Denke ich die ganze Nacht an solche Szenarien, belastet es mich schon.
So geht es mir auch. Hier in der Regionalzeitung war ein Artikel, wo sie Passanten befragt haben, wie gut sie auf Stromausfälle etc. vorbereitet wären – fast niemand. Offenbar denkt die Mehrheit, dass der status quo und eine immer funktionierende Infrastruktur naturgegeben ist.
Ich hatte das Glück, von meinen Eltern/Großeltern noch erzählt zu bekommen, wie es im Krieg und kurz danach war. Ein Keller ohne Vorräte war undenkbar und ich habe viel davon übernommen, ganz selbstverständlich. Aber was tun, wenn um einen herum die meisten Nachbarn in eiskalten Wohnungen/Häusern sitzen (Gas- und Ölheizungen und auch Wärmepumpen laufen ja nicht mehr)?
Naja, gut, ein totaler Blackout über längere Zeit und über ein größeres Gebiet ist zum Glück sehr unwahrscheinlich.
Das denke ich nicht, sorry. Wahrscheinlichkeitsrechnungen helfen auch im konkreten Fall nicht weiter, deshalb hat man irgendwann Sicherheitsgurte fürs Auto eingeführt etc.
Zudem gibt es ganz normale Naturereignisse, die großflächige, sogar weltweite Stromausfälle auslösen können, z. B. das recht bekannte
"Carrington-Ereignis".
Das massivste Problem bei längerfristigen Stromausfällen sind aber die AKWs und die Lager mit abgebrannten, aber noch heißen Brennstäben – die fangen dann irgendwann das Brennen an, wenn keine Stromversorgung mehr da ist (wie in Fukushima!) und verseuchen weite Gebiete radioaktiv. Ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber eben möglich. Und ohne Geigerzähler bekommt das gar niemand mit, weil Radioaktivität ja nur damit gemessen werden kann.
Ich verstehe also jeden und jede, die sich über solche Themen den Kopf zerbricht oder den Schlaf rauben lässt ...