R
Reinhardt
Gast
Der "Gutmensch" ist ein Produkt seiner eigenen (falschen) Wahrnehmung.Er bildet sich ein, gerecht zu sein. Die Eigenschaft der Gerechtigkeit ist aber ohne die Eigenschaften "böse" und "gut" nicht ausbalancierbar. Das heißt, ein "idealer" Mensch muß beide Eigenschaften gleichzeitig in sich vereinen, um ein möglichst objektives Bild dessen, was er als schlecht erachtet, zu berwerten und beeinflussen zu können. Es fehlt dem Gutmenschen an Gerechtigkeitssinn, bei Ihm überwiegt das "Gute". Er lehnt das schlechte ab und kennt es daher nicht. Der Gutmensch ist deshalb ein intoleranter und kaum der Kritik (auch der positiven Kritik) offener Mensch. Er ist das Pendant zum absoluten Bösen. Er ignoriert die Tatsache, das das Böse das Gegenteil des Guten ist und deshalb vom Bösen abhängt. Er maßt sich überdies an, das Gute erkennen und verkörpern zu können, was ein Widerspruch zur Eingangsthese ist.
Gruß,
Reinhardt
Gruß,
Reinhardt