Hallo Mensch,
ich kann Dein Problem, denke ich nachvollziehen. Ich hatte bis kurz vor meinem 30. keinen Sex. Mein Selbstwert war so im Keller, ich wurde von meinen Eltern und meinem Bruder immer klein gemacht. Das gab es vieles. Ich war nicht in der Lage Frauen anzusprechen oder sich ihnen zu nähern, wie es bei der ersten Kontaktaufnahme, wenn man jemanden mag oder gar verliebt ist, macht. Ich bin im in der Friendzone gelandet.
Irgendwann war dann die Angst riesig, dass ich ausgelacht werde, wenn ich mit 30 noch keinen Sex hatte.
Dann kam es plötzlich anders. Ich war mit einer mir völlig fremden Personen mit Zelt im Urlaub - wir habe uns damals explizit über eine Zeitschrift kennengelernt um diese 8 wöchige Reise anzugehen. Nach wenigen Tagen hatte wir Sex im Zelt. Nach 5 Wochen hatten wir zwar nur noch Zoff, aber ich war meine Angst los.
Nun könnte man sagen, es war eine glückliche Fügung. Aber so die romantische Liebe hat bis heute nicht gehalten. Ich war mal verheiratet, habe ich ein Kind von einer Frau mit der ich zum Glück nicht verheiratet war, die mir nach wie vor das Leben zur Hölle macht, weil wir ein gemeinsames Kind haben und aktuell weiß ich nicht, ob die bestehende Beziehung zu Ende geht.
Nun bin ich über 50 und habe wenn diese Beziehung zu Ende geht auch keine Lust mehr auf Liebeskummer, weil dieser trotz des Alters die Hölle ist. Ich kann sagen, dass ich erst mit über 50 eine Frau an meiner Seite habe, die weitestgehend so ist, wie ich mir eine Frau vorstelle. Wenn es nun auseinandergeht liegt es nicht an der Liebe, sondern, dass unser "Patchwork" nicht gut funktioniert. Das suche ich gerade hier im Forum auch nach antworten.
Jetzt mag sich das alles fürchterlich und negativ anhören. Es gab und gibt aber in der Liebe auch viele schöne Seiten. Leider ist unser Hirn jedoch so gestrickt, dass die negativen Punkte oft stärker gewichtet werden.
Die Frage ist, was Du dir wirklich wünscht und wie du dahinkommen kannst.
Ich wünsche dir alles Gute