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Weiß nicht weiter

Caroline80

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich habe den Weg hierher gefunden über google und hoffe das mir jemand einen Rat geben kann.
Ich drehe mich seit Jahren im Kreis und trete nur auf der Stelle herum... ich möchte meine Vergangenheit aufarbeiten in der Hoffnung mich irgendwann einmal normal fühlen zu können.
Zeitweise habe ich echt gute Phasen,aber die Zeiten der inneren Wut, des Selbsthasses und keine Freude an Nix haben überwiegen leider.
Leider finde ich keinen Therapieplatz da mir zuviele Steine im Weg liegen.
Da währe einmal mein Problem nicht in der lage zu sein mit fremden zu Telefonieren... auch wenn es blöd klingt.
Einigemale habe ich es geschafft Therapeuten anzurufen um nach einem Termin zu fragen, aber die Sache mit der Warteliste kennen ja sicher alle....
Jedesmal wenn man gleich abgeweisen wird oder aber wenn nur der AB drangeht ist der ganze Mut weider weg und ich brauche Wochen um einen neuen Versuch zu Starten.
Beim letzten Anruf wurde mir gesagt ich müsse so flexiebel sein das ich zu jeder Zeit wenn sie anrufen und mir einen Termin sagen ich auch dann kommen können muss...
nur ich habe drei Kinder und kann nicht so flexibel sein.
Wenn ich es aber nicht kann könne ich keine Thera machen.
Im moment geht es mir nicht gut, ich habe fast durchgehend Schwindelgefühl was nicht Körperlich ist.... fühl mich nur Müde und benommen.
Warum das gerade so ist weiß ich nicht...
Aber ich weiß nicht wie ich endlich vorankomme, seit drei Jahren versuche ich von der Stelle zu kommen aber es geht nicht....
Wem ging oder geht es noch so ?
Dann weiß ich auch garnicht welche Theraform richtig ist ...


Vielleicht kann mir jemand einen rat geben wie ich mich überwinden kann ?
 
Hallo Caroline,

ich drehe mich ebenfalls seit ca. 2 Jahren im Kreis und finde da nicht raus, wobei allerdings mein ganz akuter "Leidensweg" Anfang 2007 angefangen hat.
Ich war (bin es immer noch zweitweise) ein lustiger Mensch, der die Umgebung oft zum Lachen gebracht hat (vielleicht war es wirklich nur eine Maske, denn mittlerweie habe ich keine Lust witzig zu sein).
Angefangen hat alles während einer OP (ich arbeitete damals im medizinischen Bereich). Mir wurde schwindeling, ich fing an zum Zittern, habe alles verschwommen gesehen... weit entfernt, Herzrasen, hoher Blutdruck. Habe damals sorgar meine Arbeitskollegin darauf angesprochen, dass es mir zum 1. Mal während einer OP übel geworden ist, obwohl ich 10 Jahre lang das GLEICHE gemacht habe und immer gut Blut ertragen konnte.
Bin dann heimgefahren, ohne zu wissen... dass es erst der Anfang war.
Ab diesem Zeitpunkt erreichte "ES" mich TAEGLICH, bis ich kaum mehr fähig war "normal" zu funktionieren. Nach einem erneuten Anfall war es dann so schlimm, dass ich ins KH gekommen bin. Vier Tage wurde ich auf Herz, Kreislauf usw. untersucht. Kam allerdings mit einer Diagnose raus, die ich heute noch nicht richtig akzeptieren kann.
Nehme seit ca. 3 Jahren Antidepressiva ein und war 2 Jahre in der Psychotherapie.

Das mit dem Telefonieren kenne ich ebenfalls sehr gut.
Anfangs hatte ich Ängste überhaupt ans Telefon zu gehen und mir fällt es immer noch schwer mit fremden zu telefonieren. Ich fange zum Zittern an, bin am Telefon kaum fähig normale Sätze zu formulieren, fange zum Stottern an. Schrecklich!!!
Leider mag ich mich auch nicht besonders. Mir stellt es bereits Haare auf, wenn ich über mich nachdenke. Ich kann auch keine Komplimente annehmen. Weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll. Habe Angst, sie wären nicht "wahr", da ich mich meistens ganz anders sehe.

Warst Du schon bei einem Arzt?
Ich hatte das GLEICHE, wie Du. Bei mir waren (sind) es Panikattacken, Angstzustände usw. Ich denke mir immer, warum muss ich diesen MÜLL haben. Ich bin manchmal sooo wütend, dass ich nur losheulen könnte. Es beeinträchtig mein Leben komplett!

Ich würde an Deiner Stelle sich wirklich um eine Therapie bemühen.
Vielleicht ist es besser damit anzufangen, wenn man doch noch in einer gewissen Hinsicht "stabil" ist, bevor man total zusammenbricht.

Ich wünsche Dir viel Glück! Du bist nicht ALLEIN!

Mili

P.S.
Entschuldige, dass ich jetzt so egoistisch war und hauptsächlich von mir "gesprochen" habe. Musste irgendwie raus. DANKE!
 
Hallo Milllka,

danke für Deine Antwort, auch wenn es blöd klingt, irgendwie ist es gut zu wissen das es auch anderen so geht... da kommt man sich nicht ganz so doof vor sondern es weiß jemand wovon man spricht.

Ich habe das Problem eigentlich schon seit ca 10 Jahren, nur das es immer schlimmer wird... und da ich ja wegen der Kids verpflichtungen habe merke ich immer mehr das ich vieles nicht wahrnehmen kann obwohl ich müsste... (Schultermine zb , Kids zu Freunden fahren ect..)
Den Schwindel habe ich nun siet ein paar Wochen extrem ohne einen Auslöser erkennen zu können.
Beim Arzt war ich deshalb noch nicht, aber ich weiß das es nicht Körperlich ist sondern mein Kopf...
Ich habe einfach vor zu vielen Dingen Angst und den Druck doch funktionieren zu müssen.
Die Maske wovon Du sprichst kenne ich auch ....
In Thera war ich ja schonmal, aber die hat mir nichts gebracht, war verhaltensthera.... irgendwie durfte ich meine wirklichen Probs nicht angehen ....
Nur seit drei Jahren bin ich quasi allein damit und schiebe und schiebe und schiebe....
Hab mir erst heute wieder numern rausgesucht aber es geht nix man ist wie eingefroren...
 
Juhu Caroline,

DANKE für Deine schnelle Rückantwort.
Meine Ängste verfolgen mich ebenfalls seit der Kindheit, nur 2007 kamen sie endgültig zum Ausbruch. Bis dahin hatte ich immer das Gefühl ALLES unter Kontrolle zu haben. Ich dachte: Positiv DENKEN, sich ja nicht einschüchtern lassen, STARK zu sein... das hilft mir egal wie groß die Angst ist (zu damaliger Zeit war es eine andere Art von Angst. Sie kam und ging täglich, aber sie hat mich nicht vollkommen beherrscht!).
Ich war überzeugt, dass es hilft. Es hat mir leider nicht geholfen. Der Zusammenbruch kam und ich konnte mir ALLEIN nicht mehr helfen.
Es ging nicht. Allein das zu akzeptieren war sehr schwer für mich, wobei ich natürlich froh war... dass mir endlich JEMAND helfen kann, denn in diesem akuten Zustand war ich nicht fähig zu leben.
Ich kann mich noch daran erinnern, als ich meine ersten Tabletten (AD) bekam. Ich war sowas von erschüttert Antidepressiva schlucken zu müssen, dass ich die ersten Wochen nur durchgeweint habe. Bis heute kann ich sie nicht zu 100% akzeptieren, aber sie helfen mir ein erträgliches Leben zu führen.

Ich würde Dir trotzdem empfehlen zum Arzt zu gehen. Vielleicht gibt es ja eine andere Alternative. In Deinem Fall müssen es vielleicht gar keine Medikamente sein. Einfach mal darüber zu reden, sich eine Meinung einholen.

Übrigens, das "SCHIEBEN" kenne ich heute immer noch. Es ist eher verdrängen.

Ganz liebe Grüße, muss jetzt raus. Sehe am Abend wieder mal nach!
Bis dahin, pass gut auf Dich auf!

Mili
 
Hallo,

ich kenne dieses gefühl nur zu gut.
ich habe auch dieses gefühl von schwindel und benomenheit.
bei mir sagen die therapeuten auch nur ein und das selbe.
Als ich im januar einen mal anrief habe ich einen termin zum erstgespräch bekommen und ich schilderte ihm mein problem. in diesen mom glaubte ich entlich einen therapeuten gefunden zu haben, aber zum schluss sagte er nur,dass er keine plätze mehr frei hatte und meine laune war mal wieder im keller.
später sagte er mir dann, dass ich mal versuchen sollte ein platz in einer tagesklinik zu bekommen. als ich da denn anrief sagte man mir dann dass es erst im Juni losgehen kann.
Aber dass ist mir mittlerweile egal und ich freue mich schon drauf endlich wieder normal leben zu können. Vieleicht währe das ja auch was für dich!! ^^
Als ich bei dem therapeuten zum erstgespräch war sagte er mir, dass ich unter einer angststörung leide und ich deshalb dieses schwindelgefühl habe.
ich bin zwar kein psychologe, aber vieleicht hast du ja auch irgentwelche ängste selbst wenn du nicht weisst das du welche hast ^^.

Gib nicht auf ich weiss es ist nicht immer einfach!!

Liebe Grüße Sayo
 

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