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Was soll ich nur machen?

  • Starter*in Starter*in SebastianP28
  • Datum Start Datum Start
Hallo ihr
Ja das mache ich erst auch mal....obwohl mein Bauchgefühl seid tagen Achterbahn fährt!Es gibt Tage da geht es ...und es gibt Tage da ist es besonders schlimm...im moment fühle ich mich einfach nur sehr einsam.Ich meine...ich habe eine neue Ausbildung angefangen!Ein wichtiger Schritt!Dies aber mit niemanden zu teilen macht mich sehr traurig!
Bei mir ist da schon immer sehr extrem gewesen.Ich wahr quasi mein leben lang immer in irgendeiner Beziehung!Und jetzt wieder nach so einer Zeit alleine zu sein....das kann ich garnicht beschreiben!Ich stelle mir sehr oft die frage wieso ich morgens eingentlich aufstehen soll.....Ja klar für mich.....aber das hilft überhaupt nicht!Kennt ihr so ein Gefühl?Diese Lehre in sich???


Dies habe ich auf meine Studivzseite gepostet.
Dies ist so gesehen mein "Vorsatz"!!!
Ich hätte nie gedacht das ich irgendwann hier stehe
und sowas schreibe....

Ich muß mich verabschieden,
verabschieden von meinen Träumen,
verabschieden von meinen Wünschen,
verabschieden von einem Stern,
verabschieden von einer Zeit der Hoffnung,
von einer Zeit des Glücks,
von einer Zeit der Freude.
Aber es fällt mir schwer,
diese Zeit habe ich vor Augen,
ich weiß, daß ich nicht daran festhalten darf,
ich loslassen muß.
So hoffe ich auf eine andere Zeit, eine neue Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sebastian,

das hört sich alles furchtbar traurig an, wie in einem dramatischen Film... Ersteinmal meinen tiefen Respekt, dass Du bis zur letzten Minute trotz Hilflosigkeit so tapfer zu Deiner Freundin gestanden hast und sie sozusagen auf ihrem letzten Weg begeleitet hast bis in den Tod. Das ist alles sehr schlimm zu lesen, aber auch sehr bemerkenswert!
Sicherlich hat Dir Deine Freundin soviel bedeutet, dass lange gehofft hast, sie würde es schaffen und gesund werden, zumal sie eine neue Lunge bekommen hat. Aber leider ist es ganz anders gekommen. Es schien alles sinnlos gewesen zu sein, der ewige Kampf, die Operation, das Hoffen und Bangen... Aber sei Dir gewiss, es war nicht umsonst. Sie wußte, was sie an Dir hatte, Du hast den Schmerz und die Angst mit ihr geteilt und sie ein Stück weit hindurch getragen, indem Du für sie da warst, egal wie schlecht es ihr ging. Und das ist MITLEIDEN. Und ich denke, ein Teil von Dir ist auch mit ihr gegangen, auch ein Teil Deiner Kraft und Energie, denn Du hast sie für sie gelebt. Jetzt ist sie an einem Ort, wo es ihr besser geht, denn je. Da bin ich mir sicher, da ich auch tief gläubig bin. Nun geht es um Dich!
Es scheint mir, Du hast ihren Tod noch nicht richtig verarbeitet, bist noch in der Trauerphase. Deine Ausbildung hast Du mitten in dieser Phase angefangen, instinktiv, um unbewußt wieder daran erinnert zu werden und verarbeiten zu MÜSSEN! Aber ich glaube, das Geschehene (Tod Deiner Freiundin) zu verarbeiten im Zusammenhang mit etwas, was Leistung (Ausbildung) fordert, ist nicht die richtige Lösung. Diesen Weg hast Du Dir unbewußt herausgesucht, wie Du selber schon angedeutet hast.
Meine Meinung deshalb: Ich würde Dir ganz dringend eine Therapie empfehlen, um die Trauer wirklich zu verarbeiten und mit dem Verlust im Leben wirklich umgehen zu können! An deiner Stelle würde ich die Therapie auch am Stück machen, d.h. tagesklinik oder stationär, denn Deine Situation ist akut und gesundheitsgefährdend. Nicht, dass Deiner Seele noch mehr geschadet wird, durch etwas, was Dir nicht gut tut und Dich kaputt macht, wo Du eh schon sehr angekratzt bist psychisch durch dieses Drama. Deine Freundin hätte sicher nicht gewollt, dass es Dir SO geht! Und 28J. ist kein Alter, um neu durchzustarten. Nur nebenbei, ich bin 32J., habe das falsche studiert und seit 4 jahren Horrorjobs hinter mir. Nun mache ich eine Therapie und hoffe anschl. auf eine berufl. Reha, wobei die Aussichten nicht schlecht sind, gerade bei jungen Menschen wie wir, die noch viele Berufsjahre vor sich haben!
Aber als Voraussetzung wirklich erst die Therapie, damit sozusagen der Nährboden wieder geheilt ist. Begib Dich in professionelle Hände, lass Dir helfen von erfahrenen Menschen, die sich auskennen. So kannst Du lernen mit dem Verlust umzugehen, ihn zu akzeptieren und lernen anders/neu über Deinem Leben zu denken und neue Wege umzusetzen. Vieles wird Dir dann erst bewußt.

Denk daran, Du bist lange nicht der Einzige, der in dem Alter neu anfängt, viele sind weitaus älter als Du. Ich kenne noch ganz andere Fälle.

Pack es an, Du schaffst es! Nur Mut!

Ich wünsche Dir alle Kraft der Welt und Gottes Segen.

LG, Kira.
 
Hi Sebastian!

Ich wollte fragen wie es dir mit deiner Ausbildung mittlerweile geht?...Kannst du dir mittlerweile vorstellen die Ausbildung zu Ende zu machen?

lg, sunshine
 
Hallo
Nach etwas längerer Zeit melde ich mich heute zurück....
Ich habe bis letzten Mittwoch versucht meine Ausbildung fortzusetzten!Leider musste ich es vorerst aufgeben....
Ich begebe mich Dienstag in eine Tagesklinik.Und hoffe dort wieder eine Perspektive zufinden!
Dir liebe Kira1977 möchte ich einfach nur meinen Dank aussprechen.Danke für deinen Post!

Im moment ist es so schwer wie schon seid Monaten nicht mehr!
Die Weihnachtszeit steht vor der Tür.Und das schlimmste am Sonntag hätten wir unsere Jahrestag!Wie gerne würde ich die Zeit zurück drehen...es ist unerträglich!
 
Hallo Sebastian,

schön, daß du dich wieder meldest, nicht so schön, daß es dir nicht besser geht.
Ich denke auch, daß die Tagesklinik eine gute Entscheidung ist. Dort wirst du die professionelle Hilfe bekommen, die du brauchst.
Ich kann mir gut vorstellen, daß dich gerade zur Weihnachtszeit die Gefühle überrollen, aber du wirst deinen Weg finden, davon bin ich überzeugt. So hart es sich anhört, aber das Leben geht weiter , auch für dich und ich hoffe, daß du es auch bald wieder lebenswert findest, du hast die besten Voraussetzungen dafür.
Berichte doch mal von deinen Erfahrungen in der Tagesklinik.
Alles Gute
Punto
 
Hallo ihr
Ich wollte mich einfach nur mal kurz melden.Heute war der zweite Tag in der Tagesklinik.Mir geht es langsam wieder besser....und ich denke zwei Monate werde ich wahrscheinlich nicht benötigen.
Im moment bedrückt mich halt nur der Gedanke,wie es danach weiter geht?
Defenitiv werde ich nicht weiter meine Ausbildung ausüben.Daher ein neues Problem...."WAS NUN" ?
Ich will keine andere Ausbildung mehr....einfach nur einen Job....mein Geld verdienen,und mir mein neues Leben langsam aufbauen.
Nur leider bekommt man druck aus seinem Umfeld.(Familie)
Druck in der hinsicht schnell einen Job zu finden....bzw. meinen alten erst garnicht aufgeben!!!Der Grund : du bist was du Arbeitest...ohne einen "vernüftigen" JOB will dich keine Frau haben....du kannst der neuen nichts bieten...usw.
Das bedrückt mich im moment...
 
Guten Abend

Meine name ist Sebastian.Ich bin 28 Jahre und habe leider folgende Probleme.

Ich habe im Januar 2008 erfolgreich meine Ausbildung zum Verkäufer abgeschlossen.Zuvor habe ich mein Abi gemacht und 2 Jahre studiert.Hat mir aber überhaupt nicht gefallen.

Im Januar 2008 hat sich der zustande meiner Freundin gesundheitlich verschlechtert.Sie liet an Mukoviszidose...und brauchte später eine neue Lunge.
So habe ich neben bei etwas gejobt und mich um meine Freundin gekümmert.Im April diesen Jahres ist sie leider sehr kurz nach der langen ersehnten Lungentransplantation verstorben.
Für mich ist "MEINE" Welt zusammengebrochen.Und ich bin in ein sehr tiefes Loch gefallen.Ich leide immer noch sehr stark unter diesen Verlust.
Dennoch habe ich mich hochgerappelt...dachte ich zumindestens.
Und habe vor kurzem eine Ausbildung zum Kranken und Gesundheitspfleger begonnen.
Doch mittlerweile geht es mir wieder sehr schlecht.Jeden Tag werde ich mit sachen konfrontiert,die mich später im beruf erwarten werden.Und ich komme jetzt in der "Schulzeit" mit den Gedanken daran nicht zurecht.Ich übergebe mich regelmässig zuhause und habe starke Bauchschmerzen.Sobald wir Sachen besprechen,die ich während der langen Zeit im Kranklenhaus bei meiner Freundin mitbekommen habe,kommen mir die tränen.
Zum beispiel heute....Thema :Mundschutz.
Als ich das letzte mal einen Mundschutz getragen habe,war es auf der Intensivstation als ich meine Freundin das letzte mal gesehen habe...ich musste so kämpfen um nicht in Tränen auszubrechen!
Und sowas wiederholt sich jetzt täglich...Jeden Tag durchlebe ich jetzt wieder Ereignisse und Erinnerungen,die mir seid Wochen schon nicht mehr in den Kopf rumschwieren!!!
Ich fühlte mich damals so hilflos als ich meine Freundin im wahrsten sinne des Wortes "dahinwegetieren" sah.Ich konnte nichts tun...jeden Tag ging es ihr schlechter...
Wahrscheinlich wollte ich deswegen Krankenpfleger werden?Um Menschenzu helfen die hilflos sind. Nur jetzt im moment möchte ich am liebsten alles schmeissen....schon der Gedanke daran wieder ins Krankenhaus zugehen lässt mich erzittern.Ich möchte am liebsten nichts mehr damit zu tun haben...nur was soll ich mit 28 Jahren noch machen?Ich weiss das mein Zug abgefahren ist.Wenn ich jetzt schmeisse,werden mich meine Eltern auch nicht mehr unterstüzen....
Ich weiss einfach nicht mehr weiter!!!!!

Hallo Sebastian,

denkst Du, das Dir Deine Ausbildung zum Pfleger auch helfen könnte, Deine Trauer zu bewältigen? Im Moment sieht es ja nicht so aus, aber vielleicht weiterhin? Ich denke, dass diese Ausbildung vielleicht eine Hürde sein könnte, die, wenn Du sie meisterst, Dich in vielerlei Hinsicht weiter bringt. Oder denkst Du, dass Du einfach nur weiter leiden wirst unter all den Eindrücken?

Liebe Grüße, der andere Sebastian
 
Hallo Sebastian,

hast du denn selbst Vorstellungen in beruflicher Hinsicht, dich beim
Arbeitsamt mal beraten lassen?
Lass dich jetzt nicht unter Druck setzen, mach erst deine Therapie weiter, die vorrangig ist und dir ja auch jetzt schon zu helfen scheint.
Wenn du keine neue Ausbildung machen möchtest, kannst du dich evtl. in deinem erlernten Beruf weiterbilden um so deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen? Ich würde da mal einen Termin mit dem Berufsberater ausmachen.
LG Punto
 
Hallo
Das werde ich auf jeden Fall ...mich beraten lassen.
Fest steht aber, dass für mich der Beruf "Krankenpfleger" leider nicht die richtige Wahl wie damals erhoft wahr.Ich wollte nach allen meinen Erfahrungen einfach nur anderen Menschen helfen.Nur merke ich jetzt,dass es mir besser geht....seid dem ich abstand vom Krankenhaus habe!Und vorallem von Krankenmenschen.Ich weiss das es einfach zu früh für mich war.Und ich noch einige Zeit brauche all das zu verarbeiten.
 
Hallo Sebastian.

Schön, daß es dir besser geht.
Dann war die Krankenpflege doch nicht das richtige für dich. Gut, daß du es gleich zu Anfang erkannt hast und dich nicht durch die Ausbildung quälst.
Du hast ja glücklicherweise schon einen Beruf erlernt und dadurch bestimmt noch Perspektiven und Optionen offen.
Berichte mal, wenn du ein Beratungsgespräch hattest.

Alles Gute
Punto
 

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