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was kann ich gegen selbstmordgedanken machen?

  • Starter*in Starter*in Unregistriert
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hallo luiserl

entschuldige, ich habe das nicht abwertend gemeint. und stimmt, du hast recht, ich habe nicht alles gelesen. ich habe nur von meinen erfahrungen erzählt. vielleicht war das zu egoistisch, zu unbedacht, zu vorschnell.

aus meiner erfahrung: ich war oft verzweifelt und einfach sehr alleine. niemand war da, der verständnis hatte. und ich wusste nicht, dass es stellen gibt, wie das kriseninterventionszentrum. deshalb habe ich das geschrieben. weil ich denke - und jetzt gehe ich wieder von meinem standpunkt aus, das sich aber wirklich nicht verallgemeinern lässt!! - dass man eben manchmal nicht weiss, dass es stellen gibt, wo man hin kann.

ich war oft verzweifelt und nur durch zufälle bin ich an adressen und an möglichkeiten geraten, von denen ich wirklich nichts wusste. von denen mir nie jemand erzählt hat. und solange habe ich versucht irgendwie klar zu kommen, irgendwie einen weg zu finden, irgendwie weiterzumachen, irgendwie nicht aufzugeben (und irgendwie ist mir auch scheinbar vieles gelungen... auch wenn ich es als zu wenig und in die ganz falsche richtung erachte, aber ich habe mich abgequält! ich habe mir auch schmerzen zugefügt. in dieser zeit ist viel verloren gegangen. darum trauere ich noch immer. ich kenne mich mit foren vielleicht nicht so aus. ich bin in bibliotheken rumgewandert und habe hunderte von büchern verschlungen, die mich irgendwie angesprochen haben. ich habe versucht da raus mir hilfe zu holen.

viele sagen, ich sei sehr sensibel. aber ich bin doch oft überhaupt nicht feinfühlig.

lieben gruss

y.
 
Danke, Gast für Deine Aufrichtigkeit. (willst Du Dir nicht einen Namen geben? Wir sind manchmal im Verhältnis Gast/Mitgleider 35/1. Wie soll man Euch Gäste dann auseinanderhalten?)

Ich wollte Dich mit meinem Einwand nicht irgendwie maßregeln, sondern einfach auf die Aufgabe dieses Forums hinweisen.

Leider erleben wir immer wieder, dass neue Gäste ein Thema lesen, dass sie völlig anspricht, weil es ihre Geschichte sein könnte, und dabei übersehen, dass das, was sie gelesen haben, vielleicht nur die letzten 2-3 Beiträge eines ganzen Schicksals sind. Dadurch kommt es ab und zu zu Ratschlägen, die am eigentlichen Thema vorbeilaufen. Nur deshalb mein Hinweis an Dich, damit das vermieden wird.

"Wolle mer wieda gut sei?"
Liebe Grüße
Luiserl
 
ich nenn mich mal puma (ist das ok?)

mit dreizehn bin ich von zu hause ab. nach einem tag wurde ich wieder überredet wieder in mein gefängnis zurückzugehen. es fanden aber keinerlei gespräche statt. alle erwachsenen liessen mich im stich. damals fingen die depressinonen an und der glaube, ich muss es alleine schaffen, ich muss mit den lügen leben und dass mir eh niemand hilft. trotz meinen grossen anstrengungen hat sich noch nichts aufgelöst. ich habe immer nur alles verdrängt. und selbstmordgedanken kenne ich schon seit ewigkeiten. war mehr ein grooooooooosser schrei nach hilfe. und das kommt jetzt noch vor. weil sich eben nichts wirklich gelöst hat. und ich noch immer nach hilfe schreie. mittlerweile STEHE ICH AUCH AUF UND GEHE IRGENDWOHIN UND SAGE, MAN SOLL MIR HELFEN, DASS ICH ES NICHT SCHAFF ALLEINE.
wenn ich die verschiedenen beiträge lese, dann muss ich manchmal weinen, weil es mich berührt, weil es mir nahe geht, weil sie auch meine schmerzen benennen.
nun, ich bin schon älter. und langsam verstehe ich, woher das kommt, dieses leid. und mich macht es einfach manchmal richtig, richtig, richtig wahnsinnig, wenn man immer neues leid heraufbeschwört. wenn man erst warten muss, bis es den leuten erst ganz schlecht geht. dass man nicht präventiv an die sache ran kann. zusehen zu müssen, wie menschen verletzt werden, das tut mir weh, sehr. grosse ohnmacht stürzt über mich rein. lässt mich verzweifeln. lässt mich an den tod denken.
dabei will ich das gar nicht. ich will ja leben. ich will ja mut finden, zu mir finden, aufrecht gehen und dazu beitragen, dass es eine schöne, lebenswerte, und menschenwürdige welt wird. aber manchmal, wenn ich sehe, wie man überall zerstört, dann fühl ich mich total überfordert. zu schwach. obwohl ich weiss, dass ich jetzt erst recht für das gute einstehen sollte. wenn andere halt zerstören, dann gehe ich hin und versuche zu heilen, das leben wieder einzuflössen. aber ich fühl mich wie ne kleine ameise unter elefanten. wenn andere lügen verbreiten, versuche ich die wahrheit zu nennen. aber sie sind in der überzahl. ich habe keine chance. doch, zu mir zu stehen. dann bin ich aber einsam. und andere ängste kommen auf.

ich habe nach all den jahren die erfahrung mit mir gemacht, dass es ängste sind, die mich zurückhalten. ängste, die ich anschauen muss, denen ich begegnen will. immer wieder enttäuschungen, immer wieder wiedergeboren werden.
ich heule wieder viel rum. auf der strasse, wenn ich fahrrad fahre. ich kann es nicht zurückhalten. und manchmal will es einfach nicht mehr aufhören. mitten in der menschenmasse. ich ziehe mich zurück, weil ich nicht lächeln kann, weil all das was ich sehe, was ich selber erlebt habe, mich sehr traurig macht.

so.. jetzt habe ich wieder nur von mir geschrieben.

dabei ging es um das mail vom ersten gast, der die frage gestellt hat.

sorry

gruss
 
@Puma, mir geht es seit Wochen genauso, und ich muss aufpassen, dass ich mich von den Sorgen und bitteren Geschichten nicht auffressen lasse.
Ich fühle, wenn ich aufgehört habe hier zu schreiben, eione Leere und Hilflosigkeit in mir, die mich wütend und traurig macht. Und dann habe ich Angst, dass ich mich von all den Schicksalen selbst nach unten ziehen lasse.

Manchmal muss ich alle Kraft aufwenden, damit das Positive bei mir auch weiterhin die Oberhand behält.

Ich nehme mir des Öfteren vor, einmal einen Tag Pause vom Forum einzulegen, aber irgendwann halte ich es dann nicht mehr aus und muss doch nachsehen, wie es denen, die ich inzwischen lieb gewonnen habe, ergangen ist.

@Kummergast vom ersten Beitrag,
leider kann ich vor lauter unregistrierten Beiträgen nicht mehr klar sagen, welche von Dir sind.
Deine Selbstmordgedanken kommen ja wirklich sehr schnell. Hast Du schonmal versucht, Probleme zu lösen oder damit fertig zu werden, ohne gleich das Leben hinwerfen zu wollen?

Bisher habe ich in Deinen Beiträgen noch nichts gelesen, das mir eine Erklärung für Deine Selbstmordgedanken hätte geben können.
Handelt es sich bei Dir um eine depressive Grundstimmung?
Ich habe etwas das Gefühl, dass Du Dein Leben als trostlos empfindest ohne eigentlichen Grund.

Puma hat Dir so lieb auf Deinen Hilferuf geschrieben, um Dich aufzumuntern.
Kannst Du mnicht mal ein paar Deiner Probleme, die Dir so unlösbar erscheinen, erzählen?

Ich weiß wirklich nicht, wie Dir sonst zu helfen wäre. Denn eine depres´sive Grundstimmung, ohne schwerwiegenden Anlass, gehört in die Hände eines guten Therapeuten. Dann scheint es in Deinem Leben etwas gegeben zu haben, was Dir nicht mehr bewusst ist, aber im Unterbewusstsein diese stimmung auslöst.

Versuch mal, selber genauer dahinter zu kommen, was die Ursache sein könnte. Vielleicht finden wir dann auch zusammen einen Weg aus dieser Misere.
Lg
Luiserl
 
guten abend luiserl

ich wollte nur sagen:

ich finde es spitzenmässig, dass ihr das hier macht! dass hier ein forum dargeboten wird, dass man sich selber organisiert und irgendwie versucht zu machen.. ich finde das toll! es ist viel wert und es hilft! wenn man sich andernorts nicht getraut, wenn man sich alleine fühlt, darf man hier schreiben und es gibt menschen, die nehmen sich zeit und lesen und geben weiter, was sie weitergeben können. menschen, die sich trauen über tabus zu reden, menschen die sich öffnen. es braucht mut, aber ich glaube es ist der richtige weg. wie soll man lernen im leben, wenn man immer alles unterdrückt, wenn man immer alles totschweigt - nach dem motto, was nicht sein darf, ist nicht. aber so ist es nicht. sogar zubetonierte, dicke baumwurzeln stossen unten durch, machen sich breit, sterben nicht immer ab. vielleicht ist es so mit unserem innern. alles was nicht sein durfte, alles was zugedeckt wurde, ist noch da, und wie eine heimliche kraft wächst es und nimmt sich den raum, den es braucht. ich bin nicht gläubig oder so - aber jesus hat sich genau diejenigen angenommen, denen es am schlechtesten ging, den armen, den hungrigen, den blinden, den ausgestossenen. ALLE HABEN EIN RECHT ZUM SEIN, HABEN EIN RECHT ZUM LEBEN.

manchmal, wenn ich so sehe, wieviele leiden, dann denk ich, wie stark der mensch ist, wieviel er eigentlich zu ertragen vermag.

es braucht mut, zu den eigenen tränen zu stehen. aber ich finde es wichtig. ich finde, es bringt nichts, so zu tun als ob. wieso sollte man auch. wer zwingt uns dazu? eigentlich niemand als wir selbst. wir geben die macht ab an andere. je eher wir uns so nehmen, wie wir sind, wir uns so lieben, wie wir tatsächlich sind, umso schneller werden wir zu unserer wahren herzenskraft vordringen. und irgendwo habe ich mal gelesen: die liebe ist eine unversiegbare quelle.
ich empfinde es bisweilen als erlösend, wenn ich mir selber einfach zugestehen kann, dass ich jetzt total traurig bin, dass mir alles wehtut, dass ich verzweifelt bin. einfach jetzt im moment. und es ist ok.

ganz lieben gruss
puma
 
hi was kann ich dagegen tun???ich habe fast jeden tag probleme und werde sie nicht los ich denke mir manchmal das ich mich umbringe oder so wisst ihr vielleicht was ich dagegen machen kann????
 

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