Moin, Moin ....
Arbeit hat zunächst einmal gar nichts mit Spaß oder irgendwelchen anderen Emotionen zu tun. Arbeit ist lediglich ein gewisser Aufwand der betrieben werden muss, um eine bestimmte Aufgabe zu bewältigen.
Wenn Du ein Glas Wasser vor Dir stehen hast und daraus trinken willst, dann musst Du das Glas in die Hand nehmen, hochheben und zum Mund führen, um in den Genuss des Wassers zu kommen. Das ist Arbeit.
Und wenn Du Durst hast, dann wirst Du Dich dazu überwinden müssen die erforderlichen Arbeitsschritte zu erledigen, weil Du ansonsten irgendwann verdurstest.
Arbeit erfordert also stets ein gewisses Maß an Überwindung und die Motivation dafür liefert eine bestehende Notwendigkeit, die man im weitesten Sinne als Existenzdruck bezeichnen könnte, dem jedes Lebewesen auf diesem Planeten ausgeliefert ist, solange es existiert.
Nun gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten mit dieser unvermeidlichen Situation umzugehen:
1. Du hockst solange untätig vor dem Wasserglas, bis Du irgendwann tot vom Stuhl fällst.
2. Es findet sich jemand, der Dir das Glas an den Mund führt, damit Dein Durst gelöscht wird.
3. Du überwindest Dich, erledigst die erforderliche Arbeit und löscht Deinen Durst selbst.
Die erste Option wird ja wahrscheinlich für Dich nicht in Frage kommen, denn dann hättest Du Dich nicht aufraffen müssen Deine Situation hier im Forum darzulegen.
Die zweite Option beschreibt wahrscheinlich Deine aktuelle Lebenssituation, mit der Du jedoch offensichtlich nicht ganz zufrieden bist.
Also bleibt Dir nur die dritte Möglichkeit und damit befindest Du Dich in der selben Situation, wie ein paar Milliarden Deiner Zeitgenossen, die derzeit diesen wunderschönen Planeten bewohnen, die sich überwinden ihre mehr oder weniger angenehme Arbeit zu verrichten und zu diesem Zweck mehr oder weniger viel Zeit aufwenden und dabei mehr oder weniger gut mit ihren Kollegen und Arbeitgebern zurecht kommen und am Ende des Monats einen mehr oder weniger angemessenen Lohn erhalten mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten .....
Der "Spaß" bei der Sache liegt nicht unbedingt in der Arbeit selbst ..... die muss einfach nur getan werden.
Der Spaß, die Freude, die Anerkennung, die Zufriedenheit, etc. also all die Strömungen die der Mensch irgendwie in der Rubrik "Lebensglück" einordnet, die zieht er im Wesentlichen doch aus dem zwischenmenschlichen Miteinander, das sich um die Arbeit herum mehr oder weniger zwangsläufig ergibt.....
Kurz und gut:
Ich denke, Du musst, so schwer es Dir auch fällt, Dich überwinden, aus Deiner Höhle herauskriechen und Dich dem Leben stellen, Dich einfügen in das zwischenmenschliche Miteinander dem Du Dich offensichtlich lieber entziehen würdest, weil es Dich auch mit Erfahrungen konfrontiert, die Dir nicht so gut gefallen.
Doch nur durch die Überwindung zur Konfrontation mit dem Leben "da draußen" wirst Du lernen Dich für das Leben zu wappnen und erkämpfst Dir dadurch die Möglichkeit auch das Glück zu schöpfen, das überall dort draußen nur darauf wartet von Dir angenommen zu werden.