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Weg vom stupiden Bürojob? Wünsche mir bessere Aufgaben und mehr Flexibilität

Bürohengst

Mitglied
Einen schönen Montagmorgen!

Vielleicht kann mir ja jemand von euch weiterhelfen, denn ich bin sehr unzufrieden mit meinem Job bzw. meinen Chancen auf
Verbesserung. Gelernt habe ich damals nach dem Realschulabschluss den 0815 Bürokaufmann, vermutlich aus Mangel an Ideen, was ich denn werden möchte. Wie jeder wahrscheinlich weiß, ist dieser Beruf inzwischen extrem überlaufen und daher muss man halt nehmen,
was man kriegt, ohne dass man eine großartige Wahl hätte (die Alternative wäre arbeitslos sein, was ich natürlich nicht möchte).

Was mich aber mit zunehmendem Alter und je länger ich in diesem Job hänge (mittlerweile bin ich Anfang 30) enorm stört sind so Dinge wie starre, unflexible Arbeitszeiten, schlechtes Gehalt, kein wirkliches Aufgabengebiet, in dem man sich quasi selbst "entfalten" kann ohne ständige Kontrolle oder Vorgabe von anderen. Man ist vielmehr "Mädchen für alles", man macht jeden Mist, aber hat im Grunde doch keine "festen" Aufgaben, die man zeitlich etwas freier gestalten könnte und bekommt oftmals sehr viel Zeug aufgehalst, den sonst keiner machen will.

Bei meiner letzten Stelle z.B. musste ich dauernd im Lager mithelfen, weil dort Not am Mann war. Das kann man ja schonmal aushilfsweise machen, ich habe auch kein Problem damit, aber ich sehe nicht ein, dass ich als Bürokaufmann angestellt bin und dann tagein tagaus über Monate acht Stunden lang Kisten schleppen soll und mir das eben als vollkommen in Ordnung verkauft wird, weil im Arbeitsvertrag vermerkt ist, ich könne ja auch für andere "zumutbare Aufgaben" herangezogen werden.

Natürlich würde niemals jemand auf die Idee kommen, Leute aus der Fibu oder dem Personalwesen für solche Aufgaben heranzuziehen -
aber mit dem doofen Sachbearbeiter, der heute aushilfsweise am Empfang hockt, morgen den Kunden das Essen servieren muss und übermorgen Klopapier für die Firma kaufen geht, kann mans ja machen.. Oh je, das klingt alles sehr unmännlich, oder? 😀

Daher würde mich mal interessieren, ob ihr mir diesbezüglich irgendwas raten könnt zwecks Weiterbildung / Umschulung, damit sowas eben nicht mehr vorkommt. Es ist mir vollkommen egal, wenn ich den ganzen Tag im Büro sitze und stur Zeug in den PC eingebe. Ich möchte einfach nicht mehr der Depp für alles sein und das ist man als Bürokaufmann ohne sonstige tolle Qualifikation meiner Erfahrung nach leider sehr oft. Am liebsten wäre mir ein Job, in dem ich mir die Arbeitszeit etwas freier einteilen kann, so nach dem Motto "es ist egal, wann ich arbeite, hauptsache die Aufgaben werden erledigt". Vielleicht hat ja jemand einen Denkanstoß für mich.
 
naja du bist Anfang 30... hast vielleicht etwas Geld gesparrt... mach doch ein Studium! Heutzutage kannst du auch ohne Abi mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung studieren! Du könntest alles machen, was irgendwie in Richtung Büro geht, dich aber auf ein Gebiet spezialisieren.

Ich bin eigentlich gelernte Erzieherin, habe aber vor 2 Jahren (da war ich 27) auch nochmal ein Studium angefangen, weil ich nicht ewig Erzieherin sein wollte. Ich bin wirklich froh, diesen Schritt gemacht zu haben und kann dir nur raten, informier dich und dann leg einfach los!

Übrigens: Ab 30 kannst du auch elternunabhängiges Bafög bekommen wenn du mindestens 5 Jahre gearbeitet hast ohne staatliche Hilfe zu bekommen (glaube so ungefähr, ganz genau musst du es nochmal nachlesen 🙂 )

Also nur Mut zum Studium oder zur Weiterbildung!
 
@TE

Warum machst Du nicht eine Fortbildung in Fibu? Das kann man bei der IHK problemlos tun.

Dann wäre die Ausgangsposition schon besser.
 
Studium?

Spar dir lieber das Geld. Das bringt nur was, wenn man in einer großen Firma arbeitet und für eine Stelle bestimmt oder vorgesehen ist und das Studium eine Voraussetzung darstellt. In der Buchhaltung weiterbilden ist auch alles Quatsch. Buchhaltung ist mit Abstand der langweiligste Aufgabenbereich. Am besten wechselst du mal die Firma, die in einem anderen Bereich tätig ist. Wenn schon studieren, dann einen völlig neuen Weg einschlagen.

Am meisten ankotzen tut einen im Büro, dass es kein Tarifvertrag gibt. So ist man immer auf gut will und Verderb des Chefs ausgesetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Buchhaltung weiterbilden ist auch alles Quatsch. Buchhaltung ist mit Abstand der langweiligste Aufgabenbereich.

Das ist Ansichtssache. Ich finde ganz und gar nicht, dass das langweilig ist. Und es verbessert die Einstellungschancen sehr. Denn einfache Bürokaufleute ohne weitere Qualifikationen sind tatsächlich nicht so irrsinnig gesucht.


Am meisten ankotzen tut einen im Büro, dass es kein Tarifvertrag gibt. So ist man immer auf gut will und Verderb des Chefs ausgesetzt.
Büro ist nicht gleich Büro.

Auch große Firmen und Konzerne haben natürlich Büros und da gilt fast immer ein Tarifvertrag.

In kleinen Firmen oft nicht. Aber selbst da ist man nicht auf Gedeih und Verderb dem Chef ausgeliefert, wenn man clever ist und was kann.

Große Firmen bezahlen besser und sind meist tariflich abgesichert. Kleine Firmen haben oft den Vorteil, dass die Aufgaben vielfältiger sind.

Aber auch das ist Geschmackssache.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hast du den gelernt? Kannst du dich darauf aufbauend spezialisieren in einem Bereich der dich interessiert?

Ich denke der erste Schritt ist es zu erkennen wo du hin willst.
Der zweite herauszufinden wie du da hin kommst.
 
Es gibt auch immer mehr öffentliche Bereiche, Behörden und öffentliche Unternehmen, die Quereinsteiger suchen. In der Justiz läuft gerade eine große Kampagne. Wie wäre es mit Gerichtsvollzieher? Das ist zumindest kein stupider Bürojob.
 
Hi,

ich kann dir zum Verwaltungsfachangestellten oder generell öffentlichem Dienst sagen, dass es hier relativ flexibel ist und man klar Aufgabenprofile hat. Gleitzeit gibt es fast überall und man wird eher selten als Mädchen für alles missbraucht - hängt aber auch an der Qualifikation. Dem kleinste und neuste werden oft zusätzliche Aufgaben aufgedrückt und sei es Kaffee kochen.

Der öffentliche Dienst mag Vor- und Nachteile haben, aber er tut viel um zb die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern und bietet so auch gute Möglichkeiten Teilzeit zu arbeiten, gerade für Frauen mit Kindern.

Quereinstieg ist immer häufiger möglich auch wenn die Städte das meiste selber rekrutieren. Aber gerade mit Fachwissen IT und Buchhaltung kann man auch quer einsteigen. Gehälter sind absolut ok, aber erhoff dir keinen Reichtum und auch keinen schnellen Aufstieg, traditionell mahlen die Mühlen langsam.

Alles Gute!
 
Daher würde mich mal interessieren, ob ihr mir diesbezüglich irgendwas raten könnt zwecks Weiterbildung / Umschulung, damit sowas eben nicht mehr vorkommt. Es ist mir vollkommen egal, wenn ich den ganzen Tag im Büro sitze und stur Zeug in den PC eingebe. Ich möchte einfach nicht mehr der Depp für alles sein und das ist man als Bürokaufmann ohne sonstige tolle Qualifikation meiner Erfahrung nach leider sehr oft. Am liebsten wäre mir ein Job, in dem ich mir die Arbeitszeit etwas freier einteilen kann, so nach dem Motto "es ist egal, wann ich arbeite, hauptsache die Aufgaben werden erledigt". Vielleicht hat ja jemand einen Denkanstoß für mich.

Wenn es dir um die flexiblen Arbeitszeiten geht, rate ich zu Startup-Unternehmen. Da wirst du dann zwar auch ein breites Spektrum an Aufgaben haben, aber du kannst dir meistens die Zeit besser einteilen.

Allerdings warne ich auch davor. Es ist gar nicht so leicht die Arbeit zu machen, wenn du dir selber einteilen kannst wann es passiert. Ich hatte damit am Anfang auch große Probleme und am Ende stehst du vor einem riesigen Berg der abgearbeitet werden muss.
 
Hi,

ich kann dir zum Verwaltungsfachangestellten oder generell öffentlichem Dienst sagen, dass es hier relativ flexibel ist und man klar Aufgabenprofile hat. Gleitzeit gibt es fast überall und man wird eher selten als Mädchen für alles missbraucht - hängt aber auch an der Qualifikation. Dem kleinste und neuste werden oft zusätzliche Aufgaben aufgedrückt und sei es Kaffee kochen.

Der öffentliche Dienst mag Vor- und Nachteile haben, aber er tut viel um zb die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern und bietet so auch gute Möglichkeiten Teilzeit zu arbeiten, gerade für Frauen mit Kindern.

Quereinstieg ist immer häufiger möglich auch wenn die Städte das meiste selber rekrutieren. Aber gerade mit Fachwissen IT und Buchhaltung kann man auch quer einsteigen. Gehälter sind absolut ok, aber erhoff dir keinen Reichtum und auch keinen schnellen Aufstieg, traditionell mahlen die Mühlen langsam.

Alles Gute!

Den Verwaltungsfachangestellten habe ich tatsächlich auch schon ins Auge gefasst und habe mich auch schon auf entsprechende Stellen beworben, allerdings immer Absagen kassiert, da man leider jemanden mit explizit dieser Ausbildung gesucht hat. Ich habe auch gelesen, dass es eine Weiterbildung zum Verwaltungsfachangestellten gibt, aber diese ist leider sehr teuer. 🙄
 

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