Hallo du,
es tut mir sehr leid, dass es deinem Vater so schlecht geht.
Ich war mal in einer ähnlichen Situation und mir ist das damals auch ganz schwer gefallen. Ich habe 600 km weit weg studiert und meiner Oma ging es verdammt schlecht. Damals hatte ich dieselben Gedanken wie du - Studium oder alles hinwerfen und zu meiner Oma ziehen.
Ich kann dir jetzt nur schreiben, wie ich mich letztendlich entschieden habe, aber das kann und muss jeder Menschen für sich selbst entscheiden.
Ich habe mich für das Studium entschieden, was bedeutet hat, nur alle paar Wochen nach Hause zu fahren. Meine Oma habe ich einen Tag vor ihrem Tod das letzte Mal gesehen, früher habe ich die Distanz dermaßen kurzfristig nicht geregelt bekommen - sie hat mich nicht mal mehr erkannt und wir konnten nicht mehr miteinander sprechen.
Obwohl ich wusste, dass die Zeit mit ihr verrinnt, habe ich mich nicht dafür entschieden, diese Zeit mit ihr zu verbringen. Das ist jetzt fast 10 Jahre her und ich bereue diese Entscheidung noch heute. Damals dachte ich anders. Aber als sie dann gegangen war, ist mir klar geworden, dass es unwiderruflich ist und mir dieses dämliche Studium nie ersetzen kann, was ich dafür eingetauscht habe.
Das ist aber auch nur meine Erfahrung und Empfindung.
Kriegst du denn alles kurzfristig geregelt, wenn du sehr schnell zu deinem Vater müsstest?
Falls das nicht klappt, könntest du dir verzeihen oder damit klarkommen?
Du musst damit rechnen, dass dich solche Gedanken einholen werden ...
Ich hoffe, du kannst für dich die Entscheidung treffen, die dich in dieser schlimmen Situation nicht noch zusätzlich belastet.
LG,
vanDark