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was ist der unterschied zwischen Freunschaft und Liebe

  • Starter*in Starter*in 1967
  • Datum Start Datum Start
Liebe ist für mich die Basis aller menschlicher Beziehungen, eine Grundhaltung, dass ich dem anderen positv zugewandt bin, die Grundlage für das Leben.
(kleiner Literaturtipp: Erich Fromm: Die Kunst des Liebens- einfach zu lesen und doch so wahr!)
Der Unterschied zwischen Freundschaft und einer Partnerschaft ist für mich eigentlich (im besten Fall) nur die erotische Anziehung.
LG
 
Verliebtsein hat also schonmal nichts mit gernmögen zu tun. Es scheint sich auf einer vollständig anderen Ebene abzuspielen. Und vermutlich sind das echt "nur" Hormone. Im Endeffekt bleibt also nichts als die Auswirkungen dieser Hormone zu betrachten. Und bei mir äußert sich das in dieser schier unstillbaren Sehnsucht nach Kuscheln, Zärtlichkeit, in-den-anderen-Reinkriechen und natürlich Sex. Dieses Knutschen, das den Eindruck vermittelt, man wolle sich fressen.

Susi, es freut mich sehr, dass du meine Theorie hier von weiblicher Seite bestätigst: Wenn Frauen einen Mann sexuell anziehend finden, sagen sie „ich habe mich in ihn verliebt“ und die meisten glauben das auch. Dass es aber primitiv ausgedrückt nichts weiter als „Geilheit auf diesen Mann“ ist, merken viele Frauen nicht.

Wir Männer haben den Vorteil, dass wir sehr genau unterscheiden können, ob wir nur geil auf eine Frau sind weil wir sie sexy finden, oder ob wir sie als Gesamtperson (innere und äußere Werte) als Partnerin auf Dauer haben wollen. Das nützt uns aber wenig, da wir bei letzteren Frauen nach meiner Erfahrung keine Chance haben und von denen nur Körbe bekommen oder bestenfalls „guter Freund“ werden.

Der Idealfall, dass zwei Menschen sich gegenseitig sexuell anziehend finden und später auch noch merken, dass sie menschlich gut zusammen passen (also gute Kumpels sein können) tritt nur sehr selten ein.

Deshalb etabliert sich in den letzten Jahren immer mehr die serielle Monogamie. Man bleibt zusammen, bis die „Verliebtheitsphse“ vorbei ist. Dann sucht man sich den nächsten Partner. Wenn nicht die Kinder aus solchen Beziehungen darunter leiden müssten, wäre dagegen auch gar nichts zu sagen. Es ist bestimmt schön, immer in der rosaroten Phase zu leben. Wenn sie zu Ende ist, kommt ein kurzer Trennungsschmerz, der aber sehr bald in den Armen des neuen Partners vergessen ist.
 
Mir gefällt Werners Definition am besten - weil er sich nicht festlegt, wo man sich nicht festlegen muss. Man könnte dazu auch einen der talentiertesten Nachwuchsschrftsteller unserer Zeit zitieren:
Lodovico Satana meinte:
Liebe ist die über die Wasseroberfläche des Unbewussten ragende und von unserem bewussten Selbst geformte Spitze eines Eisberges, welcher aus verschiedenen im Instinkt fußenden Gefühlen besteht.
Freundschaft könnte man in diesem Sinne als ein Gefühl bezeichnen, dessen Eisberg eine etwas andere Zusammensetzung hat.


Ist es eigentlich wichtig für dich, dass du den Gefühlen, die du für deine Freundinnen hast, bestimme Namen gibst?




PS:
Nicht teilen wollen
Eifersucht

eigentlich sehr egoistische und unschöne Gründe.
????
Ja, unschöne Gründe. Eifersucht und "nicht teilen wollen" sind aber keine Zeichen für Liebe, sondern für Verlustängste, Minderwertigkeitsgefühle, Besitzansprüche, etc.

Es gibt ja durchaus Menschen, die Lieben und dabei kaum eifersüchtig sind.

Andere Leute dagegen bekommen schon die Krise, wenn "ihr" Partner an jemand anderen denkt. Solche Leute sind dann meist auch in Freundschaften und anderen Situationen eifersüchtig.
 
Habe irgendwo mal den schlauen Satz gelesen: "Freundschaft ist Liebe mit Verstand."

Das hat mir damals und auch heute noch sehr gefallen, da zu dem Zeitpunkt in meiner Beziehung zu meinem besten Freund jeglicher Verstand gefehlt hat😀😀.

Rein menschlich hatten wir super harmoniert, uns alles erzählt, waren einer der wichtigsten Menschen im Leben des anderen. Als dann mit seiner Freundin Schluß war und wir uns immer mehr aufeinander konzentrierten kamen wir irgendwann zum entscheidenden Punkt. Ich wollte ihn nicht "nur" als Freund, nicht nur als jemanden, der mich mag, kennt, kritisiert, mir Komplimente macht, mich aufbaut, sich von mir aufmuntern läßt...ich wollte, daß er mehr streichelt als nur meine Seele.

Für ihn sah die Sache anders aus, eine gewisse sexuelle Spannung wäre zwar da und als Mensch bedeutete ich ihm alles, doch es kribbelt nicht...
Ja nu, da kann man nichts machen, herbeibefehlen...

Hat gedauert, bis wir darüber hinweg gekommen sind, doch wir sind immer noch gute Freunde und ich liebe ihn sehr, jetzt wieder MIT Verstand.
Das heißt für mich: Genug Distanz, um kritisch hinterfragen zu können, ohne daß man den anderen gleich übel verletzt, hormonelle Bedürfnisse in der Freundschaft nicht verdrängen aber hinten anstellen. Unterstützen, ein offenes Ohr haben, bitten, nichts fordern, vertrauen (manchmal gaaanz schwierig😀)

Hhhhm, ne Grenze zwischen Freundschaft und Liebe gibt's wohl nicht...ein große Meer wie die Liebe hat die verschiedensten Ufer.

LG
Sapphyr
 

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