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was soll ich tun??

H

hass (w)

Gast
hallo, (war lang nich mehr hier und hatte nur ein thema)
ich heiße Jessica und bin 15 jahre alt. ich erzähl euch einfach (mehr oder weniger einfach) mal meine geschichte. im alter von 3 jahren bekamm ich immer wieder mit wie sich meine eltern zofften. es sind mehrere dinge vorgefallen, mein dad hat uns scho fast terroriesiert. das letzte was ich aus dieser zeit weiß ist, dass mein dad am ende versucht hat meine mum abzustechen. all diese sachen haben mich bis zu meinem 12 lebensjahr fast kalt gelassen doch dann find ich aus irgendeinem grund (den keiner wusste) an mich zu ritzen. ich wurde immer depressiver und lies mir am anfang nicht helfen. nach ca. 2 jahren ging ich dann in eine psychiatrie. dort war ich dann ca. 5 monate, weil ich dann auf eigenen wunsch entlassen wurde. ich kam mit meinem psychologen nicht klar und es war sowieso alles nicht das ware. obwohl ich die zeit dort sehr schön fand!!!
im letzten monat dort habe ich dann einen ganz besonderen menschen kennen gelernt! sie war zwar scho vor mir dort aber ich habe nie mit ihr geredet weil ich dachte das sie was besseres wäre... doch das gleiche dachte sie auch von mir. irgendwann saßen wir dann jeden abend in der küche und haben geredet. doch dann wudre sie entlassen, wir haben uns trotzdem noch regelmäßig am wochenende gesehe. eines abends war es dann so das wir mal wieder getrunken haben, dann kam es zu einem kuss und von da an war alles anders. am anfang war alles komisch... naja jetzt waren wir 5 monate wirklich zusammen. ich habe sie schlecht behandelt! habe sie immer wieder fast verprügelt, aber sie hats mir immer wieder nicht übel genommen... ich bin immer wieder so wütend und das habe ich dann an ihr ausgelassen (in der zeit habe ich mir au nicht weh getan). vor 2 monaten habe ich nun eine anzeige der polizei bekommen da ich sie mit nem messer verletzt habe als ich zuviel getruken habe. sie wollte keine anzeige machen! vor einer woche habe ich dann meinen dritten (mit großem abstand!) selbstmordversuch gemacht, weil sie schluss gemacht hat und es seit ein paar monaten nur noch abwärts geht. meine eltern wollen mich warscheinlich wegstecken und wen nich mich noch einmal so stark ritze das es genäht werden muss (wie immer) komme ich in die geschlossene. meine freundin hat schluss gemacht und gesagt wir sehen uns erst wieder wenn ich mir helfen lasse! sie macht es nur für mich. aber ich kann nicht! meine mum war jetzt bei meinem alten psychlogen und hat erfahren das fast alles bei mir auf borderline zutrifft, man es jetzt aber noch nicht festellen kann. ich will mir nicht helfen lassen aber es geht mir in letzter zeit wieder so richtig S****. und ich denke das der nächste selbstmordversuch nich weit entfernt ist und ich wieder im krankenhaus bin. ich weiß wieder mal nicht weiter... (ich kann euch nicht alles tippen das wär zu lang! ich könnte euch jetzt hier noch etliche geschichten erzählen wie schlecht es mir ging... aber wer will das scho hören? würd ich mir au nich durchlesen.) würd mich freuen wenn ihr was hierzu schreibt!
gruß Jessi
 
du kannst nichts dafür!

Liebe Jessica,
mir geht und ging es ähnlich wie Dir:
schwierige Kindheit, selbstverletzungen und selbstmordgedanken (am häufigsten in der Pubertät 13-16), wahnsinnige Aggressionen usw...
bin jetzt 29 und habe jetzt erst mit einer Therapie angefangen, da ich diese Störungen zwar durchaus als unnormal betrachtet habe aber dachte, ich bin halt so. unnormal + nicht liebenswert. gepaart mit entsetzlichen Verlassensängsten aber auch Abwertungen anderer durch mich.
In meiner Teenagerzeit fiel auch mal das Wort "Borderline"-
Doch meine Therapeutin hat eine andere Diagnose: dissoziative Störung.
Du solltest mal im Net danach suchen, vielleicht erkennst Du dich wieder.
Diese Störung basiert auf ein Kindheitstrauma, an das du dich nicht mehr erinnern kannst, kann auch sehr früh geschehen sein (z.b. mit 1 jahr) oder über einen längeren Zeitraum laufen. Es ist eine Art der Verdrängung... sehr komplex, hier zu erkären, daher solltest Du vielleicht mal "surfen"-
Muss auch nichts mit sexuellem Missbrauch zu tun haben, es gibt noch viele andere Ursachen! Emotionale Vernachlässigung, Gewalt, etc...
DAS WICHTIGSTE: ES IST NICHT DEINE SCHULD!
Es gibt verschiedene Therapieformen, Kunst hilft auch sehr. Malen und schreiben... Auch wenn du denkst, das du das nicht kannst: probiers mal aus, du musst es schliesslich niemandem zeigen!
Ich weiss, daß diese Zustände sehr erschöpfend und verwirrend sind. Zumal man immer Menschen verletzt, die man eigentlich liebt...
Versuch es anzupacken und glaub an Dich!
Du bist weder schlecht, noch böse!
In Gedanken bei Dir,
bee
 
Au au!

Aber auch Nachtigal ich hör Dir trapsen!

Hatte auch ein-ums was netter zu umschreiben- lautes Elternhaus!
Vatter hat mir schon profilaktisch eine morgens gegeben. Denn ausgefressen hab ich in meiner Kindheit viel. Anderseits konnte man es Ihm nie recht machen. Naja!
Meine Mutter war das genaue Gegenteil, und ich in der Mitte! Klasse!!!

War wegen "depressionen" auch mal in ner Klinik, zwar nur für 6 Wochen aber davor 3 Jahre bei verschiedenen Therapeuten!

Finde Deine Geschichte jedoch echt schrecklich!
Vorallem mit Deiner Autoaggression!
Bzw. Fremdaggression Deiner Freundin gegenüber! Solltest wohl besser boxen gehen oder um den Block rennen wenns über Dich kommt!
Hab auch zeitweilig die Menschen verletzt die ich liebe...mitlerweile nur noch verbal...das geht dann aber auch ins Eingemachte (letztlich bei meiner Ex)!

Vielleich wäre auch eine Paartherapie für Dich das Richtige....solltest Deine Ex dazu überreden find ich! Sie scheint ja gleiche Probleme zu haben, so wie Ihr euch kennengelernt habt!


L.G. und Viel Glück
 
das mit den agressionen ist auch so eine sache...
naja, bevor ich in die klinik gegangen bin habe ich versucht das alles selbst in die hände zu nehmen, weil ich mir ja eigentlich nicht helfen lassen wollte. irgendwie wollt ich es dann lassen zu ritzen, dadurch habe ich dann angefangen mehr zu trinken. erst jedes wochenende und dann au ma in der woche. das fing ca. vor 2 jahren an mit dem alkohol. als ich dann gemerkt habe, dass das zu viel wird habe ich angefangen zu kiffen. in der klinik meint der psychologe dann, dass das eigentlich ganicht so normal ist... ich habe das alles eigentlich auch ganz unbewusst gemacht. jetzt ist es soweit das ich jeden 2 zweiten tag trinke (mindestens) und kiffen tu ich au noch (aber nicht ganz soviel) das mit dem ritzen hat etwas nachgelassen, aber wenn ich mich dann ritze ist es so heftig, dass es doch wieder genäht werden muss. habe ich jetzt ein alkohol problem? es läuft scho länger so! und eigentlich hilft mir der alkohol auch ziemlich!!! außer wenn ich zu viel trinke. dann bin ich ja sogar dazu in der lage meine eigene freundin (nicht irgendeine) zu verletzten!
es läuft sowieso alles S**** und jetzt hab ich sie au noch fast verloren! wir haben noch kontakt und ich habe gestern bei ihr geschlafen... es war echt sehr schön (fast so wie am anfang), aber sie sagt wir sollen uns nur alle 2 bis drei wochen sehen. sie sagt es soll sich erst mal etwas ändern. aber ist es denn falsch von mir zu denken, dass wir das au zusammen durstehen könnten? dass sie mich unterstützt? es tut alles so weh!!!
schreibt mir bitte irgendetwas hierzu. es tut gut eure texte zu lesen! sie können von mir aus auch negativ sein. danke.
gruß Jessi
 
also, du bist in einer sehr schwierigen situation, so viel kann ich sagen. 😉
ich war noch nie in so einer heftigen situation, naja in einer ähnlichen, ich hatte mich auch geritzt. ich möchte dir einen tipp geben in dieser zeit, in der ich mich geritzt habe, habe ich immer negativ gedacht, ALLES negativ gemacht und dargestellt, ich hab überhaupt nicht mehr nach vorne geguckt, sondern bin immer weiter depressiv geworden. und es hilft wirklich mit jemandem über seine gefühle zu reden, ich war zwar nicht bei einem therapeuten, aber ich rede oft mit meinen freundinnen, ich erzähle ihnen immer alles, selbst wenn es kleinigkeiten sind. und wenn dir der therapeut nicht gefällt, dann sag das, sag dass du mit ihm nicht klar kommst. also, GUCK NACH VORNE, NICHT ZURÜCK!
und wenn du hilfe brauchst, ich helf dir gerne 🙂
 
hallo ihr lieben,
ich mag nicht wirklich nach vorn sehn, denn ich habe etwas angst vor der zukunft. ich weiß nicht warum, aber... ich plane noch nicht mal irgendetwas. alle sagen, dass ich mir gedanken darüber machen soll was für eine ausbildung ich machen will und sowas, aber ich versuche noch nicht einmal wirklich darüber nachzudenken. wenn es um andere dinge geht wie zB wenn eine freundin mich fragt, ob wir in den nächsten sommerferien zusammen in den urlaub fahren wollen, dann sage ich nicht "ja" oder "nein" sondern denke, dass ich doch nicht zusagen kann, weil ich mich bis dahin bestimmt scho umgebrcht habe und so ist es bei allen sachen die nur etwas in der zukunft liegen!!!
ich bemühe mich noch nicht einmal in der schule und halte es nicht für nötig dort zu sein, weil mir das alles einfach egal ist. auch das was nach der schule ist... ich denke nicht weiter als heute und ich weiß, dass das falsch ist. ich würde die schule locker schaffen. das sagen mir sogar die psychologen immer wieder, aber es geht nicht darum, dass ich das nicht schaffe sondern darum, dass mir das einfach egal ist.
heute zB war es wieder so, dass ich aufgestanden bin und auch vorhatte in die schule zu gehen. doch dann als ich unter der dusche stand viel mir ein das ich doch keinen bock hatte. ich schaffe es höchstens eine woche durchgehend in die schule zu gehen, und jeden morgen muss ich mich richtig dazuzwingen loszufahren.
ich denke, dass viele jungendliche keinen bock haben und sowas, aber ich glaub das ist noch etwas was anderes.
Gruß Jessi
 

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