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Weg von meiner Familie, aber wie? Volljährig

F

FriendlyVisitor

Gast
Hallo alle miteinander

Das wird jetzt eine lange Geschichte. Ich bin seit diesem Jahr volljährig und im nächsten Jahr werde ich die Schule beenden. Schulisch habe ich keine Probleme, doch in der Familie gibt es gewaltige Konflikte.

Meine Mutter ist eine aggressive undankbare Frau, nun ist sie ein Pflegefall und wird zuhause von uns Kindern gepflegt. 24h am Tag. In meiner Kindheit war sie nie da , ich war oft tagelang alleine zuhause ohne Essen oder dem Wissen, wie man essen macht. Das war mein Lebenlang so , bis sie krank wurde. Nun pflegen wir sie, während sie das in ihrem Leben nicht mit uns tat. Tag täglich streite ich mit ihr, das ist einfach so nicht mehr auszuhalten.

Doch ein größeres Problem ist mein Vater. Er denkt unglaublich traditionel und ist sehr streng. Laut ihm, darf ich nicht raus (muss nach der Schule direkt heim), darf keinen Freund haben (hab seit mehreren Jahren einen Freund), darf nicht umziehen und soll mich jediglich mit Schule und Haushalt befassen. Er ist den Tag über immer arbeiten, deswegen kann ich mir dennoch etwas Freiheit klauen.

Ich verstehe total wenn eltern sagen, kinder müssen lernen den Haushalt zu machen und ich mache auch alles, was man von mir verlangt. Staubsaugen, Wischen, Geschirr, Fenster, Wäsche etc. Auch muss er mir nicht mehr sagen wenn ich was machen muss, weil ich das von alleine mache. Ich finde ich bin eine sehr vernünftige Person und ich habe es ihm oft genug bewiesen, das ich meine Sachen gut überwältigen kann.

Nun, er ist extrems streng und ich fühle mich von ihm Unterdrückt. Er ist nicht direkt handgreiflich. Es kam aber schon vor das ich stärker geschubs oder gezerrt worden bin, auch ist er manchmal mit einem Hammer in meinem Zimmer um was kaputt zu machen .
Von keinem anderen Menschen höre ich das mehr als von ihm, das ich mich umbringen soll.

Mit ihm zu reden macht kein Sinn, ich hatte mal mit ihm sprechen wollen, weil er mir ständig mir sagt ich soll mich umbringen, wenn er mal mies gelaunt ist. Dieses Gespräch hat wieder zu einem Streit geführt, weil es in seinen Augen nicht okay war, das ich was zu mekern hatte.

Ich drehe hier einfach nur noch durch, eine Frau, um die man sich kümmert, die einen aber nur beleidigt und den tot wünscht und ein extrem strenger Mann, der nicht einsieht das ich auch mein Leben leben will, auf meiner Weise.

Nach meinem Abi will ich ausziehen und studieren, aber er will nicht das ich ausziehen wegen 1. Meine Mutter und 2. Weil es ihm einfach nicht passt, das ich ein eigenes Leben dann führen würde.

Ich habe mich schon über Studiengänge und Finanzen informiert. Ich werde bafög beantragen und hab durch das Arbeiten (minijob), mir was ansparen können. Ich habe aber auch tierisch Angst vor meinem Vater. Nur weil ich jetzt seine Wut und paar schubser überstanden hab, heißt es nicht, dass es da aufhören wird.
Er selbst sagt mit immer "wenn ich wütend bin, bin ich ein anderer Mensch. Also mach mich nicht wütend und ich werde dich nicht umbringen."

Wie kann ich dieses Umziehen nach meinem Abi angehen? Mit ihm reden funktioniert nicht, das habe ich oft versucht und dafür eine Strafe kassieren müssen
 

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G

Gelöscht 94095

Gast
Hallo Friendly Visitor,
kaum zu glauben, dass du erst 18 Jahre bist, da trägst du schon eine ganz schöne Last mit dir herum, die eigentlich garnicht für dich bestimmt ist und nicht auf deinen Schultern liegen sollte.

Ich finde ich bin eine sehr vernünftige Person
Das finde ich auch!

"wenn ich wütend bin, bin ich ein anderer Mensch. Also mach mich nicht wütend und ich werde dich nicht umbringen."
Das ist aber der Inbegriff von Aggressivität! Ich bin ganz fassungslos.

Du musst dir auf jeden Fall Hilfe von aussen suchen, um dich deinem Vater nicht allein auszusetzten.
Frage mal beim Jugendamt, nach einer Beratungsstelle oder so. Dort kannst du dann, so wie hier, vortragen worum es geht und fragen ob man dir helfen kann.
Du solltest dich der Sache nicht alleine aussetzen, grade wenn dein Vater so aggressiv unterwegs ist.
Aber definitiv solltest du auch dort raus. Was dein Vater will ist da egal. Es obliegt auch ihm für seine Ehefrau zu sorgen, du hast ja getan was du konntest, aber dein Leben fängt jetzt erst an und da hast du auch ein Recht drauf, auf ein eigenes Leben und ein gewaltfreies.

Kann das Jugendamt dir nicht helfen, dann versuche eine andere Beratungsstelle, es gibt noch den sozialpsychiatrischen Dienst. Mit denen kann man reden und die Mitarbeiter dort vor Ort wissen auch besser wie man unterstützen kann, so ganz konkret.
Vielleicht suchst du dir eine Uni weiter weg, so dass du auch räumlich eine Distanz zwischen dich und die heimische Situation bringen kannst.
 

recuperation

Mitglied
auch ist er manchmal mit einem Hammer in meinem Zimmer um was kaputt zu machen .

Von keinem anderen Menschen höre ich das mehr als von ihm, das ich mich umbringen soll.
Äh. Da hört der Spaß aber irgendwie auf. Dir ist hoffentlich klar, dass das Problem hier auf Seiten deines Vaters liegt und nicht auf deiner.

Wenn ein unmittelbares Gespräch mit deinem Vater nicht möglich ist - und das ist es offensichtlich nicht - würde ich an deiner Stelle vielleicht den Gang zu einem Rechtsanwalt oder im akuten Fall auch zur Polizei in Erwägung ziehen. Wobei ich nicht einschätzen kann, wie dein Vater reagieren würde, wenn ihm Post vom Anwalt ins Haus flattert oder Polizeibeamte in der Wohnung stehen. Aber jemand muss deinem Vater mal aus der objektiven Sicht eines Außenstehenden erklären, dass mit seinem Verhalten gewaltig etwas nicht stimmt. So, wie du es beschreibst, bist du in der Gegenwart deines Vaters nicht sicher. Wenn er indirekt Morddrohungen ausspricht, überschreitet er eindeutig eine rote Linie. Damit dürfte er sich auch strafbar machen.

Wenn er deinen Umzug nicht gutheißt, setz ihn vor vollendete Tatsachen. Zieh aus, wenn er nicht zu Hause ist. Wenn er auch die Versorgung deiner Mutter als Grund anführt, dass du nicht ausziehen sollst, kann man ja davon ausgehen, dass ihm die Versorgungsbedürftigkeit deiner Mutter bewusst ist und dass er sich dann darum irgendwie kümmern wird. Es ehrt dich, dass du dich trotz allem um deine Mutter kümmern willst. Aber du musst dafür nicht dein Leben aufs Spiel setzen.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Du kannst bis 21 noch Unterstützung durch das Jugendamt bekommen.
Schildere deine Lebenslage dort, man wird dir helfen.
(Du kannst ihnen auch deinen Beitrag hier per email senden mit Bitte um Rat.)
Deinen Vater kannst du auch anzeigen, da er dich mit dem Tode bedroht.
Furchtbare Eltern - alle beide.
Tut mir leid. Ich würde für diese Leute keinen Handschlag mehr tun.
 
G

Gelöscht 94095

Gast
den Gang zu einem Rechtsanwalt oder im akuten Fall auch zur Polizei in Erwägung ziehen
Da wäre ich sehr vorsichtig, immerhin musst du aktuell noch dort leben, da würde ich mich nicht unnötig in Gefahr bringen. Ein Anwalt arbeitet nicht ohne Geld und die Polizei sagt einem vermutlich, dass sie nicht viel tun kann.
Suche dir erst Hilfe beim Jugendamt.
(Du kannst ihnen auch deinen Beitrag hier per email senden mit Bitte um Rat.)
Das finde ich eine super Idee.
Findest du konkrete Hilfe beim Jugendamt, dann kann über Anwalt und/oder Polizei immernoch entschieden werden, aber dann bist du nicht allein damit, sondern hast bereits jemanden an deiner Seite. Selbst wenn du ihn anzeigen würdest, die Polizei bleibt ja nicht da um dich zu schützen, wenn du dann ohne Hilfe allein mit ihm sein musst, das würde ich mir nicht antun. Bist du erstmal dort weg, kann das immernoch als Option im Raum stehen, aber erst, wenn du in Sicherheit bist.
 

recuperation

Mitglied
Ein Anwalt arbeitet nicht ohne Geld
Die Fragestellerin kann einen Beratungsschein beantragen. Dann erfolgt die Beratung entweder komplett kostenlos oder gegen einen Betrag von (soweit ich weiß) maximal 10 €.

Man müsste das Temperament des Vaters besser kennen. Manche sind gegenüber ihrer Frau und ihren Kindern sehr aufbrausend, ziehen aber sofort den Schwanz ein, wenn sich Außenstehende einmischen. Weil sie damit gar nicht rechnen. Wenn anwaltliche Tätigkeit erst recht den Zorn des Vaters provoziert, sollte man davon natürlich Abstand nehmen. Ansonsten kann es ein sinnvolles Signal sein, dass man sich nicht (mehr) alles gefallen lässt und im Zweifelsfall schweres Geschütz auffährt, wenn der Vater an seinem unmöglichen Verhalten festhält.

und die Polizei sagt einem vermutlich, dass sie nicht viel tun kann.
Hier werden Morddrohungen ausgesprochen. Der Vater dürfe sich bereits wegen Bedrohung strafbar gemacht haben (§ 241 Abs. 2 StGB). Dafür kann er zwei Jahre in den Knast gehen. Die Polizei ist bei häuslicher Gewalt mittlerweile sehr empfindlich und verweist den Täter auch gerne mal für ein paar Tage der Wohnung. Es muss dabei nicht zwangsläufig um Streitigkeiten in der Ehe/Partnerschaft gehen. Die Fragestellerin ist auch gegenüber ihrem Vater schutzbedürftig.
 
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