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Wenn alles ein bisschen viel wird

SanfteWelle

Mitglied
Manchmal gibt es Phasen im Leben, in denen sich alles gleichzeitig schwer anfühlt – beruflich, privat oder einfach innerlich. Dann ist es auch nicht so einfach die Motivation für Unternehmungen mit Freunden zu finden. Schließlich muss man zumindest die Motivation zum Arbeiten aufbringen. Und das schlimmste: Man kann nicht einmal genau sagen, woran es liegt. Vielleicht kennt jemand dieses Gefühl, wenn man sich selbst zwischen Alltag und Erwartungen verliert. Dieser Beitrag soll kein Urteil fällen und keine Richtung vorgeben. Er soll einfach Raum lassen für Gedanken, Erfahrungen oder stille Mitlesende. Wie geht ihr mit solchen Phasen um?
 
Hab gegoogelt was man bei emotionaler Erschöpfung tun kann und wende es mehr oder weniger erfolgreich an. Dauert bis man Routine entwickelt, da sollte man nachsichtig mit sich sein.
Ich kenne vieles davon schon aus Therapien, deswegen fällt es mir ein bischen leichter, weil geübt teilweise.

Früher hab ich mich immer nur zusammen gerissen und bin stumpf zur Arbeit, irgendwann kam der Burnout.
Jetzt hab ich genau das gleiche Gefühl vor ner Weile gehabt und dachte NE NICHT nochmal und hab gegoogelt, konnte es erfolgreich abwenden. Muss allerdings am Ball bleiben.
 
Diese "Phase" dauert bei mir nun schon 60 Jahre an (nein, ich hab mich nicht vertippt).
Und seit dem Tod meines Hundes vor nun fast 6 Monaten verlasse ich das Bett kaum noch. Wozu auch? Das Leben ist nun komplett sinnlos geworden.
Und auch jetzt pumpe ich mich wieder mit Tabs voll und hoffe, so wieder ein paar Stunden einfach nur pennen zu können (und am besten überhaupt nicht mehr aufwachen zu müssen...).
 
Hallo liebe sanfte Welle..danke für dieses gute Thema.

Ich habe manchmal das Gefühl, auf meinem Hals sind zehn Köpfe und jeder strebt nach einem anderen Ziel.
Immer wieder muss ich mich besinnen, was nun der richtige Weg ist- welche von den vielen Möglichkeiten ich nutzen soll und welche stimmig sind für mich und meine Grundnatur.


Mich treibt sehr viel an, zb kann/konnte ich hochmotiviert sein, wenn es hieß/heißt, hier kann man viel Geld verdienen, wenn man das macht. Oder hier kannst du komfortabel und bequem deine ruhige Kugel schieben...oder hier kriegste viel Lob, viel Dank, viel Anerkennung... da sortiere ich immer wieder aus, weil mir jetzt, im letzten Drittel meiner Lebenszeit bewusst wird, das letzte Hemd hat keine Taschen..
 
Ich glaube, solche Phasen hat wohl jeder Mensch mal, der eine mehr, der andere weniger.
Wenn es dir zuviel wird, dann sortiere aus, was muss unbedingt sein und was kann ich temporär mal vernachlässigen? Oft halst man sich unbewusst zuviel auf und merkt dann, man schafft es nicht.
Ist keine Schande, sich das einzugestehen.
Bist du jetzt nur emotional erschöpft oder auch körperlich?
 
Wie geht ihr mit solchen Phasen um?

Ausschlafen... alles hängen lassen... allen absagen..Rückzug... Tür zu...eventuell sogar krank schreiben lassen..... Mir hilft dann in Zeitlupe gehen, Trödeln, Schweigen, Stille, nach außen hin dicht machen und nichts mehr wollen, nicht mal mehr die Haare frisieren, oder den Pyjama ausziehen..

Ausatmen, Einatmen...bei mir ist dieses Rückzugsverhalten wie Einatmen. Wäre das nicht machbar, mich immer wieder aus allem herauszunehmen, ich würde sterben und eingehen. Das ist wie wenn ich den Schatten aufsuche, mich abkühle, mich regeneriere.
 
Geben und Nehmen muss in Balance sein, anders gehts nicht.

Ich bin sicher, das Streben nach mehr Geld, nach mehr Lob, nach mehr Dank und Anerkennung ist eigentlich ein Streben nach Energie, nach Kraft, nach Potenz.

Umgekehrt aber laugt dieser "Energetisch hohe Level" total aus. Als Ausgleich müsste man also schlapp sein, träge, müde, quasi impotent.

In diesem Sinne, es kann sein, dass du diese Schwere brauchst, benötigst, sonst würdest du überdrehen, überhitzen. Alles zu seiner Zeit... mal da, mal "weggetreten". BEIDES wird wichtig sein, sonst wären wir doch alle immer potent. Das wird aber eingebremst und gut ist es, so darf es sein.

Mir gelingt auch arbeiten während ich irgendwie im Modus des Schlafens bin- ich schalte dann auf Automatismus, leg den niedrigsten Gang ein, bin bewusst langsam, funktioniere wie eine Maschine, wie eben ein Roboter, ein Automat, eine Hülle, ohne Fülle.
 
Dieser Beitrag soll kein Urteil fällen und keine Richtung vorgeben. Er soll einfach Raum lassen für Gedanken, Erfahrungen oder stille Mitlesende. Wie geht ihr mit solchen Phasen um?
Nicht unbedingt ausschließlich schwer, aber alles zu viel... dieser Gedanke kommt mir manchmal.
Das schlimme sind aber nicht die vielen Aufgaben oder belastenden Situationen, sondern der von mir aufgedrückte Stempel "Zu viel!"
Also so habe ich das schon fest gestellt.
Locker bleiben, nicht zu ernst sehen. Es geht wieder rum, die Dinge lösen sich nach und nach.
Oftmals erscheint es mir schwer, weil ich alles auf einmal sehe, alles negative auf einem Haufen auftürme.
Das mögen alles Probleme oder Aufgaben sein, aber alle auf einmal lösen geht eh nicht, und ein Problem einzeln betrachtet ist ansich nicht so furchterregend und belastend.

Mit manchen Dingen habe ich mich teilweises jetzt auch einfach abgefunden. Hauptssache irgendwie in Bewegung sein, egal ob es holprig ist.
An das Geschüttel gewöhnt man sich. Schläft man schon nicht ein^^
 
Manchmal gibt es Phasen im Leben, in denen sich alles gleichzeitig schwer anfühlt – beruflich, privat oder einfach innerlich. Dann ist es auch nicht so einfach die Motivation für Unternehmungen mit Freunden zu finden. Schließlich muss man zumindest die Motivation zum Arbeiten aufbringen. Und das schlimmste: Man kann nicht einmal genau sagen, woran es liegt. Vielleicht kennt jemand dieses Gefühl, wenn man sich selbst zwischen Alltag und Erwartungen verliert. Dieser Beitrag soll kein Urteil fällen und keine Richtung vorgeben. Er soll einfach Raum lassen für Gedanken, Erfahrungen oder stille Mitlesende. Wie geht ihr mit solchen Phasen um?

Also ich erlaube es mir auch mal nicht zu Treffen oder Veranstaltungen zu gehen. Natürlich sage ich rechtzeitig im vorlauf Bescheid.
Auch mal durchzuhängen und die Gefühle rauszulassen.

Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie und Freunden, aber ich nehme mir auch Zeit für mich. Ich empfinde es sogar als sehr angenehm. Aber ich kenne auch Menschen die sehr ungerne alleine sind.

So hat jeder seine eigenen Neigung und Bedürfnisse. Ich denke es ist wichtig diese zu kennen, eine Balance zwischen all dem
zu finden.
 
Das schlimme sind aber nicht die vielen Aufgaben oder belastenden Situationen, sondern der von mir aufgedrückte Stempel "Zu viel!"

Da bin ich auch schon draufgekommen, ich kann mich sehr erschweren rein durch meine Suggestion, das ist schwer.

Macht man gern auf solche inneren Vorsagen ( ach, mir gehts so schlecht..) dann hilft wirklich oft nur ein Umkehren der Kopfgeschichte- das ist nicht schwer, das kann ich, das schaffe ich, das geht sich noch aus, da mache ich mit, Optimismus gegen Pessimismus.

Das ist auch mit meinem Partner so- manchmal sehe ich hin auf uns und sehe schwarz- so glaubhaft, dass ich annehme, es ist so. Da kanns dann passieren, dass ich wegen dieser "Geschichte in meinem Kopf" komisch zu ihm bin. Das hat dann zur Folge, dass er sich auch komisch verhält. So schnell geht das, dass man sich in einer Vorstellung einfindet. Wir können uns hinbeamen in alle möglichen Befindlichkeiten. Auf einmal ist uns sehr, sehr schwer....was haben wir uns gerade eingebildet..?? Wo haben wir uns hingebeamt? Was hat uns da landen lassen, was ging dem voraus?

Manchmal ertappe ich mich, dass ich beim Gehen dahinschleiche wie eine Hundertjährige. Dann wird mir das bewusst, ich richte mich auf und ändere meinen Gang, heb das Kinn und geh raus aus diesem Schleppen- oder steh auf von diesem "Stuhl"- erhebe mich im wahrsten Sinn des Wortes.

Was mir immer wieder sehr hilft, auszusteigen aus diesem Schwere-Gefühl, das ist Eintauchen in Eiswasser. Dieser Kälteschock löst eine Reaktion aus, die mich wieder belebt und erfrischt. Mir sind inzwischen viele Tricks bekannt, wie ich da wieder rausgehen kann aus solchen Befindlichkeiten.
 

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