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Wenn man nicht mehr weiß wohin....

D

Dana_pre*

Gast
Hey Leute

Ich bin jetzt letzenendes hier gelandet, da ich im moment nicht mehr weiter weiß, egal mit wem ich rede niemand kann mir wirklich helfen, man hört nur immer ich würde gern aber ich weiß nicht wie.
Mir ist bewusst das mir wohl schwerlich jemand helfen kann aber ich kanns einfach nicht mehr hören.
Ich hätte so gerne hilfe...

Mein Vater hat eine sehr aggressive Krebsart. Seit einem Jahr kämpfen wir um sein Leben. Vor ein paar Wochen sagte er uns das es definitiv keine Heilung mehr gibt. Seine Lebenserwartung liegt zwischen wenns schlecht läuft 4 wochen, wenns gut läuft 1/2 bis 1 Jahr.
Ich studiere im Moment im 2. Semester und bin deshalb 300 km von zu Hause weg.
So... 1. Ich habe allgemein keine Ahnung wie ich damit umgehen soll, dass mein Vater wohl in naher Zeit sterben wird. Wobei es für mich unverständlich und unfair scheint (er ist gerade mal 50 ich bin 19 meine schwester erst 12).
Klar das der Tod oder die Krankheit eines Menschen immer unverständlich sind. Hilft mir jetzt aber auch nicht weiter...
2. Habe ich massive gedankliche Konflikte, einerseits will ich zuhause sein, jeden Tag den ich noch mit meinem Vater habe zu nutzen. Andererseits kann ich im moment nur jedes 2te wochenende nachhause fahren, wg. finanzen. So würde ich mich jetzt dazu entscheiden zuhause zu bleiben kann ich mein studium im moment nicht weiterverfolgen. und ich weiß nicht ob es mir nach dem tod meines vaters finanziell und psychisch noch möglich sein wird zu studieren, da ich meine mutter und meine schwester finanziell unterstützen werden muss und auch einfach so für sie da sein muss.

So und was jetzt? ich habe das gefühl das meine kraft weg ist, ich bin am ende und weiß nicht mehr wohin...

Und bitte, wenn jemand schreiben will "Ich kann dir leider auch nicht helfen" dann schreibt gar nicht...

Hoffentlich hat jemand doch einen guten Rat für mich...
Liebe Grüße
 
So würde ich mich jetzt dazu entscheiden zuhause zu bleiben kann ich mein studium im moment nicht weiterverfolgen.

Also wäre ich du, dann hätte ich dieses Jahr nicht weiterstudiert, sondern hätte mir eine Arbeit gesucht und zuhause geblieben. Denn sein wir mal ehrlich. Deinen Vater wirst du danach nie wieder sehen und was wäre das für eine Dummheit nicht die letzte Zeit gemeinsam mit deiner Familie stark zu sein und deinem Vater ein schönes restliches Leben zu geben? Glaub mir, Väter lieben ihre Kinder mehr als man vielleicht glauben mag und das was er für dich dein gesamtes Leben getan hat, das kannst du ihm jetzt in den letzten Monaten zurückgeben. Das ist doch das mindeste. Sonst wirst du es für immer bereuen. ALso vertau mir, geh nach Hause und bring deine Familie nocheinmal zusammen. Denk dabei an deine kleine Schwester. Sie wird es am schwierigsten haben. Daher musst du zurück.

So, aber dass du dein Studium fertig machen willst ist auch verständlich. Naja das geht jetzt aber auch ganz gut, denn du hast ja gearbeitet und hast für nächstes Jahr genug Geld zusammengespart um die Familie zu erhalten.

Ich stehe dir natürlich persönlich (pn) auch gerne noch zur verfügung.

lg
 
Hallo Dana,
gibt es nicht vielleicht die Möglichkeit das Studium für ein Semester zu unterbrechen?
Wenn du dir eigentlich wirklich wünschst, zuhause bei deinem Papa zu sein um ihm und deiner Familie beizustehen und die Zeit die euch noch gemeinsam bleibt so gut wie nur möglich zu nutzen, dann würde ich das glaube ich an deiner Stelle auch tun. Zumal du dich wahrscheinlich sowieso unter diesen Umständen nicht wirklich gut auf dein Studium konzentrieren kannst.
Und vielleicht würdest du dir später mal ewig Vorwürfe machen, wenn du das nicht machen würdest.
Du bist ja erst 19, für dein Studium hast du auch später noch Zeit. Und ich denke auch, dass deine Familie sehr froh sein wird, wenn ihr in dieser schweren Zeit alle zusammen seid und euch gegenseitig helfen könnt.
Ich hoffe, dass ich dir irgendwie vielleicht ein kleines bisschen bei dieser schwierigen Entscheidung helfen konnte.
Ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen ganz viel Kraft.
Alles Liebe und Gute für dich.
 
ja, schwierig...oder auch ganz leicht
als es meiner mutter sehr schlecht ging, hab ich meinen job gekündigt, bin heim gezogen, um bei ihr zu sein.
ich bin heute froh darüber, sie zusammen mit meinem vater und meiner schwester auf ihrem letzten weg gepflegt und begleitet zu haben.
wenn du also ihr und dir etwas gutes tun willst, geh nachhause, in dieser zeit.
ich denke auch, dass dies deiner kleinen schwestrer gut tun wird.
ihr könnt euch immer wieder zusammentun, zusammen weinen, reden...
 
Liebe Dana,

Das tut mir sehr leid wegen deinem Vater und deiner Situation.
Das ist gut und richtig das Du versuchst so viel wie möglich mit deinem Vater noch zusammen zu sein.
Und, wenn um ihn zu sagen das du ihn liebst und er dir wichtig ist. Krankheiten und der Tod ist immer ungerecht egal welches Alter. Die Bibel sagt unvorhergesehenes trifft alle. Kraft und Liebe benötigen benötit dein Vater jetzt besonders. Es kann sein, ohne voreilige Schlüsse zu ziehen das er den Kampf gewinnt. Wenn nicht hilft auch das Gebet um Kraft zu haben, diese Situation durchzustehen.

Mein Rat wäre das du dich nicht mürbe machst, und versuche es doch einmal bei Behörden-Jugendamt-oder Sozialamt deine Situation zu schildern so das es vielleicht da eine Möglichkeit gibt finaziell zu unterstützen. Was anderes fällt mir jetzt nicht so richtig ein. Ein Versuch wäre es jedenfalls wert. Oder sie haben einen Tipp für dich-was du sonst noch tun kannst.

LG Jenni und Viel Kraft für dich und deiner Familie
 
Es tut mir leid, dass es deinem Vater so schlecht geht.

Ich habe zu deiner Grundfrage eine andere Haltung als meine Vorschreiber. Was du tust, wird dir jedoch dein Herz sagen.

Ich würde mein Studium NICHT aufgeben. Ich würde NICHT zurück nach hause ziehen. Und ich würde auch nicht irgendeine Arbeit annehmen, um meine Ma nach dem Tod meines Vaters finanziell zu unterstützen. Ich würde mein Studium einfach beenden.

Alle zwei Wochen ein WE würden mir reichen. Weißt du, es können ein paar Wochen sein oder ein paar Jahre. Willst du deine Pläne nach einer unsicheren Prognose ausrichten? Würde dein Vater das wollen? Und ganz brutal formuliert: Wenn du dein Studium aufgibst, wird er auch nicht wieder gesund.

Den größten Gefallen tust du ihm, wenn du dein Leben eigenständig leben kannst und er sich keine Sorgen machen muss. Wäre ich an der Stelle deines Vaters, würde ich gar nicht wollen, dass alle weinend um mich versammelt sind, sondern ich würde so iel Normalität wie möglich in mich aufsaugen.

Sich opfern heißt nicht automatisch "richtig lieben".

Du musst tun, was sich für DICH richtig anfühlt.

Ich wünsche dir viel Kraft.
 
Hallo,

das ist schlimm mit Deinem Vater - für die ganze Familie und für Dich. Tut mir wirklich leid.

Ich konnte aus Deinem Text nicht ersehen, was sich für dich richtiger anfühlt - das jedenfalls ist die richtige Richtung.

Falls Du Dich mit Gedanken plagst, dass du nach Hause ziehen müsstest, aber es eigentlich nicht wirklich willst, möchte ich hier nur einen Gegengewicht zu den VorschreiberInnen setzen. Ich sehe das so wie Monarose und würde nicht mein Leben aufgeben und mich "opfern" und ich glaube auch nicht dass das der objektiv richtige oder einzige Weg ist. Den gibt es nicht.

Es ist nicht so, dass nur der, der sich "opfert" liebt und das Richtige tut. Du musst für Dich entscheiden und auch mit dieser Entscheidung leben. Fällt die Entscheidung nicht so aus, wie die Umgebung das erwartet, kann das sehr schwer sein, weil man Angriffen ausgesetzt sein könnte, und meint sich rechtfertigen und erklären zu müssen. Fällst Du eine Entscheidung, die nicht deiner eigenen Richtung entspricht, kann das zwar in der ersten Zeit leichter sein, weil man eben tut was andere erwarten (oder was man glaubt, was die erwarten). Für Dich ist es aber dann später sehr viel schwerer.

Es ist schwer für Menschen, jemand anderen in solchen Situationen zu raten. Das sind Lebenssituationen in denen man für sich entscheiden muss. Letztlich kann dir niemand abnehmen hier für Dich rauszufinden, wohin es geht.

Adele
 
Liebe Dana,

die Frage ist, ob du in dieser schweren Zeit gerne mit deinem Vater und deiner Familie zusammen sein möchtest, oder ob du es so empfinden würdest, wie es Adele und Monarose ausdrücken, dass du dich damit opfern würdest.

Wenn du das Bedürfnis hast noch möglichst viel Zeit mit deinem Vater zu verbringen und deiner Familie beizustehen, dann empfinde ich das nicht als ein Opfer, sondern dann tut man es letztendlich auch für sich selber. Dann opfert man sich nicht für andere auf, sondern man steht sich gegenseitig bei. Denn wenn man es dann aus Bequemlichkeit oder Angst, oder warum auch immer nicht tut, dann wird man das denke ich später bitter bereuen.

Wenn du es aber als ein "sich opfern" empfindest, dann hätten wahrscheinlich weder dein Vater noch deine Familie, noch du selber etwas davon.

ich wünsche dir und deiner Familie das allerbeste.
 
Hey Leute, erst mal vielen lieben Dank für die Anteilnahme und die lieben Ratschläge. Bei mir ist es eben so das ich selbst so hin und her gerissen bin wegen dem Thema. Mein Herz sagt mir ich soll zu Hause bleiben, mir ist meine Familie sehr wichtig und ich genieße im Moment die Gespräche mit meinem Vater und helfe ihm gerne wo ich nur kann. Ebenso fühle ich mich sehr verpflichtet, auch meiner Mutter und meiner Schwester gegenüber. Im Endeffekt übernehme ich immer mehr die Aufgaben und Pflichten meines Vaters. Andererseits habe ich Angst das es mir nach seinem Tod nicht mehr finanziell oder/ und psychisch in der Lage sein werde mein Studium schnellstmöglich weiterzuführen (wobei eben das schnellstmöglich wichtig wäre, da ich eben eine Verantwortung meiner Familie gegenüber empfinde). Ganz abbrechen möchte ich mein Studium keinesfalls, da ich wirklich viel Spaß dabei habe. Zuhause zu bleiben und trotzdem weiter zu studieren ist schwer, da ich z.B. die Seminare regelmäßig besuchen muss. Wäre wenn dann ein minimales Pensum, dass ich da noch fahren kann. Andere Möglichkeit wäre ein Urlaubssemester, wobei ich dann gar keine Leistungen mehr erbringen kann. Ich weiß das es eigentlich irgendwo absurd ist mit solchen Entscheidungen an eigentlich Fremde zu treten aber ich habe momentan nicht die Kraft. Mir geht so unglaublich viel durch den Kopf und im Endeffekt bringe ich keinen klaren Gedanken mehr zu stande... Ich bin am überlegen ob ich nicht mit einem Blog beginne, einfach mit Gedanken, Gefühlen, Ängsten und wie es meinem Vater geht. Was haltet ihr davon`? Viele viele liebe Grüße Dana
 
...ich lauf völlig neben der Spur...
mein Vater musste am Sonntag spontan ins Krankenhaus, er war mental ziemlich daneben. Hab die ganzen Infos aber auch nur übers Telefon bekommen, bin ja nicht zu Hause....
Heute liegt er immer noch im Krankenhaus aber alles "ok", also soweit es halt bei seinem Krankheitszustand ok sein kann...
Nur ich steh jetzt i.wie seit Sonntag total neben mir. Ich bin nur noch müde, fühle mich leer, bin eigl gar nicht mehr wirklich da, ich nehme nicht wahr was um mich herum passiert.
Ich hab keinen Elan oder Kopf mehr i.was zu machen, v.a. nicht für die Uni...Ich möchte einfach im Moment nicht alleine sein...
Heute hab ich das meiner Mum erzählt, sie meinte nur "du kuckst jetzt das du dich wieder fängst"
ja gut, verständlich, sie ist selber überfordert. hm aber was hilft mir das jetzt. ich will gerade nicht heim.
aber halt auch nicht alleine sein. bei meinem freund und meinen freunden habe ich das gefühl sie wissen nicht so recht wie sie mit der situation bzw mit mir umgehen sollen. naja auch verständlich, ich weiß es ja auch nicht. mein freund denkt das ich alles zu lange verdrängt habe und mich deswegen diese "lapalie" völlig aus der bahn wirft.
und trotzdem bleibt die frage was hilft mir das jetzt und was kann ich machen das meine situation besser wird.
oder soll ich mich halt einfach nicht so anstellen?! reagiere ich einfach nur über, mit keinerlei berechtigung?
ich weiß es nicht, ich weiß im moment allgemein nicht mehr sehr viel...
das einzige was ich im moment wirklich weiß ist, das ich nicht weiß wie weiter und was machen.
ich weiß auch das mir jetzt hier wahrscheinlich keiner eine wirkliche lösung präsentieren kann aber ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr antwortet ich habe einfach nur das gefühl von allen alleine gelassen zu werden...
 

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