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was kann man von einem Praktikanten erwarten?

G

Gast

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Hallo zusammen,

ich mache im Moment ein 4,5 monatiges Praktikum in einem Einzelhandel.
Ich kriege keinen Cent und muss 35 Stunden die Woche arbeiten, bin jetzt schon 2 Monate dort und es gibt keine anderen Aufgaben für mich als Ware verräumen oder aufräumen.
typisches Ausbeuter-Praktikum eben, habe allerdings auch nichts anderes erwartet.

Die Frage ist jetzt, muss ich ein schlechtes Gewissen haben, da ich mich bei der Arbeit so gut wie garnicht anstrenge? Ich sehe nicht ein, dass ich mich verausgaben soll, wenn ich für umsonst arbeite.

Ich arbeite sehr langsam, man kann es schon fast trödeln nennen, aber trotzdem mache ich meine Arbeit ordentlich, denn sonst müssten die anderen Mitarbeiter meinen Mist ausbügeln und das wäre unfair.

Ich bestehe pünktlich auf mein Feierabend, ich sehe es nicht ein, mehr als 5 Minuten da zu bleiben. 5 minuten vor Feierabend packe ich die Ware, die ich nicht mehr geschafft hab, zurück ins Lager, räume meinen Müll weg und gehe, auch wenn noch nicht alles fertig ist, soll es halt ein anderer machen, immerhin hätten sie ohne mich noch mehr arbeit.

Findet ihr mein Verhalten unverschämt oder angemessen?
 
Hey Du,

4,5 Monate umsonst arbeiten als Vollzeitkraft und das fuer lau?

Wieso lässt Du Dich so ausbeuten? Musst Du das machen?
Ich finde das schon dreist, dass Du noch nicht mal eine Aufwandsentschädigung bekommst.

Ich wuerde an Deiner Stelle auch nur das nötigste tun; am besten was anderes suchen.
Weil, das kommt mir schon komisch vor, ein Praktikum im Einzelhandel, das so lange dauert und Du da so lange arbeiten musst.

Lieben Gruß,
Die Frau mit Hund.
 
Die Frage ist halt, was du für ein Praktikumszeugnis möchtest. Wenn dir das gleichgültig ist, dann hast du nichts zu verlieren und kannst dir ein schönes Leben machen.
 
brauche es für das praktische Zeugnis der Fachhochschulreife. Muss es in einem kaufmännischen Beruf machen, deswegen Einzelhandel. Eigentlich würde es garnicht anerkannt werden, wenn ich nur Ware einräume, aber mein Chef meinte, er würde mir da aufm Zettel draufschreiben was gefordert wird von der Schule.

Eigentlich wollte ich das Praktikum in einem Büro machen, allerdings haben sie mir nicht auf meine Bewerbung geantwortet.
Dann wurde die Zeit knapp, da ich das Zeugnis bis Juni haben muss für das Studium. Von daher muss ich es nun durchziehen.
 
Weisst du denn schon, was du eigentlich willst? Das klingt nämlich für mich wie: "Ich-habe-keine-andere-Auswahl-und-mach-das-nur-weil-ich-muss."
Mein Tipp: Such dir einen anderen Praktikumsplatz.
 
brauche es für das praktische Zeugnis der Fachhochschulreife. Muss es in einem kaufmännischen Beruf machen, deswegen Einzelhandel..
Wenn du das Praktikum fuer dein praktische Zeugnis brauchst, warum strengst du dich dann nicht an? Du wirst nicht der einzige deiner FHS sein, der diese Art von Praktikum voellig kostenlos machen muss.

Wenn du gerade nur das Noetigste und dann noch absichtlich in Zeitlupe machst, wird man dir wohl nichts Anspruchsvolleres, z.B. kassieren, zutrauen als Regale einzuraeumen. Ein Wechsel der Praktikantenstelle wird dir da auch nicht weiter helfen. Zieh das Praktikum durch und streng dich an. Du wirst dafuer eine Beurteilung bekommen, die vielleicht auch ausschlaggebend sein wird, ob du deine Traumausbildung finden kannst. So schadest du dir nur selbst.
 
ich brauche kein Zeugnis. Ich brauche nur eine Bescheinigung ohne Bewertung. mit dieser Bescheinigung stellt mir die Schule dann ein "Zeugnis" aus.
 
ich brauche kein Zeugnis. Ich brauche nur eine Bescheinigung ohne Bewertung. mit dieser Bescheinigung stellt mir die Schule dann ein "Zeugnis" aus.


Das sagt dann doch wohl einiges aus. Also am "Ende" doch ein Zeugnis. Und das wird, das haben/werden hier dir die anderen User auch bereits gesagt, dass du dich trotzdem anstrengen musst.


Allerdings meine ich mit meiner ersten Antwort, dass du dir mal vorher Gedanken gemacht haben musst, wo du auf der Suche warst, und du wirst ja wohl auch ein Vorstellungsgespräch gehabt haben, in denen man dir deine Aufgaben geschildert hatte.
 
Ich verstehe, dass die Motivation nicht gerade in den Himmel schießt, wenn das Praktikum für einen selbst nicht relevant, nur eine Formsache, absolut unbezahlt und auch sonst anspruchslos abläuft, der Betrieb selbst keine Motivation hat, Dich irgendwie zu fordern und auch vorwärts zu bringen, in dem sie Dir was zutrauen und auch mal anspruchsvollere Aufgaben übertragen.

Aber...

Dass dieses Praktikum für FHR notwendig ist, ist nunmal so, dafür kann keiner was.

Und: Du hattest/ hast es in der Hand. Es gibt ja nicht nur diese zwei Betriebe auf der Welt. Du hast Dich offensichtlich nicht ausreichend und engagiert genug, offensichtlich auch zu kurzfristig, um dieses Praktikum bemüht.

Es ist Deine Lebenszeit. Du gestaltest sie und niemand sonst kann was dafür, wenn Du Dich in einer Situation befindest, die Dir nicht gefällt.

Überleg mal, wie klasse es für das Team dort ist, einen derart unmotivierten Kollegen zu haben, dem die Unlust aus jeder Pore schreit.

Also, Betrieb wechseln, wenn das noch geht. Oder mal genau überlegen, was Dir Spaß machen würde, nochmal die geforderten Aufgaben durchgehen und dann zum Chef gehen und darum bitten, kein ausschließliches 0815-Warenräum-Praktikum machen zu dürfen, sondern auch etwas zu lernen. Im Gegenzug dafür legst Du Dich ins Zeug.
 
Hallo zusammen,

ich mache im Moment ein 4,5 monatiges Praktikum in einem Einzelhandel.
Ich kriege keinen Cent und muss 35 Stunden die Woche arbeiten, bin jetzt schon 2 Monate dort und es gibt keine anderen Aufgaben für mich als Ware verräumen oder aufräumen.
typisches Ausbeuter-Praktikum eben, habe allerdings auch nichts anderes erwartet.

Die Frage ist jetzt, muss ich ein schlechtes Gewissen haben, da ich mich bei der Arbeit so gut wie garnicht anstrenge? Ich sehe nicht ein, dass ich mich verausgaben soll, wenn ich für umsonst arbeite.

Ich arbeite sehr langsam, man kann es schon fast trödeln nennen, aber trotzdem mache ich meine Arbeit ordentlich, denn sonst müssten die anderen Mitarbeiter meinen Mist ausbügeln und das wäre unfair.

Ich bestehe pünktlich auf mein Feierabend, ich sehe es nicht ein, mehr als 5 Minuten da zu bleiben. 5 minuten vor Feierabend packe ich die Ware, die ich nicht mehr geschafft hab, zurück ins Lager, räume meinen Müll weg und gehe, auch wenn noch nicht alles fertig ist, soll es halt ein anderer machen, immerhin hätten sie ohne mich noch mehr arbeit.

Findet ihr mein Verhalten unverschämt oder angemessen?

Das Verhalten ist weder unverschämt noch angemessen - es ist einfach nur saudumm. Man kann Praktikanten von heute auf morgen rauswerfen. Bei einem Rauswurf hast du ein echtes Problem, da du das Praktikum formal für deine Ausbildung brauchst.

Dein Verhalten zeigt ebenfalls, dass du keinen Schimer hast, wie die Arbeitswelt funktioniert und wie Personaler/Chefs ticken. Wenn du nicht dauerhaft ALG II beantragen willst, musst du noch viel lernen...

Hast du mal darüber nachgedacht, warum du keine anderen Aufgaben bekommst?
Versetze dich mal in die Lage deines Chef. Er sieht einen Mtarbeiter, der....
- mit dem Einräumen von Waren bereits überfordert ist
- keinerlei Einsatzbereitschaft zeigt
- relativ faul und unmotiviert wirkt
- keine Bereitschaft zur Weiterentwicklung zeigt
- keine Lust auf Arbeit hat

Warum sollte man ausgerechnet so einen Mitarbeiter fördern und fordern, der eine natürliche Arversion gegen Arbeit zu haben scheint? Mit komplexen Aufgaben ist so ein Mitarbeiter doch eh hilflos überfordert...

In der Arbeitspsychologie gibt es die x und y-Theorie. Vereinfach ausgedrückt gibt es nach dieser Theorie 2 Arten von Mitarbeiter.
Kategorie X = Mitarbeiter, die unwillig sind zu arbeiten.

Kategorie Y = Mitarbeiter, die engagiert sind und sich weiterentwickeln möchten.

Der Personaler/Chef beobachtet mit stupiden Tätigkeiten an Anfang eines Praktikums zu welcher Kategorie sein Mitarbeiter gehört.

Ein Praktikant muss zu Beginn des Praktikums "Dreck fressen" um zu beweisen, dass er zu der Kategorie Y-Mitarbeiter gehört. Dann handelt es sich um einen Mitarbeiter, der engagiert ist und arbeiten möchte. So eine Person bekommt Chancen sich an komplexen Aufgaben zu beweisen und weiterzuentwickeln. Das ist eine win-win-Situation für beide Seiten. Der Mitarbeiter entwickelt sich weiter, das Unternehmen profitiert von der Leistungsbereitschaft.

Da du dich aber offensichtlich als Praktikant präsentierst, der keine Lust hat zu arbeiten, fällst du in die Kategorie X. Zu dieser Kategorie zählen Mitarbeiter, die keine Lust haben zu arbeiten. Sie haben nicht die Bereitschaft sich weiterzuentwickeln. Würde man dir etwas Komplexeres zumuten, würdest du dich nicht weiterentwickeln, weil du nicht willst. Das Unternehmen hätte auch nichts davon, weil du die Arbeit nicht vernünftig machst. Also bleibt deinem Chef nichts anderes über, als dir einfache Arbeit zu delegieren, bei der du keinen großen Schaden anrichten kannst.
 

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