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Warum ist mein Freund so aggressiv?

  • Starter*in Starter*in Bana
  • Datum Start Datum Start
Hallo


Habe lange überlegt, ob ich etwas
zu diesem Thema schreiben soll.
Ich kenne diese Aggressionen.
Mein Mann ist von einem auf den
anderen Moment auf 2oo.
Und ich schreibe viele Briefe, die
er nicht liest oder nicht versteht.
Da muss ich @ Ratte recht geben -
Briefe nützen nichts.
Ich kann aber auch nicht mit
ihm darüber reden.
Es ist sehr schwer, mit
solchen Menschen zu leben.
Rede ganz ehrlich mit ihm, über
seine aggressive Art und dass Du
angst hast, ihn zu verlieren.
Solche Menschen kann man auch
nicht ändern. Sie verlassen, wäre
das Beste, aber nicht das Einfachste.
In den meisten Fällen ist noch Liebe
im Spiel. Wie lange, dass weiss keiner.

Anna
 
Ich finde, eine Chance hat jeder verdient. Wir werden weiter daran arbeiten. Ich werde rückmelden, wenn sich was interessantes tut. Zur Zeit scheint er irgendwie mit sich selbst stark in Konflikt und Dialog zu sein, er ist abwesend, ich lass ihn mal...

Werde in ein paar Tagen nochmal mit ihm reden.

Danke an alle.
 
Eine 2. Chance hat jeder verdient, oft auch eine 3., 4., oder 10....nur verliere Dich selber dabei nicht.

Wir Menschen haben die (eigentlich) unglaubliche Fähigkeit, die negativen Dinge auszublenden, wenn es gerade halbwegs gut läuft...in vielerlei Hinsicht, ich kann Dir nur raten, Dich darauf nicht einzulassen.
Irgendwann kommt der Moment, wo Du für Dich eine Grenze ziehen musst, wo Du vielleicht auch eine Entscheidung treffen musst, die Dir selber in dem Moment sehr wehtun wird.

Es klingt, als wenn Dein Freund ernsthafte Probleme hat, bei denen er vielleicht sogar nur mit professioneller Hilfe weiterkommen würde.
Dies setzt aber die Annerkennung der Probleme voraus...das sehe ich in Deinen Erzählungen nicht.
Wenn er das aber nicht erkennt, kann er auch nicht den Willen entwickeln, etwas zu ändern...
 
Hallo Bana,

ich komme relativ frisch aus einer Beziehugn, die scheinbar der Deinen sehr ähnelte. Ich war 6 Jahre mit einem Mann zusammen, der mir alles bedeutete und nach dem ich mein gesamtes Leben ausgerichtet hatte.

Er war, so wie Dein Freund, unglaublich aggressiv. Am Anfang waren es "nur" kleinere Ausraster über Nebensächlichkeiten. Der PC wollte nicht so wie er wollte und dann flog halt mal die Tastatur an die Wand und ähnliche Sachen. Nur mit den Jahren wurde es immer schlimmer und schlimmer, so dass ich am Ende regelrecht Angst vor ihm hatte, wenn er wieder einen seiner Wutanfälle bekommen hat.

Kritik konnte er ebenfalls kaum ertragen, seine Sicht der Dinge war die einzig wahre, Fehler machten immer nur die Anderen und wenn irgendetwas schief ging, war das nie seine Schuld sondern immer die der Anderen, die ihn "nicht verstehen". Auch das mit dem Selbstbewusstsein kommt mir überaus bekannt vor. Anfangs dachte ich, er sei quasi das Selbstbewusstsein in Person, doch im Laufe der Zeit stellte ich fest, dass er noch weniger Selbstbewusstsein hat, als ich und ich habe schon nicht viel davon.

Zu dem allem hatte er auch noch eine unglaublich manipulative, kontrollierende Art, alles was nicht seiner Kontrolle unterlag musste sozusagen aus dem Weg geräumt werden. Freunde? Sicher, aber nur, solange ich nicht mit denen über unsere Beziehugn sprach und mich nicht alleine mit ihnen traf. Freiraum? Sicher, solange er die Möglichkeite hatte, mich zu kontrollieren (Chatprotokolle, etc.). Alleine weggehen ging garnicht, all 30 Minuten klingelte das Handy, nach einem Abend war er ein nervliches Wrack, nach einem Wochenende (Betriebsausflug) durfte ich seine zerschnittenen Arme eincremen....

Dass er krank ist, ist ihm klar. Schon seit einiger Zeit. Nur ist er noch nicht soweit, dass er etwas dagegen tun könnte. Ich denke, er muss mit seinem Verhalten erst einmal so kräftig "auf die Schnauze fallen" (und unsere Trennung hat da offensichtlich noch nicht genügt), dass er von alleine einsieht, dass es so nicht weitergehen kann. Wenn man ihm das vorschlägt, versteht man ihn ja nur nicht.

Was ich Dir damit sagen will, Bana, ist Folgendes: Wenn sich Dein Mann nicht ändert und nicht einsichtig zeigt, solltest Du die Beziehung zu Deinem eigenen Besten beenden. Ich weiß, dass es in solchen Beziehungen auch eine Menge schöner Zeiten gibt und dass man dem Menschen, den man so unglaublich liebt einfach immer noch eine und noch eine Chance geben möchte, aber irgendwann reicht die Kraft nicht mehr. Ich bin heute noch (und das Ende liegt ein Jahr zurück) extrem unsicher und eingeschüchtert. Gottseidank habe ich einen unglaublich liebevollen neuen Partner, der auf mich aufpasst und mir alles gibt, was mir in der vorhergegangenen Beziehung gefehlt hat. Ich mache wieder die Dinge, die mir Spass machen, die mir über 6 Jahre verwehrt blieben, ich habe eine Menge unglaublich lieber Menschen als Freunde wiedergewonnen und ich kann VOR ALLEM wieder lachen und singen. Das ging damals nicht mehr.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen, auch, wenn ich nur ein "Gast" bin.

Grüße,
der "Gast"
 
Was kam da eigentlich raus?



Darkside

Also im Moment ist es ziemlich gut. Wir reden ständig drüber. Therapie will er nicht machen, aber ich will ihn da auch nicht überreden, hat ja auch keinen Sinn. Ich hab das Gefühl, wir kriegen da hin.

Und ich möchte nochmal zu den anderen sagen: Er geht schnell in die Luft, aber er ist nicht fies zu mir, also nicht so, dass er mir Sachen verbietet oder mich schlecht macht oder mir sagt, dass ich schlecht bin oder mir Kontakt zu anderen verbietet oder mich haut.
Er wird "nur" ausfallend, wenn wir streiten.
Da haben die anderen Beiträge (Gast usw.) nicht mehr so gepasst, auch wenns lieb gemeint war.

Danke nochmal.
 
Das mag sein. Klingt aber auch fast so, als würdest du dir das wünschen.

Was soll ich denn aber schreiben, wenn es nun mal so ist?

Was wollt ihr denn hören? Dass er mich unterdrückt und schlecht behandelt? Wenn es doch aber nicht so ist.

Ihr schreibt hier von Verboten, dass ihr nicht mehr Freundinnen besuchen durftet, allein weggehen durftet oder mit anderen über die Beziehung sprechen durftet. Das trifft aber auf mich nicht zu, eher das Gegenteil. Er lobt mich, wenn ich was geschafft habe, sagt oft, ich soll mehr mit Freundinnen weggehen (wenn ich mal wieder zu sehr verkraute) oder mal wieder nach Hause fahren (ist grundsätzlich bemüht, dass ich/man guten Kontakt zu den Eltern hat, hält er generell für etwas wichtiges, weil man denen so viel zu verdanken hat usw.).

Zwingt mich doch nicht immer dazu, ihn zu verteidigen, das war doch hier nicht Sinn der Sache.

Im Moment läuft es gut, er sagt, dass er versteht jetzt erst, dass er mir damit Angst macht, weil er es durch die Augen der anderen gesehen hat (die ja alle das Gleiche gesagt haben). Was anderes kann ich nicht schreiben, wir sprechen über Strategien, wie man sich in solchen Momenten regulieren kann...

Natürlich ist es ein Problem, sonst hätte ich nicht gepostet, aber der ganze Mensch ist nunmal nicht schlecht.

Aber wenn einem hier nicht geglaubt wird, ist es auch keine große Hilfe.

Und dieser ewige hämische Sarkasmus (auch nicht nur mir gegenüber) geht einem auch auf den Keks.

Wollt ihr den Opfern eigentlich helfen, oder euch nur drüber lustig machen. Und von oben auf sie herabschauen. Das tut ihr nämlich oft, in viele Threads. Besonders du, Darkside.
 
Hallo Bana,

sie sind nie "ganz schlecht". Es gibt immer etwas Liebenswertes an ihnen. Sonst wäre man ja gar nicht mit ihnen zusammen.

Es gibt Männer und Frauen, die eine Weile den Liebenswürdigen spielen, das Opfer einlullen. Da ist es mehr der Blick, ein ironisches Wort hier und da, etwas, was oberflächlich nicht greifbar ist, aber die Seele verwirrt. Langsam wird einem das Selbstbewusstsein geraubt, man wird verwirrt.

Mehr und mehr fangen sie dann an ihr Opfer zu hassen und die Gewalt wird immer greifbarer und offensichtlicher. Schließlich endet es mit Schlägen. Aber diesen Leuten gelingt es das alles so darzustellen, als wäre das Opfer der Aggressor. "Wenn der/die nicht so dumm wäre, würde ich nicht die Kontrolle verlieren!"

Diese Menschen sind nicht fähig sich zu ändern und einzusehen, dass die Gewalt von ihrer Seite ausgeht. Sie sind Narzisten. Sie machen andere verantwortlich. Von dieser Sorte Mensch muss man sich fernhalten.

Schau mal genau hin. Wie geht dein Freund mit der Gewalt um? Sagt er, du reizt ihn? Kann er die Verantwortung dafür übernehmen?

Dass er dich lobt und aufbaut, könnte unbewusste Strategie sein. Aber am Punkt der Gewalt kann man sie erkennen. Wenn er fähig ist, da genau hinzuschauen und den Willen hat das zu ändern, dann wird sich die Gewaltschraube auch nicht weiter zudrehen.

Es gibt Kurse für gewalttätige Männer. Er sollte auf jeden Fall daran denken eine Therapie zu machen, um den Impuls in den Griff zu bekommen Konflikte mit Gewalt lösen zu wollen.

Er muss also nicht narzistisch sein, um gewalttätig zu sein. Dann habt ihr auch eine sehr gute Chance, das gemeinsam hinzubekommen.


Tuesday
 
Weich mal nicht von deinem Thema ab. 😉

Ich prognostiziere schlichtweg, dass das Ding noch nicht durch ist. Aber das ist deine Angelegenheit, nicht meine. Du darfst dich also bezüglich meiner Person entspannen und meine eigenen Intentionen mir überlassen.



Darkside

Okay, aber warum kannst du das nicht normal schreiben? Warum musst du auch jetzt wieder herablassend sein?

Weich mal nicht von deinem Thema ab. 😉

Das geht mit echt richtig auf den Sack!!!!!! Zumal ich dir gar nichts getan hab.

Würdest du diesen sarkastischen Ton nicht anschlagen, müsste ich auch nicht vom Thema abweichen.
 
Hallo Leute,

ich weiß eure Beiträge liegen schon bisschen zurück,aber ich hoffe trotzdem das ich hauptsächlich Frauen finde denen es so geht oder ergangen ist wie mir.

Ich bin/war mit meinem Freund 2 Jahre zusammen wir haben uns schon vorher 5 Jahre gekannt also kennen uns quasi 7 jahre jetzt.
2008 fing alles so schön an die erste 4-5 Monate waren ein Traum,es war quasi wie im Bilderbuch.
Aber dann nach und nach wurden aus Kleinigkeiten Streite, die Ihn verändert haben.

Am Anfang war es nur Beleidigungen und nach und nach kamen Aggressive Handlungen hinzu.
Er hat mich angepackt,hin geschmissen,angespuckt,ja er hat mich auch schon 3 mal geohrfeigt, an meinen Haaren gezogen usw.

Ich weiß nicht warum,aber bis heute hab ich immer brav an seiner Seite gestanden.
Ich habe zwar Schluss gemacht und es auch 2-3 Wochen ausgehalten,aber mich dann immer wieder von seinen Versprechungen um den Finger wickeln lassen.

Wenn man liebt macht man sowas doch,man gibt die Hoffnung nicht auf,will beweisen das die Gefühle stark genug sind um ihm bei zustehen und an Ihn zu glauben.
Ich hatte immer Hoffnung das er sieht das es mir ernst ist und er mir alles bedeutet.
Ich habe mit ihm geredet ende Dezember 09 das er bitte zu einem Psychologen gehen soll.
das macht er auch seid Anfang des Jahres aber geändert hat sich nix.
Ausser,ok, er hat mich nicht wieder geschlagen,aber erst gestern hat er wieder abgedreht wegen einem Mist der keinen Grund für solch Verhalten gibt.

Er hat Pizzastücke gegen meine Wand geschmissen (wir wohnen nicht zusammen) und Trinken gegen Wände und Boden geschüttet.
Er hat mir gesagt ich sei nix Wert der letzte Dreck,Nutte und was weiß ich nicht alles.

Irgendwann nachdem ich hundert mal gesagt habe ich rufe die Polzizei ist er gegangen.
Ich war fix und fertig wusste nicht vor lauter panik was ich zu erst machen soll...weinen,atmen meine angstattacken zügeln.

Jetzt sitze ich hier nach einer Schlaflosen nacht und hunderten Gedanken mit der Frage "warum immer wieder tut er das"?

Ich weiss mir keinen Rat mehr.
Es ist aber schon wahnsinn zu sehen was uns die Liebe aushalten lässt.

In einer Art weiß ich ich kann es ändern,ich brauch ihn nur aus meinem Leben zu streichen,aber auf der anderen Art denk ich mir 7 Jahre ist eine lange Zeit einfach alles weg schmeissen und ihn aufgeben.Ich will helfen irgendwas tun,aber mir fehlt die Kraft.

Geht es noch jemand so?Habt ihr Ratschläge ?
Ich freue mich echt über jede Antwort und wenn es nur ein "ich hab das auch schon erlebt und einen guten Ratschlag gibts da nicht " ist !!

liebe grüße Sunny
 

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