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Was tun, wenn keine Arbeit Spaß macht?

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Erstmal an der Psyche arbeiten? Denn KEINE Arbeit, gar keine, die Spass macht, das gibt es nicht - außer es macht einem NICHTS Spass im Leben.
 
@Flubby:
Das ist nicht so einfach, wenn man noch dazu so eine instabile Persönlichkeit hat wie ich… wenn ich von etwas keine Ahnung habe (und vom Arbeitsleben hab ich keine Ahnung) hör ich automatisch auf das, was andere so sagen. Sogar wenn ich von etwas Ahnung habe, lass ich mich leicht verunsichern…

@Topinambur:
Als Kind hatte ich ja keine Arbeitswünsche. Ich hab bis zum Schulschluss nie dran gedacht, weil ich gar keine Interessen dahingehend habe.
Ja, so ein Laden klingt interessant, allerdings müsste ich dazu erst meine Sozialphobie loswerden. Ich würde zb nie einen Kunden ansprechen, ob er Hilfe braucht, eher würd ich mich hinter der Theke verstecken. Eins kann ich wohl sicher sagen, dass mich die typischen Bürojobs von 8-15 Uhr absolut abschrecken.

@GZS:
Ich mache ja bald ein kurzes Praktikum in Mediendesign. Was mich da am meisten abschreckt ist aber die Lehre, die ja in der Früh beginnt…
Das andere klingt wirklich gut, also von Zuhause was machen, das würde auch mit meinem Hund zu vereinbaren sein. Allerdings muss man sowas ja auch erst finden, ich bin einfach nicht selbstständig genug um selbstständig zu sein.
Da muss man erst reinkommen, und das schaff ich ohne Coach nicht, fürchte ich. =/ Da ist es einfacher, sich wo zu bewerben und zu hoffen dass man angenommen wird (oder in meinem Fall würde ich wohl hoffen, nicht angenommen zu werden). Mal sehen, ob mir die wo ich hingehe irgendwie helfen können…
Um selbstständig zu sein braucht man ja auch irgendeine Ahnung, und ich hab nur die Ahnung, dass ich keine Ahnung hab. 🙄

@JulastIn:
Ja, das möchte ich ja auch. Ich bin schon seit Längerem auf der Suche nach einem Therapieplatz, aber als ich noch ein Kind war wollten meine Eltern das nicht, und selbst konnte ich das nicht, also geht es erst jetzt wo ich bei dieser Einrichtung bin und die mich unterstützen.

Da meldet sie sich eben wieder, meine Unsicherheit. Aber danke für die Tips, sind verinnerlicht.
 
@Flubby:
... und ich hab nur die Ahnung, dass ich keine Ahnung hab.

Damit bist du vielen Selbständigen schon einen Schritt voraus 🙂

Aber wenn ich das alles so lese, dann glaube ich nicht, dass das Problem mit der Arbeit an sich zu tun hat. Vielmehr würde ich dir raten, die Ursache dafür zu finden, wieso du nicht raus willst und vor allem wieso du nichts mit Menschen zu tun haben willst. Kannst du das Problem lösen, ist auch das Arbeitsproblem gelöst - meiner Meinung nach. Solche Blockaden lassen sich übrigens auch gut mit Methoden wie Systemstellen auflösen, wenn dich eine "normale" Therapie nicht weiterbringt.

Alternativ bliebe da natürlich auch der Gang ins Kloster, muss ja kein katholisches sein, vielleicht ein Schweigekloster in Tibet? Das wäre allerdings mit Hund schwierig ...
 
GZS, was meinst du mit Systemstellen? Also ne, so ungläubig wie ich bin denk ich nicht dass ein Kloster mit mir Freude haben würde 😉 Geschweige denn, ich mit dem Kloster.

Bandit, nicht übel nehmen, aber ich glaube du bist hier im falschen Forum, aber auf die Idee bin ich auch gekommen 😉 Nur wenn das so einfach wäre, würde ich hier ja nicht schreiben und keine Therapie anstreben.
 
Moin, Moin ....

Arbeit hat zunächst einmal gar nichts mit Spaß oder irgendwelchen anderen Emotionen zu tun. Arbeit ist lediglich ein gewisser Aufwand der betrieben werden muss, um eine bestimmte Aufgabe zu bewältigen.

Wenn Du ein Glas Wasser vor Dir stehen hast und daraus trinken willst, dann musst Du das Glas in die Hand nehmen, hochheben und zum Mund führen, um in den Genuss des Wassers zu kommen. Das ist Arbeit.
Und wenn Du Durst hast, dann wirst Du Dich dazu überwinden müssen die erforderlichen Arbeitsschritte zu erledigen, weil Du ansonsten irgendwann verdurstest.

Arbeit erfordert also stets ein gewisses Maß an Überwindung und die Motivation dafür liefert eine bestehende Notwendigkeit, die man im weitesten Sinne als Existenzdruck bezeichnen könnte, dem jedes Lebewesen auf diesem Planeten ausgeliefert ist, solange es existiert.

Nun gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten mit dieser unvermeidlichen Situation umzugehen:

1. Du hockst solange untätig vor dem Wasserglas, bis Du irgendwann tot vom Stuhl fällst.
2. Es findet sich jemand, der Dir das Glas an den Mund führt, damit Dein Durst gelöscht wird.
3. Du überwindest Dich, erledigst die erforderliche Arbeit und löscht Deinen Durst selbst.

Die erste Option wird ja wahrscheinlich für Dich nicht in Frage kommen, denn dann hättest Du Dich nicht aufraffen müssen Deine Situation hier im Forum darzulegen.
Die zweite Option beschreibt wahrscheinlich Deine aktuelle Lebenssituation, mit der Du jedoch offensichtlich nicht ganz zufrieden bist.
Also bleibt Dir nur die dritte Möglichkeit und damit befindest Du Dich in der selben Situation, wie ein paar Milliarden Deiner Zeitgenossen, die derzeit diesen wunderschönen Planeten bewohnen, die sich überwinden ihre mehr oder weniger angenehme Arbeit zu verrichten und zu diesem Zweck mehr oder weniger viel Zeit aufwenden und dabei mehr oder weniger gut mit ihren Kollegen und Arbeitgebern zurecht kommen und am Ende des Monats einen mehr oder weniger angemessenen Lohn erhalten mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten .....

Der "Spaß" bei der Sache liegt nicht unbedingt in der Arbeit selbst ..... die muss einfach nur getan werden.
Der Spaß, die Freude, die Anerkennung, die Zufriedenheit, etc. also all die Strömungen die der Mensch irgendwie in der Rubrik "Lebensglück" einordnet, die zieht er im Wesentlichen doch aus dem zwischenmenschlichen Miteinander, das sich um die Arbeit herum mehr oder weniger zwangsläufig ergibt.....

Kurz und gut:
Ich denke, Du musst, so schwer es Dir auch fällt, Dich überwinden, aus Deiner Höhle herauskriechen und Dich dem Leben stellen, Dich einfügen in das zwischenmenschliche Miteinander dem Du Dich offensichtlich lieber entziehen würdest, weil es Dich auch mit Erfahrungen konfrontiert, die Dir nicht so gut gefallen.
Doch nur durch die Überwindung zur Konfrontation mit dem Leben "da draußen" wirst Du lernen Dich für das Leben zu wappnen und erkämpfst Dir dadurch die Möglichkeit auch das Glück zu schöpfen, das überall dort draußen nur darauf wartet von Dir angenommen zu werden.
 
Aber das mit dem Arbeitsaufwand, wie Sonnendwind beschrieben,
kennst du ja auch vom Computer her. Selbst von Computerspielen,
die geben den Leuten immer Stück für Stück Belohnungen raus, ist aber eigentlich Zeitverschwendung.
Deine Psyche wird da gekonnt manipuliert, was dir da auf ewig fehlen wird, ist ein anständiger "Reallifelohn"
und wahre Annerkennung.

Es gibt immer Arbeiten, die einen auch Spaß machen.
Deine Einstellung wirst du aber hier nicht ändern können.
Ich würd dir darum raten, in eine Therapie zu gehen. Es dient deinem Lebensglück 🙂

Muss mich für heut Morgen verabschieden, gehe zur Arbeit,
die mir unheimlich viel Spaß 🙂

LG
Topinambur
 
Hallo,

hast du schon mal an betreutes Arbeiten gedacht?

Es sind dann keine 8 Stunden und du hast psychologische Begleitung. Was es da für Jobs gibt, weiß ich nicht, aber du kannst beim Arbeitsamt mal nachfragen. Du würdest dich so langsam ans Arbeiten gewöhnen und könntest an deiner Sozialphobie arbeiten.

Tuesday
 
GZS, was meinst du mit Systemstellen? Also ne, so ungläubig wie ich bin denk ich nicht dass ein Kloster mit mir Freude haben würde 😉 Geschweige denn, ich mit dem Kloster.

Den Glauben werden sie dir dann schon beibringen ... 🙂 ansonsten gäbe es ja noch Berufe wie Leuchtturmwärter oder Meteorologe auf einem einsamen Berggipfel ...

Das Prinzip des Systemstellens hier aufzuzeigen würde vermutlich den Thread sprengen, zudem ist es eine Sache, die vom Verstand nur schwer zu verdauen ist. Es ist eine Methode um innere Blockaden zu lösen, denn die sind es für gewöhnlich, die Probleme wie deines verursachen. Google das Thema einfach mal, wie das dann im einzelnen abläuft ist allerdings von Therapeut zu Therapeut verschieden.
 
@shikatanori Hmm kann dich sehr gut nachvollziehen. Bevor ich den Forum entdeckt habe, dachte ich das es nur mir so geht. Hab schon vieles ausprobiert in meinem Leben, Praktika, verschiedene Arbeitsstellen wo ich gleich morgens dachte als ich zur arbeit kam „Oh nein wieder 8 stunden durchhalten“, und das auch noch mit Magenkrämpfen. Habe mich immer so durchgequält und mittlerweile wenn mein Freund mich fragt was mir spaß machen könnte, fühle ich mich schon angegriffen, einfach weil ich auch nicht schlau aus mir werde. Einmal war ich bei einem Therapeuten, aber konnte mich ihn nicht wirklich öffnen.
Nachts fühle ich mich auch wohler, einfach sicherer und ich fühle mich in der Nacht nicht ständig bedroht. Klingt vielleicht seltsam, aber irgendwie ist es so. Unter Kolleginnen wird auch sehr gerne gelästert und das kann ich gar nicht ab. Ständig spielen sich dann meine Gedanken nur darum und wenn man den ganzen tag unter Strom steht, hmm denke so kann man am Arbeitsplatz nicht glücklich werden. Hab auch schon an Selbstständigkeit gedacht aber dazu braucht man erst Geld! 😉 Hoffe dir geht’s inzwischen besser? Liebe Grüße
 
@Rainer arbeitslos bin ich ja nicht, pünktlich, fleißig und zuverlässig bin ich auch bei der Arbeit 😉 zumindest hat sich mein Chef nie beschwert 😉 nur trotzdem quäle ich mich dort jedentag hin. Wenn ich eine idee habe dann halte ich daran nicht lange fest, liegt wohl an meine Depressionen und Blockaden...
 

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