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Warum holt mich die Trauer jetzt erst ein?

SunnyMaus

Mitglied
Hallo ihr Lieben,
ich habe mal eine Frage....


Als meine Mama gestorben ist, hatte ich das Gefühl, gar nicht richtig trauern zu können. Ich habe nie geweint. Ich bin auch gleich wieder ganz normal in die Schule gegangen und habe auch gedacht, ich hätte das alles relativ gut und schnell verarbeitet....

..... aber jetzt 10 Monate danach holt mich alles irgendwie ein. So als würde ich jetzt erst realisieren, dass meine Mama tot ist. Ich muss jetzt jeden Tag weinen und kann meine Tränen auch in der Schule nicht immer zurückhalten. Jetzt ist es viel schlimmer - obwohl es schon 10 Monat her ist - als kurz nach ihrem Tod.

Warum ist das so?

Danke für eure Antworten 🙂
 
Hallo Sunnymaus, es ist gut das es jetzt kommt. So verarbeitest du die Trauer und wirst nicht krank. Es ist oft so, das man nach dem Tod eines nahestehenden Menschen so geschockt oder halt mit den Dingen darum beschäftigt ist, das man garkeine Zeit hat zum Trauern.
Ich hatte im Jahr 2007 zwei sehr nahestehdende Trauerfälle (meine Dad und meine beste Freundin) zu verarbeiten. Durch die Arbeit und meinem damligen Freund hatte ich garkeine Zeit zum Trauern. :mad:
Das kam dann ganz böse, erst im vergangenen Jahr zum Vorschein , wie ich allein lebte. Ich habe tagelang Rotz und Wasser geheult , aber dann war es gut. Heute zünde ich jeden Abend zwei Kerzen an, damit sie wissen, das ich an sie denke. Wenn ich was bewältigen muss oder Stress habe, zünde ich diese auch an . Da ich an ein Leben nach dem Tode glaube, hat es mir schon sehr viel Kraft verliehen, manches leichter zu nehmen. Und kurioser Weise, passiert am nächsten Tag oder später was positives. Ich bitte meine Freundin sehr oft , mir zu helfen. Hört sich vielleicht voll kaputt an, aber es hilft mir so, meinen Alltag zu meistern. Habe ein Bild an der Wand hängen und spreche dann mit ihr. Aber alles eine Glaubenssache. Wenn mir das einer vor 10 jahren gesagt hätte , ich hätte den für verrückt erklärt. Aber im Jahr 2004 sind soviel unerklärlische Sachen passiert, das ich anfing daran zu glauben.🙂
Ich fahre auch oft in einen Dom und zünde für meinen Vater eine kerze an. Er war ein sehr gläubiger Mann.

Versuche es mal , wenn du z.B eine Klassenarbeit schreibst. Bitte deine Mama dir zu helfen. Und schau was passiert.
Um mir herum passieren oft positive Dinge, die ich mir nicht erklären kann , aber es gibt Zeichen dafür. Klingt echt paranoid, aber das bin ich wirklich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sunnymaus!

Bin zwar einiges älter als Du, aber mir geht es genauso.
Meine Mama ist im April letzten Jahres gestorben, sie hat die letzten 8 Jahre bei mir gewohnt.
Sie fehlt mir unendlich und die letzte Stunde saß ich gerade da und habe geheult wie ein Schloßhund.
Darauf habe ich dann im Internet diese Seite gefunden. Jetzt bin ich froh mich mit Menschen austauschen zu können denen es genauso geht.
Manchmal glaube auch ich das dieser Schmerz immer schlimmer wird und bestimmt nie aufhört.
 
Meine Freundin ist jetzt über 4 Jahre verstorben. Und immer wenn unser Lied läuft, bin ich sofort am Weinen. Der Schmerz sitzt immer noch tief. Aber da ich an ein Leben nach dem Tod glaube, sehe ich das als positives Zeichen. Über manche Todesfälle kommt man schnell hinweg und über manche sehr , sehr schwer.
 
Liebe Sunny-Maus,

das liegt wohl daran, dass Du in Deinem Inneren noch bereit dazu gewesen bist, völlig ungehemmt zu trauern. Und jetzt ist Dein Inneres offen genug dazu.

Liebe Grüße
 

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