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Was ist wahre Freundschaft?

Wahre Freundschaft hat es vielleicht vor 50, 60 Jahren noch gegeben. Heute sind das nahezu zu 100 % nur noch Zweckgemeinschaften zum gegenseitigen Nutzen. Entfällt der Nutzeffekt, wird der andere fallen gelassen, auch wenn er ein noch so sympathischer, feinfühlender, hilfsbereiter Mensch ist. Wahre Freundschaft bedeutet, auf einer Wellenlänge zu liegen und auch dann füreinander da zu sein, wenn der andere keine Vorteile zu bieten hat und nicht "funktioniert".
Und warum soll es das heute nicht mehr geben?

Ich sehe, dass es das sehr wohl noch gibt.
 
Das mit der Seele in zwei Körpern halte ich für romantisiert und unrealistisch. Das gibt es nicht, wir sind alle unterschiedlich. Diese romantisierte Sicht führt nur zu Enttäuschungen.

Für mich ist es wichtig, jemanden so anzunehmen wie er ist und die Grenzen dieses anderen Menschen zu wahren. Niemals darf mit emotionalen Erpressungen, Manipulationen und Druckmache gearbeitet werden, sowas vergiftet alle Sympathien. Man hat auch keinerlei Recht, jemand anderen irgendwie umzuerziehen.

Freundschaft ist ein Interesse am anderen Menschen, ohne Ausnutzung, ohne Statusaufwertung oder Selbsterhöhung auf Kosten des anderen. Freundschaft ist ein Geschenk, ein Stück Kuchen, welches man vom Leben bekommt und welches einen selber zum Backen inspiriert. Den ganzen Kuchen zu wollen, ist eine Sünde!

Freundschaft bedeutet, sich Gedanken zu machen, was man selber geben kann und was nicht, und was der andere geben kann und was nicht. Niemals darf man enttäuscht sein, weil jemand anders etwas einfach nicht kann. Da muss man genau hinschauen und differenzieren. Maßhalten ist, wie überall im Leben angesagt, sowohl im Nehmen, als auch im Geben. Nicht den anderen ausbeuten und sich selber nicht ausnutzen lassen. Anerkennung aussprechen, aber nie nach dem Munde reden um zu gefallen. Durchaus kritisch bleiben.
 
Wahre Freunde sollten Aufrichtig zu einander sein. Schwierige Wahrheiten auszusprechen und sich anzuhören gehört so schwer es auch sein mag, auf jedenfall dazu. Ansonsten wenn man sich andauernd voreinander zurücknimmt, lächelt obwohl einem eigentlich gar nicht danach ist, zählt man das ganze wohl lieber als Soziales Arangement 🙂

Außerdem finde ich gegenseitiges Vertrauen und Loyalität sehr wichtig in einer Freundschaft.

Und wenn ein Freund einem dann noch praktische Hilfe bittet bzw. wirklich da ist wenn es darauf ankommt.

Dann ist das Gesamtpaket komplett 🙂

Ich finde allerdings auch das heutzutage vieles an Wert verliert, und einiges viel weniger ernst genommen wird. Das mag altmodisch klingen aber für mich liegt das daran das es früher mehr Werte und prinzipien gab..

Mehr Möglichkeiten und weniger Prinzipien, bedeuten noch lange nicht die Lösung menschlicher Probleme.
 
Wahre Freundschaft hat es vielleicht vor 50, 60 Jahren noch gegeben. Heute sind das nahezu zu 100 % nur noch Zweckgemeinschaften zum gegenseitigen Nutzen. Entfällt der Nutzeffekt, wird der andere fallen gelassen, auch wenn er ein noch so sympathischer, feinfühlender, hilfsbereiter Mensch ist. Wahre Freundschaft bedeutet, auf einer Wellenlänge zu liegen und auch dann füreinander da zu sein, wenn der andere keine Vorteile zu bieten hat und nicht "funktioniert".

Das tut mir sehr Leid für dich, dass du solche Erfahrungen gemacht hast. Ich kann dir aber sagen, dass es wahre Freundschaften durchaus gibt.

Ich (m, 27) und meine beste Freundin (25) haben unseren jeweiligen Partnern zu Beginn der Beziehung eine Sache unmissverständlich gesagt: Wir sind seit über 10 Jahren befreundet und das wird auch so bleiben. Wir dulden keine Eifersucht wegen des anderen und uns gibt es nur im Doppelpack.

Meine beste Freundin und ich sind nicht immer einer Meinung und fauchen uns auch mal gegenseitig an. Trotzdem kämen wir nie auf die Idee den jeweils anderen zu hintergehen oder fallen zu lassen. Wir sind immer füreinander da, egal ob in guten oder in schlechten Zeiten, stehen füreinander ein, helfen uns gegenseitig wo wir können und haben viel Spaß zusammen.

Auch wenn das nach einer romantischen Beziehung klingt, sind wir auf einer ganz anderen Ebene verbunden als mit unseren Partnern, auch wenn das schwer zu erklären ist. Wir sind ein fester Knotenpunkt im Leben des anderen geworden und haben davon keinen direkten Nutzen. Es ist wirklich so, als ob eine Seele in zwei Körpern wohnen würde. Wir wissen über den anderen mehr als jeder andere Mensch auf der Welt (auch mehr als unsere Partner), weil wir alles positive und negative miteinander teilen. So eine tiefe Verbundenheit braucht aber einfach seine Zeit. Gleichzeitig hatte ich aber nie das Gefühl mich bemühen zu müssen, wir sind in unsere Freundschaft halt einfach so reingerutscht, als wäre es Schicksal gwesen das wir uns finden (bei genauerem Nachdenken haben verschiedene Zufälle in den letzten 40 Jahren genau an diesen Punkt geführt, aber das ist ein andere Geschichte).

Halt einfach die Augen offen und du wirst dein passendes Seelenstück schon finden 🙂
 
Das mit der Seele in zwei Körpern halte ich für romantisiert und unrealistisch. Das gibt es nicht, wir sind alle unterschiedlich. Diese romantisierte Sicht führt nur zu Enttäuschungen.

Für mich ist es wichtig, jemanden so anzunehmen wie er ist und die Grenzen dieses anderen Menschen zu wahren. Niemals darf mit emotionalen Erpressungen, Manipulationen und Druckmache gearbeitet werden, sowas vergiftet alle Sympathien. Man hat auch keinerlei Recht, jemand anderen irgendwie umzuerziehen.

Freundschaft ist ein Interesse am anderen Menschen, ohne Ausnutzung, ohne Statusaufwertung oder Selbsterhöhung auf Kosten des anderen. Freundschaft ist ein Geschenk, ein Stück Kuchen, welches man vom Leben bekommt und welches einen selber zum Backen inspiriert. Den ganzen Kuchen zu wollen, ist eine Sünde!

Freundschaft bedeutet, sich Gedanken zu machen, was man selber geben kann und was nicht, und was der andere geben kann und was nicht. Niemals darf man enttäuscht sein, weil jemand anders etwas einfach nicht kann. Da muss man genau hinschauen und differenzieren. Maßhalten ist, wie überall im Leben angesagt, sowohl im Nehmen, als auch im Geben. Nicht den anderen ausbeuten und sich selber nicht ausnutzen lassen. Anerkennung aussprechen, aber nie nach dem Munde reden um zu gefallen. Durchaus kritisch bleiben.

Besser kann man es nicht ausdrücken. Man ist nur bei sich ganz selbst, und kann auch nur bei sich ganz sein. Als Einheit. Freundschaften ergänzen nur das was schon da ist.

Ein wahrer Freund verzeiht einem nicht alles. Ein wahrer Freund sagt und zeigt einem, wie der Name schon sagt, die Wahrheit. Und Freunde sind auch nur Menschen, und ein Mensch kann nicht immer trösten, nicht immer helfen und nicht immer da sein. Wenn man sein eigenes Ganzsein empfindet, dann ist einem jeder Freund ein wahrer Freund, dem man sein ganzes Sein wahrhaftig zeigen kann.

"Wahre Freundschaft hat es vielleicht vor 50, 60 Jahren noch gegeben. Heute sind das nahezu zu 100 % nur noch Zweckgemeinschaften zum gegenseitigen Nutzen. Entfällt der Nutzeffekt, wird der andere fallen gelassen, auch wenn er ein noch so sympathischer, feinfühlender, hilfsbereiter Mensch ist. Wahre Freundschaft bedeutet, auf einer Wellenlänge zu liegen und auch dann füreinander da zu sein, wenn der andere keine Vorteile zu bieten hat und nicht "funktioniert"." Ich habe vor 50, 60 Jahren nicht gelebt, aber so ganz kann ich das nicht glauben. Selbst in der Antike wurde gesagt, dass die Menschen früher ehrlicher waren, oder "freundschaftlicher". In den meisten Fällen ist es aber eine etwas illusionäre Vorstellung. Es gibt diese Zweckgemeinschaften, es gab sie schon immer. Und es wird sie wohl auch immer geben, und in 50 Jahren wird man sagen "Anfang der 2000er gab es noch echte Freundschaften. Die Welt geht vor die Hunde." - Nun ist das aber eine innere Einstellung und Vorstellung. Jemand der sagt "Früher war alles besser." dem wird es im heute schlechter gehen, oder sich schlechter fühlen, als jemand der sagt "Heute ist gut genug, wie es ist so freue ich mich."
Und wer sagt "Heutzutage gibt es keine Freundschaft." der wird sich wohl auch schlechter fühlen als jemand der sagt "Heute sind die Freundschaften anders, aber gut genug."

Und die Zweckgemeinschaften an sich, die habe ich noch nicht erlebt. Und dann kann es ja nicht 100% sein, oder? Du und ich, okay, wir sind kein nennenswerter Prozentteil von 7 Milliarden, aber unsere, deine und meine Wahrnehmung, kann das auf die ganze Menschheit übertragen werden? Nicht wirklich oder? Also heißt es doch "Meine Freundschaften, die Freundschaften die ich erlebt habe, sind 100% Zweckgemeinschaften." Und was sagt das dann aus? Wie kann das passieren? Wäre es nicht interessant herauszufinden wo man selbst angreifbar ist, oder sich "ausnutzen" lässt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Freundschaft er für mich, absolutes Vertrauen zu einer anderen Person zu haben.Zu wissen,dass man die Wahrheit sagen kann und auch gesagt bekommt ohne dass es hinterher falsch ausgelegt wird oder man aufeinander sauer ist.Freundschaft ist auch ein Stück Arbeit,jeder muss seinen Teil dazu beitragen,sonst funktioniert es nicht.Ich muss auch einen Freund nicht jeden Tag sehen,oder mit ihm sprechen,aber ich weiß,dass mich,wenn es drauf ankommt immer auf den anderen verlasen kann und umgekehrt.
Ich finde dass es heute durchaus noch echte Freundschaft gibt,aber ich für meinen Teil,bin vorsichtig und brauche lange,bis ich jemanden als Freund bezeichne und das mache ich auch nur sehr selten.
 
Wahre Freundschaft verzeiht alles! 🙂


Von Aristoteles:
"Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern."

Was wenn man einem Freund verzeihen, aber seine Taten und Worte nicht vergessen kann?
Wenn sie einem trotzdem belasten (traurig stimmen, Vertrauen rauben), obwohl man an der Freundschaft festhalten will.

Sorry für den kleinen philosophischen Exkurs, aber die Frage beschäftigt mich aktuell persönlich.

Vielleicht hat ja jemand auch Antworten für mich?
http://www.hilferuf.de/forum/liebe/236167-nach-streit-schwierigkeiten-vertrauen-wiederzufinden.html
 

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