Rose
Urgestein
Apropo Äpfel - du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
Elektriker bekommen keinen Mindestlohn. Sie haben garkein Problem einen vernünftigen Lohn auf dem Markt zu erreichen, weil sie eine wichtige und dringend benötigte Qualifikation haben.
Ich finde es unpassend, dass du für deine Argumentation für den Mindestlohn, diverse Berufe verwendest, die garkeinen Mindestlohn erhalten und alles zusammen schmeißt, von Anwälten bis Kindeserziehung. So entsteht nur ein Brei an Tätigkeiten anstatt über die Bereiche zu reden, die wirklich vom Mindestlohn betroffen sind.
Mindestlohn wird vor allem in Branchen gezahlt, in denen niedrige Qualifikationen erforderlich sind:
Das sind überwiegend Berufe, die zwar auch nachgefragt werden aber eben keine Fachkräfte wie Elektriker sind. Zur Not schneidet man sich die Haare selbst, mache ich seit Jahren!
- Gastronomie & Hotellerie (z. B. Kellner, Küchenhilfen, Zimmerreinigung)
- Einzelhandel (z. B. Kassierer, Regalauffüller)
- Sicherheitsdienste (z. B. Wachpersonal, Türsteher)
- Landwirtschaft & Saisonarbeit (z. B. Erntehelfer)
- Gebäudereinigung (z. B. Reinigungskräfte)
- Paket- & Kurierdienste (z. B. Paketzusteller
- Callcenter & Kundenservice (z. B. Telefonische Kundenbetreuung)
- Friseurhandwerk (gerade für Berufseinsteiger häufig nur Mindestlohn)
Und genau darum gehts: Ist man bereit für eine Leistung X einen Preis Y zu zahlen?
Und wenn die Menschen den Preis nicht zahlen wollen, bringt auch der Mindestlohn nichts. Die Arbeitnehmer und und Unternehmen gehen unter dem Druck des Mindestlohnes einfach pleite. Der Mindestlohn ist extrem unsozial, weil er solche Menschen in den Ruin treibt. Weil er die Bäckerei um die Ecke ruiniert, die Angestellten arbeitslos werden und der Unternehmer den Betrieb schließen muss.
Die Einführung und sukzessive Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland seit 2015 hat zu steigenden Lohnkosten im Bäckerhandwerk geführt. Diese gestiegenen Personalkosten wurden von vielen Bäckereien auf die Preise für Backwaren, insbesondere Brot, übertragen. Im Gegensatz dazu verfügen Discounter über automatisierte Produktionsprozesse und beziehen ihre Backwaren oft von Großbäckereien, die durch industrielle Fertigung geringere Lohnkosten pro Produkteinheit haben. Dadurch können sie Preissteigerungen besser abfedern und müssen diese nicht in gleichem Maße an die Kunden weitergeben wie traditionelle Handwerksbäckereien.
Im Ergebnis zerstört der Mindestlohn so lokale Bäckereien, macht Bäcker und Angestellte arbeitslos.
Versteh mich nicht falsch: Auch ich will, dass jeder mit einem Vollzeitjob leben kann! Aber nicht mit der planwirtschaftlichen Moralkeule "Das muss so sein und deswegen bestimmen wir jetzt Löhn".
Auf der einen Seite sollten Menschen mit niedrigem Einkommen entlastet werden: Niedrige Steuern, niedrigere Sozialabgaben etc. Auf der anderen Seite sollten Waren bezahlbar bleiben. Dann braucht es keinen Mindestlohn. Gabs früher auch nicht.
Der Mindestlohn wurde erst nötig als der Staat angefangen hat überall einzugreifen. Wenn der Staat z.B. durch eine CO2 Steuer alles teurer macht, ja klar kann dann der Geringverdiener sich kaum noch was leisten. Linke Politik versucht aber nicht die Ursachen zu bekämpfen sondern die Symptome. Anstatt die Belastung der Menschen zu senken, versucht diese Politik die Löhne in die Höhe zu zwingen.
Diese Politik wird dann als "sozial" verkauft, ist aber extrem unsozial. Niemand leidet mehr unter der CO2 Steuer als die Geringverdiener. Niemand leidet mehr unter der "Greenflation" als die sozial Schwachen. Niemand leidet mehr unter der linksgrünen Deindustrialisierung als die kleinen Arbeitnehmer, die dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren.
Mindestlohn? Ja super! 🙄 Ein Staat, der alles dafür tut, dass alles teurer wird, mein Arbeitsplatz verloren geht und dann so tut als wäre er sozial indem er einen Mindestlohn fordert. Eine Forderung die zudem Parteien wie den Grünen und der SPD nichts kostet, denn es zahlen ja die Arbeitgeber! Erst die Probleme verursachen und dann von Anderen eine Lösung fordern. Und am besten noch mit der großen Moralkeule von wegen "Sozialer Gerechtigkeit" und "Arm gegen Reich".
Da klauen uns die Linken und Grünen das Pausenbrot und dann beschimpfen sie unseren Sitznachbarn, er könne ja sein Brot mit uns teilen. Super Sozialpolitik, echt! 😉
Arbeitslosigkeit ist sozial?
Du weichst meiner Frage aus.
Schade, dass da von dir nix mehr kommt.... Das ist wieder ein klassisches Argument aus der Wirtschaftslobby..... Ein höherer Mindestlohn sei angeblich nicht tragbar, gefährde Arbeitsplätze und schade der Wettbewerbsfähigkeit. Dabei wird natürlich übersehen, dass zu niedrige Löhne längerfristig eine ganz andere Belastung bedeuten für unseren Sozialstaat, der mit Aufstockungen und Transferleistungen einspringen muss, weil Vollzeitjobs halt nicht mehr zum Leben reichen. Interessant ist natürlich, dass diese Warnungen vor einem "zu hohen" Mindestlohn immer aus der gleichen Richtung kommen nämlich von Unternehmensvertretern, Wirtschaftsverbänden oder Ökonomen. Das steigende Löhne auch dafür sorgen, dass Menschen mehr konsumieren können, dass sie weniger staatliche Hilfen brauchen und das sich das gesamtwirtschaftlich positiv auswirken kann, wird dabei nur allzu gerne unter den Teppich gekehrt.