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Was wenn...

  • Starter*in Starter*in LaTristesse
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LaTristesse

Gast
[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Was wenn da nichts ist, am Ende, nach dem Tod, wenn es garkein Danach gibt? Was wenn ich Recht habe und es ist vorbei und weil man nicht das Auto oder die Glühbirne erfunden hat, man bald vergessen ist ? Was wenn sich niemand mehr an meinen Arthur erinnert wenn ich nicht immer wieder seinen Namen in die Nacht schreie? Was wenn er irgendwann nur noch eine kleine Erinnerung ist, und dann irgendwann nur noch ein Name auf einem Stein? Was soll ich nur tun dass er nicht vergessen wird, was soll ich euch nur alles erzählen und aufschreiben damit er nicht nur "jemand" ist. Wie soll ich nur erkären wie wundervoll Arthur ist, und wie grenzenlos liebevoll, wie herzlich, hart und weich zu gleich? Wie soll ich euch nur hören lassen wie sein lachen klingt wenn wir im Wohnzimmer herumalbern bis unsre Lucy schimpft weil es ihr zu wild wird? Wie soll ich euch nur zeigen wie seine Augen strahlen wenn er sagt "Ich liebe Dich". Wie soll ich euch das Gefühl beschreiben wenn ich mit ihm durch die Welt gehe und weiß dass ich den Besten Mann der Welt voll und ganz für mich allein an meiner Seite habe. Wie schaffe ich das alles nur?[/FONT]
Was wenn es danach ein "Leben" gibt. Was wenn er mich nun hier sieht? Was wenn Arthur grade in diesem Moment ganz nah bei mir ist und ich kann ihn nicht sehen oder spüren? Was wenn er das alles hier für falsch hält und will dass ich weiter lebe? Wie soll ich denn Leben wenn er doch mein Leben ist? Was wenn es im Danach eben keine Verbindung mehr zum hier und jetzt gibt? Was dann? Ist er, in diesem Danach einfach nur ein neues Wesen ohne Erinnerung? Was wenn er sich garnicht an mich erinnert?
Was wenn er sich wünscht bei mir zu sein aber er findet keinen Weg ? Was wenn er leidet weil ich leidet? Was wenn er versucht mit mir zu reden aber ich höre ihn nicht? Was wenn ich einen Weg ins Danach finde und ihn dort nicht wiedersehe? Was wenn es im Danach keine bekannten Gesichter gibt weil dort alle gleich sind und so als gäbe es kein Davor?
Was wenn es ein Danach gibt, ganz ähnlich wie hier, wo man Freunde findet und alte Bekannte trifft. Wo man seine Líeben wieder sieht und ein neues Leben lebt. Was wenn man dort so ist wie in dem Moment als man gehen musste, dann komme ich vielleicht zu spät...
Was wenn ich zu spät meinen Weg hier zu Ende gehe und er nicht mehr auf mich wartet?
 

Hallo LaTristesse,

schau mal hier: Was wenn.... Hier findest du vielleicht was du suchst.

Traurige Zeilen die du da schreibst... 🙁


Ich persönlich denke ja auch dass wenn (wie viele sagen) das Leben nur ein Spiel ist der Tod dann das Game Over ist...


Von daher genieße ich jeden Tag bewusst den ich in Gesundheit,Freiheit und mit lieben Menschen verbringen kann...


Liebe Grüße


Chaky
 
Hallo LaTristesse... das klingt wirklich sehr traurig.
Ich würde Dir gerne helfen, kann Dir aber nur zwei kleine Dinge sagen.

Erstens: Ich bin überzeugt davon, dass kein Mensch auf dieser Welt rein zufällig hier ist. Jeder einzelne Mensch, egal, ob er nun Glühbirnenerfinder ist oder ein vergessener, einsamer Hartz-IV-Empfänger, hat seinen ureigenen Raum in der Weltgeschichte, den er alleine ausfüllt und den ihm keiner mehr nehmen kann.
Und auch wenn Deine und Arthurs Zeit sich nicht länger überschneiden, so hat es diese Zeit eben doch gegeben, und darum gibt es sie ewig. Arthur kann nie mehr ganz "ausgelöscht" werden, auch nach Deinem eigenen Tod nicht. Ob sich einzelne Menschen an ihn erinnern ist gar nicht so entscheidend, für das "Allgemeingedächtnis" wird er immer Jemand sein.
(Verstehst Du, was ich meine? Es ist mit Worten so schwer zu beschreiben, vor allem, da ich nicht weiß, ob Du überhaupt mit solchen Gedanken etwas anfangen kannst...?)

Zweitens: In meinem direkten Umkreis ist erst eine Person gestorben, nämlich meine Uroma vor einigen Jahren. Ich hab keinen Tag um sie getrauert (ich war da irgendwas knapp über 10), obwohl sie diejenige aus meiner Familie war, die mir am meisten bedeutet hat. Es fühlte sich alles ganz selbstverständlich an - sie hat jetzt eben eine andere Daseinsform als vorher.
Ich hab sie seitdem oft bei mir gefühlt, wenn ich alleine war.
Da gab es noch mehr... aber ich werde nicht alles erzählen, das ist meine Geschichte und ich werde sie nicht der Kritik hier herumgeisternder Hobbywissenschaftler aussetzen.
Auf jeden Fall scheint es nach dem Tod noch etwas zu geben, was auch immer es genau ist. Das werden wir irgendwann herausfinden 🙂
Und hab bitte keine Angst, dass Du Dich im Danach nicht zurechtfinden könntest.
Immerhin ist das Diesseits auch nicht gerade simpel, und da schlagen wir uns doch alle recht gut 😉
 
Liebe LaTristesse,
Deine Zeilen vermitteln übergroßen Schmerz und die unendliche Trauer. Und Fragen, viele Fragen zum Leben, zum Tod, Diesseits, Jenseits...
All dies hat mich auch schon sehr beschäftigt, diesen Zustand kenne ich gut. Meine kleine Schwester starb.
Jetzt, nach vielen Jahren, weiß ich, daß die Fragen zum Übergang Leben/Tod für uns Lebenden nicht zu beantworten sind, denn: "Die Augen sind für die Toten offen, nicht aber für die Lebenden". Erst im Tod wissen wir, was das eigentlich bedeutet.
Ich habe Zeichen von meiner Schwester bekommen. Sie hatte rote Haare. Es setzte sich eine Libelle auf mein Knie und schaute mich an. Sehr intensiv und lange. Diese Libelle hatte einen roten Schopf. Als sie fortflog, wurde sie gen Himmel immer größer und ich konnte sie über hundert Meter weit sehen.
Das war eins der Zeichen, die meine Schwester mir sandte. Das weiß ich und es machte mich damals froh.
Alles Gute und Liebe für Dich!
 

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