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Weiß jemand warum ich es nie schaffe etwas durchzuziehen?

auchBekanntAls

Neues Mitglied
*aus seinem Versteck kriech und müde tipp*

Ich lerne programmieren, und nach einigen Stunden habe ich keine Lust mehr.
Ich lerne 3d modeling, passiert das selbe.
Ich lerne Mathe(freiwillig, bin kein Schüler mehr), passiert das selbe.
Ich lerne game development, jo.

Ich verliere so schnell den Reiz, die Motivation, den Willen, weiterzumachen. Am liebsten will ich was anderes machen, aber ich möchte das lernen, denn damit will ich ja beruflich zu tun haben! Mit game development und programmieren zum Beispiel.
Selbst Videospiele langweilen mich nach einigen Stunden, wenn ich sehe, dass das immer das gleiche ist...

Was soll ich machen?

*wieder in seine Höhle kriech und schlaf*
 
Hallo, Auchbekanntals,

in der Regel braucht man für die Erledigung anspruchsvoller Aufgaben entweder a) sehr großes Talent oder b) viel Fleiß. Beides ist natürlich ideal.

Wenn Du weder über a noch b verfügst, hilft die Suche nach Aufgaben, die Deinem jetzigen Fleiss-Niveau entsprechen.

Eine Pille, die den Fleiß ankurbelt, ist mir nicht bekannt. Früher sagte man: Du brauchst jemanden, der Dir in den A.... tritt". Aber als Erwachsener muß man auch das für sich selbst übernehmen. Das nennt sich dann Selbstdisziplin.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey auchBekanntals,

da ich mich selbst schon öfter in einer ähnlichen Gefühlslage befunden habe, versuche ich mal zu schildern, was ich daraus für mich lernen konnte. Vielleicht hilft dir das ein oder andere ja weiter.

Von deinem Alter schließe ich einfach mal darauf, dass die Schulzeit bei dir (so wie bei mir) noch nicht ewig lange zurückliegt. Das Bequeme dort ist natürlich immer, dass sämtliches Lernen, was unmittelbar für (Berufs)Schule oder Uni stattfindet, durch Prüfsituationen und Bewertungen einen gewissen "Sinn" erhält, der einem erstmal unmittelbarer erscheint, als der eigentliche Mehrwert, den einem das Gelernte für's weitere Leben einbringen könnte.

Das kann blöd sein, da man so eventuell genötigt ist, Dinge zu lernen, die einen nicht interessieren und auch nicht weiterbringen; es kann aber auch gut sein, da es einem die Frage des "Warum?" und nach der Motivation erstmal abnimmt. Wenn in einem Monat eine Prüfung zu Thema X ansteht, dann pauke ich halt Thema X; die Sinnfrage beschäftigt mich da erstmal nicht weiter.

Nimmt man sich nun etwas vor, was man selbstständig, ganz für sich lernen will, ohne dass dies in direktem Zusammenhang mit Schule und co. steht, dann fällt diese bequeme Eigenschaft natürlich erstmal weg. Man lernt ein Weilchen, und schon geht die Motivation flöten, schließlich steht hinter einem Abbruch ja keine negative Konsequenz, die man an ein Datum wie etwa eine Prüfung, oder etwa eine Note knüpfen kann. Damit musst du selbstverständlich lernen umzugehen.
Lernen macht nicht immer Spaß, führt nicht immer schnell zu Fortschritt und Erfolg und ist mitunter viel Arbeit. Das Talent besteht in meinen Augen darin, TROTZDEM dran zu bleiben. Was hierzu hilft, kann man sich dann eventuell doch aus der Schul- oder Studienzeit herleiten. Beispielsweise:

Integriere das Lernen in deinen Wochenplan. Nehme dir beispielsweise täglich eine Stunde zu einer festen Uhrzeit, um Programmieren zu lernen. Frag dich nicht, ob du Lust dazu hast, oder nicht; tu's einfach! Oftmals kommt die Motivation dann nach den ersten fünf Minuten von allein. Stell dir am besten einen Timer auf 60 Minuten und hör unmittelbar auf, wenn dieser klingelt.
Lerne nicht mehr, als du dir vorgenommen hast. Oft neigen Leute dazu, wenn sie etwas unbedingt können wollen, gleich jeden Tag mehrere Stunden damit zu verbringen, nur um dann frustriert festzustellen, dass das den Fortschritt nicht wirklich beschleunigt. Lerne lieber in kleineren Intervallen über einen großen Zeitraum.
Und, als letzter Tipp, kann ich nur raten, kleinschrittig zu denken. Oft neigt man dazu, sich gleich am Ende der Karriereleiter zu sehen, wenn man anfängt, etwas zu lernen. Man beginnt gerade ein Instrument zu lernen und sieht sich in Gedanken schon als erfolgreicher Musiker und entsprechend schnell bricht dann die Motivation ab, wenn man merkt, wie schwer einem das alles zu Beginn fällt. Wenn du also Programmieren lernst, dann bitte nicht nur aus dem Grund, weil du dir Hoffnung machst, der nächste Markus Persson zu werden, sondern weil du weißt, dass dir das beruflich weiterhelfen wird und dir eventuell die Fähigkeit näher bringt, dich mit Spieleentwicklung zu beschäftigen.

Wenn das alles nicht hilft, kann ich dir empfehlen, im Internet mal ein bisschen zu den Themen Selbst- und Zeitmanagement zu googlen. Es gibt im Internet einige Tools, die es einem erheblich erleichtern können, so einen Plan umzusetzen.

Gruß,

Vannay
 
Hey auchBekanntals,

da ich mich selbst schon öfter in einer ähnlichen Gefühlslage befunden habe, versuche ich mal zu schildern, was ich daraus für mich lernen konnte. Vielleicht hilft dir das ein oder andere ja weiter.

Von deinem Alter schließe ich einfach mal darauf, dass die Schulzeit bei dir (so wie bei mir) noch nicht ewig lange zurückliegt. Das Bequeme dort ist natürlich immer, dass sämtliches Lernen, was unmittelbar für (Berufs)Schule oder Uni stattfindet, durch Prüfsituationen und Bewertungen einen gewissen "Sinn" erhält, der einem erstmal unmittelbarer erscheint, als der eigentliche Mehrwert, den einem das Gelernte für's weitere Leben einbringen könnte.

Bin 23. Gelernt habe ich nie für die langweilige Schule, da schlägt man doch ein. Sinn hat die Schule nie gemacht wenn ich jetzt darüber nachdenke.

Das kann blöd sein, da man so eventuell genötigt ist, Dinge zu lernen, die einen nicht interessieren und auch nicht weiterbringen; es kann aber auch gut sein, da es einem die Frage des "Warum?" und nach der Motivation erstmal abnimmt. Wenn in einem Monat eine Prüfung zu Thema X ansteht, dann pauke ich halt Thema X; die Sinnfrage beschäftigt mich da erstmal nicht weiter.

Nimmt man sich nun etwas vor, was man selbstständig, ganz für sich lernen will, ohne dass dies in direktem Zusammenhang mit Schule und co. steht, dann fällt diese bequeme Eigenschaft natürlich erstmal weg. Man lernt ein Weilchen, und schon geht die Motivation flöten, schließlich steht hinter einem Abbruch ja keine negative Konsequenz, die man an ein Datum wie etwa eine Prüfung, oder etwa eine Note knüpfen kann. Damit musst du selbstverständlich lernen umzugehen.
Lernen macht nicht immer Spaß, führt nicht immer schnell zu Fortschritt und Erfolg und ist mitunter viel Arbeit. Das Talent besteht in meinen Augen darin, TROTZDEM dran zu bleiben. Was hierzu hilft, kann man sich dann eventuell doch aus der Schul- oder Studienzeit herleiten. Beispielsweise:

Integriere das Lernen in deinen Wochenplan. Nehme dir beispielsweise täglich eine Stunde zu einer festen Uhrzeit, um Programmieren zu lernen. Frag dich nicht, ob du Lust dazu hast, oder nicht; tu's einfach! Oftmals kommt die Motivation dann nach den ersten fünf Minuten von allein. Stell dir am besten einen Timer auf 60 Minuten und hör unmittelbar auf, wenn dieser klingelt.
Lerne nicht mehr, als du dir vorgenommen hast. Oft neigen Leute dazu, wenn sie etwas unbedingt können wollen, gleich jeden Tag mehrere Stunden damit zu verbringen, nur um dann frustriert festzustellen, dass das den Fortschritt nicht wirklich beschleunigt. Lerne lieber in kleineren Intervallen über einen großen Zeitraum.
Und, als letzter Tipp, kann ich nur raten, kleinschrittig zu denken. Oft neigt man dazu, sich gleich am Ende der Karriereleiter zu sehen, wenn man anfängt, etwas zu lernen. Man beginnt gerade ein Instrument zu lernen und sieht sich in Gedanken schon als erfolgreicher Musiker und entsprechend schnell bricht dann die Motivation ab, wenn man merkt, wie schwer einem das alles zu Beginn fällt. Wenn du also Programmieren lernst, dann bitte nicht nur aus dem Grund, weil du dir Hoffnung machst, der nächste Markus Persson zu werden, sondern weil du weißt, dass dir das beruflich weiterhelfen wird und dir eventuell die Fähigkeit näher bringt, dich mit Spieleentwicklung zu beschäftigen.

Ich soll versuchen weniger zu lernen am Tag? 😀 Das wird scher hart? Was soll ich den Rest des Tages machen? Außer du meinst das wie folgt als Beispiel: 1h Biologie lernen, dann 1h Programmieren, dann eine Stunde Game Theory, etc? So? Dann hätte ich genug am Tag zu tun.

Wenn das alles nicht hilft, kann ich dir empfehlen, im Internet mal ein bisschen zu den Themen Selbst- und Zeitmanagement zu googlen. Es gibt im Internet einige Tools, die es einem erheblich erleichtern können, so einen Plan umzusetzen.

Gruß,

Vannay
Ich hör zieh mir mal das rein:
Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast


 
Wenn dich Spiele langweilen, die immer das gleiche bringen, dann setz dir doch als Ziel eins zu entwickeln, das nicht so ist.

Was du tun solltest, ist nicht wieder in deine Höhle hineinzukriechen und deinen müden Poppes wieder aufrecht hinzusetzen.

Wie schon Nordrheiner sagte, entweder du hast Talent, bzw bist in deinem "Flow" oder du hast Fleiß. Wobei selbst da Talent schon garnichts bringt, wenn man es nicht nutzt. Denn auch Leute mit Talent können faul sein. Das ist dann echt traurig.

Motivation ist eigentlich total irrelevant. Das muss man aber auch lernen. Motivation stellt man sich wie ein Glücksgefühl vor, dass einen beflügelt und man richtig, richtig Bock hat. Ist aber nicht so. Motivation ist weiterzumachen OBWOHL man keinen Bock hat, oder gerade was anderes machen würde.
Es geht dabei eigentlich nur um temporäre Bedürfnisbefriedigung. Du willst langfristig was erreichen, aber temporär hast du eigentlich gerade Bock was anderes zu machen. Also musst du dir die Frage stellen. Was ist sinnvoller, was willst du wirklich? Willst du den langfristigen Erfolg, oder die temporäre "Befriedigung".

Du machst das ja für niemand anderes, nur für dich. Du willst ja mal was bestimmtes machen. Also hast du die Wahl. Entweder du sitzt in 5 Jahren irgendwo und denkst an diese Moment zurück, an denen du vollkommen unmotiviert warst aber trotzdem weitergemacht hast. Oder du sitzt in 5 Jahren am selben Fleck und fragst dich was du damals (heute) nur falsch gemacht hast.

Für welchen Weg entscheidest du dich?

Und das ist die Frage, die du dir jeden Tag stellen musst. Mehr ist's nicht.

Edit: Und hör dir das Hörbuch nur dann an, wenn du auch wirklich was machst. Also programmieren lernen, oder 3D-Modelling. Ansonsten wäre es nur ein Selbstbetrug, damit du dir den Anschein geben kannst du würdest etwas für dien Problem tun, obwohl du eigentlich nichts tust. Die Erfahrung kannst du auch selbst machen, statt sie anzuhören, wenn du es auch selbst machst. Kann ganz nett nebenbei sein, aber auch nur, wenn es nicht dein primäres Ziel ist.
Oder lies es immer nach getaner Arbeit. Einfach um eine Perspektive zu sehen. Aber nicht für den Selbstbetrug. Das wär lasch.
 
Einem Hörbuch zuhören, alles verstehen und dann noch was ganz anderes lernen? Wie soll das gehen?

Wasn wichtiger? Das Hörbuch oder das was du machen willst?
Wenn du meinst, dass es das Hörbuch ist, dann solltest du über deine Prioritäten nachdenken und ob deine Pläne wirklich das sind was du machen willst.
 
Neein!
Du schreibst ich soll modeln und dem hörbuch zuhören. Aber das ist Multitasking. Ich kann das nicht. 🙄

Dann lass das doch. Mach das eine, dann das andere, wobei das eine programmieren ist und das andere Hörbücher hören.
Nach getaner Arbeit kannst du dann eine Verschnaufpause machen, und dich des Nichtstuns berieseln lassen. Weil du dann auch kein schlechten Gewissen haben musst.

Oder du lässt es, dann solltest du nicht jammern, dann bist du nämlich einfach selbst Schuld.
 
Okey. Ich dachte wirklich du meinst, dass ich das gleichzeitig tun soll.

Kennst du das auch, wenn du lange auf den Bildschirm starrst, dass deine Augen von alleine in Entspannungsmodus gehen? Also man dann doopelt sieht? Das heißt die Augen wollen in die Ferne gucken oder? Nah gucken ist für Augen angeblich pure Muskelarbeit oder?
 

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