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Warum ist meine Mutter so?

@Ratte
Wir wissen keine genauen Gründe dafür. Sie hat nur immer gesagt sie wäre schlecht behandelt worden als Kind, ihre Geschwister seien immer bevorzugt worden. Über die Kindheit meiner Mutter weiß ich wenig bis gar nichts.

Sie vermittelt einem immer den Eindruck das man nicht nein sagen darf oder kontra geben weil sie uns ja geboren hätte und aufgezogen hat und das wir deshalb auf ewig die Dinge tun sollen die sie will.
 
Für dich und deine Schwester:

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.

Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und er spannt euch mit seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.

Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein; denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran
(geb. 1883 gest. 1931) libanesisch-amerikanischer Dichter

Ihr könnt ja überlegen, ob ihr das einmal euerer Mutter zu lesen gebt.
 
@Ratte

Sie vermittelt einem immer den Eindruck das man nicht nein sagen darf oder kontra geben weil sie uns ja geboren hätte und aufgezogen hat und das wir deshalb auf ewig die Dinge tun sollen die sie will.

Das ist ein unangemessener Anspruch, welchem man in Bezug auf Mütter immer wieder begegnet. Nur, weil die Mütter ihre Kinder geboren und ihre Pflichten erfüllt haben, haben sie deshalb keine grenzenlosen Rechte und keine Narrenfreiheiten. Kinder sind kein Besitz, sondern eigenständige Menschen mit einem Recht auf ihr eigenes Leben.

Hilfsbereitschaft und Familienzusammenhalt sind gut und schön und erstrebenswert, aber sobald emotionale Erpressung ins Spiel kommt, wird das Ganze hochgiftig. Füreinander Einstehen gelingt nur solange, wie eine gesunde Abgrenzung gelingt und akzeptiert wird. Alles emotional Erpresste ist nicht nur wertlos, sondern hochgradig schädlich.
 
..die Frage wäre ja noch,..nachdem ihr euch nun gedankenlich und mit gesunden Verstand , damit auseinander gesetzt habt..

WIE bringt ihr das eurer Mutter bei, das ihr euch nicht mehr nach ihren Anweisungen ,verhalten wollt??

..Sondern auch immer vorrangig dabei sehen wollt,das es euch gut geht,OHNE ihren emotionalen Druck,den Sie ausübt,wenn ihr nicht das macht was SIE will und indirekt Diktiert+ihren Launen, ..nicht ewig ausgesetzt seid ??

Wie bringt man das einer Mutter bei ? ,, um den größten Möglichen Stress/Bruch/Verletzungen zu Umgehen..? und ihr trotzdem euren Stand der Dinge bei bringt?

Wie würdet ihr damit jetzt damit umgehen? Habt ihr eine Ahnung wie ihr weiter gehen soll ?
Soll Sie wissen was in euch vor geht ?
 
Es tut weh, so was zu lesen.
Eure Mutter benutzt und zerstört euch, und trotzdem bleibt es eure Mutter.
Es sind viele richtige Sachen schon geschrieben worden. Eine Kleinigkeit möchte ich euch noch mitgeben. Vielleicht hilft es euch.

Für mich werden keine Menschen „schlecht“ oder „böse“ geboren. Ihre positiven und negativen Erfahrungen, ihre Umwelt, ihre erlernten Muster aus der Vergangenheit machen sie zu dem was sie jetzt sind. Das Ganze ist sehr oft unbewusst. Und so lange es einem nicht bewusst wird, oder gemacht wird, kann man es nur schlecht ändern.

Ihr könnt eure Mutter lieben, als den Menschen, der unter diesem ganzen schlechten Wust begraben liegt. Was sie als Kind für schlechte Erfahrungen gemacht hat und was sie meint jetzt weitergeben zu müssen weil sie es nicht anders kennt.
Und gleichzeitig könnt ihr das Verhalten, dass sie gegenüber Euch zeigt, ablehnen. Ihr müsst es sogar um euch zu schützen und um eurer Mutter zu helfen. Das ist für mich kein Widerspruch. Das Leben eurer Mutter ist Ihre Baustelle nicht Eure. Ihr habt euer Leben, für das ihr verantwortlich seid.

Eine kleine Anregung als Brief. Vielleicht helfen euch Teile davon ja weiter.

Wir haben dich lieb Mamma, aber dein Verhalten uns gegenüber tut uns sehr weh und macht uns kaputt.
Wir möchten das nicht mehr! Wir haben unser Leben und du hast deins. Unsere Tür wird weiterhin für dich offenstehen. Komm vorbei, wenn du uns zum reden brauchst oder uns sehen willst.
Wir werden dir weiterhin mit den Hunden helfen, bis du eine Lösung gefunden hast. Aber es sind deine Hunde. Du musst die Lösung finden nicht wir.
Wenn du uns auf dem Telefon blockierst und wenn du uns nicht sehen willst so ist das deine Entscheidung für die wir nichts können. Wir finden das sehr traurig, aber es ist dein Leben und wir müssen das akzeptieren.

Du hast uns geboren und aufgezogen. Dafür sind wir dir dankbar. Aber auch das war deine Entscheidung nicht unsere. Wenn du sie jetzt bereust, tut uns das sehr leid, aber auch das müssen wir akzeptieren. Wir sind deine Kinder, aber nicht dein Eigentum sondern eigenständige Menschen mit einem eigenen Leben.

So wie es jetzt ist, wird es nicht mehr weitergehen!

Wir machen die Familie nicht kaputt. Es ist schade, wenn du das so siehst. In einer Familie ist man für einander da.
Es ist ein geben und nehmen. Man zerstört sich in einer Familie nicht gegenseitig.
Wir möchten dich weiterhin in unserer kleinen Familie haben. Aber für Erpressungen und Vorwürfe wird es keinen Platz mehr geben! Das zerstört unser Leben und das werden wir nie wieder dulden!

Du bist und bleibst unsere Mutter und wir haben dich lieb.
Du wirst immer einen Platz in unseren Herzen haben.

Bitte versteht das nicht falsch. Das soll nur eine kleine Anregung sein. Nicht mehr.

Mein Tipp:
Stoßt die Tür zu eurer Mutter nicht zu. Aber setzt eine klare Grenze und duldet keine Überschreitungen. Nie wieder! Wenn eure Mutter das nicht versteht, oder nicht akzeptieren kann und den Kontakt abbricht, so ist das ihre Entscheidung. Das müsst ihr aber auch akzeptieren und ertragen. Auch wenn es schwer ist. Diese Entscheidung kann sie jederzeit ändern. Aber sie muss es tun. Nicht Ihr. Sie wird irgendwann erkennen was für tolle Töchter sie hat, Und wenn nicht, so tut es mir wirklich leid für sie. Aber da habt ihr keinen Einfluss drauf und seit dafür nicht verantwortlich.

Ich wünsche euch alles Gute und trotz allen ein schönes Weihnachtsfest.
 
Zuletzt bearbeitet:


Ich habe es damals auch bei Mutter so gemacht und versucht.

Es wurde nach langer Zeit ihres Beleidigt sein,das man überhaupt wagt mit ihr so zu Reden/Schreiben,teilwiese etwas Besser..
Doch saß ihr Verhalten so tief,und jegliches nicht ihrer Meinung zu sein und sofort für Sie dazu sein,jegliche Vorwürfe,Worte,Druck und Verletzungen gingen soweit,und ließen nicht nach..das wir uns 8 Jahre nicht sprachen oder gesehen haben.Komplett verbieten musste,mich zu Kontaktieren.
Ganze 8 Jahre lang.

Die Zeit war nötig.Danach hatte Sie schon eine Wandlung gemacht,Sie war weit aus Lockerer,auch wenn ihr Denken und Willen immer mit Schwing,so wurde Sie sehr viel Vorsichtiger..und es war Möglich mit ihr Kontakt zu halten,weil Sie ihr eigenes Leben auch ohne uns hin bekam.Wir feierten sogar Weihnachten wieder zusammen.
Ich/wir haben Sie später auch Sterbe begleitet.,und waren Froh das getan zu haben,auch wenn vieles an Verletzungen offen blieb bis heute.
Aber jede Mutter ist natürlich anders^^
Ich wünsche euch,das ihr euer Leben selbst Bestimmend leben könnt,ohne das indirekte emotionale Vorwürfe/Druck von Ihr kommt.. Das will eben gelernt werden,von beiden Seiten,..damit das eigentliche Mutter-Tochter Herz mehr durch kommt und Herzlich gelebt werden kann.
 

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