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Wem geht es auch so?

Hallo zusammen,

ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so genau, wo ich anfangen soll. In letzter Zeit fühle ich mich einfach erschöpft – innerlich leer und irgendwie nicht mehr wirklich verbunden mit dieser Welt.
Alles scheint so laut, schnell und oberflächlich geworden zu sein. Ich merke, dass ich immer weniger Kraft habe, mitzuhalten, und manchmal denke ich, ich passe einfach nicht mehr hinein.


Ich möchte mich gern austauschen, einfach mal mit Menschen schreiben, die das vielleicht kennen – dieses Gefühl, müde vom Leben zu sein, ohne es aufgeben zu wollen.

Danke, dass ich hier schreiben darf. 🌿
 
Hallo, das könnte in Richtung eine Depression gehen.
Vielleicht hattest du aber auch einfach eine anstrengende Zeit und bist deshalb erschöpft und brauchst einfach mal eine Pause.
 
Ich kenne diese Phasen, von mir und auch von vielen in meinem Umfeld. Wenn es wirklich über einen längeren Zeitraum anhält, würd ich dir raten zur Therapie zu gehen, wenn du irgendwie die Möglichkeit dazu hast. Aber ist schon mal gut, dass du dich auf irgendeine Weise austauschen möchtest 🙂 Mir hilft es jedenfalls meistens, wenn ich mir irgendein neues Hobby oder Interessengebiet suche, kann auch was ganz kleines sein. Eine neue Serie, was Häkeln, neuer Spazierweg oder so was. Dann verändert sich auch manchmal die Perspektive auf die Dinge. Du bist jedenfalls nicht alleine damit, aber jedem, der irgendwie dieMöglichkeit dazu hat, würde ich empfehlen lieber früher als später den Weg zum Therapeuten zu gehen 🙂
 
Nein, du bist nicht damit alleine. Ganze Bücherregale füllen sich mit Analysen über die harten Zeiten, in denen wir gerade leben.
Unser Sicherheitsgefühl gerät mächtig ins Wanken- was vor 10 Jahren noch galt, ist heute überholt, ständig ist neues Anpassen erforderlich, dazu wird alles immer Unübersichtlicher etc....Das Wort "Entfremdung" taucht immer überall auf...

Was ich am besten empfehlen kann, ist, den Blick von all dem, was unkontrollierbar ist, einmal wegzunehmen und dort hinzuwenden, wo man an das für sich selbst Kontrollierbare kommt:
Du hast eine Wohnung, nehme ich an. Über die Einrichtung der Wohnung und das (Wohl)Gefühl, was du damit erzeugen kannst, hast du eine gewisse Kontrolle. Genauso über die Mahlzeiten, die du dir zubereitest, die privaten Kontakte, die dich (positiv) beeinflussen können. Deine Kleidung... deine Routinen... wie und wozu du deinen Körper gebrauchst- Sport? Tut dir vielleicht schwimmen gut?
Aus all den vielen Dingen, die wir kontrollieren können, sich Dinge zu wählen, die sich positiv auswirken- das ist schonmmal eine Entscheidung, die wir treffen können.

Und dann, wenn das Ich gestärkt ist, und einen guten Anker gefunden hat, lebt es sich auch leichter mit den ganzen Stürmen, die da draußen stattfinden....
 
Akku wieder voll machen, aber nicht für die abgeschmackte leistungsorientierte Fähncheninwindgesellschaft.
Sondern den Akku für sich selbst wieder vollmachen, Womo besorgen losfahren , erstes Ziel egal, Feuer machen Gitarre spielen, der Rest kommt von alleine ...
schon ändert sich alles , der Tagesablauf, die Laune ,die Umgebung , das Essen, die Getränke , die Menschen , sich vorher informieren, wo ist ok wo ist blöd -----
und dann
einfach schauen was der nächste Tag so bringt, ganz fernab
von der Gesellschaft .....sich befreien von den falschen Verstrickungen, die nur Knoten ohne Sinn gleichen ....
und sich ins Abenteuer stürzen so das die Leistungsfähigkeit für das richtige Gefühl, von alleine steigt, weil man jeden Tag vor Freude springen und tanzen könnte .
 
Ich merke, dass ich immer weniger Kraft habe, mitzuhalten, und manchmal denke ich, ich passe einfach nicht mehr hinein.
Das ich nicht hineinpasse, das Gefühl habe ich schon länger.
Mir fehlt nicht unbedingt die Kraft, sondern ich will das alles nicht, was andere so machen.
Ich bin anders. Dauernd heisst es, mach dies, maxch jenes, warum machst du das nicht?
Und wenn man dann sagt, ich möchte es nicht, wirst schräg angeschaut.
Es gibt natürlich den Unterschied, ob du gern möchtest und es nicht schaffst und dich das belastet oder ob du eben so bist.
 
Hallo leute,
entschuldigt bitte, dass ich erst jetzt wieder schreibe.
Als erstes freut es mich, dass ich nicht alleine damit bin. Ich bin schon seit längerer Zeit in Behandlung und muss demnächst wieder hin.
Ich muss auch gestehen, dass ich diese Problematik besonders auf der Arbeit merke. Seit Monaten muss ich Spätschicht machen, weil mein Gegenpart nur früh machen kann wegen Kind.
Ursprünglich wurde ich wegen was anderem eingestellt, was sich immer wieder verzögert. Gespräche darüber und die Bitte um Änderung werden runtergespielt oder belächelt. Hinzu bemerke ich, dass ich vieles auch persönlich nehme, was meine Kollegen machen oder sagen. Manchmal denke ich, dass es nicht mehr schaffe, möchte aber nicht die Arbeit wechseln, da ich eh Probleme habe, eine Arbeit zu finden und zu halten.
Momentan teste ich neue Hobbys wie Diamond Painting, puzzeln oder Meditation. Das hilft mir erstmal weiter. Aber durch die ständige Spätschicht fehlt mir anderer Ausgleich wie nach der Arbeit bummeln oder spazieren gehen. Ich muss Mitte Dezember zum Neurologen und spiele mit dem Gedanken, mich krank schreiben zu lassen.
Ich möchte das eher ungern, aber ich bin an einem punkt, wo ich mir sage, meine Gesundheit ist wichtiger als die Filiale.
 
Ich möchte das eher ungern, aber ich bin an einem punkt, wo ich mir sage, meine Gesundheit ist wichtiger als die Filiale.
Ja das stimmt.
Klar möchte man nicht gern den Job verlieren und krank schreiben lassen ist immer so der letzte Ausweg und fühlt sich an wie aufgeben. Ich kenne das von mir selber, habe das mehrmals durch und meine Tochter ist gerade auch in der Situation. Sie sagt, sie hat deshalb Schuldgefühle und fühlt sich nutzlos. Man muss es aber akzeptieren, wenn man nicht mehr kann. Ich habe das früher immer falsch gemacht, weiter gemacht mit äusserster Kraftanstrengung bis dann der Zusammenbruch kam.
Heute denke ich, hättest du nur eher die Reissleine gezogen.
 
Hallo leute,
entschuldigt bitte, dass ich erst jetzt wieder schreibe.
Als erstes freut es mich, dass ich nicht alleine damit bin. Ich bin schon seit längerer Zeit in Behandlung und muss demnächst wieder hin.
Ich muss auch gestehen, dass ich diese Problematik besonders auf der Arbeit merke. Seit Monaten muss ich Spätschicht machen, weil mein Gegenpart nur früh machen kann wegen Kind.
Ursprünglich wurde ich wegen was anderem eingestellt, was sich immer wieder verzögert. Gespräche darüber und die Bitte um Änderung werden runtergespielt oder belächelt. Hinzu bemerke ich, dass ich vieles auch persönlich nehme, was meine Kollegen machen oder sagen. Manchmal denke ich, dass es nicht mehr schaffe, möchte aber nicht die Arbeit wechseln, da ich eh Probleme habe, eine Arbeit zu finden und zu halten.
Momentan teste ich neue Hobbys wie Diamond Painting, puzzeln oder Meditation. Das hilft mir erstmal weiter. Aber durch die ständige Spätschicht fehlt mir anderer Ausgleich wie nach der Arbeit bummeln oder spazieren gehen. Ich muss Mitte Dezember zum Neurologen und spiele mit dem Gedanken, mich krank schreiben zu lassen.
Ich möchte das eher ungern, aber ich bin an einem punkt, wo ich mir sage, meine Gesundheit ist wichtiger als die Filiale.
Ich finde es wäre mal an der Zeit ein Machtwort zu sprechen und einzufordern , was Dir zugesagt wurde.
Verständnis ist gut , aber immer hintenanstehen nicht.
 
Ja das stimmt.
Klar möchte man nicht gern den Job verlieren und krank schreiben lassen ist immer so der letzte Ausweg und fühlt sich an wie aufgeben. Ich kenne das von mir selber, habe das mehrmals durch und meine Tochter ist gerade auch in der Situation. Sie sagt, sie hat deshalb Schuldgefühle und fühlt sich nutzlos. Man muss es aber akzeptieren, wenn man nicht mehr kann. Ich habe das früher immer falsch gemacht, weiter gemacht mit äusserster Kraftanstrengung bis dann der Zusammenbruch kam.
Heute denke ich, hättest du nur eher die Reissleine gezogen.
Ich stehe dann hin und fordere und fordere ein.
 

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