Ein uralter Brauch bei uns ist:Samstags wird die Strasse gekehrt, Samstags wird gebadet und Samstags gibt es Suppe.
Wie kommt das?
Kenne es aus meinen Kindertagen auch so.
Meine Meinung dazu:
Wenn man nicht gerade Hausbesitzer war ,
und eine feste Straßenwoche hatte, dann musste die Straße und
der Hausflur zu folgenden Woche dem nächsten Mieter sauber übergeben werden.
Früher wurde nur am Samstag gebadet, und zwar die ganze Familie,
da es früher sehr aufwendig war Badewasser zu erzeugen.
Wer einen eigenen Badeofen hatte, musste diesen mit Holz
und Kohle anheizen um heißes Badewasser zu erzeugen.
Damals gab es noch keine Boiler oder Durchlauferhitzer,
die meisten Leute hatten keine Zentralheizung,sondern eine Ofenheizung.
In Häusern,in denen die Mieter keine Badeöfen besaßen,wurde
Wasser in der Gemeinschaftswaschküche im Waschkessel heiß gemacht,
auch dort badeten die Familien nach einer festgelegten Reihenfolge.
Dazu gab es eine große Zinkwanne in Körperform.
Diese Wanne wurde von allen Mietern genutzt.
Da die Hausfrau früher am Samstag mit diesen Vorbereitungen
und dem Einkauf für den Sonntag beschäftigt war,
gab es ein schnelles Essen,
welches man auch schon am Vortag zubereiten konnte.Suppe.
Der Mann konnte damals nicht viel helfen,denn damals war der
Samstag ein normaler Arbeitstag.
Der freie Samstag,für den in den fünfziger Jahren unter dem
Motto : "Am Samstag gehört der Vati uns" geworben wurde
kam erst später.
Gruß Karin