Ich habe heute 2 Bücher nochmals gelesen und mag sie euch beide vorstellen.
Rotkäppchen wie geht es Dir?
"Wer von uns hat sich schon einmal gefragt: "Rotkäppchen, wie geht es dir?" Wie ging es Rotkäppchen, als ihm bewusst wurde, dass der Wolf die Großmutter gefressen hatte? Als es selbst in Lebensgefahr war? Und wie ging die Geschichte weiter? "Rotkäppchen, wie geht es dir?" erzählt eine mögliche Variante. Aber nicht nur das. Es wirft auch andere Fragen auf. Wie geht es Mädchen und Jungen, wenn sie Schlimmes erleben oder mit ansehen mussten? Wie fühlen sie sich? Wie schaffen sie es, damit zu leben? Was hilft ihnen? Nicht zuletzt handelt "Rotkäppchen, wie geht es dir?" von Vertrauen. Vom Scheitern. Vom Hinfallen und Wiederaufstehen. Vom Nicht-Aufgeben. Es handelt davon, dass schlimme Dinge passieren, Dinge, die wehtun und belasten. Manchmal auch Dinge, die unglaublich, unfassbar, unvergesslich sind. Die trotzdem vergessen werden. Und irgendwie doch nicht. Dann ist es gut, wenn man nicht alleine ist. Wenn man jemanden an seiner Seite hat, wie den Bären in der Geschichte, dem man von seinen Sorgen erzählen kann, nach und nach, und dann Moment für Moment langsam wieder zu vertrauen lernt."
Im Buch geht es um Traumaverarbeitung.
Eine Stelle berührt mich sehr:
Rotkäppchen liegt im Wald auf dem Boden. Sie kann nicht mehr aufstehen, sie liegt nur noch da. Der Bär kommt und baut um Rotkäppchen herum ein Haus. Damit sie geschützt ist. Rotkäppchen muss nicht erst aufstehen oder irgendwie hinlaufen. Im übertragenem Sinne:
Rotkäppchen muss nichts und wird da abgeholt, wo sie gerade ist.
Das Buch hat eine Therapeutin geschrieben, es ist wunderschön illustriert, hat 50 Seiten und ist sehr verständlich geschrieben.
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Der kleine Drache Hab-mich-lieb
Ein Märchen für große Leute
"Das Märchen von der kleinen Drachendame Hab-mich-lieb und dem kochenden Zauberer Moya macht Mut, der eigenen Sehnsucht zu vertrauen, sich selbst zu finden und sich anzunehmen. Für alle, die schon mal den Sinn in ihrem Leben vermisst haben."
Im Buch geht es darum, dass der Drachen Hab-mich-lieb, der anfangs gar keinen Namen hat, in einer Höhle wohnt. Sie reißt aus, weil sie nicht immer andere Lebewesen erschrecken will.
Sie will Freunde finden, aber alle haben Angst vor ihr. Sie ist schließlich ein großer Drache!
Irgendwann lernt sie einen Kater kennen, und die beiden machen sich zusammen auf den Weg. Der Drache ist sehr selbstunsicher und weiß nicht, wie sie sich am Besten verhält. Sie lernt Grenzen zu setzen, zu vertrauen, sich zu hinterfragen. Und sie will liebgehabt werden, weswegen sie den Namen Hab-mich-lieb bekommt.
Im Wald treffen Drachen und Kater auf Moya, den Zauberer. Er hilft Hab-mich-lieb, zu sich selbst zu finden.
Ein sehr schönes Buch über Selbstbewusstsein, Freundschaft, Sinnhaftigkeit und Träumen.