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Was bedeutet Liebe für Euch?

Viele wollen Liebe oder gar die 'große Liebe'. Wenn man sich die Menschen nun so betrachtet, was sie den ganzen Tag tun - so besonders liebevoll sieht das gar nicht aus. Ist das nicht ein Paradox? Woher soll die ganze Liebe denn kommen?

Ein anderer soll's machen?

Und ja, ich mag Liebe und liebevolle Menschen. Erkenne integre und liebevolle Menschen gewissermaßen auf Meilen. Ob das nun an der Genetik, der Erziehung, der Entscheidung oder allem zusammen liegt, weiß ich nicht. Kann man ja vielleicht ergründen, wenn man das für wichtig hält.

Und ja, muss das vielleicht sagen. Weiß wirklich nicht, ob ich einem liebevollen Menschen gerecht werde, ob nun Partner oder einfach nur Mitmensch, aber ja, durchaus, ich bemühe mich darum, ein liebevoller Mensch zu sein.

~~~

Sehe Liebe auch nicht wirklich als Stärke oder Schwäche. Mal ist man stark, mal ist man schwach - das bringt das Leben so mit sich. Eher sehe ich Liebe als einen sehr wichtigen Aspekt auf einem langen Weg des Lebens.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man diesen Ansatz aber einmal ernst nimmt: Was bedeutet das für den Einzelnen? Und wie würde eine solche 'Liebe' gegenüber den Mitmenschen oder der Welt überhaupt aussehen – oder ist das für den Menschen schlicht eine Überforderung?
Erich Fromm hat das schon geklärt, man kann diesen Faden nach ihm zumachen

„Liebe ist die aktive Sorge um das Leben und das Wachstum dessen, was wir lieben.“

Das geht im realen Leben. Man muss halt es nur machen und dafür - zur Not - streiten. Fertig das. ;-) #2cents
 
Für mich ist Liebe , auch Heilung, natürlich auch Verzeihung.

Wenn der Mensch nun in so eine grenzwertige Situation kommt, wo er ohnmächtig mit ansehen muss , wie jemandem geschadet wird , den er liebt und von dem er auch geliebt wird , da ist doch nicht die Liebe schwächend oder ohnmachtsvoraussätzliche Steuerung.

Die Tatsache das Du , wenn Du könntest dieser Person helfen würdest, weil Du sie liebst ist LIebe.

Aber das Mitansehen wie der Person geschadet wird , ist Qual und Qual orientiert sich bekanntermaßen an dem Mitgefühl.

Wenn also dann gesagt wird " Liebe macht schwach " ist entweder die Logik der Kausalität nicht überlegt oder die Definition von Liebe ist in dem Moment eine andere , als die des Gegenübers.

Ich kann aber den Gedanken bzw. die Konklusion nachvollziehen , würde man nicht lieben, wäre es einem egal ?
Ich denke nicht, denn auch ein Mensch der völlig emotionsfrei wäre , kann sich nach Gleichstellung und Gerechtigkeit ausrichten.

Was aber sicher ist , der Mensch kann hassen und Hass ist das Gegenteil von Liebe .

Jeder Mensch kennt doch diese Dinge , die er er ausmacht . Die sein Dasein , seinen Charakter bestimmen.
Das sind die Lebensparameter die er priorisiert. Die die er umsetzt und lebt.

Da stellt sich dann die Frage wie begegne ich dem , darf ich es hassen meinen Abschwasch machen zu müssen oder muss ich es lieben ?

Und wenn ich es nun nicht liebe , bin ich dann ein schlechter Mensch ?

Irgendwann wird es unhygienisch und Hygiene ist bekanntlich gut für die Gesundheit , Sauberkeit und Ordnung - ein Zeichen von Liebe - und man sieht es nur nicht ?

Mal in Ruhe sacken lassen, sich überlegen , wie begegne ich besser - hasse ich lieber oder liebe ich lieber - ganz einfache Entscheidung trifft auch jeder zig Mal am Tag , das Umgehen mit Liebe .

Oder kann man die Liebe auch Umgehen ? Ist es möglich ? Ich denke nicht. die Liebe ist trotzdem , wie die Wahrheit kostenfrei verfügbar , man kann die Liebe meiden , die einen umgibt oder gar selbst nur hassen und nicht lieben, aber schon in der Natur begegnet einem Meiner Meinung nach sehr schnell
Liebe.
 
Erich Fromm hat das schon geklärt, man kann diesen Faden nach ihm zumachen

„Liebe ist die aktive Sorge um das Leben und das Wachstum dessen, was wir lieben.“

Das geht im realen Leben. Man muss halt es nur machen und dafür - zur Not - streiten. Fertig das. ;-) #2cents

Dem kann ich durchaus zustimmen. Es ist aus meiner Sicht eine holistische Sichtweise, bei der Liebe gewissermaßen alles umfasst und nicht nur einen Partner, der mancher Ansicht nach wohl über Wohl und Wehe von Liebe entscheidet.

Diese starke Fokussierung auf eine Einzelperson scheint mir oft die Folge eines allgemeinen Mangels an Liebe und sonstiger Freundschaft sowie Gemeinschaft zu sein.

Muss nicht zwingend so sein, aber wenn man aus allgemeiner Isolation und Lieblosigkeit heraus eine Partnerschaft gewissermaßen als Allheilsbringer der Liebe für die eigene Lieblosigkeit sieht bzw. anstrebt, ist das aus meiner Sicht auf sehr wacklige Füße gestellt.

Wenn man bar der eigenen Liebesfähigkeit und -präsenz die Liebe in einer anderen Person sucht, wird man womöglich zu einem abhängigen Parasiten oder so. Schlechte Vorzeichen.
 
Klar man kann in seiner bornierten Liebesbubble sitzen, sich das Alles schön bequem machen und feststellen , dass einen ja im Grunde so viel Liebe umgibt,
gleichzeitig verhungern Kinder und Menschen sterben im Krieg.

Liebe ist in meinen Augen keine Sorge, sondern die Sorge entspringt den möglichen Gefahren , die realistisch sind.
Wären diese Gefahren nicht da, gäbe es keine Sorge mehr - aber wäre dann auch die Liebe weg - ich denke nicht.

Beispiel Die Mutter ist besorgt, weil ihr Kind nicht schwimmen kann, also passt sie auf , wenn sie dabei ist, wenn das Kind alleine ist bekommt es gesagt : " Geh nicht ins Wasser oder ans Wasser Du kannst nicht schwimmen, sei vorsichtig ". Viele Kinder ertrinken - schrecklich für die Eltern.

Könnte aber das Kind schwimmen, also von Geburt an, bevor es laufen kann , schwimmt es wie ein Fisch im Wasser....
dann wäre diese Gefahr des Ertrinkens nicht da.

Aber würde die Mutter deshalb das Kind weniger lieben, weil die Liebe gleichzusetzen ist mit Sorge ?

Ich denke nicht das Liebe Sorge ist.
 
Klar man kann in seiner bornierten Liebesbubble sitzen, sich das Alles schön bequem machen und feststellen , dass einen ja im Grunde so viel Liebe umgibt,
gleichzeitig verhungern Kinder und Menschen sterben im Krieg.

Liebe ist in meinen Augen keine Sorge, sondern die Sorge entspringt den möglichen Gefahren , die realistisch sind.
Wären diese Gefahren nicht da, gäbe es keine Sorge mehr - aber wäre dann auch die Liebe weg - ich denke nicht.

Beispiel Die Mutter ist besorgt, weil ihr Kind nicht schwimmen kann, also passt sie auf , wenn sie dabei ist, wenn das Kind alleine ist bekommt es gesagt : " Geh nicht ins Wasser oder ans Wasser Du kannst nicht schwimmen, sei vorsichtig ". Viele Kinder ertrinken - schrecklich für die Eltern.

Könnte aber das Kind schwimmen, also von Geburt an, bevor es laufen kann , schwimmt es wie ein Fisch im Wasser....
dann wäre diese Gefahr des Ertrinkens nicht da.

Aber würde die Mutter deshalb das Kind weniger lieben, weil die Liebe gleichzusetzen ist mit Sorge ?

Ich denke nicht das Liebe Sorge ist.

Insofern du dich auf das von @mitohnealles gepostete Zitat beziehst, ich verstehe die Verwendung des Wortes 'Sorge' im Zitat von Erich Fromm anders, also im Sinne von "für etwas Sorge tragen" oder "für etwas sorgen". In diesem Sinne kann man das Zitat sinngemäß auch wie folgt modifizieren:

„Liebe ist die aktive Handlung für das Leben und das Wachstum dessen, was wir lieben.“

- oder -

„Liebe ist das aktive Bemühen um das Leben und das Wachstum dessen, was wir lieben.“
 
Liebe ist das Prinzip nach dem wir uns ausrichten können, wenn wir das tun , geht das mit den Voraussetzungen der Liebe einher.

Das was man liebt , kann recht unterschiedlich sein.....aber etwas zu lieben ist etwas anderes als Liebe, nämlich das Lieben

Wenn man also über das Lieben spräche , würde ich dem u.U. zustimmen

Das Lieben ist sich um das zu sorgen , was man liebt.

Aber ob das dann Liebe ist, ist dahingestellt, manche erkennen ja , dass sie das falsche lieben und ändern sich .

Wenn die Liebe das Schlechte nicht anrechnet, ist das doch zu trennen , denke ich.
Sie nimmt auch alle Furcht, sie erduldet alles , deshalb ist es ja Liebe....
 
Liebe ist das Prinzip nach dem wir uns ausrichten können, wenn wir das tun , geht das mit den Voraussetzungen der Liebe einher.

Das was man liebt , kann recht unterschiedlich sein.....aber etwas zu lieben ist etwas anderes als Liebe, nämlich das Lieben

Wenn man also über das Lieben spräche , würde ich dem u.U. zustimmen

Das Lieben ist sich um das zu sorgen , was man liebt.

Aber ob das dann Liebe ist, ist dahingestellt, manche erkennen ja , dass sie das falsche lieben und ändern sich .

Wenn die Liebe das Schlechte nicht anrechnet, ist das doch zu trennen , denke ich.
Sie nimmt auch alle Furcht, sie erduldet alles , deshalb ist es ja Liebe....

Da stelle ich mir und dir tatsächlich die Frage, was Liebe für dich genau bedeutet - vom Empfinden und der Umsetzung im Alltag her. Wenn ich ganz ehrlich bin, klingt das bei dir bzw. in deinem Beitrag alles etwas oder sehr nebulös.

Auf der einen Seite stellst du das Liebesverständnis anderer in Frage, und auf der anderen Seite erläuterst du dein eigenes Liebesverständnis nur wenig oder gar nicht.

~~~

Oder anders ausgedrückt, wenn du die Liebe anderer einfach degradierst, ist das aus meiner Sicht illegitim. Mit was für einem Recht tust du das? Du bist so viel besser als die anderen?
 
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