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Warum tut Betrug so weh?

Ja...pauschal kann man es nicht sagen.
Ich finde auch, dass man das pauschal nicht sagen kann. Das Leben verläuft nicht immer geradlinig und so, wie man sich das vorstellt.
Ich habe damals einen für mich sehr wichtigen Menschen verloren, weil auch ich sein Vertrauen hart auf die Probe gestellt habe. Es waren sehr schwere Umstände, die mich dazu brachten, dies zu tun. Ich haderte sehr mit mir. Ich ging nicht fremd, aber ich war nicht ehrlich zu ihm. Dies hat sein Vertrauen in mich zerstört.
Ob ich das bereue? Ja, sehr! Es gibt kaum etwas, das ich mehr bereue. Und doch wi ich ehrlichsein, ich wüsste nicht, ob ich in der selben Situation nicht wieder so handeln würde, denn es gibt Dinge im Leben, da muss man Abwägen und seine eigenen moralischen Werte übergehen, auch wenn man sehr viel riskiert. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Dieser Freund konnte mir dies nie verzeihen und so zerbrach unsere Freundschaft. Sein Vertrauen in mich war unwiederbringlich zerstört und kein Dünger meinerseits konnte diese zertrampelte Pflanze retten.
Was ich damit sagen will? Wie bei allem im Leben gibt es auch in dieser Sache nicht nur ein Schwarz und Weiß. Niemand ist perfekt und allzu oft scheitern wir Menschen an unserer eigenen Moral, die wir wie eine Fahne im Wind halten. Am Ende entscheidet jedoch immer derjenige, der betrogen wurde ob er verzeihen kann und will. Einen anderen Weg gibt es nicht, da der "Betrüger" sonst immer gegen Wände laufen wird, egal wie sehr er bereut und Besserung zeigt oder verspricht. Das heißt nicht, dass man nicht wachsam und aufmerksam sein darf. Aber wenn der Betrogene für die Reue einen blinden Fleck hat, weil er nicht verzeihen will oder kann und Misstrauen alles überschattet, dann sollte man tatsächlich loslassen und gehen. Dann ist es besser für beide. So trägt jeder in der Beziehung und auch im Beenden diese seine und eine Verantwortung.

Ich hoffe du findest einen für dich guten Weg.
 
A

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Re: Warum tut Betrug so weh?
Ich finde immer krass, wie viele Menschen in Sachen Partnertreue dem AMIGA-Syndrom unterliegen. Auf einer Küchen-Party haben sich Nachbarinnen neulich über Treue unterhalten. Eine von denen (bei der ich von einer offenen Beziehung ausgegangen) bin, erzählt da doch ernsthaft, ihr wäre Treue ja so wichtig und ihr Mann wäre ja zu 100% treu. Da waren eine andere Nachbarin und ich baff, da wir wissen, dass er mehrere Affären hat und hatte. Bekommt man ja im Altbau leicht mal mit.

Da es sich um keine Freundin sondern nur eine Nachbarin handelt, haben wir nichts gesagt, aber die gute Frau ist doch reichlich naiv. Ich kann nur jedem raten, entweder gleich eine offene Beziehung zu vereinbaren oder aber ein gesundes Misstrauen zu haben, wenn einem Treue wirklich so wichtig ist. Mir ist Ehrlichkeit wichtig, aber nicht Treue.
 
Hallo,
Liebe und Verletztsein läßt sich nicht trennen.

Rede mit ihm. Das für sich alleine zu erledigen und sich dem Partner damit nicht
anzuvertrauen ist nicht gut.

alles Liebe
flower55
 
Letzten Endes tut nicht das Fremdgehen an sich weh, sondern der Bruch der Vorstellung, der Partner gehöre nur einem selbst und dürfe mit niemandem anderes Sex haben. Wenn man diese Vorstellung nicht hat, dann entsteht auch kein Schmerz.
 
Ich denke mir wie das empfunden wird ist individuell verschieden, und eine Frage wie letztlich die Absprache in einer Beziehung ist/war. Manche Paare finden offene Beziehungen okay, andere wiederum nicht, ich denke mir das das letztlich entscheidend ist und nicht wie man zu empfinden hat, weil Menschen die unterschiedlichsten Empfindungen haben, und da niemand von sich auf andere schließen kann.
Es kommt da auch die Gretchenfrage an, also in diesem Fall --> wie stehst du zu Treue? usw. das sollte schon abgekärt worden sein, ob man da ähnliche Vorstellungen hat, und ob da eine Überkunft besteht, oder diese sich änderte im Laufe einer Beziehung, und demensprechend einen evtl. neuen Beziehungkonsens zu finden.
Ich persönlich würde auch verletzt reagieren und wie man empfindet muß man sich von niemanden erklären lassen, also ob diese Gefühle berechtigt sind oder nicht!...so weit kommst noch, oder wie?
 
Ich denke mir wie das empfunden wird ist individuell verschieden, und eine Frage wie letztlich die Absprache in einer Beziehung ist/war. Manche Paare finden offene Beziehungen okay, andere wiederum nicht, ich denke mir das das letztlich entscheidend ist und nicht wie man zu empfinden hat, weil Menschen die unterschiedlichsten Empfindungen haben, und da niemand von sich auf andere schließen kann.
Jeder und Jede kann genau so empfinden wie er oder sie will.
Ich persönlich würde auch verletzt reagieren und wie man empfindet muß man sich von niemanden erklären lassen, also ob diese Gefühle berechtigt sind oder nicht!...so weit kommst noch, oder wie?
Jedes Gefühl ist berechtigt. Ich habe nur gesagt, woher diese Gefühle kommen. Und dass man nicht an den Dingen an sich leidet, sondern an der Vorstellung von diesen Dingen.
Das erklärte der griechische Philosoph Epiktet schon vor ca. 1.900 Jahren:


Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen.

Deshalb leidet auch niemand am Fremdgehen des Partners an sich, sondern an der Vorstellung, der Partner gehöre nur einem selbst. Und das ist eine sehr gute Nachricht, denn das bedeutet, dass man das Leiden selbst beenden kann unabhängig vom Verhalten des Partners. Das ist doch prima!
 
Und das ist eine sehr gute Nachricht, denn das bedeutet, dass man das Leiden selbst beenden kann unabhängig vom Verhalten des Partners. Das ist doch prima!

Das ist ja Klasse, dann muss ich ja einfach nur denken: der Partner gehört nicht mir und schon gehts mir besser, wie absolut genial 😎🤔

Das war jetzt ironisch. Wäre das alles so einfach und alles nur immer Kopfsache, hätten viele Menschen viele Probleme nicht.

Wie geht es Dir denn jetzt, TE?
 
Das ist ja Klasse, dann muss ich ja einfach nur denken: der Partner gehört nicht mir und schon gehts mir besser, wie absolut genial😎🤔
Epiktet war ein großer Philosoph. Kein Spinner. Und an seiner Aussage ist was dran. Andere kannst Du nicht ändern. Dich und Deine Sicht auf die anderen aber schon. Das macht Dich von ihnen unabhängig.
Das war jetzt ironisch. Wäre das alles so einfach und alles nur immer Kopfsache, hätten viele Menschen viele Probleme nicht.
Stimmt man muß daran arbeiten. An sich ist es aber schon einfach. Du mußt die Dinge eben so akzeptieren wie sie sind. Tust Du das, endet Dein Leiden.
Guckst Du hier:
 
ja, das weiß ich ja @Amatio , das bestreite ich nicht. Aber es klang so einfach und das ist es ja nicht.
Aber Du hast recht, es ist schon wichtig, an seinen Gedanken und Gefühlen zu arbeiten, aber es dauert und gelingt nicht immer.
 

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