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Weiß nicht was ich machen soll - Studium abbrechen,wechseln,warten???

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S

scholastica

Gast
Naja,vielleicht hat jemand, der die Sache neutral beurteilen kann einen Rat für mich. Ich könnte gerad durchdrehen, ausrasten aus demFenster springen wegen meiner Unfähigkeit.

Also ganz von vorne:

2005 habe ich Abitur gemacht. Danach wusste ich nicht so recht, was ich machen soll, bis ich auf die Idee kam Spanisch zu lernen. Habe mich damals für einen Intensivkurs für ein Semester an der Uni eingeschrieben und parallel dazu gearbeitet um für einen Auslandsaufenthalt im Frühjahr zu sparen. Von April bis Anfang Juli 2006 war ich in Chile. Wollte gar nicht zurück nach Deutschland und war danach in einem entsprechenden Loch.

Ich hatte mich für Psychologie beworben, was natürlich und zusätzlich durch völlig falsche Kalkulation bei derStädtewahl plus einem Schnitt von 2,1 nicht geklappt hat. Nach Chile war das auch nicht so shclimm für mich, da ich so auf Spanisch fixiert war, dass ich nur etwas damit machen wollte. Doch leider habe ich die Bewerbungsfristen für das Wintersemester verpasst und wusste zusätzlich auch nicht, was genau ich machen möchte.
Habe ziemlich lange nach einem Praktikum im Bereich Tourismus oder Kulturmanagement gesucht, leider nichts bekommen ("Sie sollten mindestens das Grundstudium beendet haben..."). Schließlich habe ich einen Praktikumsplatz in einer großen Firma bekommen und bin nach NRW gezogen (stamme ursprünglich aus BaWü).
Zum SoSe 2007 habe ich begonnen in Köln Spanisch und Deutsch auf Lehramt zu studieren, auch auf Drängen meiner Eltern hin, die wollten, dass ich mal was richtiges mache. Dachte, ich könnte ja später alsLhrerin im Ausland arbeiten.
In der neuen Stadt bin ich nie ganz angekommen (komische WG, irgendwie nicht so ganz die richtigen Leute gefunden...), habe aber nach dem ersten Semester gedacht, dass ich nicht alles hinschmeißen will nur weil es mal ein bisschen schwierig ist, denn zwischendurch gefiel mir das Leben in Köln auch wieder ganz gut.
In den Semesterferien wieder ein Loch gehabt, an allem gezweifelt, regelrechtdepressiv geworden UND mal wieder Gedanken an ein anderesStudienfächer gehabt, aber natürlich wieder die Bewerbungsfristen verpasst... .
Das WIntersemester 2007/2008 hat dann eigentlich ganz gut begonnen, ich war voller Tatendrang, wollte die WG wechseln, hab zusätzlich nen Portugiesischkurs belegt.
Der WG-Wechsel kam dann nicht zustande, da ich in meiner Heimatstadt in BaWü meinen Freund kennengelernt habe und ziemlich oft heimgefahren bin.
In den WInterferien musste ich ein Referat vorbereiten zu einem Text der ziemlich abstrakt war -kurz ich bin gar nicht damit klargekommen und habe mich wieder gefragt: "Wofür eigentlich? Du wolltest doch nie WIRKLICH Lehrerin werden!"
Diesen Zweifel werde ich nicht mehr los. Ich wollte wirklich nie Lehrerin werden, anderen etwas erklären und ich kann das auch nicht gut. Habe mir da komplett etwas vorgemacht. Und jetzt nach vierwöchigem Praktikum an einem Gymnasium in meineralten Heimatstadt, bin ich mir fast sicher,das ich das nicht will und vor allem nicht kann.
Ich würde mich fürs Wintersemester gerne nochmals für Psycho bewerben oder Päda oder Soziale Arbeit o.Ä..
Die Frage ist, was ich jetzt in der Zwischenzeitmache? ICh kann nicht NICHTS machen - da würde ich durchdrehen... Ein weiteres Semester mehr oder weniger alibistudieren? Dann habe ich mir einen Hochschulwechsel nach BaWü überlegt, auch eine Stadt angeschaut, die ganz nett ist, aber ich weiß einfach nicht... WEnn ich nächstes WiSE vielleicht eh was anderes mache.... und dann wäre ich miteinem neuen Studienbeginn auch schon 24.

Gestern haben mir meine Eltern eröffnet, dass sie wollen,dass ich dieses Studium beende.Wenn ich etwas anderes machen möchte, muss ich selbst für die Studiengebühren aufkommen. Ist ja irgendwie auch verständlich.

Kurz - ich weiß nicht mehr weiter.
Mir ist als wären alle meine Interessen mit den Jahren nach dem ABI flöten gegangen und ich komplett leer. BisMontag muss ich mich entscheiden - in Köln bleiben oder gehen.
Und ich hab Schiss, dass ich einfach wieder die Dinge geschehen lassen werde, weil ich einfach momentan so daneben, fertig, unglücklich und unfähig bin... .
Wie kann man so sein?????????????????Und wie kommt man da raus??? :.-(
 
Hallo Scholastica,
das ist wirklich keine leichte Situation in der Du Dich gerade befindest.
Ich glaube aber Du solltest versuchen die Entscheidung vor der Du momentan stehst, etwas leichter zu nehmen. Wieso musst Du denn bis Montag wissen ob Du nun in Köln mit dem Lehramtstudium weiter machst oder nicht? Du könntest doch für das Sommersemester ein Urlaubssemester beantragen und diese Zeit dann dazu nutzen um genauer in Dich hineinzuhören und herauszufinden was Du tun möchtest. Nebenbei könntest Du Dich beispielsweise um ein Praktikum im psychologischen Bereich bemühen, wodurch Du Deinen Wunsch, ein Psychologiestudium zu beginnen, auf seine Ernsthaftigkeit überprüfen kannst.
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass man selbst schon sehr genau merkt was nicht zu einem passt. Ich selbst habe einmal Lehramt studiert und mich nach dem ersten Schulpraktikum von diesem Studiengang verabschiedet. Ebenso eine gute Freundin von mir. Bisher haben wir beide das noch nie bereut. Mit 25 Jahren habe ich ein neues Studium begonnen das ich letztes Jahr beendet habe. Ich wollte Dir damit nur sagen, dass man nie zu alt ist, um einen neuen Weg einzuschlagen.
Viel Glück wünscht Dir Melanie
 
Kurz - ich weiß nicht mehr weiter.

Und wie kommt man da raus??? :.-(

Hallo Scholastica,
wie bist du denn bisher so weit gekommen, wie aus der bis dato schlimmsten Lage wieder heraus gekommen? Meist hilft einem nämlich genau das erneut, das früher schon geholfen hat ... * Traue dir zu, dass du die notwendigen Ressourcen schon hast und bisher nur an den falschen Stellen nach Lösungsansätzen/Antworten gesucht hast. Generell würde ich dir raten, dein Gesamtziel zu definieren und danach auch zu überlegen, was in der "Zwischenzeit" am Sinnvollsten ist, um das Erreichen dieses Ziels wahrscheinlicher zu machen.
Gruß, Werner

* Falls du zu den "Psychos" kommst/gehst wirst du solche Ansätze irgendwann im Rahmen der "Systemisch-Lösungsorientierten Methodik" wieder finden 😉
 

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