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Warum immer der "Hauptgang"?

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Guten Morgen.

Ich tu noch etwas Senf in euren Morgenkaffee. Bitte nicht darüber nörgeln. ;-)

Ich bkeibe nach wie vor der Meinung, dass Laura´s Mann ein Wesen ist mit einem Gefühlsleben wie ein abgestorbener Baumstamm und einem Verständnisvermögen eines bereits halbtoten Goldfisches.

In grossen Teilen, werter Max, kann ich deine Ausführungen teilen. Du brauchst oft einen Anschubser, um deine ersten wirren Gedankengänge in weiteren Posts zu erläutern.

Wenn man aber die für die Allgemeinheit ausgelegten, generellen Sätze auf die punktuelle Situation auslegt, dann greifen sie nicht immer. Es bedarf immer Nachbesserungen und Präzisionen. So auch hier mit Laura´s verwachsener Baumwurzel an ihrer Seite.

Jemanden der sich jahrelang nur das Seine holt, nur an sich denkt, alle Bitten seiner Partnerin in den Wind schlägt und sogar, wenn die Frau einen Versuch auch nur andeutet sich zu verweigern, droht sie zu quälen..........da helfen keine Mahnungen wie : "selber schuld, falsch erzogen."

Und dann noch etwas an den netten Unregistrierten : Was soll denn dieser billige Vorwurf, hier im Forum werde vorschnell zur Trennung geraten. Wer bist du, um uns solche Vorwürfe zu machen? Eerzähle man aus deinem Leben, was du alles an negativen Beziehungserfahrungen hast. Unsere kannst du ja hier nachlesen im Forum. Und dann, vielleicht, reden wir auf gleicher Augenhöhe. *kopfschüttel*

Mit Grüssen vom "frauenverstehenden" Adler
 
Liebe Laura,
Wie kann mann so ein Problem lösen ?
Der Mensch entscheidet sich für etwas, zieht daraus die Konsequenz die dann zu einer Erkenntniss führt die wiederum seine Verhaltensweise sowie Lebens-Einstellung verändert oder auch nicht.
Das ist wohl der Sinn des Lebens !
Jeder Mensch tut aus seiner Sicht das, für ihn, Richtige. Probleme gibts wenn Mitmenschen dies anders sehen.
Ihr Mann hat ein Problem das ihm nichts ausmacht dafür stört es sie umso mehr!
Er tut , aus seiner Sicht, das Richtige d.h. er ist davon überzeugt und macht sich auch deshalb keine Gedanken darüber. Deshalb nützen ein "darauf ansprechen" oder Vorwürfe auch gar nichts. Das Messer auf die Brust, entweder du änderst dich oder(konsequent) Scheidung, ist und bleibt, auch wenns funktioniert , eine Drohung. Jeder Partner hat eine Vorstellung davon wie alles zu sein hat, jeder erwartet vom anderen dass er dies und jenes dafür tun muss.
Ich erkläre ihnen jetzt wie der Mensch, seine Psyche/Seele, funktioniert.
Da ihr Mann sich seiner Verhaltensweise , ihnen gegenüber, überhaupt nicht bewusst ist muss er zu einer anderen Erkenntnis kommen damit sich etwas ändert. Sie müssen sich mit seinen Gedanken und Gefühlen auseinandersetzen, dazu müssen sie ihn fragen was er denkt und fühlt. Z.B. // Warum nimmst du mich ohne zu fragen ob ich Lust dazu habe ? Es macht mich glücklich wenn du Freude an mir hast aber ich möchte auch Spass daran haben, davon abgesehen dass es dann auch für dich schöner ist. Mir liegt sehr viel daran deine Verhaltensweise zu verstehen , ich will begreifen was in dir vorgeht denn ich liebe dich. // Wenn er sie verletzt, sagen sie ihm wie sie sich fühlen. So ähnlich sollte das ablaufen. Ihr Mann merkt dadurch dass sie sich über ihn persönlich Gedanken machen, wird darauf eingehen und merken dass irgendetwas nicht stimmt. Nur so kann es funktionieren. Ihr Mann hat ein Problem das er nicht erkennt und er muss deshalb aus eigener Überlegung daraufkommen, dies erkennen. Erwarten sie kein Wunder! Sie müssen viel Geduld aufbringen,immerwieder fragen, keine Vorwürfe, keine Ratschläge. Sehen sie das ganze als eine Herausforderung des Lebens.
Wenn sie es schaffen wird Ihr Mann sich verändern und ihnen ewig dankbar sein.

Mir freundlichen Grüssen, Castrolli.
 
Angesichts von Max's Antwort vom Freitag, dass ich mir wohl den Großteil meiner Probleme selbst zuzuschreiben hätte (so hab ich's zumindest verstanden), weil ich mich nicht früh genug gemeldet hab, bin ich in mich gegangen. Habe nachgedacht, ob das Problem in dieser Art schon immer bestanden hat. Ergebnis meiner Überlegungen: sicher war's nicht schon immer so, denn sonst hätte ich den Mann nicht geheiratet.
Ein langes Gespräch mit ihm gestern hat ihn dazu gebracht von sich aus festzustellen, dass er früher wohl mal "anders und einfühlsamer" war...
Vor einem Jahr habe ich ihm das Problem schon mal schwarz auf weiß geschildert, das ich in unserer Beziehung sehe und er hat mir geantwortet, als hätte er mich verstanden. Dass ich mit seinem zeitweise (bzw. sozusagen im entscheidenden Moment) gefühllosen Verhalten nicht mehr klarkomme. Er wollte Zeit haben, um an sich zu arbeiten. Jetzt, nach einem Jahr könnte ich ihm wirklich die gleichen Zeilen nochmal schreiben, habe das Gefühl, dass wir nicht wirklich vorangekommen sind.
Ich denke eben schon, dass er sich bewusst ist, weil ich ihn auch, so wie Sie, Castrolli], es mir raten würden, direkt so darauf angesprochen habe und eine Antwort bekommen habe, die ich als Zeichen für "bewusstes Handeln" interpretieren würde.
Ein "ich kann mich aber nicht so schnell ändern" bzw. "wieder so werden wie du mich geliebt hast" braucht Zeit. Ein Jahr in dieser Extremsituation war's schon. Meine Gedanken kreisen um dieses Thema, ich möchte aber auch mal wieder unbeschwert sein und lachen...
Ein bisschen kommt es mir so vor, dass er sich über Arbeit und sexuelle Aktivität mit mir definiert. In der Arbeit geht es seit mind. zwei Jahren schlechter und dann habe ich auch noch angefangen, sein "zweites Standbein" anzusägen. Er hat zeitweise kein Selbstwertgefühl mehr... Aber muss ich das dann wirklich so ausbaden? Ist es nicht zunächst seine Aufgabe, wieder mit sich ins Reine zu kommen???
 
Hi Laura,
klingt doch alles nicht so schlimm, erstens scheint ihr doch noch ruhig drüber reden zu können, und zweitens scheint er schon ne gewisse Einsicht in sein Problem zu haben.
Ich würde an deiner Stelle mit ihm sprechen, dass du verstehst, das es für ihn schwierig ist, an sich zu arbeiten (du musst bedenken er ist jahrelang anders gewöhnt). Und dafür seit ihr ein Päärchen damit nicht einer mit seinen Problemen (er mit seinem) allein gelassen wird. Ich würde versuchen klar zu machen, dass es nicht sein alleiniges Problem ist, dass du durch akeptanz sicher deinen Anteil an der Entwicklung hast, und dass ihr beide gemeinsam euch da rauskämpfen müsst.
Dann dürft ihr aber nicht ein ernstes Gespräch drüber führen und dann wochen/monatelang nicht wieder, ihr müsst mal versuchen mindestens 1-2 mal in der Woche euch zu unterhalten. Mit dem Ziel durch kleine Schritte sich langsam wieder ranzutasten. Vllt. fester Termin, erstens: was nehmen wir uns für die nächste Woche vor, erstmal kleine Ziele,z.B. jeder massiert den andern mal, etc.und zweitens:jeder sagt dem andern Lob und Kritik. Ich würde mir wirklich feste Termine vornehmen, ist zwar erstmal nicht wirklich romantisch, aber ihr habt in der Hinsicht ein rein technisches Problem, da hilft nur Übung, Übung, Übung. Ich würde mir das wirklich, trotz allem komischen Anschein, als feste Termine vornehmen, an einem Abend der Woche wird ne halbe bis ne Stunde, Planung und rückblickende Bewertung der letzten Woche gemacht(vllt. in Verbindung mit nem schönen aufwendigen Essen) und an zwei festen Abenden wird versucht Planung durchzuziehen. Und dann würde ich an deiner Stelle noch versuchen, ob du nicht Möglichkeiten hast, auch deinem Kerl Freude zu machen, wenn er es sich verdient hat, damit er merkt er hat auch was davon sich zu ändern.(z.B.auch mal unangekündigt überfallen, ihn in seiner sexualität besuchen)
er muss ja nicht wirklich an sich arbeiten, wenn er es früher schon konnte, er hat es einfach aus purer bequemlichkeit schleifen lassen, in der hinsicht ist es keine frage, wo er an seinem charakter arbeiten muss, man muss sich nur wieder eine andere gewohnheit angewöhnen 🙂. das ist ne sache die denk ich nur in der gezielten praktischen umsetzung geht und nicht dass sich einer versucht innerlich darauf zu programmieren. so ne gewohnheit aus sich selbst heraus zu ändern ist sau schwer, gerade wenns bequem ist, wie's ist.

ich denke viel anderes wird euch ein Therapeut auch nicht sagen, würde aber an deiner Stelle wenns so nicht klappt, den Hebel an seiner Einsicht ansetzen. wenn er merkt dass man was ändern muss, ihr beide (!) es aber nicht schafft (es kommt sehr auf den Ton an, nicht "du musst dich ändern, jetzt schlepp ich dich zum Therapeut"), müsst ihr beide euch hilfe holen, musst du versuchen ihn zu beruhigen/überzeugen, dass das Problem ihn nicht dumm dastehn lässt, sondern ein vollkommen normale sache ist, die vielen Päärchen passiert, dass aber nur wenig Päärchen so schlau sind sich unterstützung zu holen. Du musst es aus der Ecke des "Versagens" rausholen, so sieht sich keiner gerne, sondern eher zu einer Falle/einem Unfall in der Beziehung machen.
Gruß Max
PS: Du hattest nicht geschrieben, dass es früher anders ging, das verschiebt die gewichtung aber nur soweit, dass du nicht konsequent genug gehandelt hattest als es sich zu verändern begann, sondern die veränderung erstmal toleriertest. (um beim beispiel des kindes zu bleiben, es nützt ja nichts sich zu sagen, früher hat das kind keine süßigkeiten aufs fließband gelegt, also warte ich mal ob es sich wieder dahin entwickelt)
 
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