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Warum ist dieses Gefühl plötzlich gut?

Notyourprince

Neues Mitglied
Hallo,

in meiner Kindheit und Jugend sind einige Dinge schief gelaufen (sexueller Missbrauch, Gaslighting etc ...) Ich kann mich an ein Gefühl erinnern, dass ich seit meinem ca 5. oder 6. Lebensjahr habe, bzw wo ich mich zumindest erinnern kann, es gehabt zu haben. Der Missbrauch begann früher.
Also, es ist, dass eine Körperhälfte von mir sich dick und "flauschig" oder aufgedunsen anfühlt, und überdimensional groß. Die andere spitz und klein, wie eine Nadel. Es ist nicht wirklich die Körperhälfte, eher als ob ich beides bin, aber eben aufgeteilt. Ich kann es nicht so gut beschreiben.
Seit einigen Jahren habe ich dieses Gefühl aber, wenn ich mich gut fühle. Zb wenn ich kurz vorm Einschlafen bin oder in Meditationen. Das verwirrt mich. Vielleicht war es damals auch schon "gut" aber ich habe es mit dem Missbrauch in Verbindung gebracht und deswegen negativ abgespeichert. Jedenfalls macht es mir Angst. Kennt dieses Empfinden jemand? Hat es evtl einen Namen?

Danke, NotYourPrince
 
Beim Lesen deines Beitrages wird mir bewusst, wie viel Leid manche Menschen schon als Kinder erleben mussten und dass die Folgen nicht einfach verschwinden, nur weil viele Jahre vergangen sind.
Unser Gehirn und unsere Körperwahrnehmung kann unter Belastung oder nach traumatischen Erfahrungen manchmal sehr ungewöhnliche Empfindungen hervorbringen.
Dass dieses Gefühl heute auch in entspannten Momenten wie vor dem Einschlafen oder während einer Meditation auftritt, spricht für mich eher dafür, dass es nicht automatisch etwas Bedrohliches sein muss.
Vielleicht hat dein Gehirn dieses Körpergefühl damals nur mit den schlimmen Erlebnissen verknüpft.
Ich würde versuchen, das Thema, wenn möglich, einmal in einer Traumatherapie oder mit einer psychotherapeutischen Fachperson anzusprechen, denn deine ungewöhnlichen Körperempfindungen sind nichts, wofür du dich schämen musst, du könntest sie besser verstehen, wenn du versuchst sie gemeinsam mit einer Fachperson einzuordnen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass nach solchen extremen Kindheitserfahrungen manche Menschen von Empfindungen berichten, die sich nur schwer in Worte fassen lassen.
Gerade deshalb ist es gut, dass du darüber sprichst.
 
Auch der Körper hat ein Gedächtnis. Erlebtes oder Gefühle können im Körper abgespeichert werden. Wenn du schon eine Vermutung hast, dass das mit deiner Kindheit zusammenhängt, liegt es schon sehr nahe. Du könntest dich fragen, wo im Körper du diese Gefühle gespeichert hast (Bauch? Schultern? Hände? …) und du könntest auch in dich hineinhorchen, ob noch andere Bilder auftauchen. Unbewusst weißt du da vielleicht schon, wohin die Reise gehen könnte.
Das klingt aber für mich stark nach Traumatisierung und deshalb darf das seinen Platz in einer Psychotherapie haben, damit das unter guter Begleitung aufgearbeitet werden kann. Möglicherweise bist du inzwischen bereit dafür, dich damit auseinander zu setzen, wenn das gerade vermehrt hochkommt. Oder es gab äußere Auslöser dafür.
Bitte gehe liebevoll und behutsam mit dir um!
 
Das tut mir leid, was dir widerfahren ist.
Hast du denn mal eine Therapie gemacht, mit Fachleuten gesprochen?
Wir sind hier ja nur Laien, ich habe mal Internet gefragt....
Darum kopiere ich das einfach, kann es selbst nicht so gut ausdrücken.

Viele Menschen mit einer Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung oder anderen Traumafolgestörungen berichten über:
  • Gefühl, nicht ganz im Körper zu sein,
  • Körperteile fühlen sich taub, riesig oder winzig an,
  • Gefühl, aus zwei Hälften zu bestehen,
  • verändertes Temperaturempfinden,
  • Veränderungen des Körpergefühls in Ruhe oder vor dem Einschlafen.
 
Hallo und danke für eure Antworten. Ehrlich gesagt, habe ich mit denen nicht so gute Erfahrungen. Also mit Therapeuten eher, aber Psychiater gar nicht. Ich bin damals in die Traumatherapie hinein und mit neuem Trauma inkl drei Diagnosen heraus, die mir überhaupt nicht weiterhelfen. (wiederkehrende Depression, Autismus und ADHS) - ich bin mir da nicht wirklich ernst vorgekommen.
Vielleicht, weil ich nicht direkt mit der Tür ins Haus gefallen bin, aber einmal war es erst 7:30 Uhr morgens und ich bin mit einem älteren Herrn allein in einem Raum gewesen, draußen war es noch finster. Auf die Frage, wie es mir ginge, hab ich halt "gut" gesagt - weil man das eben so sagt. Und er fragt, was ich denn dann hier will. Ich bin aufgestanden und gegangen/geflüchtet. Vielleicht werde ich es irgendwann mal wieder versuchen.
Ich habe deswegen nach einem Namen gefragt, weil mir der Begriff "maladaptives Tagträumen" so viele Antworten gegeben hat. Einfach nur, weil es plötzlich einen Namen hatte.

Danke jedenfalls fürs Lesen!
 

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