Hallo zusammen,
ich bin seit wenigen Minuten hier im Forum angemeldet, weil ich nicht genau weiß, was mit mir los ist.
Vielleicht kann mir jemand helfen.
Seit geraumer Zeit habe ich den Eindruck, Sehstörungen zu haben. Und zwar sehr ungewöhnliche.
Meine Augen sind in Ordnung, lediglich eine leichte Kurzsichtigkeit auf dem linken Auge. Das wurde mir vor drei Jahren bereits gesagt. Eventuell haben sich die Augen auch verschlechtert, wovon ich aber nicht ausgehe.
Selbst wenn, eine Kurzsichtigkeit würde nicht diese Probleme verursachen, die ich aktuell habe.
Ich sehe Objekte nicht wirklich "verschwommen", sondern sie wirken eher "unreal". Es ist sehr schwer zu beschreiben. Als wären die Objekte "tot", was sie letztendlich ja auch sind. Vielleicht trifft der Begriff "bedeutungslos" eher zu bzw. ich kann den Objekten keinen "Sinn" zuordnen.
Ich weiß, das klingt mega-schräg, aber seit einigen Wochen ist meine Wahrnehmung so.
Sehr oft schaue ich mir die Details sehr genau an, obwohl das völlig sinnlos ist.
Aber es läuft automatisch ab. Wenn ich z.B. mein Handy anschaue, sehe ich einen Lautsprecher oben,
einen unten, eine transparente Hülle, eine Frontkamera ...
Auf einer Wasserflasche sehe ich Symbole, Beschriftung, Hersteller, Datum ...
Das schauen sich andere Leute auch an, aber ich habe irgendwie das Gefühl, ich müsse das bei jedem Objekt automatisch tun. Ich beschreibe die Objekte in meinem Kopf automatisch detailliert, auch wenn dies gar nicht notwendig ist. Dadurch konzentriere ich mich für mehrere Sekunden auf ein bestimmtes Objekt.
Dennoch führt diese gedankliche "Analyse" nicht dazu, dass ich das Objekt besser wahrnehme.
Sondern je mehr ich über ein Objekt nachdenke, umso fremder wird es mir.
Ich scheine das Objekt "zu Tode" zu analysieren, bis es mir völlig fremd und bedeutungslos wird.
Bei vielen Sinneseindrücken kommt es dann zur Überforderung. Auch in der Wohnung.
Alles, was ich anschaue, wird im Kopf beschrieben, mit Farbe, Aussehen, Größe, Schrift etc.
Im Hinterkopf ist jedoch immer die Frage: "Warum ist das Objekt hier? Wozu brauche ich das?"
Die Antworten darauf sind natürlich klar, ich brauche eine Tasse zum Trinken, ein Handy zum Telefonieren.
Aber dennoch wirken die Objekte fremd, obwohl ich alle eindeutig zuordnen kann.
Auch hier beim Schreiben: Ich sehe Symbole, um die Schrift zu verändern. Die Symbole sind allgemein bekannt,
ich kann alle verwenden. Aber ich sehe sie und denke mir: Ein fettes B, ein gelber Smiley, eine Büroklammer...
Als würde ich Gegenstände und Zeichen auf einer Art Meta-Ebene sehen und sie von der eigentlich Bedeutung wegholen. Gibt es so eine Art Über-Analysierung? Dass man Dinge übertrieben intensiv wahrnimmt?
Sogar ein Blatt Papier kann meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen und mir gleichzeitig total fremd sein.
Ich hoffe, ich konnte mein Probleme einigermaßen verständlich beschreiben.
Die Frage ist nur, woran leide ich? Derealisation wäre eine Option, vielleicht auch was anderes?
Und vor allem: Wie geht sowas wieder weg?
Ich war noch nie bei einem Psychologen und will versuchen, das alleine in den Griff zu kriegen.
Ich weiß nicht, woher es kommt, was es ist und was ich dagegen tun kann. Belastend ist es auf jeden Fall.
Grüße
M.
ich bin seit wenigen Minuten hier im Forum angemeldet, weil ich nicht genau weiß, was mit mir los ist.
Vielleicht kann mir jemand helfen.
Seit geraumer Zeit habe ich den Eindruck, Sehstörungen zu haben. Und zwar sehr ungewöhnliche.
Meine Augen sind in Ordnung, lediglich eine leichte Kurzsichtigkeit auf dem linken Auge. Das wurde mir vor drei Jahren bereits gesagt. Eventuell haben sich die Augen auch verschlechtert, wovon ich aber nicht ausgehe.
Selbst wenn, eine Kurzsichtigkeit würde nicht diese Probleme verursachen, die ich aktuell habe.
Ich sehe Objekte nicht wirklich "verschwommen", sondern sie wirken eher "unreal". Es ist sehr schwer zu beschreiben. Als wären die Objekte "tot", was sie letztendlich ja auch sind. Vielleicht trifft der Begriff "bedeutungslos" eher zu bzw. ich kann den Objekten keinen "Sinn" zuordnen.
Ich weiß, das klingt mega-schräg, aber seit einigen Wochen ist meine Wahrnehmung so.
Sehr oft schaue ich mir die Details sehr genau an, obwohl das völlig sinnlos ist.
Aber es läuft automatisch ab. Wenn ich z.B. mein Handy anschaue, sehe ich einen Lautsprecher oben,
einen unten, eine transparente Hülle, eine Frontkamera ...
Auf einer Wasserflasche sehe ich Symbole, Beschriftung, Hersteller, Datum ...
Das schauen sich andere Leute auch an, aber ich habe irgendwie das Gefühl, ich müsse das bei jedem Objekt automatisch tun. Ich beschreibe die Objekte in meinem Kopf automatisch detailliert, auch wenn dies gar nicht notwendig ist. Dadurch konzentriere ich mich für mehrere Sekunden auf ein bestimmtes Objekt.
Dennoch führt diese gedankliche "Analyse" nicht dazu, dass ich das Objekt besser wahrnehme.
Sondern je mehr ich über ein Objekt nachdenke, umso fremder wird es mir.
Ich scheine das Objekt "zu Tode" zu analysieren, bis es mir völlig fremd und bedeutungslos wird.
Bei vielen Sinneseindrücken kommt es dann zur Überforderung. Auch in der Wohnung.
Alles, was ich anschaue, wird im Kopf beschrieben, mit Farbe, Aussehen, Größe, Schrift etc.
Im Hinterkopf ist jedoch immer die Frage: "Warum ist das Objekt hier? Wozu brauche ich das?"
Die Antworten darauf sind natürlich klar, ich brauche eine Tasse zum Trinken, ein Handy zum Telefonieren.
Aber dennoch wirken die Objekte fremd, obwohl ich alle eindeutig zuordnen kann.
Auch hier beim Schreiben: Ich sehe Symbole, um die Schrift zu verändern. Die Symbole sind allgemein bekannt,
ich kann alle verwenden. Aber ich sehe sie und denke mir: Ein fettes B, ein gelber Smiley, eine Büroklammer...
Als würde ich Gegenstände und Zeichen auf einer Art Meta-Ebene sehen und sie von der eigentlich Bedeutung wegholen. Gibt es so eine Art Über-Analysierung? Dass man Dinge übertrieben intensiv wahrnimmt?
Sogar ein Blatt Papier kann meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen und mir gleichzeitig total fremd sein.
Ich hoffe, ich konnte mein Probleme einigermaßen verständlich beschreiben.
Die Frage ist nur, woran leide ich? Derealisation wäre eine Option, vielleicht auch was anderes?
Und vor allem: Wie geht sowas wieder weg?
Ich war noch nie bei einem Psychologen und will versuchen, das alleine in den Griff zu kriegen.
Ich weiß nicht, woher es kommt, was es ist und was ich dagegen tun kann. Belastend ist es auf jeden Fall.
Grüße
M.