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warum ?

  • Starter*in Starter*in doof
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Hallo doof,

schau mal hier: warum ?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Der Tod ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens.

Ob es nun gerecht oder ungerecht ist: Immer wenn ein Mensch stirbt, leiden andere Menschen, die ihm nahestanden. Du hast Samy mit Sicherheit sehr geliebt, wenn du so reagierst.

Aber es hilft nicht nach einem Grund zu suchen, weshalb er es verdient hat zu sterben. Ob ein Mensch es verdient zu sterben oder nicht, kann kein Mensch beurteilen. Daher stelle die Frage lieber nicht warum gerade er sterben musste, denn eine Antwort wirst du nicht finden können.

Das was du dir selbst vornehmen solltest ist folgendes:

Du musst diesen Jungen loslassen. Seine Geschichte ist zu Ende und du kannst nichts mehr für ihn und seine Familie tun, als zur Beerdigung zu gehen und die Eltern zu unterstützen in dieser schwierigen Zeit.

Ich habe einmal mit angesehen, wie ein alter Mann an der Bushaltestelle einen Anfall bekommen hat. Ein paar Freunde von mir konnten Erste Hilfe leisten, aber ich habe mit angesehen, wie er starb. Der Krankenwagen kam zu spät.

Ich habe auch schon drei Beerdigungen in meiner Familie hinter mir.

Es geht nicht darum zu trauern, sondern weiter nach vorne zu blicken.

Wenn du deinen Schock überwinden willst, dann versuche Entspannung und Freude in dein Leben zu bringen. Ich kann mir vorstellen, dass du eine ziemliche Depression deswegen fallen könntest und daher rate ich dir dich so gut wie möglich mit freudigen Dingen zu beschäftigen anstatt in deiner Trauer zu bleiben.
 
Du hast unendlich viel Leid erlebt und erlebst es hin bis heute - ich finde es gut, dass du es hier so offen benennst, anstatt es in dich rein zu fressen und dich selbst dadurch in deiner KH weiter zu gefährden.

Tu es weiter - es hilft, dir, aber auch uns, denn deine Worte rütteln auf und machen nachdenklich, ernst, aber auch ehrfürchtig vor Gott und dem Leben.

Danke.

Quasimodo
 
Vor einigen Wochen war ich auf einem protestantischen "Art-Gottesdienst" auf einem Friedhof. Dort stellte sich eine Seelsorgerin vor, die mit krebskranken Kindern arbeitete. Sie beschrieb für mich ein schönes Bild, wie Kinder sich den Tod und das Danach vorstellen: Sie nahm eine bunte Seifenblase auf ihre Hand und wartete, bis sie zerplatzte, dann hinzufügte: Getragen und noch spürbar vorhanden.
Kinder spüren diese Schönheit in ihrer Hand noch viel mehr, auch wenn sie nicht mehr da ist. Und jeder ist diese eine Seifenblase, getragen und immer wieder erfühlt. Sicherlich ein schwacher Trost in Deiner Situation, aber ein kleines-feines Symbol für die Trauer um sehr Schönes und Wertvolles im Leben, von dem sich jeder immer wieder verabschieden muss - bis zuletzt.
Marie-Ebner-Eschenbach hat ebenfalls was sehr Wertvolles sinngemäß geschrieben: Hilf einem Freund, und Dein Leid halbiert sich. Du warst seine Freundin, und Samy war Dein Freund. Und es gibt viele, denen Du im Augenblick, wenn sie Deinen Thread lesen, ein guter Freund bist. Alles Gute.
 

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