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was kann man von einem Praktikanten erwarten?

Das Verhalten ist weder unverschämt noch angemessen - es ist einfach nur saudumm. Man kann Praktikanten von heute auf morgen rauswerfen. Bei einem Rauswurf hast du ein echtes Problem, da du das Praktikum formal für deine Ausbildung brauchst.

Dein Verhalten zeigt ebenfalls, dass du keinen Schimer hast, wie die Arbeitswelt funktioniert und wie Personaler/Chefs ticken. Wenn du nicht dauerhaft ALG II beantragen willst, musst du noch viel lernen...

Hast du mal darüber nachgedacht, warum du keine anderen Aufgaben bekommst?
Versetze dich mal in die Lage deines Chef. Er sieht einen Mtarbeiter, der....
- mit dem Einräumen von Waren bereits überfordert ist
- keinerlei Einsatzbereitschaft zeigt
- relativ faul und unmotiviert wirkt
- keine Bereitschaft zur Weiterentwicklung zeigt
- keine Lust auf Arbeit hat

Warum sollte man ausgerechnet so einen Mitarbeiter fördern und fordern, der eine natürliche Arversion gegen Arbeit zu haben scheint? Mit komplexen Aufgaben ist so ein Mitarbeiter doch eh hilflos überfordert...

In der Arbeitspsychologie gibt es die x und y-Theorie. Vereinfach ausgedrückt gibt es nach dieser Theorie 2 Arten von Mitarbeiter.
Kategorie X = Mitarbeiter, die unwillig sind zu arbeiten.

Kategorie Y = Mitarbeiter, die engagiert sind und sich weiterentwickeln möchten.

Der Personaler/Chef beobachtet mit stupiden Tätigkeiten an Anfang eines Praktikums zu welcher Kategorie sein Mitarbeiter gehört.

Ein Praktikant muss zu Beginn des Praktikums "Dreck fressen" um zu beweisen, dass er zu der Kategorie Y-Mitarbeiter gehört. Dann handelt es sich um einen Mitarbeiter, der engagiert ist und arbeiten möchte. So eine Person bekommt Chancen sich an komplexen Aufgaben zu beweisen und weiterzuentwickeln. Das ist eine win-win-Situation für beide Seiten. Der Mitarbeiter entwickelt sich weiter, das Unternehmen profitiert von der Leistungsbereitschaft.

Da du dich aber offensichtlich als Praktikant präsentierst, der keine Lust hat zu arbeiten, fällst du in die Kategorie X. Zu dieser Kategorie zählen Mitarbeiter, die keine Lust haben zu arbeiten. Sie haben nicht die Bereitschaft sich weiterzuentwickeln. Würde man dir etwas Komplexeres zumuten, würdest du dich nicht weiterentwickeln, weil du nicht willst. Das Unternehmen hätte auch nichts davon, weil du die Arbeit nicht vernünftig machst. Also bleibt deinem Chef nichts anderes über, als dir einfache Arbeit zu delegieren, bei der du keinen großen Schaden anrichten kannst.


Sie könnte aber auch allgemein Desinteresse an diesen Tätigkeiten haben. Schon darüber nach gegrübelt?
Unter anderem habe ich selber auch zu Schulzeiten so ein Praktikum gemacht, weil man mir mit 15 Jahren gesagt hatte, mach mal dies mach mal das, dann hast du was. Ich bin wiederwillig hingegangen und habe schlechte Arbeit geleistet (wenn überhaupt). Habe mich dumm gestellt, weil ich einfach keine Lust auf die Arbeitsfelder/Aufgaben hatte.

Und was bringt es einem Schüler, wenn er das Praktikum nur macht, um die Praktikumszeit auszufüllen, aber desinteresse hat???


Aber dennoch: So ganz Unrecht hast du nicht.
 
Es ist doch völlig egal, ob der TE Lust auf diese Aufgaben hat oder nicht. Momentan steckt er dort fest, es sei denn, er sucht sich flugs einen anderen Praktikumsbetrieb.
Die Zeit ist sowieso "weg", die wird auch nicht weniger, wenn er sich doof anstellt. Im Gegenteil, sie vergeht langsamer, wenn man wegen demonstrativer Unlust nur langweilige Arbeiten zu tun bekommt und sich auf die negativen Seiten konzentriert, als wenn man sich wirklich auf seine Situation einlässt.
Es ist natürlich blöd, dass all die Zeit nicht bezahlt wird, aber eine Gegenleistung bekommt er doch: Erfahrungen, Kontakte und hinterher ein Zeugnis, das indirekt zukünftig bestimmt viel Geld wert sein wird. Abgesehen davon ist es einfach ein schönes Gefühl, gute Arbeit geleistet zu haben, Anerkennung zu bekommen.

Es ist einfach sehr, sehr schade, wenn man eine solche Chance ungenutzt verstreichen lässt - nach dem Motto, "ich sitz hier einfach mal meine Zeit ab und bin froh, wenn es vorbei ist"...
 
Hallo,

so ein Praktikum hat ja einen Sinn, nämlich dass man in einen späteren Beruf/Branche/Aufgabenfeld hineinschnuppert. Sieh das als Chance, du weißt nun zumindest, was du nicht möchtest. Also Zeit für ein anderes Aufgabengebiet oder eben sogar für einen neuen Praktikumsplatz.

Zunächst würde ich dir aber empfehlen, mal das Gespräch mit deinem Vorgesetzten zu suchen und ihm deine jetzige Sicht zu erklären. Oft erreicht man damit schon viel und du übst gleich mal konstruktive Kommunikation, die du sicherlich noch öfters im Laufe deines späteren Berufslebens brauchen wirst. Mach doch selbst Vorschläge, was du in diesem Betrieb alles kennen lernen möchtest.
 

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