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Was ist an Faulheit so schlecht???

  • Starter*in Starter*in The Truth
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In einem der vielen gelöschten Beiträge hier (warum auch immer, die waren nicht streitend oder so) hat er mich auch schon darauf aufmerksam gemacht, daß er ein Junge ist, kein Mädchen!

Und Buddhist? Ja, ganz bestimmt..😀
(vielleicht, weil die auch so wirken, als würden sie den ganzen Tag nichts machen außer dem Fluß beim fließen zuzusehen?😉)


^^ Also ich weiß, dass im tibetanischen Buddhismus die Natur eine große Rolle spielt. Und außerdem verwechselt ihr hier etwas mit den Shaolin oder?
 
Vielen Dank für den Hinweis. Der Himmel möge mir meinen Fehler verzeihen.
Praktizierender Buddhismus ist auch harte Arbeit. Wenn man sieht, wie die Mönche fegen und den Fußboden wischen...
Und das ist noch das Wenigste.


Du kannst mir ja dabei helfen. Ist auf alle Fälle besser als Lernen. Außerdem prüfen die buddhistischen Kinder sich so cool. Irgendwie die Textstellen aus Buddhas Lehre oder so. Vielleicht ändere ich ja dann meine Einstellung.

Aber Faulheit bringt den Menschen sehr weit 🙂
 
warum faul sein schlecht gemacht wird bzw. als moralisch verwerflich?
ganz einfach. wer nicht arbeitet oder wenig arbeitet zahlt keine/wenig steuern und das passt regierungen nicht 😉
 
warum faul sein schlecht gemacht wird bzw. als moralisch verwerflich?
ganz einfach. wer nicht arbeitet oder wenig arbeitet zahlt keine/wenig steuern und das passt regierungen nicht 😉

Dem kann ich nur zustimmen. Seit vielen Jahren ist das immer wieder Ziel einer jeden Bundesregierung, "Menschen in Arbeit bringen". Wenn man allerdings einmal die Geschichte der Arbeit betrachtet, so gewinnt diese erst seit dem 16. Jahrhundert (mit Luther) an Bedeutung.
In der Antike galt die Arbeit als etwas Schmutziges, Unehrenhaftes. Nur Sklaven und Leibeigene arbeiteten. Auch im Mittelalter galt die Arbeit nur als Last für den Menschen.
Erst durch die Leistungsgesellschaft ist Arbeit zu dem geworden, was sie heute ist - ein Zwang der von der Gesellschaft auferlegt wird.
 
Ich gehöre auch zu denen, die längere Zeit ohne Job Hummeln im Hintern bekommen. Als ich wegen meiner Schwangerschaft Berufsverbot bekam, ist mir nach 3 Wochen die Decke auf den Kopf gefallen. Ich arbeite gern, weil mein Beruf mich ausfüllt und meine Interessen deckt. Trotzdem habe ich immer das Gefühl, der Tag habe zu wenig Stunden, um Familie, Beruf und Hobbies unter einen Hut zu bringen. Gerade zum Beispiel kann ich nicht schlafen, weil mir Dinge durch den Kopf gehen, die ich morgen auf der Arbeit angehen und erledigen möchte, obwohl ich um drei wieder raus muss, um meine kleine Tochter zu stillen.

Das heisst aber nicht, dass ich im Urlaub nicht auch mal nach Herzenslust faulenzen kann. Meistens lese ich dann oder versuche Schlaf nachzuholen. Da mein Mann die Elternzeit und die Verantwortung für den Haushalt übernommen hat, darf ich auch zwischendurch mal faulenzen, wenn ich ihn nicht gerade mal entlaste, damit er faulenzen darf. Mit anderen Worten, es ist nichts verwerfliches daran - aber alles mit Maß und Ziel.

Was ich überhaupt nicht ab kann, sind Leute, die ihre Faulheit auf dem Rücken der anderen Arbeitenden ausleben und diese dann noch dafür als dumm verhöhnen, dass sie den Vollzeitfaulenzern das Faulsein finanzieren. Keiner von denen tut das freiwillig und wüsste sein Geld gerne besser angelegt, als in der Faulheit anderer.
 
was an faulheit so schlecht ist? zuviel davon macht leichter krank.
nichts gegen faulheit, aber die dosis macht's.
bestimmt brauchen bzw. vertragen manche mehr faulheit als andere.

und wie CoS eben schrieb, arbeitsmotivation und genuss der faulheit müssen sich nicht ausschließen 😉

ich selber brauche arbeit, nicht um dem heutigen leistungsmodell zu entsprechen, sondern weil ich ohne aus dem leim gehe, i.e. die stimmunsschwankungen würden sich verstärken (hab ich bereits mehr als ein mal, wenn auch jeweils in überschaubaren intervallen, durchgemacht).
arbeit schwächt die amplituden der stimmungsschwanken bei mir ab.

natürlich denk ich auch mal "o nein, ich will weiterschlafen" oder ähnliches, aber ich schätze das korsett der arbeit.
 
Du kannst mir ja dabei helfen. Ist auf alle Fälle besser als Lernen. Außerdem prüfen die buddhistischen Kinder sich so cool. Irgendwie die Textstellen aus Buddhas Lehre oder so. Vielleicht ändere ich ja dann meine Einstellung.

Aber Faulheit bringt den Menschen sehr weit 🙂

Ich liebe es, wenn Leut über Sachen schreiben, von denen sie keine Ahnung haben... "irgendwie die Textstellen aus Buddhas Lehre oder so"...

Wer am Buddhismus die Faulheit schätzt, hat vom Buddhismus NICHTS verstanden. 🙄
 
"wir" lebten in einer Horde - da hatte jeder was wichtiges zu tun, auch die Kinder wurden mit einbezogen,
eigentlich ist man mit 6 Jahren fertig, das Leben in der Familie hat man begriffen, aber nun kommt im 21. Jh. noch das Gesellschaftsleben hinzu und da können wir nun anfangen zu diskutieren.

Einiges Wichtige wurde ja schon gesagt.

Erst mal müssen wir klären: was ist "Fauheit"?
Normalerweise ist es das, wenn man nicht das nächstliegende Wichtige, das nächste Notwendige nicht tut, daß ist: faul sein. (Ihr könnt mich gern beichtigen) Nun sagen wir mal: das eigene Gewissen, die eigenen Normen sind das Maximum der Ziele, die wir haben.
(essen, trinken, hausen, heizen, usw.)
Wie soll unter diesen Umständen dann "die Gemeinschaft in der wir leben" funktionieren?

Wir brauchen - jeder braucht - eine Gemeinschaft, wir können nicht leben, wie Robinson Crusoe, auch er hat von dem Fleiß, der Arbeit von anderen z.T. gelebt, z.B. all die Produkte, die er noch vom Schiff retten konnte, haben zu seinem Leben beigetragen.

Das Ganze ist ein langes Thema.
Es gibt auch eine Bewegung: nennt sich "die Minimalisten", sie kommen mit maximal 99 Dingen aus. Das sollte sich jeder mal durch den Kopf gehen lassen. ---> auch das:

Wie sähe das Leben einer alternativen Gesellschaft aus? Es geht nicht um den einzelnen Menschen, sondern um eine (verschieden große) Gemeinschaft. Als einzelner kann man sich bestimmt immer irgendwie durchwurschteln und wenn nicht, wäre eben: Ende.

Ich sehe es auch so, daß diese Gesellschaft nicht das Gelbe vom Ei ist. Aber wer kennt eine bessere und: wer kann die anderen davon überzeugen?

Wer eine bessere kennt (glaubt zu kennen), wird ja gleich verteufelt.

Gelinda
 
Ich liebe es, wenn Leut über Sachen schreiben, von denen sie keine Ahnung haben... "irgendwie die Textstellen aus Buddhas Lehre oder so"...

Woher soll ich wissen, was sich die Kinder in Tibet prüfen (jetzt in Indien)- Die Lehre Dharma so heißt es. Bist du jetzt zufrieden.

Wer am Buddhismus die Faulheit schätzt, hat vom Buddhismus NICHTS verstanden. 🙄


Man kann den Buddhismus hier nicht leben, weißt du was mir aber daran gefällt. Das es in buddhistischen Gemeinschaften keinen ausgestoßenen gibt. Jeder Chef und jeder Lehre in unserer Leistunsgesellschaft kann dich aufgeben, dich rauswerfen oder sitzen lassen. Die buddhistische Gemeinschaft fordert zwar viel vom Einzelnen aber sie würde niemals jemanden austoßen nur weil er schwächer ist.

Ich weißt, dass Faulheit und Buddhismus nichts miteinander zu tun haben. Aber Zufriedenheit und Buddhismus haben etwas miteinander zu tun. Reim dir nicht irgendeine S**** zusammen, die garnicht erwähnt habe bitte.
 
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