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Was soll ich werden

?

_'_

Gast
Ach...

Momentan nur Frust.

Ich weiß nicht was ich werden soll. Ich weiß es nicht.

Ich wollte Journalistin werden, aber irgendwie bringt es mir keinen Spaß, wenn ich sehe was für Leute Journalisten werden. Eine ehemalige Bekannte von mir, die strohdumm war und sehr gemein zu mir war, ist eine relativ erfolgreiche Journalistin. Sie hat mich gemobbt und setzt sich für Toleranz ein...da möchte man sich übergeben.
Generell wenn ich so die Artikel anderer lese, wenn ich die Einfältigkeiten dahinter lese...vergeht mir die Lust.

Ich möchte nur noch Künstlerin werden. Künstlerin.
Aber damit verdient man kein Geld- brotlose Kunst.
Wird mir immer wieder gesagt. Man liegt mir in den Ohren: Damit verdient man nichts.
Ach ja. Ja stimmt ja auch.

Aber alles andere widert mich an!
 
Hallo du,
"Künsterin" wird man nicht, das ist man. Die
entscheidende Frage ist also nicht, was du
werden sollst, sondern wie es dir gelingen
kann, diese Lebensweise zu finanzieren. Man
kann ja durchaus von wenig Geld wirtschaft-
lich existieren und viel freie Zeit haben, den
Künstlerberuf auszuüben. Fang doch einfach
mal damit an, in deiner jetzt schon freien
Zeit Künstlerin zu sein und nach Gelegenheiten
zu suchen, deinen Lebensunterhalt zu bestrei-
ten. Man muss ja keinen Beruf erlernen; falls
du Henry David Thoreau, den alten Philosophen
kennst - der hat mal gesagt: Wer einen Beruf
ergreift, ist verloren.
Der war ein echter Lebenskünstler, wie in
seinem Buch "Walden" nachzulesen, das jeder
Künstler kennen sollte.

Gruß, Werner
 
Ich sehe das so wie mein Vorredner.

Studiert habe ich etwas Ingenieur- bzw. Naturwissenschaftliches aber in meiner Freizeit liiiieeebe ich es, mich vor die Staffelei zu stellen oder Kurzgeschichten zu schreiben, Musik zu machen usw - leben meine "Brotlose Kunst" aus.

Ein damals guter Freund von mir hat es auf diesem Weg geschafft nun Vollzeit Künstler zu werden und illustriert jetzt Kinderbücher.

Vielleicht findest du ja auch eine Berufsrichtung, die deiner Leidenschaft ähnelt:
- Kunstpädagogik: ich kenne jemanden, die mit sozialen Schwerfällen malt und künstlerisch tätig wird (z.B. behinderten Kindern, Häftlingen usw.)
- Kunstlehrerin (jaaaaaaa, hat sich so tierisch viel mit Kunst im Sinne von Malen zu tun...aber als verbeamtete Lehrerin kann man sein Hobby sicher gut finanzieren 🙂 )
- Webdesign/Grafikerin - wenn man da richtig gut drin ist kann man da richtig Kohle mit machen UND kann kreativ sein
 
Ich sehe das so wie mein Vorredner.

Studiert habe ich etwas Ingenieur- bzw. Naturwissenschaftliches aber in meiner Freizeit liiiieeebe ich es, mich vor die Staffelei zu stellen oder Kurzgeschichten zu schreiben, Musik zu machen usw - leben meine "Brotlose Kunst" aus.

Ein damals guter Freund von mir hat es auf diesem Weg geschafft nun Vollzeit Künstler zu werden und illustriert jetzt Kinderbücher.

Vielleicht findest du ja auch eine Berufsrichtung, die deiner Leidenschaft ähnelt:
- Kunstpädagogik: ich kenne jemanden, die mit sozialen Schwerfällen malt und künstlerisch tätig wird (z.B. behinderten Kindern, Häftlingen usw.)
- Kunstlehrerin (jaaaaaaa, hat sich so tierisch viel mit Kunst im Sinne von Malen zu tun...aber als verbeamtete Lehrerin kann man sein Hobby sicher gut finanzieren 🙂 )
- Webdesign/Grafikerin - wenn man da richtig gut drin ist kann man da richtig Kohle mit machen UND kann kreativ sein

Ja, wobei ich hier noch nicht einmal Malerin in diesem Sinne meine - dafür bin ich motorisch zu schlecht. Und auch Webdesignerin meine ich nicht.

Ich schreibe auch eher Lyrik und Kurzgeschichten und mache Kurzfilme, Musik, Darstellendes etc

Aber wie mit soetwas ausreichend Geld zu verdienen?
 
Wenn du Lyrik und Kurzgeschichten schreibst, kannst du versuchen deine Stories in Anthologien unterzubringen oder an Wettbewerben teilnehmen. Hier findest du zB eine Übersicht vergangener sowie laufender Wettbewerbe: Literaturpreise & Literaturwettbewerbe (alphabetisch) - Uschtrin Verlag
Auch für Kurzfilme gibt es sicherlich einen Markt, jedoch kenne ich mich da überhaupt nicht aus. Dass man mit Musik kein Geld verdienen kann halte ich für ein Gerücht 😉
 
Ich meine, dass viele Künstler nebenbei unterrichten. Mein ehemaliger Kunst- und Handwerkslehrer hat diesen Beruf beispielsweise gewählt, um sein Künstlerdasein zu finanzieren. So etwas würde natürlich eine höhere Ausbildung verlangen.
 
Ich meine, dass viele Künstler nebenbei unterrichten. Mein ehemaliger Kunst- und Handwerkslehrer hat diesen Beruf beispielsweise gewählt, um sein Künstlerdasein zu finanzieren. So etwas würde natürlich eine höhere Ausbildung verlangen.

Ja, nur bin ich nicht in der "bildenen Kunst" tätig, sondern eher Lyrik/Schreiben/Theater/Film/Musik.

Und ich studiere nicht auf Lehrarmt und würde auch nicht (zumindest nicht an Schulen) unterrichten wollen, da ich Schulen hasse.
 
Ich wollte Journalistin werden, aber irgendwie bringt es mir keinen Spaß, wenn ich sehe was für Leute Journalisten werden. Eine ehemalige Bekannte von mir, die strohdumm war und sehr gemein zu mir war, ist eine relativ erfolgreiche Journalistin. Sie hat mich gemobbt und setzt sich für Toleranz ein...da möchte man sich übergeben.
Generell wenn ich so die Artikel anderer lese, wenn ich die Einfältigkeiten dahinter lese...vergeht mir die Lust.

Hallo.

Ich habe in Deinem Profil gelesen, Du fühlst Dich gerade depressiv.
Wenn ich mich so fühle, ist auch alles Mist.🙁
Wenn es um wirklich wichtige Entscheidungen geht, warte ich deshalb, bis es mir besser geht.

Du schreibst gern und wolltest Journalistin werden. Aber es bringt Dir keinen Spass, wenn Du siehst, welche Art Menschen Journalist sind. Und wenn Du die einfältigen Artikel liest, vergeht Dir die Lust.
Da ist vielleicht die Lücke: Mach es einfach. So wie DU es für richtig hältst.
Und Du must ja nicht in der selben Branche, wie diese Menschen arbeiten, die Du ablehnst.
Vielleicht ist eine kreative Ecke als Journalistin für Dich besser?
Musikmagazine, Stadtmagazine, Kulturmagazine...
😕
 
Mir scheint, es ist sinnvoll zu unterscheiden
zwischen

a) Dingen, die ich "arbeite", um damit meinen
Lebensunterhalt zu verdienen

b) Dingen, die ich "arbeite", weil sie mir am
Herzen liegen, Spaß machen, wichtig sind usw.

Unsere derzeitige Leistungskultur suggeriert,
dass vor allem a) wichtig sei und dass wir den
Rest unserer Zeit damit verbringen sollten, uns
zu erholen, um mehr für a) leisten zu können.

Aber wenn wir zurückschauen und uns die
Kultur der Menschen betrachten, die in anderen
Zeiten gelebt haben, sehen wir, dass die absolut
längste Zeit völlig andere Regeln herrschten -
nämlich vor der Zeit, als Menschen begannen,
Ackerbau und Viehzucht zu betreiben und sess-
haft zu sein: man wendete soviel Zeit wie nötig
auf, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten
(Experten schätzen, dass das zwischen zwei
und vier Stunden am Tag in Anspruch nahm)
und den Rest der Zeit verbrachte man damit,
zu tun, was man wollte, z.B. mit Kunsthand-
werk, Beziehungspflege, Musik oder einfach dem
"Umherstreifen".

Vielleicht gibt dir das nochmal eine andere Per-
spektive auf das zu lösende Problem?
 

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