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Was jetzt?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 62545
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Gelöscht 62545

Gast
Wie ihr vielleicht schon wisst ist mein Vater vorkurzem verstorben. genauere Infos in meinem letzten Beitrag. Mein Problem jetzt ist, dass ich mit meinem Freund nicht mehr klarkomme. Er versteht mich nicht und ich ihn nicht. Mein Kopf ist komplett leer und ich rede viel Schwachsinn. Was jetzt?
 

Hallo Gelöscht 62545,

schau mal hier: Was jetzt?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Lieber Gast-P,

nach einem schweren Todesfall bist Du belastet. Wir müssen erstmal damit fertig werden, mit den Fragen nach dem Sinn des Lebens und dem Ereignis des Todes. Ich denke, bevor Du die Beziehung zu Deinem Freund pflegen kannst, solltest Du erstmal die Beziehung zu Dir selbst pflegen und die für Dich wichtigen Fragen klären. Das braucht Zeit. Vielleicht sprichst Du mal mit Deinem Freund dahingehend, dass er Dir die Zeit gibt, die Du für Dich benötigst.

Manchmal ist es einfach gut, wenn ein Mensch einfach nur da ist, ohne dass dieser Mensch jetzt Anforderungen an mich stellt. Wenn Du so oder ähnlich empfindest, dann sag es Deinem Freund auch so.

LG, Nordrheiner
 
Wie ihr vielleicht schon wisst ist mein Vater vorkurzem verstorben. genauere Infos in meinem letzten Beitrag. Mein Problem jetzt ist, dass ich mit meinem Freund nicht mehr klarkomme. Er versteht mich nicht und ich ihn nicht. Mein Kopf ist komplett leer und ich rede viel Schwachsinn. Was jetzt?

Für Jemand der nicht wirklich involviert ist, ist der Umgang mit dem Tod ein anderer, wie für den Betroffenen selbst.
Die Zeit der Trauer und letztendlich die Zeit des Loslassens sind verschieden Erlebenswelten, die durchlebt werden wollen und müssen.
Allerdings ist es auch vorteilhaft einen Freund/Partner an der Seite zu haben, der einen in den Hintern tritt, wenn man Gefahr läuft, sich zu sehr im Schmerz des Verlustes zu verlieren..........denn das eigene Leben bleibt nicht stehen, es läuft weiter und verlangt von uns das Mitlaufen.
Für einen Außenstehenden ist es immer schwer, das Gefühl für die jeweilige Jetztsituation des Trauernden auszuloten und entsprechend zu reagieren.
Auf der anderen Seite vergisst der Trauernde schnell, das das Leben und die Lebenden wichtiger sind wie der Tod und bleibt in einer Zwischenzone hängen, die es beiden schwer macht in den normalen Alltag zurück zufinden.
Hier ist auf beiden Seiten viel Einfühlungsvermögen notwendig.
 
Nun, in der Trauer ist man nunmal nicht objektiv, kann nicht seinerseits empathisch sein, ist man auf das Mitgefühl der Nächsten angewiesen.

Dein Vater ist keine Woche tot.

Du musst jetzt nicht vernünftig sein, Du darfst wirres Zeug erzählen, Du brauchst noch nicht zu erkennen, dass Dein Leben weiter geht.

So ein Verlust ist etwas so Einschneidendes, hat so eine Wucht, dass man tatsächlich völlig durch den Wind sein kann ...

Schade, dass er Dich jetzt nicht nehmen kann, wie Du bist, Dir keine Stütze sein kann. Was genau tut er denn, was Du nicht verstehst?
 

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