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Weltängste

Twilight

Aktives Mitglied
Hallo,

Momentan geht es mir nicht gut ich leide vermehrt an panikattacken und depressiven phasen weil ich generell angst habe was in der welt passiert...
Ich habe Angst das ein Krieg zwischen China und den USA ausbricht wegen Taiwan, das der Ukraine krieg sich inner mehr auf ganz Europa ausbreitet, das Atombomben eingesetzt werden und es zum Atomkrieg kommt, der Klimawandel uns alle umbringt oder eben das der Strom ausfällt wegen der Energiewende und es hier Wirtschaftlich den Bach runter geht.
Ich wache öfters nachts auf und habe Alpträume davon. Nachrichten zu gucken trau ich mich kaum noch weil man von schlechten Sachen nur so überrollt wird und das allerschlimmste dabei: ich kann absolut nichts dagegen tun. Ichnkann keinen Krieg beenden oder andere weltprobleme lösen...Ich fühle mich hilflos und überfordert. Mein Therapeut weiß mittlerweile auch nicht mehr was er mir noch raten soll, wie kann man gegen so Ängste vorgehen wenn man Angst vor Ereignissen hat die man kaum beeinflussen kann? Ich finde kein richtigen Ungang damit, sobald solche Themen irgendwo aufkommen zucke ich innerlich immer zusammen
 

Hallo Twilight,

schau mal hier: Weltängste. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Einige deiner Ängste sind durchaus begründet. Vor allem der Klimawandel wird noch ein großes Problem werden. Aber vieles musst du auch nicht ganz so dramatisch sehen, wie es in der Springerpresse gerne dargestellt wird.

Der Strom wird nicht ausfallen, Deutschland hat ein sehr, sehr stabiles und sicheres Netz (zumindest nicht wegen der Energiewende, ein Sonnensturm wäre wieder eine andere Geschichte).
Dazu kann ich dir das folgende Video empfehlen:


Und einen Atomkrieg anzufangen, wird sich auch China sehr, sehr gut überlegen. Russland hätte es längst getan, wenn es auch nur eine kleine Chance sehen würde, das zu gewinnen.
 
Konzentriere dich auf deinen Cosmos, auf dein Leben.
Ich schaue keine Nachrichten mehr. Überall nur noch Horror Meldungen und jeden Tag wird man in Angst versetzt. Seit Ewigkeiten geht das so.
Also lass dich nicht verunsichern. Bleib bei dir und deinem Leben.

Warum hört man eigentlich, sobald jemand Angst vor Atomkrieg thematisiert, „bleib bei dir und deinem Leben“ oder „hast du keine echten Probleme“?

Glaubt ihr ernsthaft unser Leben könnte noch dasselbe sein, wenn ein Atomkrieg ausbricht?
 
Konzentriere dich auf deinen Cosmos, auf dein Leben.
Ich schaue keine Nachrichten mehr. Überall nur noch Horror Meldungen und jeden Tag wird man in Angst versetzt. Seit Ewigkeiten geht das so.
Also lass dich nicht verunsichern. Bleib bei dir und deinem Leben.

Das unterschreibe ich so.
Seit ich ins Ausland gezogen bin, ist das allmorgendliche Nachrichten-Hören aus meinem Alltag verschwunden.
Normalerweise hörte ich früh immer die Nachrichten, hier kommen im Radio keine politischen Nachrichten. Das hat den Nachteil, dass ich weit weniger informiert bin, zugegeben.
Es hat aber auch den Vorteil, dass ich weniger Angst vor dem Weltgeschehen habe. Die groben Infos lese ich dann halt online. Und vertiefe nur, was mich mehr interessiert. Aber ich kriege es nicht mehr quasi automatisch mit beim morgendlichen Kaffee. Klar, ich lebe damit in meiner Blase... in der läuft es gerade gut. Und damit geht es mir gerade gut. Hat was von "blissful ignorance", ja, durchaus.
Aber es ist wirklich so, wie Bärt schreibt: Bleib bei DEINEM Leben, in deiner Blase, in deinem Umfeld. Nicht bei dem, was außenherum alles beängstigendes passiert. Das wird nämlich nie anders, es passiert seit Menschengedenken so viel beängstigendes. Blende es einfach mal ganz bewusst aus. Wenn du es nicht "ignorieren" kannst, während du Nachrichten schaust oder hörst, dann hilft bewustes Ausblenden auch manchmal.

Nein, mein Leben wird nicht das gleiche sein, wenn ein Atomkrieg ausbricht. Ganz und gar nicht. Ich rede mir auch nicht ein, dass das Leben überall kunterbunt und schön ist.
Der Punkt ist nur: Ich könnte den Atomkrieg leider nicht verhindern, selbst wenn ich mich noch so sehr reinsteigere. Dann fahr ich lieber nach dem "Vamos a la playa" Prinzip: Ich möchte mein Leben genießen, bis zum unweigerlichen Ende, das irgendwann kommen wird. Für mich, wie für alle anderen.
Manche Dinge, da kann ich was tun. Beim Klimawandel kann mich mein Schärfchen beitragen. Beim Atomkrieg bin ich eher machtlos. Was hilft es also, mich deshalb verrückt zu machen? Irgendwann muss man diese Dinge beiseite schieben können. Und wenn man es nicht kann während man trotzdem voll informiert bleibt und Nachrichten hört, dann hilft es durchaus, diesen Konsum etwas zu beschränken.

Edit: Noch als Nachtrag zum Vamos a la Playa-Prinzip. Im Lied geht es - was vielen gar nicht klar ist - übrigens wirklich um einen Atomkrieg und dass sie noch mal an den Strand gehen und feiern, bevor die Bombe hochgeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da spricht Angst aus dir vor Sachen die du nicht beeinflussen kannst.
Was bewirkt diese Angst denn positives für dein Wohlbefinden?
Nichts, im Gegenteil.

Man könnte schlimmstenfalls überlegen, wie man sein Leben danach ausrichtet, schlimmstenfalls das Land verlassen, Kinderwunsch verschieben und so weiter.
 
Halte ich für unsinnig. Es wird keinen Atomkrieg geben, aber man kann sich natürlich ständig und ohne Unterlass das Schlimmste ausmalen.

Momentan würde ich einem Atomkrieg auch nicht für wahrscheinlich halten, aber auch nicht für ausgeschlossen.

Es stimmt schon. Ein Atomkrieg wäre dumm, wahrlich dumm, und würde im Endeffekt niemand etwas bringen. Es wäre allerdings nicht der erste dumme Krieg, der nur Verlierer hat.
 

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