu sein - kleines Beispiel:
Ich habe mich mit meiner Mutter über eine Bekannte von ihr unterhalten, die ein sehr weltoffener, fröhlicher und toleranter Mensch ist. Ich sagte zu meiner Mutter, dass ich mit dieser Person sicherlich interessante Gespräche wechseln könnte und mir das auch großen Spaß bringen würde. Sie fragte mit großem Misstrauen: "Was meinst du damit?" Ich erklärte ihr daraufhin meine Ansichten vom Leben, der Welt und dass ich es schade finde, das so wenige Menschen richtig weltoffen und tolerant wären. Dass viele nur das große Glück anerkennen und viele kleine Glücksmomente ausblenden, obwohl diese viel wichtiger sind. Ich selbst versuche immer, so zu leben, um einfach das Beste aus meinem Leben zu holen - und auf diese Ansicht bin ich persönlich sehr stolz.
Naja. Der Satz, den meine Mutter dann gesagt hat, war mit Sicherheit das schlimmste, was ich jemals von ihr gehört habe: "Wer hat dir denn DEN Floh ins Ohr gesetzt?!" Lest diesen Satz bitte mit einem abwertenden Unterton. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Ich mein....sollte eine Mutter, die ihr Kind als Individuum akzeptiert und unterstützt daraufhin nicht sagen, dass sie stolz darauf ist, dass ihr Kind so eine Ansicht vom Leben hat (ohen gleich daran zu denken, dass ihr Kind NICHT selbständig denken und eine eigene Meinung bilden kann)? Verstehe ich da was falsch? Ist das utopisch?
Ich meide mittlerweile fast jeglichen Kontakt zu meiner Mutter, weil es mich einfach jedes mal aufs neue total verletzt und mich total fassungs- und hoffnungslos zurücklässt. Es macht mich wirklich fertig. Und jetzt - da ja Halloween vor der Tür steht - gibts noch viel, viel mehr, wo mich meine Mutter beobachten kann und auf meine Abartigkeit hinweisen kann (Obwohl ich mich garnicht so verhalte...also ein Aussenstehender, der mich nicht kennt und nur sieht, würde NIEMALS darauf kommen, dass ich so ein Horrorfan bin - aber meine Mutter sieht wirklich nur diesen Punkt).
Sämtliche Versuche, mit ihr darüber zu sprechen scheitern kläglich. Mit meiner Mutter kann man nicht sprechen - es ist hoffnungslos. Wenn ich ihr sage, wie ich mich fühle, wenn sie solche Dinge sagt, macht sie einen auf beleidigte Leberwurst, sagt "Dann sag ich eben GARNICHTS mehr!!!" und bestraft mich mit Ignorieren oder ähnlichem.
Ich wünsche mir doch einfach nur, dass meine Mutter mich so akzeptiert, wie ich bin und meine postiven Seiten sieht. Sie soll ja kein Fan von meinen Interessen werden. Aber sie soll doch bitte aufhören, das als Abartigkeit abzutun und begreifen, dass wir im 21. Jahrhundert leben und das nichts teuflisches ist, oder Anzeichen einer Sektenangehörigkeit ist oder was weiß ich...
Ich bin mit meinen Kräften und Nerven echt am Ende. Jeden Tag komme ich erschöpft nach Hause und dabei fühl ich mich Zuhause kein Stück mehr wohl und an Entspannung ist dann leider auch nicht mehr zu denken.
Entschuldigt, dass das jetzt doch so lange geworden ist und vielleicht ein wenig.....unnötig und lächerlich erscheint aber ich glaube, es ist schwer zu verstehen, wie nahe mir das geht. Ich hoffe, es gibt ein paar Menschen, die mir Verständnis schenken können.
Liebe Grüße
Zuletzt bearbeitet: