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Was tun, wenn keine Arbeit Spaß macht?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 40811
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G

Gelöscht 40811

Gast
Moin,

Also ich bin seit zwei Jahren zuhause, hab eigentlich auch noch nicht wirklich was ausprobiert, weil mir derart vor Arbeit graust… morgens aufstehen, bis nachmittags durchdrücken bis man endlich nach Hause kann und dann erschöpft vor den PC fällt, das hatte ich alles 12 Jahre in der Schule schon und bin dermaßen fertig, dass ich weiß dass ich das nicht ein Leben lang durchdrücken kann… das Pensionsalter wurde ja auch nochmal angehoben…

Ich weiß, dass ich irgendwas tun muss, und ich bin schon in einer Beratung um was zu finden, aber ich glaube nicht, irgendwas erträgliches für mich zu finden. Egal ob ein, vier, oder acht Stunden, ich langweile mich außerhalb meiner Wohnung zutode und sitze nur ab bis ich nach Hause kann. Meistens kommt dann noch die Angst vor den anderen Menschen dazu, wenn ich in einer Gruppe bin, dass ich mich stundenlang solange ich dort bin gar nicht bewege. Dann bin ich vollkommen steif und laufe teilweise sogar nach Hause, weil ich da so dringend hin will.

Anders gesagt ich kann nicht gut arbeiten wenn mir selbst Kinobesuche oder so schwer fallen weil ich mich dazu nicht aufraffen kann, wie also zu einem 8 Stunden Job, wo noch dazu die meisten um 7 in der Früh beginnen? Mein Leben spielt sich größtenteils nachts ab, ich fühl mich auch nur nachts wohl, auch weil ich da alleine bin und einfach weil mein Rhytmus so ist. Klar kann man den ändern, aber für mich ist der Tag gelaufen wenn ich vor Mittag aufstehen muss.

Ich bin echt verzweifelt, weil ich so unter dem Druck leide, was machen zu müssen, mich aber einfach nicht dazu aufraffen kann. Es gibt noch viele andere Faktoren, die dagegen sprechen, zb dass ich mich mit meinem Körper nicht assoziiere und somit etwas machen müsste, wo ich wenn, dann nur mit denselben Leuten tägich zu tun habe. Und selbst da halte ich es nie lange aus, bin schon aus diversen Gruppen, Vereinen, etc. einfach so abgehauen weil ich gemobbt wurde oder mich nicht mehr wohl fühlte.

Ich weiß nicht was ich tun soll, dachte ich schreib das mal hier rein… warum weiß ich auch nicht…

Kann man so überhaupt (glücklich) leben, wenn man jeden Tag 8 Stunden und mehr irgendwie durchdrückt, langweilt und zwingen muss? Ich höre von anderen Leuten immer, dass sie ihre Arbeit mögen und so, sagen die das vielleicht nur so damit sie nicht unglücklich wirken? Reden sich die das selbst ein, damit sie nicht verzweifeln?
 
Arbeit muss nicht immer schlecht sein. Wenn einem der Beruf richtig Spaß macht, man gut davon leben kann und die Arbeitskollegen klasse sind, ist es schonmal ein guter Anfang für ein zufriedenes Leben, schließlich verbringt man 1/3 seines Lebens auf der Arbeit.

Aber wenn man sowieso überhaupt kaum was ausprobiert hat und dann schlechte Erfahrungen hat und dann sagt "Mir macht keine Arbeit Spaß", dann ist das schonmal ´nen guter Anfang dafür, dass wirklich keine Arbeit Spaß macht.

Irgendwas im Leben gibt es immer, was einem Spaß macht, wenn man nicht gerade in tiefsten Depressionen steckt, dass muss man einfach nutzen und zu seinem Beruf machen. Bei der riesigen Berufsvielfalt in der Technologie-Zeit dürfte das eher das geringste Problem sein.
 
Hallo,

Menschen sind unter anderem dann glücklich, wenn sie im Leben ein Ziel haben, dass sie verfolgen. Dieses Ziel könnte unter anderem im Bereich der Arbeit sein.

Was hast du für Ziele in deinem Leben?

Manche Menschen gehen auch einfach nur arbeiten, um Geld zu verdienen, dass sie dann später für Dinge ausgeben können, die sie interessieren. Dafür nehmen sie die "Last" der Arbeit auf sich.

Nichts zu tun, bedeutet auch stumpfsinnig zu werden. Das kann doch nicht glücklich machen. Oder bist du derzeit glücklich?

lg
Kalo
 
shikatanori, ich habe mich 100% genauso gefühlt wie du.

Nachts meist vorm PC bis 4 Uhr morgens, dann bis mittags/nachmittags gepennt usw. Keine Arbeit, Eltern auf der Tasche gelegen, kaum rausgegangen.

Mich auch genauso wie du gefühlt, was andere Menschen angeht. Bei mir hat man soziale Phobie festgestellt. Hab mehrere Therapien hinter mir. Hab zwar immer noch eine leichte Form von Sozialphobie, aber nicht mehr so schlimm. An guten Tagen versuche ich mehr zu machen, an nicht ganz so guten Tage lass ich es.

Du musst wirklich etwas finden, was dir Spaß macht. Und vielleicht auch nicht unbedingt Vollzeit, sondern Teilzeit. Was sind deine Talente? Was war als Kind dein Berufswunsch?

Ich habe lange nur 4 Stunden gearbeitet und war danach total fertig. Aber der neue Rhythmus tat mir gut. Ich hatte mehr vom Tag. Und ich hatte eigenes Geld. Das gibt Motivation.

Jetzt habe ich eine Arbeit, wo ich wieder Vollzeit arbeiten kann. Vorm PC kann ich jetzt immer noch, nur halt nach der Arbeit und am WE. Bin auch nicht mehr so computersüchtig wie damals. Das solltest du vielleicht auch in den Griff bekommen. Musst ja den PC nicht ganz aufgeben, aber du musst wissen, wann du ausmachen solltest.

Das geht alles. Ich denke, dass das bei dir nur eine Phase ist (sein kann). Wenn du es ändern willst, wirst du es auch ändern.

Alles Gute.
 
Was ich so rauslese, ist keine Faulheit sondern Angst vor neuen Aufgaben und eine Sozialphobie (hab ich auch). Kann ich völlig verstehen.
Du musst für dich gucken ob du das gern ändern würdest oder so zufrieden bist. Wenn es ok so für dich ist, lass es so (scheiß egal was Andere darüber denken!).
 
@shikatanori

Man kann mit einer Arbeit glücklich werden,
aber es gibt Menschen die es keine 8 Stunden am Tag aushalten.

Aber shikatanori, bist du denn momentan nicht unglücklich?
Weil das sind im Grunde die schlechtesten Vorraussetzungen um Glücklich werden zu können,
nichts zu tun.

Wichtig ist, heraus zu finden was dir Freude macht.
Was machst du am Tag am liebsten, was erfüllt dich?
Hab im Forum auch gelesen, das es Phobien in Richtung Arbeit gibt.
Gehst du in eine Therapie?
 
Ui so viele Antworten! Ich nehm mir mal die Zeit um auf jede zu antworten!

@Schatten2009: Ich hab schon Panik wenn ich daran DENKE, was auszuprobieren, weil es mir im Moment schon schwer fällt, irgendwohin rauszugehen. Ich hab immer wieder Termine, die einen ja aufs Arbeitsleben vorbereiten sollen, aber ich merke, dass die anderen in dieser Gruppe viel weiter sind als ich, denn die WOLLEN schon arbeiten.
Interessen hab ich wirklich keine! Und die wenigen die ich habe sind nicht verwertbar für eine Arbeit.
Ich stecke in tiefen Depressionen, und mir macht eben nichts Spaß.

@Kalo: Ziele hatte ich noch nie. Mein einziges ist, eine Freundin zu finden mit der ich zusammenziehen kann. Derzeit bin ich auch alles andere als glücklich. =/ Aber rausgehen macht mich nicht glücklicher.

@peanut: Du sagst es, das klingt wirklich nach mir!
Ich hab noch kein Talent von mir gefunden, ehrlich gesagt. Als Kind hatte ich nie einen Berufswunsch. Ich hab ehrlich gesagt jetzt schon zu wenig Zeit für den PC, ich hab da ja viele Bekannte und einige Hobbies, wenn ich nur noch 4 Stunden Zeit für den PC habe, muss ich alles aufgeben.

@BlackSheep: Es so lassen? Aber wie kann man damit leben?

@Topinambur: Ich finde es druckabbauend, dass du das sagst. Ich bin ziemlich unglücklich, aber je mehr ich tue, desto unglücklicher werde ich. Arbeitsphobie? Das ist mir auch neu, aber klingt realistisch. Wenn ich das Wort Arbeit höre, fühle ich mich wie jemand der Spinnenphobie hat und eine Spinne sieht.
Mir macht im Moment nichts wirklich richtige Freude, ich schreibe in Rollenspielforen, mache Grafiken, interessiere mich für Computerhardware/Festplatten, und Mittelalter; ich bin meistens ein paar Wochen lang von etwas begeistert, bis sich meine Umwelt darüber beschwert und es eben wieder abflaut.
Ich hab keine Therapie im Moment, weil bei uns Kassenplätze abgeschafft wurden… doch ich bin auf der Suche nach einer, da ich sicher ganz dringend eine oder mehrere nötig habe. Bin ja auch schwer depressiv und transgender. Das häuft sich halt alles, und dann noch der Stress mit arbeiten.
 
Dann such dir was, etwas spass macht!Und hör auf dich mit anderen zu vergleichen!Oder dir etwas einreden zulassen.. wie was andere machenMACH DEIN DING!!!
 
@shikatanori

Es freut mich zu hören, das meine Worte druckabbauend sind.
Genau das habe ich auch erhofft.

Oft suggeriert einem das Umfeld ja, man muss ganz bestimmte Wege gehen und es gäbe wenig Alternativen.
Das stimmt so aber nicht.

Es gibt einfach Menschen, die
1. ihre Prioritäten im Leben anders setzen als andere
2. nicht genug Energie haben für Vollzeitjobs
3. Mit weniger glücklich oder gar glücklicher sind
4. Die schlicht und ergreifend nicht alles leisten KÖNNEN wie andere
5. Deren Stärken in anderen Gebieten liegen

Gerade wenn in deinem Umfeld deine Hobbys schlecht geredet werden, kann ich verstehen,
das sich in allen Bereichen des Lebens eine Unlust aufbaut.

Oft sind es gerade "Kinderwünsche" die das spätere Arbeitsleben prägen.
Dinge die du als Kind mochtest und auch machen konntest.
Mittelalterinteressen und Rollenspiel lässt sich ja auch wunderbar kombinieren.
Hab eine Freundin, die arbeitet in einem Fantasyladen und wiederum einen Freund,
der Kleidung für Larper kreiert und auch verkauft.

Es sind oft unterdrückte heimliche Wünsche, denen man oft nicht traut nachzugehen,
weil das Umfeld dem nicht genug Ansehen zollt. Und irgendwann verschwinden diese Wünsche auch,
man verliert sie aus den Augen und muss sie sich erst wieder erkämpfen.

Vielleicht bist du jemand der nur Halbtags arbeiten kann, vielleicht auch nur an einigen Tagen.
Wichtig ist auch deine Schritte zu gehen und dich nicht zu sehr auf andere zu fixieren,
gerade wenn du auch Psychiche Probleme mit den Bereichen hast.
Mit kleineren Arbeiten wirst du nicht reich, kannst dich aber damit durchschlagen.
Und bis dahin holst du dir eben noch Hilfe.
Für eine Arbeitsphobie ist eine Therapie natürlich sinnvoll,
halt nach einer Ausschau 🙂

LG
Topinambur
 
... und einige Hobbies ...

... mache Grafiken, interessiere mich für Computerhardware/Festplatten, und Mittelalter ...

Aber das sind doch schon Ansatzpunkte. Wenn du gerne Grafiken machst, wäre vielleicht was in einer künstlerischen Richtung gut für dich? Viele gute Künstler haben genau so angefangen wie du, sie wurden von ihrem Umfeld nicht akzeptiert weil eine künstlerische Arbeit häufig nicht als Arbeit gesehen wird. Erst als sie sich da rausgekämpft hatten, konnten sie glücklich und letztendlich auch erfolgreich werden.

Zudem lassen sich solche Arbeiten oft von Zuhause aus machen, als selbständiger Webdesigner oder Grafiker musst du die Wohnung gar nicht verlassen, zumindest nicht zum Arbeiten. Schon mal in eine solche Richtung gedacht?

Bau ein Webportal zum Thema Mittelalter auf, schließe einen Onlineshop an, fang an mit den Dingen zu handeln die dich interessieren, kreiere Designs und/oder Mode rund ums Mittelalter. Alles Sachen, mit denen du alleine vom Zuhause aus anfangen kannst und zwar dann wann du willst und nicht wann ein Arbeitgeber es will.
 

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