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Was noch bleibt

  • Starter*in Starter*in biloxi
  • Datum Start Datum Start
B

biloxi

Gast
ist Scham, Angst (immer), Ekel, Beschmutzt sein. Nicht aus dem Dunkel ausbrechen können, körperliche Schmerzen, unendliche Einsamkeit. Völliger Wahnsinn, keine zwischenmenschlichen Beziehungen mehr.
Und die Frage: Lohnt sich das wirklich noch? Immer noch länger auszuhalten?

Die Schweine haben mich missbraucht. Mit 14. Mit 16. Mit 18. Verschiedene. Missbrauch, Vergewaltigung.

Und es hört nicht auf. Mit 22 4 Kerle auf einmal. Wie oft denn noch? Warum das alles?

Ich kann es nicht sagen. Vielleicht liegt es doch an mir. Zweifel. Selbstzweifel. Und Angst. Und Scham.

Ich kann nicht mehr.

biloxi
 
A

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Re: Was noch bleibt
Hallo biloxi,

schau mal hier:
Was noch bleibt. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Hallo biloxi!

Danke das Du so offen schreibst.

Es tut mir gut, so offen die Wahrheit zu lesen;ich finde sie sonst viel zu selten!

Ich hatte das auch
Mißbrauch mit 12
Vergewaltigung mit 15, mit 16

Grüße und viel Kraft
E
 
achja, mädels..

wie furchtbar, was euch passiert ist, und was müsst ihr für ein bild von uns männern haben...

was sabrina schreibt - selbstverteitigung lernen - vollkommen richtig, macht das und haut diesen typen was aufs maul - die einzige sprache, die die verstehen..

und - wer gewalt angetan bekam - müsst ihr euch schuldig fühlen dafür ?
nur weil ihr attraktiv seid ? nein, nein, und nochmals nein !!!
das andere extrem wäre, behindert im rollstuhl zu sitzen und überhaupt nicht beachtet zu werden..

aber wir männer sind nicht alle potentielle V*** - im gegenteil - oft genug haben wir uns maskiert, weil wir angst haben, unsre schwächen zu zeigen.

nein, biloxi - keine zwischenmenschlichen beziehungen mehr - damit verrennst du dich total. tue das bitte nicht - damit kannst du deinen lebensweg nicht finden.

ich wünsche dir die kraft und den mut, weiterzugehen, deine selbstvorwürfe als allererstes hinter dir zu lassen - und selbstverteidigung zu lernen um dich gegebenenfalls wehren zu können - aber vor allem, einen verständnisvollen partner zu finden, der dich wieder aufbaut und der dir vertrauen gibt und zu dem du vertrauen findest.

liebe grüsse

peter
 
Hallo,

danke für Eure Antworten. Wisst Ihr, ich kämpfe! Jeden Tag neu. Und ich will auch die Hoffnung nicht aufgeben, doch manchmal, da scheint die Last einfach so schwer....als könnte ich sie nicht länger tragen. Und irgendwie geht es dann doch.

@ pete:
Ich habe immer noch Hoffnung! Nicht nur zwischenmenschliche Beziehungen zu haben, sondern auch eines Tages wieder mit einem Mann zusammen sein zu können. Ich verurteile auch nicht alle Männer. Ich glaube, dann könnte ich gar nicht mehr weiterleben.
Die, die getan haben, was sie getan haben sind A****l****r in meinen Augen. Ich kann sie nicht mal hassen. Sogar dafür sind sie zu geringwertig.
Vor allem ist Hass ein Gefühl, das nur den unglücklich macht, der hasst. Diejenigen, die gehasst werden, wissen es nicht. Und wenn sie es wüssten, wäre es ihnen egal.

Dann ist Verachtung schon besser. Ich weiss, dass jeder normale Mensch (ob Mann oder Frau) über denen steht.

Nur gelingt es mir nicht immer mich so "überlegen" zu fühlen. Wenn die Erinnerungen da sind, dann ist allzu oft auch das da, was ich in meinem ersten Posting schrieb.

Doch es darf so sein.

grüsse
biloxi
 
Hallo,

in dem Thread: "vergewaltigt, was mach in nun?" habe ich unter dem nickname lara4 was geschrieben, was ich dir hier an's Herz legen möchte.
Ich weiss wie schwer es ist gegen die Vergangenheit und die Dämonen alter Ängste anzukämpfen.
Aber es lohnt sich diesen Kampf aufzunehmen. In psychologischen Experimenten wurde nachgewiesen, wie wichtig das äußere Auftreten und die offensichtliche (Körperhaltung etc.) Bereitschaft zur Gegenwehr in Gewaltsituationen ist.
Durch kontinuierliches Selbstbewußtseinstraining, und Selbstverteidigungskurse lernt man seine Ängste zu kontrollieren und sich effektiv zu wehren.
Auch dadurch, dass man in der Lage ist zuzuhauen wie ein Mann ist man kein bißchen weniger Frau.
Mich stösst das traditionelle Bild der schamhaften,duld- und schweigsamen Frau sehr an. Damit rechnen die betreffenden Tätergruppen. Gib denen ab sofort keine Chance mehr!
Verteidige dein Recht auf freie Selbstbestimmung über deinen Körper und darauf "Nein" zu sagen. Ein "Nein" dass auch trotz sexy Aufmachung gilt.

Ich bewundere deinen bisherigen Mut, deine Kraft und deine ungebrochene Zuversicht und wünsche dir, dass diese erhalten bleibt. Wenn du weiterkämpfst garantiere ich dir, dass du dich immer selbstbewußter und überlegener fühlen wirst.

Gruß
Tyra
 
@ tyra:

dein Vorschlag ist sicherlich nicht schlecht. Vielleicht werde ich ihn beherzigen. Was ich aber noch loswerden will: Ich war nie sexy aufgemacht und ich habe einmal versucht mich zu wehren. Danach war ich fast tot. Ich glaube beim besten Willen nicht, dass ich mit egal wie guter Kampfsporttechnik eine Chance habe, gegen jemanden, der 40 Kilo schwerer ist als ich.
Abgesehen davon hoffe ich natürlich, dass es mir NIE wieder passiert. Denn das, was ich bisher erleben musste reicht für mehrere Leben...

biloxi
 
Hallo biloxi,

beim Kampfsport kommt es nicht auf das Gewicht, sondern die Technik an.
Mit guter Technik kann man es mit mehreren Leuten, die 40 kg schwerer sind aufnehmen. Das war jedenfalls meine Erfahrung.
Natürlich ist das keine Garantie dafür niemals wieder Gewalt zu erfahren, dennoch ist es ein sehr gutes Gefühl zu wissen, das man sich notfalls effektiv (=im richtigen Moment/ Kampfsport schult auch den Blick für so etwas) wehren kann. Das nimmt sehr viele Ängste, mit denen man es ja nach einer Gewalterfahrung zu tun hat.
Daher kann ich das Erlernen eines Kampfsports auf jeden Fall wärmstens empfehlen.
Und: ich jedenfalls ziehe mich auch mal gerne sexy an, was aber für keinen Typen auf diesem Planeten ein Freischein für Zugriff ist, was ich auch ggf. sehr gut klar machen kann.

Gruß
Tyra
 
Doch biloxi, da kann ich mich Tyra nur anschließen: Diese Selbstverteidigung-Kurse und Kampfsportarten lehren weit mehr als nur draufhauen. Sie schulen das Auge für brenzlige Situationen, damit man erst gar nicht reingerät, sie schulen die eigene Ausstrahlung, damit man nicht wie ein potentielles Opfer wirkt, sie schulen Technik statt Muskelmasse - niemand würde Dir ansehen, dass Du jeden Kerl auf den Boden bringst und trotzdem wärst Du dazu in der Lage. Auch wenn er wesentlich schwerer und größer ist als Du.
Mal ein Beispiel aus einem Mädchen-Selbstbehauptungs-Kurs, den ich mit 12 gemacht hab: Der sogenannte Hebammen-Griff. In die Klöten greifen, zupacken und drehen. Das braucht keine Kraft, aber jeder Mann sackt zusammen, ob er will oder nicht. Und da nicht jede Technik für jede Situation geeignet ist, erlernt man eben einige davon und wenn man das regelmäßig übt, muss man in einer gefährlichen Situation auch nicht mehr lange nachdenken, wie man sich jetzt am effektivsten wehrt. Es gibt auch Techniken, die schon viel früher ansetzen, z.B. sich zu befreien, wenn man an den Handgelenken festgehalten wird. Auch da ist Kraft das wenigste. Man muss nur die Bewegung kennen, die man machen muss, damit der andere die Wahl hat zwischen loslassen und Knochenbruch.

Gel06
 
Genauso ist es Gel06,

es geht tatsächlich nicht um Kraft, sondern eher um den Habitus, d.i. das Auftreten und äußere Erscheinen.
Durch den Kampfsport und die Körperbeherrschung erhält man ein besseres Selbstbewußtsein und gößere Selbstsicherheit, was sich ganz deutlich an der körperlichen Haltung zeigt.
Psychologische Experimente haben gezeigt das es ganz entscheidend ist, ob jemand bereit ist Gegenwehr zu leisten oder nicht. Das zeigt sich dem Gegenüber innerhalb der ersten Sekunden einer Konfrontation. Oder bereits vorher an der Art und Weise wie man geht oder steht oder redet. Und die meisten Täter haben so etwas wie einen Blick für "Opfertypen" und suchen sich gezielt Personen, von denen sie keine oder nur geringe Gegenwehr erwarten.
Hej, und man muss kein Weltmeister im Kararate, Judo oder Aikido sein...ein paar Hebelgriffe und Tricks reichen schon aus.....siehe Gel06s Beispiele.
Nur dazu ist natürlich Training notwendig, um den Blick auf günstige Gelegenheit zu schulen und die Bewegungsabläufe zu verinnerlichen.
Ein zweiter Effekt von Kampfsport ist übrigens auf der psychologischen Schiene, dass man als Gewaltopfer auch seine Wut und Zorn auf effektive Weise kanalisieren lernt. D.h. die Angst und Wut beherrscht nicht mich, sondern ich lerne meine Angst und meine Wut zu beherrschen...
= Empfehlenswert

Gruß
Tyra
 

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