Für mich gab/gibt es immer beides. Zeiten, in denen sich unglücklicher Ereignisse über mehrere Tage aneinanderreihen. Aber auch Zeiten, meistens eher kürzere Zeiten oder Einzelfälle, in denen mir etwas zuteil wird oder zufällt, was mich erfreut, beglückt, dankbar staunen läßt.
Ich bin immer bemüht, offenen Augen für die schönen Dinge zu haben, nicht immer alles als selbsverständlich zu nehmen. Aber wenn ich 3 Wochen täglich Schläge kriege, kann ich beim nächsten Schlag schimpfen " Verd..... Sch....
Beispiel, um bei der Frage zu bleiben, "Was sind eure Pech Erlebnisse"
Als ich letztes Jahr mit meinem Micro-Camper nach Korsika fuhr, war ich noch in der Schweiz als das mit der Rektalen Disharmonie los ging, und sich 17 Tage bis zur Heimfahrt durchzog.
Die erste Nacht in Italien wurde ich schon Abends von asiatischen Tigermücken zerstochen.
(Und diese Stiche jucken locker 7-10 Tage auch ohne dran gekratzt zu haben)
Auf Korsika angegkommen, wollte ich zu dem angeblich schönsten Campingplatz der Insel fahren. (Plage de Saleccia) Der Weg dahin war so schlecht, dass ich mir, entdeckte ich später, eine Felge ramponiert hatte, (Werkstatt unumgänglich)
Am nächsten Tag hatte ich mir am Strand einen Muschelsplitter so in die Fußsohle getreten, dass ich die nächsten Tage nicht Barfuß gehen konnte, und selbst mit Schuhen/Sandalen die ersten Tage nicht schmerzfrei auftreten konnte.
2 Tage später bin ich ausgerutscht und hatte mir die Pelle unterhalb des Knie abgefetzt. Sah nach 7 Tagen immer noch so aus. Immer schön einfetten wenn ich Meer schwimmen wollte.
[Bild entfernt von der Moderation, FR 15]
Am nächsten Tag beim Wandern den rechten Fußknöchel an einem Stein geschrammt.
Am nächsten Tag in einer Parkbucht an der Hangstrasse mit der Frontschürze über einen Betonknubbel gefahren, in dem mal ein Verkehrsschild einbetoniert war.
Jedenfalls hatte ich die Schnauze
sowas von voll, dass ich meine Rundreise um die Insel abgbrochen hatte und auf dem Weg zum Hafen war!
Auf dem Wege bin ich noch in die Einrichtung, wo wir früher unsere Ferienwohnungen hatten. Es fand sich auch jemand zum Reden und ich hab mir mein Ströfken geheult. Da ich bis zur Abfahrt des Schiffes noch Zeit hatte, bin ich noch mal ins Meer ..... und das tat mir so gut ...... auch der Anblick der Berge im Hintergrund, dass ich gedacht hab, ich warte jetzt mal bis morgen, und wenn ich dann immer noch heim fahren will, kann ich das auch morgen machen. Abends noch am Hafen in Calvi entlang geschlendert.
Komme an diesem Aushang vorbei und denke;"Ich wollte doch immer mal diese Fahrt zu den Scandola-Felsen machen, wenn nicht jetzt, wann dann".
Also hab ich am nächsten Tag diese schöne Ausfahrt auf dem Boot gemacht.

Als ich dann eine Woche später wirklich heimgefahren bin, bin ich noch mal in die Einrichtung der Ferienwohnungen vorbei gefahren, weil ich die Überfahrt über die App der Fährgesellschafft nicht mit PayPal bezahlen konnte. Die haben mich dann mit ihrem Reisebüro verkuppelt, und ich bekam die Überfahrt zwar nicht für den Preis über die App, aber deutlich günstiger, als wenn ich sie in Bastia im Hafenbüro hätte buchen/bezahlen müssen. Zu allem Glück und schönen in der zweiten Urlaubshälfte, bekam ich dann noch von der Leitung der Gesellschafft der Ferinewohnungen (eine Person, die ich in der Woche erst kennen gelernt hatte) 100 € auf die Hand geschenkt.
So nah, können Pech und Glück hintereinander oder manchmal auch beieinander liegen.