Anzeige(1)

Was soll ich machen?

G

Gast

Gast
Hallo Community,

ich bin 21 Jahre,männlich , Student.
Ich war 6 Jahrelang spielsüchtig(nach Computerspielen). Ich habe vor einem halben Jahr eine stationäre Entzugstherapie gemacht.
Ich hatte zudem Depressionen und leichte Angstzustände in Menschenmassen(konnte auch nicht so einfach Einkaufen gehen).
Das ist mittlerweile alles total weg.
Mein Selbstvertrauen ist viel besser geworden und ich kann meinen Alltag ohne Grübeleien und Angst bewältigen.
Mein Studium läuft wieder und ich bin auch von Hotel Mama ausgezogen. Ich habe einen Job und kann worklich easy mit Menschen reden. Auch mit fremden.

Dieses Silvester bin ich das erste mal seit 5 Jahren nicht alleine gewesen(damals kannte ich kaum jemand, bzw. musste Spielen).

Neija soweit mal zu mir, mein Problem ist das ich mir schwer tue Kontakte aufrecht zuerhalten :(
Ich bin sicherlich ein guter Gesprächspartner und mit mir kann auch feiern gehen.
Ich hänge manchmal nur vor dem Handy und warte das Leute die ich angeschrieben antworten.
Mir fällt zudem auf, dass ich mehr auf die anderen zugehe als diese auf mich.

Das alles rüttelt doch ziemlich an mir und mich nicht los. Ich werde richtig traurig wenn ich jemandem schreibe mit dem ich neulich etwas unternohmen habe, und dieser auf meine Einladung nicht reagiert obwohl er sie gelesen hat.

was mach ich den Falsch? bin ich zu forsch?zu schnell? sollte ich mir vielleicht nochmal therapeutische Unterstützung holen?
Sind meine Erwartungen zu hoch?

Ich komme mir vor wie ein Kind das erst alles lernen muss.
danke fürs lesen(und die antworten)
 

Anzeige(7)

G

Gast

Gast
Ich bin etwas älter als du und mir gehts in einem Punkt ähnlich wie dir: Auch ich fühle mich manchmal wie ein Kind, der noch so viel an kleinkram lernen muss. Insbesondere aus den Softskills und alles was man eben benötigt um seine persönlichen Sachen geregelt zu kriegen. Aber das macht doch nichts. Wer glaubt, bereits alles gelernt zu haben und alles perfekt zu können, der unterliegt einer gewaltigen Illusion. Dummerweise unterliegen sehr viele dieser Illusion und kommunizieren das dementsprechend nach draußen. Dann erscheint es in der Öffentlichkeit so, als ob die meisten Leute total Sattelfest sind. Dem ist nicht so. Die mögen sich so fühlen. Aber das ist Fassade und Dummheit.

Man verbessert sich sein ganzes Leben lang.

Therapeutische Unterstützung kann immer eine gute Idee sein. Wenn du schon danach fragst, dann würde ich es einfach tun. Man kann psychologische Hilfe sogar in Anspruch nehmen, um sein eigentlich perfektes Leben noch weiter zu optimieren. Nur zahlt das dann natürlich nicht die Kasse.

Was du tun sollst, kann dir keiner sagen. Dein Leben kannst du selbst mit Inhalten füllen. Hobbies, Familie, Freunde.

Du schreibst, dass es mit Freunden nicht so klappt. Und dass du Angst hast, dass du vielleicht zu schnell oder zu forsch ist. Zu schnell kann etwas fast nicht sein, wenn alles passt. Ich persönlich bin ja kein großer Freund von diesen ganz allgemeinen Freundschaften. Für mich persönlich haben Freunde immer auch einen Themenbezug. Tieferes kann sich dann als Nebenprodukt ergeben. Freundschaften sind kein Selbstzweck. Ich bin aber an der Stelle kein Profi. Ist nur meine persönliche Meinung.
 
G

Gast

Gast
Ist der Trend der schnellebigen Zeit.
Wir wollen alles , sofort und immer wieder was neues.#
Wenn bei Facebook nach 15 Minuten jemand nicht antwortet, wird angefragt ober noch lebt.
Genuß, Freude, besonders die vor Freude, bleiben auf der Strecke.
Hab ich was ich wollte, ist es schon wieder langweilig, ein neuer Kick muß her.
Schneller höher weiter, sofort, am besten gestern schon;
Deshalb: wer früher stirbt ist länger Tot.
Glück, Zufriedenheit wird durch Besitz ersetz!
 
L

LD_Gast

Gast
Moin,

erst mal herzlichen Glückwunsch, dass du dir deine Spielsucht eingestehen konntest und sie überwunden hast. Ich vermute, dass du das Gefühl hast dein ganzes leben (verglichen mit gleichaltrigen in deinem Umfeld) verpasst zu haben und möchtest jetzt alles auf einmal aufholen. Aber bedenke immer: "die anderen" hatten über mehrere Jahre Zeit, die verschiedenen sozialen Fähigkeiten zu trainieren und auszubauen. Das braucht Zeit. Also zieh dich selbst nicht zu sehr runter und freue dich über die kleinen Fortschritte.

Am besten kann man Freundschaften aufrecht halten (meine bescheidene Erfahrung), wenn man Gemeinsamkeiten hat. Ein gemeinsames Hobby, über das man Philosophieren kann und ein gemeinsamer Sport (zb Joggen) und schon hast du wöchentliche Treffen mit netten Gesprächsthemen.

Aber das hast du doch eigentlich schon und willst mehr? Dann kann ICH dir leider nicht weiter helfen XD
Denn ich bin momentan mit oben beschriebenem zufrieden.

Viel Glück und Kopf oben halten.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben