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Was tun?

  • Starter*in Starter*in Lisa1312
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L

Lisa1312

Gast
Ich muss mir jetzt einfach mal meinen Kummer und meine Sorge von der Seele schreiben.
Nur wie fängt man an... Einfach mit der Tür ins Haus fallen, scheint das Beste. Ich bin 20 Jahre als und ich glaube, seit dem ich denken kann, habe ich mitbekommen wie mein Vater meine Mutter schlägt, demütigt und terrorisiert. Aber wie man es so oft liest, sie kommt nicht von ihm los. Heute gabs wieder Stress... Langsam weis ich nicht mehr, was ich machen soll. Ständig diese sinnlosen und primitiven Vorwürfe und Aussagen meines Vater... Den ganzen Tag verbringt er mit seinen Schnapsflaschen im Keller. Nichts im Haushalt tun und um die Kinder kümmern gleich gar nicht. Mein kleiner Bruder ist 2 Jahre, eigentllich unklar, wie er noch entstehen konnte. Alle sind froh, dass es ihn gibt und ich verbringe einen Haufen Zeit mit ihm. Sozusagen "Ersatzvater" weils der richtige nicht auf die Reihe bekommt. Wenn er sich 30 Minuten am Tag mit ihm beschäftigt, ist das schon hochgegriffen. Jeden Abend ist er betrunken und dann geht das Gestänker los. Aber immmer nur um belanglose Sachen. Mein großer Bruder (23), ich (20) und meine Mutter sind sowiso nur faul und schlampig, machen den ganzen Tag nichts, arbeiten ja sowieso net richtig (meine Mutter ist Verwaltungsfachangestellte, ich Azubi zur Industriekauffrau). Wie oft haben wir Nachts schon die Polizei gerufen, die uns dann zu meiner Oma gefahren haben´. Ich weis es schon gar nicht mehr. Und es geht immer, immer weiter. Ich könnte jetzt noch ewig und viele Geschichten schreiben... Ich frag mich nur immer, was kann ich dagegen tun? Klar, ich könnte ausziehen und vor allem flüchten. Aber das kann ich allein wegen dem Kleinen nicht. Dann kommt meine Mutter zu gar nichts mehr... Und sie davon überzeugen sich zu trennen, ich red schon ewig. Wir sind finanziell nicht abhängig von ihm. Aber immer, wenn wir getrennt von ihm gelebt haben, ging der Terror los. Alle möglichen Leute, Oma, Tanten usw hat er angerufen und sie belästigt... Mal will er sich umbringen, mal die anderen... Nie einsichtig... Vielleicht kennt das jemand...
 

Hallo Lisa1312,

schau mal hier: Was tun?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo!

Tut mir leid, was Ihr alles durchmachen müsst!

Wie reagiert denn Eure Mutter auf das alles? Ich nehme an, sie steckt irgendwie im Zwiespalt?

Du schreibst, Ihr würdet finanziell nicht von ihm abhängig sein, hab ich das richtig verstanden?

Seine Drohungen mit Selbstmord scheinen mir eher wie das Greifen nach einem Grashalm, wenn man kurz vor dem Ertrinken ist 😱

Aber wenn er droht, anderen auch etwas anzutun, dann hört sich der "Spass" 🙂o🙄) auf .... es muss sich niemand von ihm erpressen lassen.

Er führt sich auf, dann muss er auch eines Tages die Konsequenzen dafür tragen. Ihr werdet ihn nicht ewig mitschleifen können ... sei es aus Sorge, oder vor allem auch aus Angst.

Deine Mutter sollte in erster Linie versuchen, Euch Kinder und sich selber vor ihm zu schützen.

Er ist offensichtlich alkoholkrank. Er braucht sicher eine Therapie oder ähnliches. Das kann er aber nur durchziehen, wenn er sich eingesteht, dass sein Trinkverhalten schon krankhaft ist 😱

Es darf aber nicht sein, dass Ihr ständig in Angst und Schrecken leben müsst 😱 ... ich frag mich, warum die Polizei nicht schon geholfen hat, wie Ihr aus diesem Sumpf herauskommt? 😱
 
Hey.
Danke für deine Antwort.
Es is wirklich schlimm... Heute, als ich meine Mutter gesehen hab, hab ich wieder mal mit Schrecken festgestellt, dass sie ein blaues Auge hat. Blöd nur, dass meine Mutter ja im öffentlichen Dienst arbeitet. Sicher ist es bald wieder Dorfgespräch. Is ja net das erste mal. Als ich meine Mutter dann heute fragt, ob er nochmal was gesagt hat, meinte sie nur "ja, er hat gesagt, wenn jemand fragt was passiert ist, soll ich sagen, der kleine hat mich aus versehen mit ner Schaufel getroffen" Hallo??? S**** verzapfen und net dazu stehen? Wo bitte ist da denn der Charakter? Mit mir redet er kein Wort, bzw geh ich ihm sofort ausm Weg, sobald ich ihn sehe oder verlasse das Zimmer, wenn er rein kommt.
Ich hab dann heute auch mal versucht, mit meiner Mutter zu reden. Ich hab gesagt, so kanns nicht weiter gehen, es wird immer schlimmer und wird sich nie ändern. Aber sie macht dicht, sobald ich was dazu sag und meint immer nur "er is schlimmer als die Pest, den kriegen wie nicht los..." Was is das denn bitte fürn Denken? Ich kanns net verstehen.
Ja, das hattest du richtig verstanden, wie sind keineswegs abhängig von ihm und hätten genug Unterstützung von meinen Großeltern. Sowieso wäre unser Leben viiiel ruhiger ohne ihn...
Diese Alkoholsucht, die es meiner Ansicht nach schon längst ist, gesteht er sich nicht ein. Er selbst sagt ja immer "ich trink doch nichts". Aber ganz blöd sind wir ja auch nicht. Erstens sieht man ihm das sofort an und zweitens riecht man so ne Schnapsfahne ja auch... Langsam muss ich mir echt was einfallen lassen, wie das hier endlich ein Ende hat.
Die Polizei konnte ja nie was machen, weil meine Mutter ihn nie angezeigt hat und wenn die Poilizisten gefragt haben, ob sie ihn mitnehmen sollen, hat meine Mutter immer gesagt, dass wir gehen...
 
Erst mal mein beileid. Ich kenne so eine Situation von mein Stiefvater und meiner Mutter, sie waren 14 Jahre zusammen, aber nicht so schlimm. Das mit den Selbstmordanrufen kenn ich, jeden Tag Alkohol tirnken auch, zu 70% war er dann auch betrunken, stenkern tat er wenig aber er ist schnell ausgerastet wenn ihn was nicht passte.
Ich kann bloß sagen, nach einer langen Zeit mit gemeinsamen Kindern, was bei uns auch sowar, konnte meine Mutter sich nicht losreißen, sie meinte immer es sei liebe, aber wo ich selber in den Alter war wo ich ausgezogen bin, ist sie 2Tage später mit meinen kleinen Bruder auch ausgezogen, sie sagte mir, sie wollte mich ncihta su den Umfeld reißen und mir eine gute Kindheit geben.

So, das einzige was meiner Mutter, geholfen hat, war ihre Familie und dann noch das mein Stiefvater sie bedrogen hat und uns sowieso rauswerfen wollte.

Ich kann eins empfehlen, wenn man nicht die Kraft hat es alleine zu tun. Da kann jeder hin gehen, egal ob es die Betroffene ist oder die Kinder die hikfe suchen doer Rat um ihre Mutter draus zu holen. Da kann ich bloß den Frauennotruf empfehlen, gibt es sogut wie in jeder Stadt so eine Einrichtung, wo alle hingehen können und sich beraten lasssen können, was sie für diese Menschen oder sich selber tun können, ich hab auch erst geglaubt das bring nichts, aber meiner Freundin hats geholfen, aber das ist ein anderes Thema. Ich kann gerade sehr gut zurückdenken und habe auch irgendwie gerade voll das schlechte Gefühl, weil ich net möchte das sowas auf der Welt passiert. Vorallen wegen euren 2 Jährigen Bruder, für ein Kind ist das schlimm, auch wenn man denkt, das er es nicht mitbekommt.
 
Nichts im Haushalt tun [...] Mein großer Bruder (23), ich (20) und meine Mutter sind sowiso nur faul und schlampig, machen den ganzen Tag nichts, arbeiten ja sowieso net richtig
Ist die Forderung väterlicher Mithilfe im Haushalt die Retourkutsche für das Saufen?

Mag ja modern sein, moderne Männer im Haushalt helfen zu lassen, aber früher war es anders und ich würde diese Forderung als unangenehm empfinden.
 
Hallo,

ich würde dir und deiner Mutter raten zu einer Beratungsstelle zu gehen. Hier findest du was in Eurer Nähe:

BV Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe

Man kann euch dort beraten, wie ihr mit dem Vater umgehen sollt - auch im Fall einer Trennung. Deine Mutter findet jemanden, der ihr hilft und an ihrer Seite steht, wo sie sich aussprechen kann. Das hilft sehr viel die schwierigen Zeiten durchzustehen.

Ich könnt euch auch an die Caritas oder die Arbeiterwohlfahrt wenden.


Dieses Buch würde ich dir, vor allem aber deiner Mutter, empfehlen:

Emotionale Erpressung: Wenn andere mit Gefühlen drohen: Amazon.de: Susan Forward, Diane von Weltzien: Bücher


Ich wünsche dir, deinen Geschwistern und deiner Mutter ganz viel Kraft.


Tuesday
 
völlig lebensfremdes Aufwachsen?

Ist die Forderung väterlicher Mithilfe im Haushalt die Retourkutsche für das Saufen?

Mag ja modern sein, moderne Männer im Haushalt helfen zu lassen, aber früher war es anders und ich würde diese Forderung als unangenehm empfinden.

Bist Du in einer geschützten Einrichtung oder sonstwie "außerhalb
eines normalen Alltags",daß Du dauernd so putzige Sachen von Dir gibst?

Kommst Du an Bücher nicht ran,verhindert man bei Dir das Lesen
ALLER papiergebundenen Informationen?

click--> Ein Blick ins BGB und andere Gesetzestexte würde Dir helfen,Dich nicht immer so zu blamieren.Ist ja schon Dauerzustand,Du Ärmster. 😱😉🙄


"Mithilfe" gibt es nicht--es ist GLEICHBERECHTIGUNG im
GEMEINSAMEN Haushalt angesagt (warum fällt Dir DORT nicht AUCH die DDR ein? 😀..)

auch für MINDERJÄHRIGE KINDER, das ist sogar konkretisiert --> § 1619 BGB,
denen dies naturgemäß halt auch "unangenehm" 😀 ist.

Wenn Du schon keine Kontoauszüge lesen darfst-- Bücher sind doch erlaubt? 😎

fürsorglich-besorgter Gruß! :blume:

Micky
 
Ist die Forderung väterlicher Mithilfe im Haushalt die Retourkutsche für das Saufen?

Mag ja modern sein, moderne Männer im Haushalt helfen zu lassen, aber früher war es anders und ich würde diese Forderung als unangenehm empfinden.



Niemand fordert ihn auf. Es würde alleine schon reichen, wenn er dann net mit seinen klugen, besserwisserischen Fragen kommen würde. Du scheints net zu verstehen, wie das is. Wenn man sich Mühe gibt, alles in Ordnung zu bringen und man am Ende trotzdem nur ne Arschtritt bekommt. Und das von seinem Vater. Weist du wie sich das anfühlt???
Und noch so einer, der im FRÜHER lebt. Scheiß drauf, früher sind Frauen auch den ganzen Tag zuhause gewesen, klar, dass man sich da um alles kümmern konnte. Heute is das anders, falls du das noch nicht gemerkt hast. Haushalt, Kinder, Arbeit. Ne Frau muss das schaffen... Allein. Der Mann... braucht sich nur um die Arbeit zu kümmern... Das hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun...
Würde ja schon reichen, wenn er sich um sein kleinstes Kind kümmern würde, aber net mal das bekommt er hin. Und Kinder im Alter von 2 Jahren sind noch net so weit, dass sie sich mit sich selber beschäftigen, die hängen einem nur am Bein, da kommt man zu nix. Wir erwarten nicht viel, aber ein bisschen Mithilfe kann man wohl auch von einem Mann erwarten.
 
Hallo Lisa,
da Deine Mutter sich nicht trennt, und Du auch nicht die Flucht ergreifst (Du hast ja ein gutes Beispiel an Deiner Mutter, die ja auch da bleibt), geht es darum, zu begreifen, warum ihr so in dieser Konstellation zusammen seid und was Euch aneinander bindet.
Dass Du hier erst mal darüber jammerst, wie schlimm alles bei Euch zuhause ist, tut Dir sicher erst mal gut, nur bringt es Dir keine wirkliche Lösung. Also, wenn Du an Lösungen interessiert bist, dann frage Dich mal, was denn positiv daran ist, dass ihr zusammen bleibt.
Findest Du da überhaupt was?
Oder anders gefragt, was möchtest Du?
Einfach nur mal erzählen, alles verstehen, etwas oder jemanden verändern?
Wenn Du jemanden verändern willst, wen? Deinen Vater, Deine Mutter? Was spielt Dein grosser Bruder überhaupt für eine Rolle?
Lebt er auch noch bei Euch?
Aus meiner 16-jährigen Erfahrung an "Arbeit mit mir selber" kann ich Dir sagen, jeder kann sich nur selber ändern. Es geht immer in die Hose, wenn jemand einen anderen verändern will. Jeder Mensch entscheidet sich selerb, wann er oder sie einen Schritt macht oder eben nicht. Klar man kann Menschen auch zwingen etwas zu tun. Z.B. könnte man Deinen Vater sicherlich zu einem Entzug zwingen.
Wie Du schon sagtest, Die Pplizei würde ihn mit nehmen. Aber da strubt sich Deine Mutter. Also müsstest Du erst Deine Mutter verändern... und Du hast selber schon die Erfahrung gemacht, dass Du auf Granit beisst....
Also was Tun?
Was kannst Du selber verändern?
Gruss
kindchen
 
Du bist erwachsen...nutze das!

Da Du aber volljährig bist ,könntest DU (!) der Polizei sagen
"Bitte mitnehmen".

Du bist auch Familienmitglied-- wenn Deine Mutter nicht ihre Kinder schützt--dann bitte tu Du das! Warum handelst Du nicht?

Deine Mutter ist diesbezüglich einfach nicht " bei klarem Verstand",sie ist hörig.

Immerhin ist dort ein kleines Kindchen...da muß er nur mal komisch drauf sein ! DAS IST DOCH GEFÄHRLICH!

Du weißt,die Eltern sind BEIDE krank--der "Vater " ist suchtkrank--Deine Mutter voll auf dem Co-Abhängigkeitstrip.

Du kannst auch den kleinen Bruder nehmen und mit ihm in eine EIGENE SICHERE WOHNUNG---Unterstützung durch Ämter holen!

Für Dich gibt es keinen plausiblen Grund,das alles so hinzunehmen weiter! Geredet wurde genug... auf was für Wunder soll man da hoffen? Muß das kleine Kindchen so aufwachsen wie Du? NEIN!

Bitte---hol Dir Helfer und handle!

So,wie Du das schilderst ,ist er KRANK--also kann man da NICHTS ERWARTEN!

Rosa Brillle absetzen...ER WILL NICHT ANDERS SEIN!
Er schafft das nicht...solange er nicht SELBST zum Entzug will.

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