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wenn der Partner den Täter in einem sieht... (Triggerwarnung)

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Gast

Gast
hat man keine Chance?!

Wenn man mit jemand zusammen ist oder kommen möchte und in dem Moment kommt der Mis*br*uch von früher wieder hoch, wie verhält man sich dann?
Wenn man angeblich Dinge gesagt hat die man aber nie sagte die aber der Täter / die Täterin damals sagte, was macht man dann? Kann man überhaupt etwas tun wenn man in der Phase jemand kennenlernt? Man steht ja immer als böse da obwohl es nur die Trigger sind die einen als böse hinstellen.

Da kann man noch so nett sein, noch so vorsichtig, es wird immer wieder einen kleinen Moment geben und es knallt weil der Partner erinnert wird.

Aber was tut man wenn der Partner sich nicht eingesteht das es an dem Mis*br*uch liegt, denn er denkt ja alles verarbeitet alles super.

Ich glaube es gibt keinen Rat für dieses Problem, aber ein austausch kann schon helfen.

LG
 

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Smithereenes

Mitglied
hat man keine Chance?!

Wenn man mit jemand zusammen ist oder kommen möchte und in dem Moment kommt der Mis*br*uch von früher wieder hoch, wie verhält man sich dann?
Wenn man angeblich Dinge gesagt hat die man aber nie sagte die aber der Täter / die Täterin damals sagte, was macht man dann? Kann man überhaupt etwas tun wenn man in der Phase jemand kennenlernt? Man steht ja immer als böse da obwohl es nur die Trigger sind die einen als böse hinstellen.

Da kann man noch so nett sein, noch so vorsichtig, es wird immer wieder einen kleinen Moment geben und es knallt weil der Partner erinnert wird.

Aber was tut man wenn der Partner sich nicht eingesteht das es an dem Mis*br*uch liegt, denn er denkt ja alles verarbeitet alles super.

Ich glaube es gibt keinen Rat für dieses Problem, aber ein austausch kann schon helfen.

LG

Also nur weil jemand missbraucht wurde und durch Trigger Erinnerungen ausgelöst werden, hält er nicht den Partner oder sonst wen für böse oder denkt, dass Menschen, die nichts mit dem Missbrauch zu tun haben, Sachen gesagt oder getan haben, die der Täter gesagt oder getan hat. ;)

Weißt du denn überhaupt genannt Bescheid, was Trigger sind und wie sich Missbrauch auf die Psyche eines Menschen auswirkt?
Wenn es sich um eine PTBS handelt, also ein Trauma, werden solche Missverständnisse ziemlich sicher nicht dadurch entstehen.
Der Mensch, der durch Trigger sogenannte Flashbacks erlebt kann im Normalfall trotz der Intensität dieser Erinnerungen noch zwischen Realität und Erinnerung unterscheiden, auch wenn er während des Flashbacks eine geschützte Umgebung mit möglichst wenig Fremden braucht und nur so viel Einfluss wie er zulassen kann.

Jemanden während eines Flashbacks zu berühren oder sich auch nur anzunähern, kann schon Panik auslösen und kontraproduktiv sein.
Wenn der Traumatisierte also Zeichen von Angst oder dass er das nicht möchte von sich gibt, sollte man ihn möglichst in Ruhe lassen.

Nach dem Flashback ist aber vollkommen klar, was früher passiert ist und was mit den Personen, die einen während der Erinnerung umgeben haben zu tun hat.
Ein Mensch mit traumatischen Hintergrund kann schließlich noch immer logisch denken, differenzieren und sich an Partner und Umgebung erinnern, auch wenn vielleicht Black-Outs während der Zeit des Traumas bestehen.

Entweder steckt hinter dieser Reaktion also etwas anderes als rein getriggerte Verhaltensweisen oder du hast (vielleicht sogar ohne es zu merken) Grenzen überschritten und dabei doch etwas getan, was der Missbrauchte nicht zulassen kann und ihn überfordert.
Das können schon sexuell motivierte Berührungen sein, die man in einer normalen Beziehung vielleicht ertragen könnte, die den Traumatisierten aber überfordern und/oder ein solches Flashback verpassen.
Da musst du extrem vorsichtig und zurückhaltend sein. Du hast es mit einem schwer verletztem Menschen zu tun, den kannst du nicht anfassen, wie jemanden ohne Verletzungen, ohne dass er wieder Schmerzen spürt.
Aber wie auch bei einer körperlichen Verletzung, ist die Tatsache, dass die später auf der Verletzung aufbauende Schmerzen nicht der Grund für die Verletzung selbst sind, klar.

Was das nicht eingestehen von Problemen betrifft, ist das natürlich problematisch.

Aber an sich ist es möglich eine normale Beziehung mit einem traumatisierten und auch mit missbrauchten Menschen zu führen, wenn man ihre Grenzen achtet und ihnen sensibel begegnet.
Oftmals ist das sogar genug, um die Auswirkungen des Ereignisses stark abzuschwächen und dem Partner heilen zu helfen.

Bei mir hat das im Rahmen meines Traumas zumindest wunderbar funktioniert und ich kenne einige weitere Betroffene.
Natürlich kann man nicht auf Anhieb alles mit traumatisierten Menschen anstellen und sie sind leichter überfordert als andere, aber dass diese Grenzen enger liegen hat ja auch einen nachvollziehbaren Grund.

Grundlage dafür, dass es dem Partner besser geht und er sich langsam öffnen kann, sind allerdings Geduld, intensiver Vertrauen, Verständnis und die Möglichkeit über solche Themen zu reden ohne Vorurteile, Vorwürfe und Verurteilung von abweisenden Verhaltensweisen.


Wie es passieren kann, dass jemand (sofern es sich um ein Trauma handelt und keine andere Störung) denkt, dass ein Mensch, der absolut außerhalb des Missbrauchs steht, Dinge die dabei vorgefallen sind gesagt oder getan haben soll, kann ich mir nicht erklären.
Vielleicht grenzen die Flashbacks an Wahnvorstellungen oder werden generell mit diesen verwechselt (in diesem Fall von mir, da ich nur zu PTBS schreiben kann) oder du hast sie derart stark getriggert und während eines Flashbacks gegen ihren Willen agiert, dass sie dich nun tatsächlich als Täter sieht (was dann auch verständlich wäre, denn ein Flashback bemerkt man und man hört dann auch mit der triggernden und vom Partner eindeutig nicht erwünschten Aktion auf).
Das will ich dir aber gar nicht unterstellen, nur mal als Gedanke wie so etwas ausgelöst werden könnte.

Spontan fällt mir auch noch ein, dass es sich um manipulatives Verhalten handeln könnte.
Wenn allerdings tatsächlich ein Missbrauch vorliegt, ist das eher unwahrscheinlich, außer dadurch hat sich eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt, da sind manipulative Verhaltensweisen mitunter ein Symptom.
Allerdings kann man davon nicht zwingend ausgehen.


Ich würde dir im Endeffekt raten, erst einmal nachzudenken und zu analysieren, wodurch dieser Gedanke entstanden sein könnte, ob es sich vielleicht um ein Missverständnis handelt oder ob du (wie gesagt wahrscheinlich unbewusst) irgendetwas ausgelöst haben könntest.

Dann solltest du ein ruhiges, konkret auf das Thema bezogenes Gespräch beginnen und nachfragen, wie sie auf den Gedanken kommt und RUHIG (sehr wichtig!) klären.
Versuch Verständnis aufzubringen und schildere sachlich das was dir auf dem Herzen liegt.

Vielleicht kommt ihr so zu einer Erkenntnis, die hier niemand liefern kann.

Nochmal: Das oben sollen keine Vorwürfe sein, nur der Versuch, mit Vorurteilen aufzuräumen und zu erklären, was durch Trigger bei einer posttraumatischen Belastungsstörung, welche nach Missbrauch (aber auch anderen signifikanten Erlebnissen) wahrscheinlich ist, ausgelöst wird.
Außerdem der Versuch zu erklären, was trotzdem so ein Verhalten ausgelöst haben könnte.
Das muss natürlich deswegen nicht so geschehen sein!
 
Zuletzt bearbeitet:
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Gast

Gast
Das hast du schön erklärt, aber ich denke, der TE hat keine "Vorurteile", sondern hat sein Problem wirklich erlebt. Dafür sucht er eine Lösung. Nur dafür.
 
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Gast

Gast
Hallo Gast,

ich finde Smithereenes hat es alles super erklärt. Traumatisierte können sehr gut Flashbacks und Realität unterscheiden.

Ich bin auch in der Kindheit Opfer von MB geworden und wurde vor ein Paar Jahren retraumatisiert.
Mich hat meine Vergangenheit hochsensitiv gemacht und ich bin um gefühlte 200% empfindlicher als andere Menschen, was ich mittlerweile als einen sehr großen Vorteil empfinde. Denn ich merke sofort, wie jemand zu mir steht. Es gibt schon recht viele Menschen, die ihre Grenzüberschreitungen nicht zugeben. Ist doch auch klar warum. Dann müssten sie diese ja unterlassen. Das wollen Täter nicht und streiten eben die Grenzüberschreitung ab. Also ich zumindestens brache solche Menschen nicht um mich herum.
Es war ein Prozess, es so sehen zu können und heute habe ich einen sehr lieben Partnert, der meine Grenzen achtet.
Also ich kann ür deine Partnerin hoffen, dass sie es auch so handhaben kann. Sie ihrer Wahrnehmung traut und sich von Tätern verabschiedet.

Dir als Partner kann ich nur den Rat geben, ihre Grenzen zu achten, ganz gleich ob du sie nachvollziehen kannst, oder nicht. Die Freiheit eines jeden hört da auf, wo die Freiheit eines anderen beginnt. Jede Person gehört nur sich selbst und niemand hat Ansprüche auf einen anderen, weder körperlich noch mental. Wenn du das beachtest, kannst du ganz bestimmt nicht als Täter gesehen werden.

Solltest du schon Mal ihre Grenzen überschritten haben, würde ich mich an deiner Stelle entschuldigen und es eben nicht noch Mal so weit kommen lassen.

Wenn wir aber hier am Thema vorbei schreiben, dann werde bitte konkret und beschreibe uns doch bitte die Situation, was genau vorgefallen ist.

Viele Grüße
 

Smithereenes

Mitglied
Das hast du schön erklärt, aber ich denke, der TE hat keine "Vorurteile", sondern hat sein Problem wirklich erlebt. Dafür sucht er eine Lösung. Nur dafür.
Danke.

Ja, das hab ich wohl etwas dumm formuliert.
Ich meinte nicht dass der TE Vorurteile hat, sondern damit durch die Aussage "Missbrauchsopfer > Trigger > kann Täter von Nichttäter nicht mehr unterscheiden" nicht das Vorurteil entsteht, alle Missbrauchsopfer litten an Realitätsverlust oder wie immer man so eine Konstellation bezeichnen möchte.

Das hab ich im Rahmen von PTBS noch nie gehört, deshalb auch der letzte Absatz, ich dachte, der würde das nochmals verdeutlichen.
Tut mir Leid, falls das nicht der Fall war.

Was ich sagen möchte, ist, dass hier Differenzierung sehr sehr wichtig ist.
Grundsätzlich ist es möglich mit Missbrauchsopfern und allgemein mit traumatisierten Menschen eine Beziehung zu führen, bei der niemand zu leiden hat, wenn wie gesagt Grenzen geachtet werden.

Deshalb hab ich auch so viel darüber erzählt.
Aber weil das ja nicht das Problem des TEs ist, zusätzlich die Anmerkungen, in welche Richtung so ein Verhalten aus psychologischer Sicht tendieren könnte und wie so ein Missverständnis unter Umständen dennoch im Rahmen von PTBS entstanden sein könnte, sowie der Rat an den TE, was ich in dem von ihm geschilderten Fall versuchen würde.

Immer unter Beachtung der letzten, fett geschriebenen Zeile.


Grund für die Erklärungen zu PTBS ist, damit Unwissende oder Unerfahrene nicht denken,.dieses Verhalten sei unter diesem Umständen IMMER so. Solche Missverständnisse gibt es ja leider öfter. :(

Ich hoffe es nimmt niemand Anstoß an der Erklärung zu PTBS, aber ich fand eine Aufklärung diesbezüglich doch angebracht, da ich das Gefühl hatte, dass der TE etwas verwechselt, weil er das Wort "Trigger" etwas unverhältnismäßig benutzt hat. Das passt nicht wirklich zu den danach geschilderten Symptomen und ich denke, dass sowas eben wie gesagt nicht durch Missbrauch oder andere traumatisierende Ereignisse entstanden ist,.sondern vielleicht einen anderen Hintergrund hat.

Durch Missbrauch wird ja in der Regel PTBS ausgelöst und zu verstehen, was es damit auf sich hat, kann dem TE ja vielleicht helfen, eigene Schlüsse aus dem Verhalten seiner Freundin zu ziehen und zu unterscheiden.

Grundsätzlich finde ich aber, dass Pepita etwas wahres gesagt hat.
Wenn gar keine Einsicht besteht und dieses Verhalten anhält und den TE schadet, sollte er Abstand nehmen.
Vorher halte ich allerdings einen Klärungsversuch für sinnvoll.
Auch was der zweite Gast hier gesagt hat, finde ich für beachtenswert.
Besonders da man als Mensch ohne oder mit nicht viel Ahnung vom Thema oftmals kleine Grenzüberschreitungen nicht wahrnimmt.

Allerdings führen diese wie gesagt eigentlich auch nicht zu den vom TE geschilderten Reaktionen.

Das kann vorkommen, wenn massive Grenzüberschreitungen vorgefallen sind, die allerdings eindeutig bemerkbar gewesen wären, oder es liegt an einer ganz anderen Störung aber dann hat es vermutlich nichts mit Missbrauch zu tun und geht wie ich schon erwähnt hatte vermutlich eher in eine manipulative Richtung.

Das kommt im Zusammenhang mit dem Wort Missbrauch leider auch vor, allerdings eher in der Konstellation, dass das "Opfer" nie missbraucht wurde und anfängt jeden, den es aus welchen Gründen auch immer nicht mehr leiden kann als Täter darzustellen.
Es ist oftmals sehr schwierig das von tatsächlichem Missbrauch zu unterscheiden und tatsächliche Opfer haben es bei der Behandlung deshalb oft schwer, Glauben zu finden, weil natürlich auch solche Motive hinterfragt werden müssen. :(

Mehr möchte ich dazu allerdings nicht sagen, da ich nicht sehr viel mehr über dieses Störungsbild weiß, als dass es existiert und Menschen mit schlimmen Erfahrungen das Leben schwer macht.
Im Prinzip ist das am besten von einem Fachmann zu klären.


Schon wieder so viel Text. :eek:
 

grisou

Aktives Mitglied
Was ich sagen möchte, ist, dass hier Differenzierung sehr sehr wichtig ist.
Grundsätzlich ist es möglich mit Missbrauchsopfern und allgemein mit traumatisierten Menschen eine Beziehung zu führen, bei der niemand zu leiden hat, wenn wie gesagt Grenzen geachtet werden.
ganz merkwürdige formulierung. grenzen achten ist in einer beziehung normal. oder nicht? deine erklärung, da fühle ich mich so ein bisschen wie ein rohes ei mit sprung in der schüssel. :)


@TE

ich projeziere viel auf meinen partner. das macht es oft schwer.

ich bin aufgewachsen unter tätern. ich kenne gar nichts anderes. okay, jetzt bin ich weg von dort seit zehn jahren. da ist es besser geworden. ich habe gelernt. nur am anfang war vieles ein angriff für mich. es ist ein ganz ganz langsames lernen.

also ich glaube das geht mir auch so vielfach. dass ich denke, das ist bearbeitet. mein partner das anders wahrnimmt. viele dinge, denen kann ich mich auch nicht stellen. ich fange da langsam an sehr langsam das zu akzeptieren. zu verstehen, da hat er recht. nur ist das unglaublich schmerzhaft es zuzugeben.

also es ist auch immer schwer, wenn mein partner etwas sagt. er ist so nah an mir dran. und ich habe starke angst ich verliere ihn. darum kann ich gra nicht kritik ertragen von ihm. dabei ist es eher nur seine meinung, keine kritik. ich nehme es so wahr jedoch.

bei einem flashback. es ist schon so für mich. ich verliere da den sinn für die realität. für den zeitraum. da kann es sein dass ich panik bekomme vor ihm. und dieses gefühl geht dann auch nicht weg so einfach.

was ich mir wünsche von meinem partner. ruhe. wenn ich ihn brauche, ich geh dann zu ihm. ansonsten will ich eher allein sein. also wir reden da einfach drüber. in so guten momenten. ganz oft nachts im bett. da kann man gut reden bei der dunkelheit.

ich finde. man kann sich halt nicht leisten nicht arbeiten an der beziehung. sonst ist das wirklich viel verletzung. und dann kommt die trennung. nur eigentlich gehört es ja auch in eine beziehung. das daran arbeiten. es ist eben anders und man kann viel lernen voneinander. es ist eine herausforderung.

vielleicht soll ich noch das sagen. für mich ist das schwerer meine grenzen wahrnehmen. darum ich brauche den raum es lernen zu können. sicherheit, dass mein partner nicht geht. oft macht es mein schweigen und einstellen auf ihn das schwer für ihn. zu wissen, wie weit kann er mich belasten. das habe ich gelernt in den letzten sechs monaten. jetzt wo wir reden darüber ist es viel leichter für uns beide.

erzähl ihr von dir. von deinen gefühlen. dann weiß sie woran sie ist.
 
G

*Gänseblümchen*

Gast
ganz merkwürdige formulierung. grenzen achten ist in einer beziehung normal. oder nicht? deine erklärung, da fühle ich mich so ein bisschen wie ein rohes ei mit sprung in der schüssel. :)


@TE

ich projeziere viel auf meinen partner. das macht es oft schwer.

ich bin aufgewachsen unter tätern. ich kenne gar nichts anderes. okay, jetzt bin ich weg von dort seit zehn jahren. da ist es besser geworden. ich habe gelernt. nur am anfang war vieles ein angriff für mich. es ist ein ganz ganz langsames lernen.

also ich glaube das geht mir auch so vielfach. dass ich denke, das ist bearbeitet. mein partner das anders wahrnimmt. viele dinge, denen kann ich mich auch nicht stellen. ich fange da langsam an sehr langsam das zu akzeptieren. zu verstehen, da hat er recht. nur ist das unglaublich schmerzhaft es zuzugeben.

also es ist auch immer schwer, wenn mein partner etwas sagt. er ist so nah an mir dran. und ich habe starke angst ich verliere ihn. darum kann ich gra nicht kritik ertragen von ihm. dabei ist es eher nur seine meinung, keine kritik. ich nehme es so wahr jedoch.

bei einem flashback. es ist schon so für mich. ich verliere da den sinn für die realität. für den zeitraum. da kann es sein dass ich panik bekomme vor ihm. und dieses gefühl geht dann auch nicht weg so einfach.

was ich mir wünsche von meinem partner. ruhe. wenn ich ihn brauche, ich geh dann zu ihm. ansonsten will ich eher allein sein. also wir reden da einfach drüber. in so guten momenten. ganz oft nachts im bett. da kann man gut reden bei der dunkelheit.

ich finde. man kann sich halt nicht leisten nicht arbeiten an der beziehung. sonst ist das wirklich viel verletzung. und dann kommt die trennung. nur eigentlich gehört es ja auch in eine beziehung. das daran arbeiten. es ist eben anders und man kann viel lernen voneinander. es ist eine herausforderung.

vielleicht soll ich noch das sagen. für mich ist das schwerer meine grenzen wahrnehmen. darum ich brauche den raum es lernen zu können. sicherheit, dass mein partner nicht geht. oft macht es mein schweigen und einstellen auf ihn das schwer für ihn. zu wissen, wie weit kann er mich belasten. das habe ich gelernt in den letzten sechs monaten. jetzt wo wir reden darüber ist es viel leichter für uns beide.

erzähl ihr von dir. von deinen gefühlen. dann weiß sie woran sie ist.
Nicclas, ganz vielen Dank für Deinen Text. Ich habe auch gerade sehr akut damit zu kämpfen und Du fasst gut in Worte, was auch hier bei mir gerade wieder einmal passiert.

@TE:
Vielen Dank, dass Du dieses Thema eröffnet hast. Ich stehe auf der Seite der Überlebenden und bin seit 19 Jahren in fester Partnerschaft mit Kindern. Immer wieder grätscht diese Problematik in unsere (wirklich gute) Beziehung rein und immer wieder arbeiten wir auch gemeinsam daran. Um die Uhrzeit, als Du das hier geschrieben hattest, war ich nach vielen Stunden endlich wieder so weit vom Trip runter, dass ich halbwegs klare Gedanken fassen konnte.
Ich hoffe, ich finde in den nächsten paar Tagen die Kraft und Worte, auch noch was zum Thema zu schreiben.
 

Smithereenes

Mitglied
ganz merkwürdige formulierung. grenzen achten ist in einer beziehung normal. oder nicht? deine erklärung, da fühle ich mich so ein bisschen wie ein rohes ei mit sprung in der schüssel. :)
Wieso mit Sprung in der Schüssel? :confused:
Natürlich ist es normal in der Beziehung grenzen zu achten, aber manche Menschen tuen es halt trotzdem nicht. Und bei einem Trauma hat das dann manchmal auch heftigere Reaktionen zur Folge.
Tut mir Leid, aber ich als Betroffener empfinde das so.
Außerdem, wenn der TE schon fragt, ob eine normale Beziehung "möglich" ist. Natürlich ist sie das -- wenn man eben Grenzen einhält, ich sag ja nicht, dass man das sonst nicht tun soll.
Und wie ein rohes Ei trifft es mitunter je nach schwere des Traumas ganz gut, finde ich.


Aber das mit dem Sprung dürftest du mir schon noch einmal erklären, was vermittelt denn diesen Eindruck? :(
Das wollte ich nämlich sicher nicht ausdrücken. Mir geht es nämlich genau um das Gegenteil, dass NICHT
der Eindruck entsteht, dass Menschen mit Trauma irgendwie seltsam sind. Oder meintest du was anderes?



Ich hatte diesen Eindruck nämlich eher beim Eingangsthread:
Da kann man noch so nett sein, noch so vorsichtig, es wird immer wieder einen kleinen Moment geben und es knallt weil der Partner erinnert wird.
LG
Wenn man tatsächlich nett und vorsichtig ist und eben Grenzen achtet, was ja selbstverständlich sein sollte, wird es nicht "knallen", würde ich sagen.
Eine Posttraumatische Belastungsstörung ist schließlich keine psychische Erkrankung, sondern eine Schutzreaktion der Psyche auf Gewalt. Dadurch wird man nicht verrückt oder reagiert dauernd über oder kann Realität von Einbildung nicht mehr unterscheiden.
Man erinnert sich nur manchmal heftig an die traumatisierenden Ereignisse und hat natürlich Angst das wieder zu erleben.
Alles andere hat wie gesagt normal nicht mit Trauma oder Missbrauch zu tun.


Ich finde Smithereenes Erklärungen sehr gut. Danke das du dir da soviel Mühe gemacht hast.
Danke. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Lese hier immer ( normale ) Beziehung, wer entscheidet für zwei Menschen in dieser Beziehung, was normal ist.
Was ist gesund und wo fängt " krank " an ?
Ist nicht nur der Körperliche Mißbrauch, was Seelisch und Psychisch zurückbleibt ist nicht immer aufzuarbeiten.
Der Mensch vergißt nichts , wird nur was wirklich traumatisch erlebt wurde in tiefe Schichten des Verstandes vergraben.
Das ist die Krugs zwischen Verstand und Intellekt.
Der Verstand zerlegt die Dinge um deren einzelnen Teile zu erkennen.
Der Intellekt setzt die zusammen um die Funktion zu erklären, sieht da ganze.
Das nutz die Trauma Therapie um es zu verarbeiten und ein Umdenken einzuleiten.
Kommt jetzt so ein Teil des erlebten plötzlich hoch, ist ja meist kein Therapeut dabei um das zu steuern und neu einzuordnen.
Ist ein wichtiger Teil der Therapie das zu erkennen und da was an die Hand zu bekommen, damit es in kleinen Schritten da zu einer Reaktion kommt, die der realen Situation entspricht, nicht dem vorher erlebten.
Das ist sehr individuell zu handhaben, dauert oft über Jahre,, und ist nicht immer ganz zu leisten.
Da kann man keinem hier im Forum was raten oder das ( reparieren ).
Weiß ja keiner in was für einer Situation das jetzt passiert, durch ein Wort, eine Geste, einen Geruch....
 

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