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Weiblichkeit verstecken

G

Gast

Gast
Weiß nicht ganz, wo das rein passt. Daher einfach mal hier.

Ich möchte meine Weiblichkeit verstecken, weil meine Figur scheiße ist.
Zieh ich einen Rock an, ist er entweder zu kurz oder er sieht nach Omalook aus.
Aber auch wenn ich Hosen trage sieht man manchmal einfach etwas "Weiblichkeit" bei mir.
Durch meine T-Shirts sieht man immer meine Oberweite, was die Herren zwar sehr freut, aber meine Mutter nicht.

Ich habe es schon mit weiten T-Shirts und Pullis versucht, aber man sieht trotzdem noch was.
Auch trage ich zu 99% nur Hosen, weil ich mich schäme und nur diesen Sommer mal Röcke und eine kurze Hose kurz an hatte.
Für das Gesicht hab ich mir die Haare kurz schneiden lassen, das hat aber kaum was gebracht.
Schminken tu ich mich natürlich nicht.

Kann ich mich bei irgendeinem Arzt umoperieren lassen?
Ich glaube es wäre besser für mich ein Junge zu sein, weil ich schon immer den Führerschein machen wollte und eher Karriere als Familie ansteuere.
Ich fühle mich einfach mega unwohl in meinem Körper, weil ich ständig nuttig aussehe.
 
Wer sagt denn, du würdest "nuttig" aussehen?
Ist das tatsächlich deine Meinung, oder nur die Meinung deiner Mutter?

Umoperieren lassen könntest du dich natürlich, doch das ist sehr teuer und ich fürchte, in dem fall gibt es keine Kostenübernahme :/

Und was hat das damit zu tun, dass du "schon immer den Führerschein machen wollte und eher Karriere als Familie ansteuere"?
Das kann Frau doch auch😕
 
verstehe die logik da drin null

zieh doch einfach an was dir gefällt und was juckt es was deine mutter gut findest du sollts dich in den klamotten wohlfühlen

führerschein kannst auch in latexkleidung machen das juckt kein A**** was man da an hat naja nackt sollte man natürlich nicht sein aber so ist es total egal
 
Ich glaube es wäre besser für mich ein Junge zu sein, weil ich schon immer den Führerschein machen wollte und eher Karriere als Familie ansteuere.
Ich fühle mich einfach mega unwohl in meinem Körper, weil ich ständig nuttig aussehe.

Du kannst auch als Frau den Führerschein machen und beruflich Karriere machen, das ist nicht ans männliche Geschlecht gebunden.

Ja, Du kannst Dich "umoperieren" lassen. Das ist aber an Voraussetzungen gebunden: eine vorherige Psychotherapie und Transsexualität. Ich sehe diese bei Dir nicht. Ich sehe aber einen Konflikt mit Deiner Mutter, und ich sehe Unsicherheit bei Dir. Ist das so?

Du klingst noch ziemlich jung, da ist es immer erstmal verwirrend, wenn man merkt, dass man vom Kind zu einem Erwachsenen wird. Ja, natürlich bekommst Du Brüste, das ist auch ganz normal so. Ich finde es schlimm, dass Deine Mutter dies für Dich zu einem Problem macht.

Ich denke, dass Du bei dieser familiären Situation Hilfe brauchst. Kannst Du Dich einem anderen Erwachsenen anvertrauen?
 
Wieso geht ihr davon aus, dass ich ein Kind bin? Ich bin 26, hab C85 und auch meine Periode ist noch vorhanden.
Geplant war, dass diese im Alter von 11 Jahren still gelegt wird, was aber nicht funktioniert hat.
Ich verschweige daher immer, wenn ich meine Tage habe und stelle mich manchmal krank.

Als Frau Karriere und Führerschein mögen in anderen Familien die Regel sein. Bei uns hat man als Frau still zu sein, dem Familienbedürfnis nachzugehen und sich nicht zu wehren.
Man hat sich zu fügen. Keine Frau in unserer Familie fährt Auto und die Karriere ist eher so lala. Meistens sind es Aushilfsjobs.
Meine Mutter möchte zudem nicht, dass ich arbeiten gehe, mir eine eigene Wohnung suche und den Führerschein mache.

Nuttig aussehen heißt, dass man sexuelle Reize preis gibt. Also kurze Röcke trägt oder eben man die Brust erkennt, egal ob bedeckt oder nicht.
Latex kommt gar nicht in Frage. Sowas ziemt sich nicht.

Meine Mutter hat es soweit gebracht, dass ich aufgrund einer Autismusdiagnose durch ihre Aussagen kein Bestimmungsrecht mehr habe. Ich muss mich fügen.
Sie behandelt mich oft, als ob ich 16 wäre. Ich habe sie heute gefragt, ob ihre Freundin ihre Tochter auch noch so behandelt.
Darauf ging sie gar nicht ein, sondern meinte, sie sei älter und wüsste es eben besser als ich.

Allerdings weiß ich auch nicht genau, was noch in Ordnung ist und was nicht, da die Diagnose ja doch stimmen könnte und ich irgendwie in 2 Hälften gerissen bin.

Habe geplant die nächste Tage einfach mal zu meinem Freund nach Nordrhein-Westphalen zu fahren, weil sie mir zum einen zu sehr auf die Pelle rückt und zum anderen möchte ich mein Leben selbst bestimmen können.
Mittlerweile ist es mir auch egal, wie es schulisch aussieht, da ich Zuhause aufgrund von Krach und ständiger Ablenkung nicht lernen kann und ich so viel Ärger mit der Diagnose habe, dass ich Dignitas eingeschaltet habe.
Die entsprechende Klinik reagiert nicht.

Ich gedenke daher alles hinzuschmeißen und mir in Nordrhein-Westphalen alleine ein neues Leben aufzubauen ohne die Faxen meiner Mutter.
Ich halte das hier nicht mehr länger aus. Wenn das so weiter geht bekomme ich einen erneuten Nervenzusammenbruch und gehe womöglich erneut auf sie los, wenn sie mich wieder festhält.
 
Versuch mal nochmal den Eingangspost verständlicher zu schildern. 🙂

Ich bin selbst Transsexuell und hab/hatte Probleme mit meiner Mutter.

Ich glaube das größte Problem dürfte sein als Außenstehender eure Familien-Hyrachie zu verstehen und weshalb was so und so bei euch ist.

Erklär doch mal ein bisschen.

•Was sind die Umstände bei euch?
•Weshalb verweist du trotz Unzufriedenheit? (Wer/Was zwingt dich/verhindert ein weggehen)
•Was sollte da mit 11 bei dir gemacht werden?
•Bist du dir sicher, dass du aus dir selbst heraus deine Weiblichkeit nicht gut findest, oder wurdest du so erzogen?



Und an die anderen: Nur weil die Eltern die Weiblichkeit/Sexualität ihrer Tochter ablehnen, heißt das nicht, dass sie bzw dann er nicht trotzdem von Natur aus transsexuell sein kann.

Ich bspw. hab sexuelle Gewalt erlebt und Probleme mit meiner Mutter, was Psychologen gerne als Argument verwenden, dass mich diese Umstände "verbogen" hätten und ich ohne sie gar nicht so empfinden könnte - empfunden hab ich aber schon lang vorher so.

Es ist wichtig da zu differenzieren und äußere Einflüsse von seinem eigenen Kern zu trennen und letztendlich nach dem IST-Zustand zu urteilen und nicht nach einem 'Was-wäre-wenn'-Zustand.
Wir befinden uns schließlich im hier und jetzt, nicht in irgendeinem Paralleluniversum unter anderen Begebenheiten.

Nur als Anmerkung, denn gerade bei Transsexualität wird gerne dieses "Was wäre wenn?" benutzt, um reale Leben unerträglich zu halten, nur weil sie unter nicht-existenten Umständen ganz eventuell anders verlaufen sein könnten.
Freudsche Vorurteile.
 
Was sind die Umstände bei euch?

Ich weiß ja nicht, was du darunter genau verstehst, aber unsere Situation ist so, dass meine Mutter mich klein halten möchte, also mich behandelt, als ob ich 16 wäre und ich dadurch massive Probleme in allen Lebensbereichen bekomme, vor allem im Bereich der Kontaktsuche natürlich.
Ich selber mache momentan mein Abitur nach und verdiene daher nichts. Eine Arbeit nebenbei schaffe ich nicht, erst recht nicht kurz vor den Prüfungen.
Zudem geht es mir gewaltig auf den Sack, dass meine Mutter wie ein Helikopter über mich wacht.

Weshalb verweist du trotz Unzufriedenheit? (Wer/Was zwingt dich/verhindert ein weggehen)

Wie oben beschrieben, meine Mutter möchte nicht, dass ich eine erwachsene Frau werde, obwohl ich das eigentlich schon längst bin. Daher möchte sie auch nicht, dass ich weder einen Job habe, noch ausziehe.
Ich soll am besten immer ihr kleines Mädchen bleiben.
Bildlich kann man sich das so vorstellen, als ob eine Mutter ihr Kind vor Liebe im Arm totwürgt.
Ein Auszug würde mir dafür sorgen, dass ich Freiraum habe und sie nicht alle 5 Minuten anbimmelt, an die Tür klopft oder daran lauscht.

Was sollte da mit 11 bei dir gemacht werden?

Meine Mutter erzählte ihrer Frauenärztin, dass ich totale Sturzblutungen hätte und Schmerzen hätte, weil ich meine Periode bekam. Sie wollte, dass ich sie nicht bekomme, auch weil sie die Tage so abtut, als ob sie eine Krankheit wären.
Ich bekam dann zig Pillenpräparate verschrieben von denen ich kotzte und meine Haut einriss (eben wie in der Schwangerschaft). Solange bis mein Körper völlig im Eimer war, die Periode für lange Zeit aussetzte und ich von den Kindern in der Schule wegen meines Aussehens durch die Hormonbomben gemieden wurde.
Zudem wurde ich unten eingeschnitten, damit ein Kind durchpassen konnte.

Bist du dir sicher, dass du aus dir selbst heraus deine Weiblichkeit nicht gut findest, oder wurdest du so erzogen?

Also so erzogen worden bin ich auf jeden Fall, aber ich stelle mir mich selbst in meinen Gedanken auch nicht als ich selbst vor, sondern als junge Männer. Ich kann mit dem Frauenmodell nichts anfangen, außer der Sexualität.
Mir wurde von Anfang an beigebracht, dass Frauen Sexobjekte sind.



Warum meine Mutter was gegen die Periode hat, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, wie meine Großeltern dazu standen, da ich sie nie richtig kennengelernt hatte.

Fest steht nur, dass sowohl die Ernährung der Familie als auch das kümmern um die Familie und das Familienbild Aufgaben der Frau bei uns sind.
Der Mann hat keine Aufgaben und gilt als ... keine Ahnung, sowas wie ein Haustier.
Allerdings ist der Mann im Gegensatz zur Frau immer in der Stellung, dass er für Fehler nicht belangt wird und jegliche Schuld der Frau zugeschrieben wird.
Mädchen werden von Anfang an so behandelt, als ob sie von Natur aus in allem schlechter wären als Jungs, also auch Schule etc.
Die Frau ist also ein Multifunktionsorgan in der Familie bei uns.


In einem ATZ war ich schon. Die haben es nicht hinbekommen. Seitdem mache ich wieder alles alleine.
Aufgrund der Diagnose werde ich mittlerweile nur noch beschimpft und habe täglich Wutanfälle deshalb, weil ich mich bedroht fühle.
 
Was sind die Umstände bei euch?

Ich weiß ja nicht, was du darunter genau verstehst, aber unsere Situation ist so, dass meine Mutter mich klein halten möchte, also mich behandelt, als ob ich 16 wäre und ich dadurch massive Probleme in allen Lebensbereichen bekomme, vor allem im Bereich der Kontaktsuche natürlich.
Ich selber mache momentan mein Abitur nach und verdiene daher nichts. Eine Arbeit nebenbei schaffe ich nicht, erst recht nicht kurz vor den Prüfungen.
Zudem geht es mir gewaltig auf den Sack, dass meine Mutter wie ein Helikopter über mich wacht.

Weshalb verweist du trotz Unzufriedenheit? (Wer/Was zwingt dich/verhindert ein weggehen)

Wie oben beschrieben, meine Mutter möchte nicht, dass ich eine erwachsene Frau werde, obwohl ich das eigentlich schon längst bin. Daher möchte sie auch nicht, dass ich weder einen Job habe, noch ausziehe.
Ich soll am besten immer ihr kleines Mädchen bleiben.
Bildlich kann man sich das so vorstellen, als ob eine Mutter ihr Kind vor Liebe im Arm totwürgt.
Ein Auszug würde mir dafür sorgen, dass ich Freiraum habe und sie nicht alle 5 Minuten anbimmelt, an die Tür klopft oder daran lauscht.

Was sollte da mit 11 bei dir gemacht werden?

Meine Mutter erzählte ihrer Frauenärztin, dass ich totale Sturzblutungen hätte und Schmerzen hätte, weil ich meine Periode bekam. Sie wollte, dass ich sie nicht bekomme, auch weil sie die Tage so abtut, als ob sie eine Krankheit wären.
Ich bekam dann zig Pillenpräparate verschrieben von denen ich kotzte und meine Haut einriss (eben wie in der Schwangerschaft). Solange bis mein Körper völlig im Eimer war, die Periode für lange Zeit aussetzte und ich von den Kindern in der Schule wegen meines Aussehens durch die Hormonbomben gemieden wurde.
Zudem wurde ich unten eingeschnitten, damit ein Kind durchpassen konnte.

Bist du dir sicher, dass du aus dir selbst heraus deine Weiblichkeit nicht gut findest, oder wurdest du so erzogen?

Also so erzogen worden bin ich auf jeden Fall, aber ich stelle mir mich selbst in meinen Gedanken auch nicht als ich selbst vor, sondern als junge Männer. Ich kann mit dem Frauenmodell nichts anfangen, außer der Sexualität.
Mir wurde von Anfang an beigebracht, dass Frauen Sexobjekte sind.



Warum meine Mutter was gegen die Periode hat, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, wie meine Großeltern dazu standen, da ich sie nie richtig kennengelernt hatte.

Fest steht nur, dass sowohl die Ernährung der Familie als auch das kümmern um die Familie und das Familienbild Aufgaben der Frau bei uns sind.
Der Mann hat keine Aufgaben und gilt als ... keine Ahnung, sowas wie ein Haustier.
Allerdings ist der Mann im Gegensatz zur Frau immer in der Stellung, dass er für Fehler nicht belangt wird und jegliche Schuld der Frau zugeschrieben wird.
Mädchen werden von Anfang an so behandelt, als ob sie von Natur aus in allem schlechter wären als Jungs, also auch Schule etc.
Die Frau ist also ein Multifunktionsorgan in der Familie bei uns.


In einem ATZ war ich schon. Die haben es nicht hinbekommen. Seitdem mache ich wieder alles alleine.
Aufgrund der Diagnose werde ich mittlerweile nur noch beschimpft und habe täglich Wutanfälle deshalb, weil ich mich bedroht fühle.

Hallo, ich bins nochmal, der Gast, der dir Stichpunkte gegeben hat. 🙂
Ich hab mir jetzt einen zusätzlichen Namen gegeben, damit die anderen, die mitlesen dich und mich auseinanderhalten können.


Tut mir leid das alles zu hören. 🙁
Deine Situation klingt sehr bekannt auf mich. 🙁
Tut mir sehr leid, mir geht es sehr ähnlich.


Ich stell dir nochmal ein paar Fragen, nur um sicher zu sein:

•Gehört ihr irgendeiner Religion an, dass deine Mutter so ein unterdrücktes Frauenbild hat?

•Was ist mit deinem Vater?

•Denkst du, wenn du von deiner Mutter weg wärst und dich selbst frei entfalten könntest, dass dein Empfinden bzgl. deiner Weiblichkeit besser werden könnte?
Unter den Umständen, dass man durch andere Menschen in der Hinsicht beeinträchtigt wurde, würde ich dir nämlich empfehlen, das erst mal alleine auszutesten, bevor du eine Operation machst, die du bereust.

•Wie hindert dich deine Mutter an Auszug usw?


Sorry dass ich so viel frage, ich bin nicht sicher ob ich helfen kann, aber mir ging es (bis auf die Diagnose und die Unterdrückte Weiblichkeit) ähnlich.
Meine Mutter leidet wohl an NPS und ich habe durch sie in meinem Leben sehr viel schlimmes, psychisch und körperlich erlebt (häusliche und sog. "saubere" Gewalt) zusätzlich zu Gewalt von außen.
Ist denke ich ein Zusammenhang: wer zuhause keinen Rückhalt hat, wird schneller zum Opfer.

Ich leide noch heute an den Folgen, bin aber unabhängig davon FzM, also Transsexuell und hab es geschafft mich von meinem Elternhaus zu lösen.

Deshalb würd ich dir gern helfen, die Essenzen deiner Probleme (also die Grundlagen) herauszufinden und zu überlegen, was man dagegen machen könnte.

Wahrscheinlich ist es aber am besten, wenn du erst mal das Abi hinter dich bringst und dann im Rahmen einer Ausbildung oder Studium ausziehst, damit du finanziell abgesichert bist und da rauskannst.
Danach kannst du dich etwas besinnen, nach dem, was du momentan durchmachst und vielleicht ergeben sich dann mehr oder ganz andere Lösungen, als du momentan hast, weil du nicht mehr so gebunden bist. 🙂
Was meinst du?
Guter erster Schritt? :blume:

Solche Projekte wie Pepita nennt können dich evtl auch sehr gut unterstützen.
Kann man aber auch nicht pauschalisieren, ich habe bei anderen Hilfsorganisationen (also !nicht! den genannten, von sowas hab ich keine Ahnung) eher die Erfahrung gemacht, dass vieles pauschalisiert oder abgetan wird, vielleicht auch weil es auf viele unglaublich klingt, dass eine Mutter gewalttätig werden soll. War daher ziemlich auf mich allein gestellt.
Aber das nur am Rande, du hast ganz andere Grundprobleme als ich, also würd ich es versuchen. 🙂
Wenn du gedenkst bei einer Organisation über die Probleme mit deiner Mutter zu reden, wäre mein Tipp aber nach meinen Erfahrungen:
•verständlich schriftlich schildern (erinner dich daran, auch Hintergründe zu erklären, weil die anderen nicht dabei waren und deine Erinnerungen nicht haben)
•Beweise sammeln, wie Fotos, regelmäßige Notizen, wann und wo welcher Vorfall war, Tonaufnahmen von Diskussionen/Streits/wie sie dich Herabsetzt u.ä.
Normal sollte das nicht notwendig sein, aber im Zweifel bist du so abgesichert.
 
Hi, danke für deinen ausführlich Beitrag.

Gehört ihr irgendeiner Religion an, dass deine Mutter so ein unterdrücktes Frauenbild hat?

Sie war früher mal neuapostolisch. Keine Ahnung wie da das Frauenbild ist. Weiß nur, dass diese Sekte einen großen Totenkult betreibt und einen mit ständigen Besuchen und Anrufen auf die Nerven geht. Ansonsten sind die harmlos.
Irgendwann ist sie evangelisch geworden und die Kirche hatte schon immer ihr eigenes Frauenbild.
Glaube aber eher, dass es von ihrer Erziehung kommt, weil meine Oma auch immer nur schaffen musste und nichts zu sagen hatte.

Was ist mit deinem Vater?

Mein Vater interessiert sich nicht dafür, was ich treibe.

Denkst du, wenn du von deiner Mutter weg wärst und dich selbst frei entfalten könntest, dass dein Empfinden bzgl. deiner Weiblichkeit besser werden könnte?

Mir wurde es schon öfters angeraten, auch vom ATZ damals und mehreren Ärzten. Ich kann unmöglich meine eigene Persönlichkeit entwickeln, wenn ich schon als nuttig bezeichnet werde, nur weil ich einen Rock trage, wo man die Oberschenkel sieht.

Wie hindert dich deine Mutter an Auszug usw?

1. Ich habe keinerlei Einkommen und von dem bisschen Kindergeld, dass ich wegen meiner Behinderung noch bekomme, kann ich nicht ausziehen. Allerdings zählt das nicht als Einkommen.
2. Meine Mutter behindert mich bei der Wohnungssuche. Jedesmal wenn sie mitbekommt, dass ich im Internet auch nur mal so aus Interesse nach einer Wohnung gesucht habe darf ich mir eine einstündige Meckerei anhören, dass es zu teuer sei und und und...
Das ist nicht wirklich ein Hindernis, aber es geht mir gewaltig auf den Keks. Wie es bei einer Wohnungsbesichtigung wäre, weiß ich nicht.
3. Sie will mich nicht arbeiten gehen lassen. Das gleiche Problem wie oben. Sobald ich auch nur einen Cent verdiene fallen ihr Gründe ein, warum ich ihr so viel Geld abgeben muss, dass ich davon nicht mehr ausziehen kann.

Was ist NPS? Meine Mutter hat ja vieles, aber das meiste davon sind eingebildete Wehwehchen.

Psychische Gewalt übt sie manchmal auf jeden Fall aus.
Leider ist diese Gewalt oft so versteckt, dass sie von anderen nicht bemerkt wird.
Sie kann aber auch handgreiflich werden, wenn man ihr die Gelegenheit dazu lässt.
Einmal wollte ich mit Freunden Pizza backen. Dann meinte sie, das ginge nicht und es sei zu kurzfristig (2 Monate vorher Ankündigung!). Ich meinte, dass sie mich total einschränkt und wollte in mein Zimmer, dann wollte sie weiter diskutieren und hat mich festgehalten. Da ich schon im Hort als Kind körperliche Gewalt erfahren musste, schlug ich sie aus Panik und rannte weg.
Davor waren noch mehr Sachen. Sie nahm mir bspw. Teller aus der Hand, weil sie meinte, ich könne diese wegen motorischen Störungen nicht tragen.
Ebenso riss sie mir Zeitungen aus der Hand, wenn ich nach Stellen schaute und Karten unterschreiben ließ sie mich auch nicht mehr.
Ich sollte einfach nur noch die behinderte Tochter sein.
Wenn das keine psychische Gewalt ist, dann weiß ich auch nicht weiter.
Natürlich erzählte sie auch allen Verwandten, wie idiotisch und ungezogen ich doch sei. Deshalb stehe ich seit dem in einem schlechten Familienlicht.
Meine Mutter hat aber davor auch schon viel in der Familie kaputt gemacht.
 
Das liest sich unheimlich schrecklich und ich kann den anderen nur beipflichten: Du musst raus. Kannst du in ein Frauenhaus?
 

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