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Warum ziehe ich bequeme Menschen an?

Paulinchen

Mitglied
Seit meiner Kindheit ziehe ich immer wieder Menschen an, die sehr träge und bequem sind, keine Tätigkeiten von sich aus aktiv in die Hand nehmen und alle anfallenden Arbeiten mir überlassen. Sowohl beruflich, als auch privat bin ich schon mehrmals an solche Personen geraten. Wie kann man so etwas vermeiden und dafür sorgen, dass sie andere Seite sich auch bemüht und aktiv ist?
 
Seit meiner Kindheit ziehe ich immer wieder Menschen an, die sehr träge und bequem sind, keine Tätigkeiten von sich aus aktiv in die Hand nehmen und alle anfallenden Arbeiten mir überlassen. Sowohl beruflich, als auch privat bin ich schon mehrmals an solche Personen geraten. Wie kann man so etwas vermeiden und dafür sorgen, dass sie andere Seite sich auch bemüht und aktiv ist?
Vielleicht bemühst Du Dich einfach zu sehr.
 
Ich denke nicht, dass ich zu bemüht oder zu stark engagiert bin. Ja, ich bin aktiv und packe die Dinge an, aber ich übertreibe es nicht.

Mir ist aufgefallen, dass die bequemen Menschen in meinem Leben eine Gemeinsamkeit hatten: Sie waren alle sehr lieb zu mir und ich konnte mit ihnen wundervolle Gespräche führen. Weil ich sie deswegen im Laufe der Zeit lieb gewonnen hatte, hat es entsprechend lange gedauert, bis mir ihre Trägheit überhaupt mal aufgefallen ist.

Mit meiner aktuellen Kollegin im Büro hatte ich niemals privaten Kontakt, sie war schon immer "nur" eine Kollegin. Das Problem ist, dass sie wegen ihrer lieben Art beim Chef und den anderen im Team einen Stein im Brett hat und die Leute deshalb nicht nachvollziehen können, dass ich mich von ihr ausgenutzt fühle.

Meine ehemalige beste Freundin habe ich in der Berufsschule kennengelernt, sie war meine Banknachbarin. Wir haben uns damals schnell angefreundet und verstanden uns großartig. Nach dem Ende der Ausbildung musste ich enttäuscht feststellen, dass unsere Treffen nur zustande kamen, wenn ich sie als Erste kontaktierte und einen Vorschlag bzgl. Termin und Aktivität machte. Von ihr kam nie was. Trotzdem habe ich viele Jahre an dem Kontakt festgehalten, weil sie so lieb war und wir immer eine schöne Zeit miteinander hatten, wenn wir uns mal trafen.
 
Ich denke nicht, dass ich zu bemüht oder zu stark engagiert bin. Ja, ich bin aktiv und packe die Dinge an, aber ich übertreibe es nicht.

Mir ist aufgefallen, dass die bequemen Menschen in meinem Leben eine Gemeinsamkeit hatten: Sie waren alle sehr lieb zu mir und ich konnte mit ihnen wundervolle Gespräche führen. Weil ich sie deswegen im Laufe der Zeit lieb gewonnen hatte, hat es entsprechend lange gedauert, bis mir ihre Trägheit überhaupt mal aufgefallen ist.

Mit meiner aktuellen Kollegin im Büro hatte ich niemals privaten Kontakt, sie war schon immer "nur" eine Kollegin. Das Problem ist, dass sie wegen ihrer lieben Art beim Chef und den anderen im Team einen Stein im Brett hat und die Leute deshalb nicht nachvollziehen können, dass ich mich von ihr ausgenutzt fühle.

Meine ehemalige beste Freundin habe ich in der Berufsschule kennengelernt, sie war meine Banknachbarin. Wir haben uns damals schnell angefreundet und verstanden uns großartig. Nach dem Ende der Ausbildung musste ich enttäuscht feststellen, dass unsere Treffen nur zustande kamen, wenn ich sie als Erste kontaktierte und einen Vorschlag bzgl. Termin und Aktivität machte. Von ihr kam nie was. Trotzdem habe ich viele Jahre an dem Kontakt festgehalten, weil sie so lieb war und wir immer eine schöne Zeit miteinander hatten, wenn wir uns mal trafen.
Und das meinte ich mich zu bemüht. Du strengst Dich zu sehr an und die anderen dann gar nicht mehr. Weil sie es nicht müssen. Du nimmst denen zu viel ab.
 
Ich weiß nicht, ob du "bequeme Menschen" anziehst, und ich weiß auch nicht, ob du jemandem was abnimmst. Schaue einfach für dich, mit wem du kannst und mit wem nicht.
 
Ich habe meine Freundin einige Male auf die Probe gestellt und mich auch mal längere Zeit nicht gemeldet. Mit dem Ergebnis, dass von ihr dann auch nichts kam und wir uns monatelang weder gesehen noch gesprochen hatten. Das war natürlich nicht das, was ich wollte.

Sie war meine einzige richtige Freundin, außer ihr hatte ich nur noch männliche Kumpels. Mir war es wichtig, dass wir uns zumindest alle 1-2 Monate mal trafen. Das hat auch jahrelang super funktioniert, wenn ich als Erste den Kontakt gesucht und ein Treffen vorgeschlagen hatte. Sie rief zwar nie als Erste an und schrieb auch nicht als Erste. Aber wenn ich mich schriftlich meldete, kam spätestens am nächsten Tag eine Antwort. Wenn ich sie anrief und sie gerade nicht erreichbar war, rief sie mich am nächsten, spätestens übernächsten Tag zurück und wir machten ein Treffen aus.

Irgendwann änderte sich auch das zu meinen Ungunsten. Im Laufe der Jahre wurden die Reaktionszeiten auf meine Anrufe und WA immer länger. Am Schluss dauerte es mehrere Monate, bis sie mich nach einem verpassten Anruf zurückrief oder auf eine kurze WA antwortete. Ich habe x Gespräche mit ihr darüber geführt und immer wieder geäußert, dass mir 1-2 Treffen im Jahr zu wenig waren, wenn wir zwischen den Treffen weder telefonisch noch schriftlich Kontakt hatten. Außerdem habe ich mir den Mund fusselig geredet, dass ich mir wünschte, auch mal kontaktiert zu werden und nicht immer den ersten Schritt machen zu müssen. Meine ehemalige Freundin hat immer wieder beteuert, dass sie auf gar keinen Fall desinteressiert war, dass ihr die Freundschaft genauso wichtig war wie mir und mir x-mal versichert, dass sie einfach nur wenig Zeit hatte. Sie hat gefühlt 100.000x versprochen, dass sie sich definitiv bessern würde.

Zum Vergleich: Meine ehemalige Freundin und ich sind beide verheiratet, haben beide keine Kinder und arbeiten beide in Vollzeit. Während sie einen Job in der Nähe ihres Wohnortes hatte und fast jeden Tag pünktlich Feierabend machen konnte, musste ich einen langen Weg zu meiner damaligen Arbeitsstelle in Kauf nehmen und zahlreiche Überstunden machen. Ich hatte berufsbedingt unter der Woche deutlich mehr Stress und weniger Zeit als sie. Trotzdem hat sie immer darauf beharrt, dass ihr Leben ach so stressig war und von mir verlangt, dass ich die ganze Arbeit auf mich nahm.

Natürlich gab es auch Phasen, in denen sie ein paar Tage am Stück nicht am Arbeitsplatz war... Urlaub oder Erkältung oder was auch immer. Glaubt ihr, dass sie sich an solchen Tagen von sich aus gemeldet hat? Nicht die Spur. Wenn ich ihr dann gesagt habe, dass ich das schwach von ihr fand, jammerte sie mich wieder voll, von wegen sie hätte soooo viel Stress und keine Minute Zeit gehabt. Irgendwann hatte ich keine Kraft mehr und habe sie in den Wind geschossen, weil ich mich nur noch ausgenutzt fühlte.
 
Ich habe meine Freundin einige Male auf die Probe gestellt und mich auch mal längere Zeit nicht gemeldet. Mit dem Ergebnis, dass von ihr dann auch nichts kam und wir uns monatelang weder gesehen noch gesprochen hatten. Das war natürlich nicht das, was ich wollte.
Dann hättest Du es nicht getan. Keine Antwort ist auch eine Antwort und bedeutet, dass es ihr nicht wichtig war.


Zum Vergleich: Meine ehemalige Freundin und ich sind beide verheiratet, haben beide keine Kinder und arbeiten beide in Vollzeit. Während sie einen Job in der Nähe ihres Wohnortes hatte und fast jeden Tag pünktlich Feierabend machen konnte, musste ich einen langen Weg zu meiner damaligen Arbeitsstelle in Kauf nehmen und zahlreiche Überstunden machen. Ich hatte berufsbedingt unter der Woche deutlich mehr Stress und weniger Zeit als sie. Trotzdem hat sie immer darauf beharrt, dass ihr Leben ach so stressig war und von mir verlangt, dass ich die ganze Arbeit auf mich nahm.

Auch das hättest Du nicht tun müssen. Du förderst so ein Verhalten damit nur.
Natürlich gab es auch Phasen, in denen sie ein paar Tage am Stück nicht am Arbeitsplatz war... Urlaub oder Erkältung oder was auch immer. Glaubt ihr, dass sie sich an solchen Tagen von sich aus gemeldet hat? Nicht die Spur. Wenn ich ihr dann gesagt habe, dass ich das schwach von ihr fand, jammerte sie mich wieder voll, von wegen sie hätte soooo viel Stress und keine Minute Zeit gehabt. Irgendwann hatte ich keine Kraft mehr und habe sie in den Wind geschossen, weil ich mich nur noch ausgenutzt fühlte.
Wieso hätte sie sich innerhalb der paar Tage melden müssen? Das ist doch keine Ewigkeit.
 
Auch das hättest Du nicht tun müssen. Du förderst so ein Verhalten damit nur.

Ganz am Anfang, als wir uns in der Ausbildung kennengelernt hatten, war ihr Terminplan ein gutes Stück voller als meiner. Sie hatte einen großen Freundeskreis und viel Kontakt zu Personen aus ihrer Verwandtschaft. Ich hatte deutlich weniger Kontakt mit Verwandten (meine Familie wohnt größtenteils weit weg) und sie war meine einzige Freundin. Es war wirklich so, dass ich am Anfang viel mehr Zeit hatte als sie und v. a. viel öfter zu Hause war (damals gab es noch keine Handys, wir waren nur zu Hause auf dem Festnetz erreichbar).

Im Laufe der Jahre habe ich mir einen stabilen, männlichen Freundeskreis aufgebaut, war auch öfters mal verabredet und hatte beruflich ganz schön viel zu tun. Irgendwann war ich diejenige, die seltener zu Hause war und weniger Zeit hatte. Deshalb war das für mich klar, dass meine Freundin sich mehr bemühen würde und nicht erwarten, dass ich mich nach einem harten 10-Stunden-Arbeitstag und 2 Stunden Bahnfahrt noch als Erste meldete. Tja, falsch gedacht.


Wieso hätte sie sich innerhalb der paar Tage melden müssen? Das ist doch keine Ewigkeit.

Weil meine Freundin es als zu großen Stress empfand, sich nach Feierabend noch aktiv bei mir zu melden, hatte ich gehofft, sie würde es an einem freien Tag machen. Hat sie aber genauso wenig wie nach Arbeitstagen.
 

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