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Gast
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Meine Mutter war das 2. Kind. Direkt nach ihrer Geburt wurde ihre Mutter in die Psychiatrie eingeliefert: Schizophrenie. Was danach mit ihr geschah, weiss ich nicht. Denn meine Mutter hatte einmal Kontakt zu ihr und dann nie mehr. Sie wuchs auf, ihr Bruder kam weit weg zu den Grosseltern, meine Mutter blieb bei ihrem Vater. Irgendwann verliebte er sich neu, meine Mutter bekam eine Stiefmutter, später auch Stiefgeschwister. Sie kam zur Schule und beendete diese gut. Dazwischen war sie in mehreren Pflegefamilien, kam aber immer wieder zurück. Sie fühlte sich weniger geliebt als ihre Geschwister. Vielleicht war das nicht so, aber sie fühlte es so. Sie wechselte mehrmals den Ort, kam in Pflegefamilien und wieder zurück, musste deshalb, wegen Ortswechsel, auch 2x die Klasse wiederholen. Als sie so etwa 18 war, starb ihr Vater. Lungenkrebs. Meine Mutter fühlte sich nicht mehr wohl in ihrer „Familie“ und ist ausgezogen. Sie machte eine Lehre als Kinderkrankenschwester, wohnte da nahe vom Krankenhaus in einem kleinen Zimmer. Sie beendete die Lehre und machte danach noch eine Lehre als Hebamme.
Mein Vater wuchs in einer Familie mit 5 Kindern auf. Sie mussten viel arbeiten, auch die Kinder, auf dem Hof oder in der Schmiede, um genügend Geld zu haben. Das war normal zu der Zeit, denke ich. Mein Vater machte Abitur und ist danach ausgezogen. In die Stadt, wo meine Mutter wohnte. Ob sie sich schon kannten oder erst nachher kennenlernten, das kann ich nicht sagen.
Sie lernten sich jedenfalls irgendwann kennen. Meine Mutter hatte wohl ihre 2 Ausbildungen schon fertig, mein Vater kam frisch vom Studium. Er kam dann ins Militär. Dort hat er das Buch „Dianetik“ gelesen. Er sagt, es hat ihm geholfen, das Militär zu überstehen. So kamen meine Eltern zur Scientology. Mein Vater machte dort seine Ausbildung. Meine Mutter hat da auch Kurse gemacht. Sie ging bis in den Zustand „Clear“.
Clear ist ein Zustand, in dem man geistig relativ gesund ist, wo einem Dinge aus dem aktuellen Leben nicht mehr belasten. So auch ihre Vergangenheit mit Heim und Pflegefamilie. Dann kam irgendwann ich zur Welt.
Meine Eltern hatten viele Schulden, weshalb wir viel umgezogen sind. Mein Vater arbeitete sehr viel, irgendwann begann er neben seinem 100% Job Nachhilfe zu geben. Die Schulden mussten irgendwie abbezahlt werden.
Irgendwann nach meiner Geburt ging meine Mutter weg. Nach Amerika. Vielleicht 3 Wochen, vielleicht auch mehr. Ich kam zu verschiedenen Leuten, die auf mich aufpassten. Meine Schwester kam 1,5 Jahre nach mit zur Welt. Ich bin bis dahin 3x umgezogen.
Meine Mutter war immer noch regelmässig weg. Meine Schwester ging da zu ihrer Patentante und Patenonkel (die verheiratet waren).
Wir zogen sicher jedes Jahr weiterhin um. Und da gab es, irgendwo, irgendwann diesen Nachbarn. Er hat gesagt, er passt auf mich auf. Wenn meine Mutter weg war. Und er passte auf mich auf. Immer wieder, auch nachdem wir weggezogen sind.
Ich weiss nicht genau, wie es anfing. Ich weiss nicht mehr viel von ihm. Er war ständig nackt. Ich auch. Es war… ok, es war normal!
Ich kam in die Schule, war eine gute Schülerin, meine Mutter war immer noch ab und zu für ein paar Wochen weg, und er hat auf mich aufgepasst. In den Ferien und so.
Ich war unauffällig, eher schüchtern. Irgendwann fing es an, dass ich in der Nacht begann, meinen Kopf an die Wand zu schlagen. Ich dachte, ich sei verrückt, so was zu tun. Aber aufgehört hab ich trotzdem nicht.
Ich begann auch mich zu kneifen und so.
Ich war ein „Wald-Kind“, verbrachte viel Zeit allein, im Wald.
Zu meinem „Nachbarn“ ging ich immer noch regelmässig.
Mein Vater hatte manchmal Anfälle, da hat er uns geschlagen. Meine Mutter war… sie war inkonsequent, liess uns alles durchgehen, drohte höchstens mit unserem Vater. Da war schon immer eine Distanz.
Er schlug auch meine Mutter. Es gab oft Streit wegen dem Geld.
Er machte viele Ausflüge mit uns, am Sonntag. Unter der Woche sahen wir ihn so gut wie nie, oder er war wütend. Manchmal auch am Sonntag. Aber manchmal machte er da auch Ausflüge mit uns. Oder wir gingen ins Hallenbad.
Ich lebte mein Leben, dachte, das mit meinem Nachbarn, das sei nur Einbildung, die Spiele, die wir spielten. Das könne ja nicht sein. Jetzt bin ich 22, bin weg von zu Hause, und hab meinen „Nachbarn“ lange nicht mehr gesehen. Bis er wieder kam. Und es wieder tat. Und ich seit dem weiss, dass es Realität ist.
Seit längerem ritze ich, habe Essprobleme.
Vielleicht ist es aber auch nur Einbildung? Vielleicht übertreibe ich? Ich weiss es nicht…
An manchem Tagen trinke ich, um zu vergessen. Aber weg bleibt es nie lange.
Mein Vater wuchs in einer Familie mit 5 Kindern auf. Sie mussten viel arbeiten, auch die Kinder, auf dem Hof oder in der Schmiede, um genügend Geld zu haben. Das war normal zu der Zeit, denke ich. Mein Vater machte Abitur und ist danach ausgezogen. In die Stadt, wo meine Mutter wohnte. Ob sie sich schon kannten oder erst nachher kennenlernten, das kann ich nicht sagen.
Sie lernten sich jedenfalls irgendwann kennen. Meine Mutter hatte wohl ihre 2 Ausbildungen schon fertig, mein Vater kam frisch vom Studium. Er kam dann ins Militär. Dort hat er das Buch „Dianetik“ gelesen. Er sagt, es hat ihm geholfen, das Militär zu überstehen. So kamen meine Eltern zur Scientology. Mein Vater machte dort seine Ausbildung. Meine Mutter hat da auch Kurse gemacht. Sie ging bis in den Zustand „Clear“.
Clear ist ein Zustand, in dem man geistig relativ gesund ist, wo einem Dinge aus dem aktuellen Leben nicht mehr belasten. So auch ihre Vergangenheit mit Heim und Pflegefamilie. Dann kam irgendwann ich zur Welt.
Meine Eltern hatten viele Schulden, weshalb wir viel umgezogen sind. Mein Vater arbeitete sehr viel, irgendwann begann er neben seinem 100% Job Nachhilfe zu geben. Die Schulden mussten irgendwie abbezahlt werden.
Irgendwann nach meiner Geburt ging meine Mutter weg. Nach Amerika. Vielleicht 3 Wochen, vielleicht auch mehr. Ich kam zu verschiedenen Leuten, die auf mich aufpassten. Meine Schwester kam 1,5 Jahre nach mit zur Welt. Ich bin bis dahin 3x umgezogen.
Meine Mutter war immer noch regelmässig weg. Meine Schwester ging da zu ihrer Patentante und Patenonkel (die verheiratet waren).
Wir zogen sicher jedes Jahr weiterhin um. Und da gab es, irgendwo, irgendwann diesen Nachbarn. Er hat gesagt, er passt auf mich auf. Wenn meine Mutter weg war. Und er passte auf mich auf. Immer wieder, auch nachdem wir weggezogen sind.
Ich weiss nicht genau, wie es anfing. Ich weiss nicht mehr viel von ihm. Er war ständig nackt. Ich auch. Es war… ok, es war normal!
Ich kam in die Schule, war eine gute Schülerin, meine Mutter war immer noch ab und zu für ein paar Wochen weg, und er hat auf mich aufgepasst. In den Ferien und so.
Ich war unauffällig, eher schüchtern. Irgendwann fing es an, dass ich in der Nacht begann, meinen Kopf an die Wand zu schlagen. Ich dachte, ich sei verrückt, so was zu tun. Aber aufgehört hab ich trotzdem nicht.
Ich begann auch mich zu kneifen und so.
Ich war ein „Wald-Kind“, verbrachte viel Zeit allein, im Wald.
Zu meinem „Nachbarn“ ging ich immer noch regelmässig.
Mein Vater hatte manchmal Anfälle, da hat er uns geschlagen. Meine Mutter war… sie war inkonsequent, liess uns alles durchgehen, drohte höchstens mit unserem Vater. Da war schon immer eine Distanz.
Er schlug auch meine Mutter. Es gab oft Streit wegen dem Geld.
Er machte viele Ausflüge mit uns, am Sonntag. Unter der Woche sahen wir ihn so gut wie nie, oder er war wütend. Manchmal auch am Sonntag. Aber manchmal machte er da auch Ausflüge mit uns. Oder wir gingen ins Hallenbad.
Ich lebte mein Leben, dachte, das mit meinem Nachbarn, das sei nur Einbildung, die Spiele, die wir spielten. Das könne ja nicht sein. Jetzt bin ich 22, bin weg von zu Hause, und hab meinen „Nachbarn“ lange nicht mehr gesehen. Bis er wieder kam. Und es wieder tat. Und ich seit dem weiss, dass es Realität ist.
Seit längerem ritze ich, habe Essprobleme.
Vielleicht ist es aber auch nur Einbildung? Vielleicht übertreibe ich? Ich weiss es nicht…
An manchem Tagen trinke ich, um zu vergessen. Aber weg bleibt es nie lange.