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Was gefällt Euch an Eurem Glauben und an Eurer Religion?

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AW: Was gefällt Euch an Euerem Glauben und an Euerer Religion?

Vielleicht, weil auch die Gruppe der Atheisten vielschichtiger ist als man denkt? Viele Ungläubige haben ja auch eine religiöse Vergangenheit, aus der sie Empfindungen, Vorlieben, Abneigungen etc. mitgenommen haben. Daher beschränkt sich der Erfahrungsschatz eben nicht nur auf ein "ich glaube nicht an Gott".

Arktur, vielen Dank für Deinen Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele.
Ich selbst habe sehr wenige intellektuelle Probleme mit meinem Glauben. Für mich ist Gott gesetzt. Ohne meinen Glauben an ihn geriete ich ins Schleudern, verlöre den Boden unter den Füßen.
In meiner, wie Du sagst "religiösen" Vergangenheit aber erlebte ich regelmäßig die Attacken von Glaubensgenossen, die mir predigten, was ich zu glauben hätte, um vor Gott bestehen zu können.
"Ihrem Gott" konnte ich nichts richtig machen, vor "ihrem Gott" konnte ich nicht bestehen. Ich erlebte die Gemeinschaft mit ihnen regelmäßig als Ausgrenzung.
Erst in meinen späten Jahren änderte sich das. Da gibt es bei mir und in mir eine tiefe Gewissheit, über die ich auch nicht diskutiere, dass ich gehalten werde. Für mich ist das eine existentielle Erfahrung.
Davon kann ich reden, schreiben.
Nicht immer, aber nicht selten, nehmen Menschen mir das ab.
Das erfüllt mich dann mit Dankbarkeit.

Burbacher
 
AW: Was gefällt Euch an Euerem Glauben und an Euerer Religion?

Ich bin in einem katholischen Haus aufgewachsen und mußte irgendwann die Feststellung machen, Religion funzt einfach nicht. Bringt keinen konkreten Nutzen, ist nur reine Zeitverschwendung mit dem ständigen in-die-Kirche-gehen, wenn man in der Zeit viel nutzbringenderes (z. B. ausschlafen) machen könnte. Leben mit (religiösem) Glauben ist nicht besser als Leben ohne Glauben, wenn man sich auf das was (angeblich) dahintersteckt bei der Religion, eben nicht konkret verlassen kann wenn ein konkreter Notfall eintritt. Ich bin nämlich ein Mensch, der gern auf Nummer sicher geht, auf Wischiwaschi lasse ich mich nicht ein. Ich hab lieber eine reale Kranken- und Unfallversicherung als eine irreale Religion, um es im Klartext auszudrücken, denn auf ersteres kann ich bauen, auf das andere nicht.

Allerdings muß man - siehe Threadüberschrift - zwischen (privatem) Glauben und (institutioneller) Religion unterscheiden. Deshalb kann ich an das glauben, was ich glauben will, auch als Atheist und ohne irgendeiner Religion anzugehören. Und mir gefällt mein ganz persönlicher, privater Glaube. Auch wenn er in den Augen manch anderer Leute ein reiner Wunschtraum sein mag. 😛
 
AW: Was gefällt Euch an Euerem Glauben und an Euerer Religion?

Zwischen einem Ossi- und einem Wessi-Atheisten ist aber oft ein riesen Unterschied. Die Ossis sind halt einfach so, quasi von Staats wegen, Atheisten (gewesen) wenn nicht grad irgendwie im dezenten Widerstand gegen das Regime. Religion war für die meisten von ihnen wohl einfach kein wichtiger Faktor im Leben. Daran haben sich die Kirchen nach der Wende dann auch die Zähne ausgebissen mit ihrer Einbildung, ein ganzes Land fröhlich neu missionieren zu können, und die Ossis gähnten nur dazu und meinten "Nein danke, kein Bedarf." Denn sobald das Regime weg war, wurde Religion auch als dezente Form des Widerstandes nicht mehr gebraucht.

Für einen Wessi dagegen, aufgewachsen in einem "katholischen Dorf", wo der Kirchenbesuch am Sonntag quasi gesellschaftliche Pflicht war und zu manchen Zeiten (Maiandachten...) sogar häufiger, ist der Atheismus eine gut begründete und systematisch erkämpfte Errungenschaft, nichts was einem so einfach in den Schoß gefallen wäre. Jedenfalls zu meiner Jugendzeit noch, heute ist es wahrscheinlich anders mit der allgemeinen Erosion der christlichen Religion, sogar inzwischen draußen auf den Dörfern. Wenn ich in der toleranteren Großstadt aufgewachsen wäre, wäre es vermutlich etwas anders gewesen, der Drang zum Ablösen nicht ganz so akut ... aber gekommen wäre es trotzdem. Die Religion hat mir halt einfach nix gebracht, außer Zeitverlust und jede Menge unlogischer Unfug, den ich hätte glauben müssen - und mit sowas belaste ich mein Hirn grundsätzlich nicht, außer es landet in der Schublade "phantastische Literatur" next to Star Trek und H. P. Lovecraft.
 
AW: Was gefällt Euch an Euerem Glauben und an Euerer Religion?

Daoga, dein ganzes Geschreibsel zielt rein darauf ab, den Glauben an Gott ins Lächerliche zu ziehen.

Aber auch das hat man dann doch mal gesagt, mit einem (1) oder 2 Beiträgen.

Warum sich 10mal wiederholen, dass man genausogut an Aliens oder rosa Elefanten glauben kann.

🙄
Finde ich überhaupt nicht. Aber nun kann man wieder sagen. Klar... die Atheisten halten zusammen.

Was mich schon immer genervt hat in diesen Forum, dass es Feindbilder braucht, so als müssen man seinen Glauben im Namen seins Gottes Verteidigen. So wie immer. lol

Man kann ja behaupten im Kühlschrank steht ein lecker Klosterbräu. Ich als Atheist schau halt nach. Ein Gläubiger braucht nicht nachschauen.
Und nun.... nur weil ich mir Gewissheit verschaffen möchte, bin ich was? Unfähig den Menschen ihren Glauben zu lassen? Muss man mir bis zum Ende meiner Tage erklären, dass ich diese Tür doch nicht aufmach brauche, wenn ich nur an Gott glauben würde?
Man.... :mad:
Die Deutungshoheit liegt letztlich nur bei den Gläubigen. Schließlich hat man ja Gott hinter sich.
Als Unglübiger kann man nichts, außer falsch deuten und die Glaubigen ärgern.
Am Ende ist alles anders wie gemeint wie gesagt. Man/ich verstehe es ohne Ihn sowieso nicht. Und ach... blöder Atheist.
Sorry, dass ist überspitz, aber so kommt das bei mir an. Das nennt sich was? Nächstenliebe?

---

Vielleicht kann man sich endlich Mal darauf einigen, dass uns A L L E N ein bestimmter Zauber in die Wiege gelegt wurde. Ob nun von einem Gott oder der Natur und wo auch immer auf dieser Welt- ist doch egal.

Das Ding nennt sich Liebe. So einfach ist das. Wer sie festhält oder für sich benutzt, wird schnell festellen, dass Sie schon längst über alle Berge ist. Eben auch deswegen:
Egoismus, Ignoranz, Übermacht, Respektlosigkeiten, Intoleranz, Macht und und und.... Profitgier.... und ach... was rede ich, weiß doch jeder selber nur zu gut.
Wer hat uns bspw. das Töten beigebracht? Die Liebe wars bestimmt nicht.
 
AW: Was gefällt Euch an Euerem Glauben und an Euerer Religion?

Abendtau, du wirst mich z.B. noch nie negativ über Atheisten schreiben sehen haben.

Ausser über die hier, die meinen, Gläubige 1. alle in einen Topf werfen zu müssen, und 2., alle Gläubigen für dumm und einfältig zu erklären.

Ansonsten ist es mir herzlich egal, ob jemand an Gott glaubt oder nicht, oder Muslim ist,

ich respektiere dessen Glaube oder Nichtglaube und verlange nur dasselbe.
 
AW: Was gefällt Euch an Euerem Glauben und an Euerer Religion?

Das Töten bringt einem die Natur bei. Gehört auch zum menschlichen Primaten-Erbgut, das fressen und gefressen werden. Unsere äffischen Verwandten sind auch nicht die friedlichsten, weder untereinander noch gegen andere Horden oder Arten. Dieses ganze Verhaltensspektrum liegt uns in den Genen, und wir können es nur so gut wie möglich zähmen und an die Leine legen, damit wir uns untereinander so halbwegs vertragen können. Wir haben etwas mehr Verstand und etwas weniger Instinkt als irgendein Schimpanse in Afrika, ergo sollten wir das nutzen.
 
AW: Was gefällt Euch an Euerem Glauben und an Euerer Religion?

Arktur, vielen Dank für Deinen Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele.
Ich selbst habe sehr wenige intellektuelle Probleme mit meinem Glauben. Für mich ist Gott gesetzt. Ohne meinen Glauben an ihn geriete ich ins Schleudern, verlöre den Boden unter den Füßen.
In meiner, wie Du sagst "religiösen" Vergangenheit aber erlebte ich regelmäßig die Attacken von Glaubensgenossen, die mir predigten, was ich zu glauben hätte, um vor Gott bestehen zu können.
"Ihrem Gott" konnte ich nichts richtig machen, vor "ihrem Gott" konnte ich nicht bestehen. Ich erlebte die Gemeinschaft mit ihnen regelmäßig als Ausgrenzung.
Erst in meinen späten Jahren änderte sich das. Da gibt es bei mir und in mir eine tiefe Gewissheit, über die ich auch nicht diskutiere, dass ich gehalten werde. Für mich ist das eine existentielle Erfahrung.
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Burbacher

Vor allem was ich mich bei solchen Menschen immer frage woher wollen nun so genau gerade sie wissen was Gott will und was nicht? Woher wollen gerade sie wissen was Gott bis ins Detail nun gefällt und was nicht?
Haben die einen heißen Draht zu ihm, ein sogenanntes rotes Telefon?😕😉
 
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