Lach, witzig, erst vor kurzem haben wir darüber gesprochen.
Wir sind nur standesamtlich verheiratet. Das ging fast formlos über die Bühne (unsere Eltern und unsere Trauzeugen, danach ein Essen und das war es). Es war ein reiner Verwaltungsakt und Standesamt zählt bei uns eigentlich nichts. Ausnahmen gibt es, klar, aber bei uns zählt das nicht als Hochzeit, nur als Heirat.
Das Jahr drauf im Herbst hatten wir vor zu heiraten, kirchlich und groß, aber kurz vorher wurde mein Papa krank, es gab keine Hoffnung mehr. Er ist dann auch gestorben und ich bin in die Magersucht gefallen. Als Skelett mit Haut drüber wollte ich auch nicht heiraten, also wieder verschoben.
Dann haben wir unser Geschäft vergrößert und kein Mensch hat Zeit gehabt, um eine so große Hochzeit zu planen.
Dann wurde ich schwanger....long story short, ich bin über 30 Jahre unter der Haube, habe aber nie kirchlich geheiratet. Der Gedanke kam immer wieder einmal auf, aber echt verfolgt wurde da nicht. Ich todfroh drum.
Denn mein Mann möchte (und auch die Gesellschaft) wenn dann eine sehr traditionelle Hochzeit. Angefangen um 9 Uhr mit einer Gaglhenn und um 24 Uhr der Brauttanz.
Das würde ich gar nicht mehr schafen. Mir reicht es ja schon, auf einer solchen großen Hochzeit zu kochen. Aber Braut wäre man eine der Hauptpersonen und kann sagen zwischen Kuchenbuffet und Abendessen "Ich leg mich mal eine halbe Stunde ins Auto und höre Radio."
Nein, es passt schon, wie es ist.
Es gibt im Salzburger Land eine Kirche/Kapelle, für die hat mein Ururopa den Altar geschnitzt. Da kann ich mir vorstellen, kirchlich zu heiratet, nur mit den nächsten Angehörigen. Aber auch das ist schwer, weil mein Opa gute Arbeit geleistet hat, scheints, und das andere Paare auch wollen.
Es passt schon, wie es ist.