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Warum?

G

Gast

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Nach meiner ersten richtigen Freundin (Rebecca), habe ich über ein halbes Jahr gebraucht, bis ich wieder „normal“ war und verstanden hatte, dass ich keine Freundin mehr habe. Sie hat damals erst eine "Pause" gemacht, in der sie mich permanent ignoriert hat und, als ich sie darauf angesprochen habe, meinte, es sei ihr nicht aufgefallen. Als diese Pause, ca. zweieinhalb Monate, vorbei war hat sie mit mir Schluss gemacht. Sie wollte für mich wichtige Dinge, die unsere Beziehung betrafen, immer beim Einkaufen besprechen. Dagegen habe ich mich gewehrt. Du kannst dir vorstellen, wie sie Schluss gemacht hat. Von heute auf morgen. Wir standen draußen in der Stadt, es hat geregnet. Plötzlich fängt sie an zu heulen und drückt mir einen Brief in die Hand und meint, ich solle ihn gleich lesen. Das habe ich auch. Den Anfang habe ich nie vergessen…: „Wahrscheinlich werde ich jetzt neben dir stehen, wenn du das ließt, aber ich kann es dir nicht anders sagen […]“
Nach ihr war ich sehr traurig und verzweifelt. Ich hatte eine Freundin (Aileen), die mir geholfen hat und davor bewahrte schlimme Dinge zu tun. Sie war in dieser Zeit die Einzigste, die mich getröstet hat. Als ich dann nach einem knappen dreiviertel Jahr, alles vergessen hatte und gar nicht mehr an eine Freundin dachte, weil ich mich damit abgefunden hatte, traf ich in den Sommerferien 2007 ein Mädchen, was mein Leben verändern sollte. Ich hatte Dienst in der Sanitätsstation, es war Nachmittag glaube ich, als ein Mädchen mit einem Verband an der Hand hineinkam. Sie schaute mich mit ihren Augen an und fing an zu lächeln. Ich konnte mich nicht bewegen. Ein anderer ist zu ihr hin und hat sie angesprochen, wie wir ihr helfen könnten. Daraufhin hat sie mir, der mit dem Klemmbrett das Protokoll geschrieben hat, alles erzählt. Irgendwann kam ich zu dem Geburtsdatum. Da habe ich gestaunt. Das süße Mädchen (Linda), was da so lieb vor mir saß war gerade mal 15. Ich hatte sie auf mindestens 18 bis 19 geschätzt. Du weißt gar nicht, wie glücklich ich auf einmal war! Wie es so kommen sollte hat sie mir ihre Handynummer gegeben, dass ich ihr bescheid sagen kann, wenn wir eine Runde laufen wollten. Wir haben uns verliebt…

In der gleichen Zeit, an diesem Jugendfeuerwehrzeltlager habe ich meine letzte Freundin (Julia) kennengelernt. Wir haben uns oft getroffen und sind Freunde geworden. Sie hat mir immer zugehört und war für mich da, wie ich für sie. Ich habe Linda gefragt, ob sie meine Freundin sein will. – Wir waren zusammen. Ein paar Tage später erfahre ich, dass Julia mich auch liebt. Ich war total fertig, weil ich nicht wusste, was ich tun sollte. Linda, oder Julia? Ich habe mit beiden geredet und mich dann für Linda entschieden, weil ich sie zuerst gefragt habe und sie richtig geliebt habe. Kein Mädchen, was ich bis dahin kannte, war so wie Linda. Ihre Familie, ihre Freunde, ihr Charakter, ihre Treue, niemals werde ich so jemanden wieder finden.

Linda hat irgendwann Schluss gemacht, weil sie traurig war, dass ich immer von Julia geredet habe. Das habe ich nicht extra gemacht. Nein, ich habe ihr immer nur von einer Freundin erzählt und das war eben Julia. Julia und ich sind Freunde geblieben und ich hab mich in sie verliebt, obwohl ich Linda nie ganz vergessen konnte. Jetzt auch nicht. Na ja, jedenfalls hatten Julia und ich auch schöne Stunden und viele Momente, an die ich gern zurück denke. Wir haben sehr viel zusammen erlebt. Doch sie hat mir nie etwas gesagt, wenn sie ein Problem hatte, sondern immer nur daheim gesessen und geweint. Ich habe das nie gewusst, weil es auch ihre Schwester und ihre Mutter mir nie erzählt haben. Ich habe mit ihr gesprochen und sie gebeten mit mir zu reden. Wie oft ich sie gefragt habe, ob etwas los ist, wie es ihr geht, was passiert ist, weiß ich nicht mehr. Fast immer kam die Antwort: „Es ist nichts“. So habe ich manchmal über zehn Mal bei einer Sache ernst nachgefragt was los ist. Aber immer kam wieder die gleiche Antwort! Dann habe ich mit ihr Schluss gemacht. Wir haben uns wieder besser verstanden, obwohl sie total fertig war. Ich habe sie dennoch nie allein gelassen, wir waren nie wirklich auseinander. Als ich dachte, dass wir es noch einmal versuchen könnten, weil sie sich geändert hatte, habe ich sie noch einmal gefragt, ob wir es versuchen sollen. – Wir waren ein zweites Mal zusammen. Alles war ok, ich habe mich nicht wohler fühlen können, doch irgendwann ist wieder diese Antwort eingeschlichen. Ich war total enttäuscht und habe mit ihr reden wollen. Doch erneut war die Antwort: „Es ist nichts“. Klar, wir haben schon auch über unsere Probleme geredet, aber ich glaube, dass das zu manchmal zu selten war.

Sie hatte eine Woche später einen Freund, bei dem sie auch recht schnell übernachtet hat. Ich glaube, dass es anderthalb bis zwei Wochen waren, nach denen sie dann bei ihm geschlafen hat. Eher weniger. Wie du dazu stehst weiß ich nicht. Aber meiner Meinung nach lernt man jemanden doch erst kennen, unternimmt etwas zusammen und freundet sich an, bevor man beieinander schläft. Du kannst bestimmt verstehen, dass das wie ein Schlag ins Gesicht für mich war. Gefühle gehen nicht so schnell, jedenfalls bei mir nicht. Das galt auch für Julia. Sie hat mich damit wirklich sehr verletzt. Nun, ich habe dann am 07. 09. Meinen 18. Geburtstag gefeiert. Sie war auch eingeladen. Hab ihr schon während unserer Beziehung oft gesagt, dass ich sie einlade, egal was ist. Sie kam dann im JRK zu mir und hat mir gesagt, dass sie nur bis ca. 23.00 Uhr bleiben könne. „Ist ja super“, hab ich mir gedacht, „da feierst du in deinen Geburtstag rein und dann geht sie um Elf. Warum kommt sie dann überhaupt? Gratulieren kann sie mir um Elf ja schlecht.“ Ich war total traurig und auch irgendwie verwirrt, warum sie denn um Elf schon gehen muss. Da habe ich sie mal gefragt, warum sie denn so früh gehen will. Daraufhin kam erst mal keine Antwort. Aber ich wollt das eben wissen und hab sie noch mal gefragt. Sie meinte, dass sie mit ihrem Freund auf dem Geburtstag von dessen Onkel eingeladen sei. – „Ehh… zu dem Typen, den sie gar nicht kennt, zu dem Geburtstag von dem Onkel, den sie noch nie gesehen hat, geht sie hin, aber zu meinem Geburtstag, von dem Jungen, mit dem sie so viel zusammen erlebt hat, geht sie früher??!“ Als ich das gehört habe, hab ich ihr gesagt, dass ich dann gern auf ihre Anwesenheit verzichte. Sie ist dann auch nicht mehr gekommen.

Wenn das mit dem Geburtstag nicht genug gewesen wäre… Ihr neuer „Freund“ meinte, dass er eifersüchtig sein müsse. Ja. Ich wollte immer noch etwas mit ihr machen (selbst nachdem sie das mit meinem Geburtstag gemacht hatte), mich mit ihr treffen und ein bisschen reden. Aber sie hatte immer weniger Zeit, immer einen anderen Grund. Einmal das Fitnessstudio, dann die Schule, oder ihre Müdigkeit, nach einem, wie sie meinte, langen Tag. Mir kam das aber irgendwann komisch vor, weil ich von ihrer Schwester dann immer mal erfahren habe, dass ihr Freund bei ihr war, wenn wir im DRK waren und sie nicht „da sein konnte“. Das hat mich ziemlich verletzt, weil das alles so „hinten herum“ geschehen ist… ich habe sie dann mal darauf angesprochen und gefragt, ob sie das wegen ihrem Freund macht. Und was glaubst du, was sie gesagt hat? Sie sagt „ja“. Konnte sie mir das nicht sagen? Warum nicht? „Ich hatte so großen Respekt vor dir, wie auch schon in unserer Beziehung. immer Angst dich zu verlieren, deswegen habe ich oft nichts gesagt.“

Das Spiel ging so weiter. Wir haben geredet, sie hat geweint. Stand zwischen der Entscheidung mein Freund oder Leander. Sie hat sich dann für ihren Freund entschieden, weil sie „nicht noch einmal so etwas durchmachen wollte, wie die letzten beiden Male“. „Weißt du, wenn wir nicht wieder mehr zusammen machen, dann kann ich dir auch nicht helfen. Wie soll ich das? Ich kann nicht wissen, wenn es dir schlecht geht, wenn du nicht mit mir redest.“ – Fehler. Es ging oft um Fehler. Ich wollte wissen, was ich falsch gemacht habe, weil ich mir nicht erklären konnte, warum alles so war. Sie konnte mir nie einen nennen. Leider hab ich ihr ein paar von ihren aufgezählt. Mehr oder weniger. Hab nur gesagt, dass wenn wir früher mal geredet hätten, wir heute noch zusammen wären. Das es eben ein Fehler war zu schweigen und nichts zu sagen. Ach irgendwie bin ich gerade total schlecht drauf. Weiß auch nicht. Wenn ich das so schreibe, dann muss ich immer daran denken, wie es jetzt gerade ist. Sie steht am Pausenhof, schaut immer mal herüber und das war‘s. Glaubst du, dass sie mal zu mir kommt, um mit mir zu reden? – Nein, ich komme immer zu ihr. Bin wirklich dumm! Lauf ihr nach. Und wozu? Das ich mir dann noch anhöre: „Leander, du musst endlich kapieren, dass du nicht mehr der erste auf der Liste bist, ich hab jetzt einen Freund und mache etwas mit ihm …“

Ach, aber der Leander lässt das ja alles treu doof mit sich machen! So ein Idiot! WARUM frage ich mich, warum?! Wenn ich gewusst hätte, wie schwer es ist sie loszulassen, hätte ich sie niemals berührt! Da fließt ein Stück trauer durch mich hindurch, ein Stück Liebe und ein Stück Hass. Wenn ich sie sehe, dann durchzuckt mich so ein Gefühl im Bauch (glaube das es das Stück Liebe ist), wenn ich höre und merke, was sie mit mir macht, ist es der Hass, der brennt, doch wenn ich an die Zeit denke, wo wir zusammen waren, an die Julia, die ich geliebt habe, dann bin ich traurig und verzweifelt.

Und immer wieder stellt sich die Frage: Warum?!

Wir haben uns seit zwei oder drei Wochen nicht mehr getroffen. Ist wohl eher mehr. Langsam beginnt, der Sturm sich zu legen, die See beruhigt sich. Wahrscheinlich verliere ich die Gefühle und das, was mir einst so viel bedeutet hat… eine Freundin hat mir gesagt, dass ich zu viel in der Vergangenheit lebe. Jeden Tag ertappe ich mich dabei, wie ich träumend in der Schule sitze und manchmal gar nicht mitbekomme, was überhaupt gefragt wurde. Im Traum fallen die Erinnerungen und lassen sich neu beleben. Die Fantasie spielt mir zu, nimmt mir, und vernichtet mich. Was sollst du nur von mir denken? Du wunderst dich, dass ein Junge so über Gefühle sprechen kann … ich wunder mich selbst darüber. Aber so bin ich. Tut mir leid. Kann gar nicht mehr dazu sagen. Es macht mich nur unendlich traurig. Der Gedanke einen Menschen zu verlieren, mit dem man so viel gemeinsam getan hat, mit dem man so viel Zeit verbracht hat, der einem gegeben hat, was man so vermisst … Nein, mit dem Gedanken komme ich nicht klar. Aber ich habe sie verloren. Ich renne dem Phantom der Freundschaft hinter her und wunder mich, dass ich es nicht finden kann!
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Die Fantasie spielt mir zu, nimmt mir, und vernichtet mich. Was sollst du nur von mir denken? Du wunderst dich, dass ein Junge so über Gefühle sprechen kann ? ich wunder mich selbst darüber. Aber so bin ich. Tut mir leid. Kann gar nicht mehr dazu sagen.
Hallo Gast (Leander?),
also ich wundere mich gar nicht, das was du beschreibst spricht einfach dafür, dass du ein sogenannter "Beziehungstyp" bist (www.beziehungstyp.de). Da sind einfach (vor allem, wenn man noch jünger ist) die Emotionen, die Beziehungen, die Dramatik im Vordergrund und andere Dinge wie die existenziellen Fragen (was ist Freundschaft, wer bin ich, was ist der Sinn meines Lebens) treten immer wieder in den Hintergrund, wenn einen ein paar nette Augen anlächeln. Vielleicht findest du auf dieser Seite und in den dortigen Links ja was, das dir ein neues Licht auf deine Persönlichkeit wirft. Du wärst nicht der erste ...
Gruß, Werner
 

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